Kurt de Swaaf Der Geist des Ozeans

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Inhaltsangabe zu „Der Geist des Ozeans“ von Kurt de Swaaf

Der Pottwal, König aller Weltmeere. Keiner taucht tiefer, keiner ist lauter, keiner hat ein größeres Gehirn. Ob es die Rettung eines gestrandeten Wals ist, der durch Menschenhand geheilt und wieder in die Freiheit entlassen wird, oder der legendäre Moby Dick: Die Wucht seiner physischen Gestalt, sein ebenso schnelles Auftauchen wie Verschwinden inspiriert Schriftsteller und fasziniert die Menschheit. Insbesondere die Forscher. Kurt de Swaaf erzählt in seinem emotional packenden und wissenschaftlich fundierten Buch die Geschichte eines dieser geheimnisvollen Ozeanriesen und die einer spannenden Forschungsexpedition.

Walforschung hautnah. Unterhaltsam. Lieblings-Sachbuch!

— Bücherfüllhorn-Blog
Bücherfüllhorn-Blog

Interessant, informativ, lesenswert!

— Sikal
Sikal

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  • Walforschung hautnah. Unterhaltsam. Lieblings-Sachbuch!

    Der Geist des Ozeans
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    07. September 2017 um 15:09

    Für alle die Wale mögen, die Tiere mögen und die Meere und Ozeane mögen. Für alle, die mehr wissen wollen. Für alle Tierliebhaber und Tierschützer. Walforschung wird unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten vereinfacht aber sehr unterhaltsam erklärt. Ein wundervolles Buch für einen ersten, umfassenden Einblick in die Welt der Pottwale. Ich kann nur sagen, Cover und Buch sind komplett im Einklang. Ich finde dass der Covertitel schon sehr beruhigend wirkt, und so ist auch die Erzählweise. Ruhig, aber dennoch vielseitig unterhaltsam. Hier wird aus drei Perspektiven, die ganz unauffällig ineinander übergehen, über Wale berichtet. Das Zentrum ist die wahre Geschichte vom Pottwal „Physty“. Zum einen erzählt Physty selber, also aus der Perspektive eines jungen Wales. Dementsprechend ist auch der Erzählton einfach. Zwischendurch kommt vor allem Meeresbiologin Kalliopi Gkikopoulou, die mit einem Forscherteam und Forschungsschiff vor den Balearen die Pottwale erforscht, zu Wort. Und dann gibt es noch die sachwissenschaftlichen Erklärungen. Und dieser Dreiklang, ist wirklich ein Drei-Klang, der sehr schön und lange nachklingt. Ich, die weitab vom Meer lebe, noch nie einen lebenden Wal gesehen habe und die sich einfach „nur so“ für das Buch interessiert hat, ich habe das Buch gelesen, und mir fiel gar nicht auf, wie diese einzelnen Perspektiven ineinander übergingen. So eng waren sie miteinander verbunden, so spannend alle Schilderungen. Und so einfach und so angenehm zu lesen, obwohl es doch ein sehr komplexes Sach-Thema ist. Der Geist des Ozeans klingt in  mir noch lange nach.   Alles in allem: Walforschung hautnah. Unterhaltsam. Ganz einfach: Lieblings-Sachbuch!  

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  • Die Majestäten des Meeres - ein absolutes Leseerlebnis

    Der Geist des Ozeans
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    08. June 2017 um 18:05

    Im April 1981 spülte das Meer einen jungen Pottwal an den Strand von Oak Beach. Als die Leute feststellten, dass er noch lebte, versuchte man mit allem was machbar war, ihn zu retten. So wurde er von der Sandbank in den kleinen Yachthafen gezogen. Und er bekam einen Namen "Physty". Den Menschen gelang es, ihn zu retten und danach wurde er wieder in die Freiheit entlassen. Jahre später sah sein Retter eine Gruppe Pottwale und erkannte "Physty". Zitat S. 9 Der Wal reagierte auf seine Retter, erkannte sie, hatte Vertrauen. Und sie sahen in seine Augen, berührten ihn, und spürten, wie einzigartig das Leben ist. Mitgefühl kann grenzenlos sein, der Mensch wächst über sich hinaus. Nie werden sie es vergessen." "Der Geist des Ozeans" erzählt nicht nur die Geschichte um "Physty", sein Erwachsenwerden. Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit den Riesen des Meeres. Etliche Dokumentarfilme über diese majestätischen Tiere, die mich wirklich faszinieren, aber dennoch die Angst vor der Tiefe des Meeres nicht nehmen können, ist es immer etwas Einzigartiges, Besonderes, diesen Bildern zu folgen. Desweiteren wird die Geschichte von der Griechin Kalliopi Gkikopoulou, die schon in jungen Jahren den Entschluss fasste, Forscherin zu werden. dass selbst im Mittelmeer Pottwale leben, mag so manchen erstaunen. Meeresbiologie, Walforschung, das wurde Kalliopis Leben, ihre Bestimmung. Und sie legte ihre Fokkus später auf die Bioakustik. Allerdings war es auch für sie nicht einfach mitzuerleben, wie tief der Mensch in die Natur eingreift. Zitat S. 17 "Man will etwas beschützen, was sich nicht selbst helfen kann", sagt Kalliopi. Aber wie soll das gelingen, ohne zu wisssen, wie es lebt und was es braucht? Ohne Forschung keine Zukunft. Wir erinnern uns: Im Jahr 2016 strandeten etliche Pottwale an der Nordseeküste. Sie hatten keine Chance. Warum sie ihren Weg, ihre Orientierung verloren hatten, man weiß es nicht. Untersuchungen haben ergeben, dass sich Unrat von den Menschen, Plastikmüll, sogar ein Fischernetz in den Mägen der jungen Pottwalbullen befanden. Unrat vom Mensch, tödlich für den Wal. In den zwölf Kapiteln wird nicht nur über das Erwachsenwerden von Physty geschrieben, viele sachliche Erläuterungen, wissenschaftlich hinterlegt, fließen im Text mit ein. Sehr hochinteressante Berichte. Man sollte sich dafür interessieren. Ebenso werden die Anfänge der Geschichte zum Walfang beschrieben. Mitte 1980 wurde offiziell der Walfang verboten. Nur die Japaner halten sich mal wieder nicht daran und begründen es mit "wissenschaftliche Walfänge", um dieses Verbot zu umgehen. Kommunikation unter den Tieren, ja die gibt es. Jede Tierart auf ihre Weise. Bei den Pottwalen nennt man sie "Klicks". Ebenso haben die Tiere eine starke Familienbindung, welches durch wissenschaftliche Forschung bekannt wurde. Ergänzt wird das Buch durch ein Glossar wissenschaftlicher Namen, Grafik Größenvergleich Wale, dem Literaturverzeichnis und einer Danksagung. Einmal in das Buch eingetaucht, lässt es einen nicht mehr los. Trotz der sehr ausführlichen und großartigen aufschlussreichen Ausführungen ist es dem Autor gelungen, ein wahrhaft interessante Buch über den Pottwal zu schreiben. Giganten des Meeres, Majestäten, Lesewesen, die es gilt zu schützen. Den Überlegungen, Walschutzzonen einzureichen, sollte man intensiv nachgehen. Wir Menschen haben es in der Hand, unsere Schatzkammer, unsere Erde, nicht vollständig auszurotten. Meine Bitte, greift einmal zu einer anderen Lektüre als das, was ihr sonst lest. "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf ist ein absolutes Leseerlebnis. Ihr werdet es nicht bereuen.

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  • Geheimnisvolle Unterwasserwelt

    Der Geist des Ozeans
    Sikal

    Sikal

    29. April 2017 um 08:30

    Der Autor Kurt de Swaaf hat hier eine besondere Mischung gefunden. Einerseits erzählt er die Geschichte Phystys, der 1981 vor Long Island strandete, krank war und von viele Helfern gepflegt wurde, bis er wieder in die Freiheit entlassen werden konnte. Der eine Teil des Buches wird aus der Perspektive Phystys erzählt, von seiner Geburt, seinen ersten Tauchgängen, seinem Verhalten im Rudel, seinen Ängsten, seiner Neugierde und seinen Erfahrungen mit Menschen. Als zweite Sichtweise erfahren wir hier die wissenschaftliche Seite, von Forschungen über Pottwale, die noch nicht besonders ausgeprägt sind, vom Kreislauf des Lebens in den Ozeanen, über den Kampf des Überlebens der Tiere durch Umweltverschmutzung und von der Gefahr, die vom Menschen ausgeht. Als Leser darf man Physty auf seiner Reise durch die Weltmeere begleiten, erfährt von seinen Erfahrungen mit den Orcas, von seinen größten Feinden und auch wie es ihm gelingt, Fische zu klauen. Dieses Kapitel fand ich herrlich – es war für mich neu, dass Fische von den Langleinen der Fischer gemopst werden. Leider wollen die Fischer nun wieder, dass verstärkt Walfang betrieben wird … Interessante Dinge erfährt man über diese gigantischen Tiere, z.B. dass Pottwale Dialekte sprechen, ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben, der Nachwuchs von weiblichen Tieren aufgezogen wird, während die Männchen nur zum Paaren in die Gruppe kommen und ansonsten in den nördlichen Gewässern unterwegs sind – ist auch verständlich, denn dort findet der Bulle die meiste Nahrung und davon benötigt er etliche hundert Kilo pro Tag. Auf den Buchinnenseiten findet man eine Karte mit den Routen über die Weltmeere, sogar im Mittelmeer – das Gebiet um die Balearen – beherbergt ca. tausend Pottwale.   Während die Geschichte Phystys bestimmt jüngere Leser anspricht, hier in einfachen Sätzen viel Wissenswertes über Pottwale vermittelt wird, kommen die Erwachsenen im fachlichen Bereich voll auf ihre Kosten. Durch diese experimentelle Erzählweise gelingt es dem Autor, einem breiten Publikum das Leben dieser riesigen Tiere nahezubringen. Ich finde, es ist ein Buch für die ganze Familie und enthält sehr wichtige Informationen.

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