Kwei Quartey Accra

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Inhaltsangabe zu „Accra“ von Kwei Quartey

"Sodom und Gomorra" - so nennen die Einwohner von Accra jenes Viertel der ghanaischen Hauptstadt, das nur die Menschen betreten, denen keine andere Wahl bleibt. Denn wer Sodom betritt, setzt sein Leben aufs Spiel: Der giftige schwarze Rauch von Ghanas größter Mülldeponie ist hier genauso allgegenwärtig wie Armut und Gewalt. Dass in dieser Umgebung ein Mord geschieht, ist für Inspector Darko Dawson daher wenig überraschend. Was den Polizisten allerdings entsetzt, sind die Umstände des Verbrechens: Das Opfer ist ein Straßenjunge - und ihm wurden sämtliche Finger abgeschnitten. Als wenig später ein weiterer Teenager ermordet und verstümmelt wird, ist sich Dawson sicher: Ein Ritualmörder macht Jagd auf Accras Straßenkinder, ein Killer, dessen Intelligenz nur von seiner Heimtücke übertroffen wird. Und das muss Dawson bald am eigenen Leib erfahren ...

Dieses Buch ist anders. Aufrüttelnd und doch spannend.

— StMoonlight

Klassisches handwerklich exzellent gemachter "whodunnit". Ein Kommissar, der in Sachen Gras fast trocken ist.. Accra als Schauplatz. Chapeau

— Pashtun Valley Leader Commander

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  • Sodom und Gomorra

    Accra

    StMoonlight

    25. August 2017 um 09:35

    Accra, Hauptstadt von Ghana. Dort, in einem Elendsviertel, wo Kinder sich von Müll und dreckigem Wasser ernähren geschieht ein Mord. Für die Polizei nichts ungewöhnliches, denn am liebsten betreten sie „Sodom und Gomorra“, wie das Viertel umgangssprachlich genannt wird, gar nicht erst. Doch Darko Dawson sieht das anders. Er ist Polizist mit Leidenschaft und findet dass jeder ein Recht auf Polizeischutz hat, auch die Bewohner der Slums. Doch erst als eine zweite verstümmelte Leiche auftaucht, bekommt er ein wenig Unterstützung und stößt dabei auf einen Mörder der nur Gutes im Sinn hat … Anfangs fiel mir der Einstieg in die Geschichte recht schwer, so ganz wollte ich nicht mit dem Schreibstil warm werden. Für einen Krimi ist mir einfach zu „seicht“, statt spannenden Umschreibungen, gibt es hier schonungslose Beschreibungen. Allen voran von der Alltagssituation, dem Kampf ums Überleben. Insgesamt bin ich überrascht, im positiven Sinne. Obwohl der Autor hier keinen packenden Schreibstil verwendet, wirkt die Geschichte, auch und eben durch die vielen bildlichen Beschreibungen auf ihre Art. Nachhaltig, denn zwangsläufig beginnt der Leser über das nachzudenken was er hat und andere, z.B. die Bewohner Accras, nicht. Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der „Darko Dawson“-Reihe. Ich selbst kenne den Vorgänger nicht und hatte auch nicht das Gefühl, dass mir etwas an Wissen fehlte. Ein Direkteinstieg ist also möglich. Dieses Buch ist anders. Aufrüttelnd und doch spannend.

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  • Streifzug durch Gabun.

    Libreville

    Gulan

    In diesem Moment bereute Koumba bitterlich, dass Colonel Edmond Tchicot vor drei Jahren in Rente gegangen war. Eine solche Gelegenheit hätte er sich bestimmt nicht entgehen lassen. Colonel Lambert Essono hatte seine Qualitäten, in Sachen Menschenführung war er super, aber die Werte, die er predigte, galten in der gabunische Gesellschaft 'kalakala' – schon lange – nicht mehr. Aufrichtig und redlich zu sein, sich verdient zu machen, und was es an moralischer Anstrengung noch alles gab: Alle Welt schiss drauf. Putzte sich mit der Nationalflagge den Arsch ab. Wie sollte man Ehrlichkeit in einem Land predigen, in dem die Höchsten des Staates sich die Taschen vollstopften? (S.188) Libreville, Hauptstadt Gabuns, ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen: Der investigative Reporter Roger Missang wird im Regierungsviertel ermordet aufgefunden. Mit den Ermittlungen werden die beiden Beamten Louis Boukinda und Hervé Envame der Generaldirektion des Fahndungsdienstes betraut. Eine heikle Aufgabe, denn der Fundort der Leiche lässt einen politischen Hintergrund vermuten. Gleichzeitig sind zwei weitere Polizisten schwer im Stress: Pierre Koumba und Jacques Owoula, Polizisten der PJ, der Kripo, müssen den Raub eines Scheckhefts eines Ministers und die Fahrerflucht bei einem tödlichen Verkehrsunfall aufklären. Und wie es der Zufall will, werden sich die Wege der beiden Beamten-Duos im Laufe des Buches kreuzen. „Libreville“ ist ein waschechter Polizeikrimi. Autor Janis Otsiemi beschreibt nachvollziehbar die Kriminalarbeit der Polizisten, die erwartungsgemäß wenig technisch geprägt ist (hier werden die Protokolle noch auf der Schreibmaschine geschrieben). Stattdessen vertrauen die Ermittler auf Informanten und erheblichen (auch körperlichen) Druck bei Verhören. Und auch sonst sind die Polizisten keine Engel, teilweise kassieren sie Bakschisch und alle unterhalten ein „Zweitbüro“, eine Geliebte oder Nebenfrau. Außerdem wird kein Zweifel gelassen, dass die Polizeibehörden im Zweifel eher der Regierung dienen als dem Volk. Ein Krimi aus Gabun! Als ich dies in der Vorschau sah, war ich sofort interessiert. Denn was bekommt man hierzulande von diesem afrikanischen Land mit? Die Jüngeren verbinden maximal noch Pierre-Emerick Aubameyang, den Kapitän der gabunischen Fußballnationalmannschaft, mit dem Land, die Älteren vielleicht Albert Schweitzer mit seinem Urwaldspital in Lambaréné. Insofern ist dieser Krimi eine echte Rarität auf dem deutschen Markt und daher gebührt dem Polar Verlag ein großes Lob für diese Veröffentlichung. Das gilt auch für das interessante Interview von Alf Mayer mit dem Autor am Ende des Buches. Das Beste an diesem Krimi ist dann tatsächlich auch, dass meine Erwartungen, etwas mehr über dieses Land Gabun und die Hauptstadt Libreville zu erfahren, vollkommen erfüllt werden. Janis Otsiemi bringt nebenbei einen umfassenden Einblick in die politischen Verhältnisse (angesichts der geringen Kenntnisse über Gabun verzeihe ich diesmal auch längere Erläuterungen). Vor allem wird es aber interessant, wenn die Polizisten ihre Büros verlassen und in die Viertel und Slums Librevilles eintauchen. Besonders gelungen fand ich, wie die Übersetzerin Caroline Gutberlet die Idiome und Eigenarten der Sprache nicht zwanghaft mit deutschen Synonymen übersetzt, sondern ihre volle Wirkung entfalten lässt und lieber mit einem Glossar arbeitet. So kommen wir in den Genuss solcher Redewendungen wie „ein Kerl so lang wie ein Tag ohne Brot“, „in die Flasche scheißen“ (Verdächtige in die Mängel nehmen) oder „Feuer im Mund haben“. Jetzt darf ich am Ende meines Fazits natürlich nicht verschweigen, dass die eigentliche Krimihandlung und die Aufklärung mich nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen haben hinreißen lassen. Das war eher unspektakulär. Aber die Eindrücke und die Atmosphäre des zentralafrikanischen Landes, die Otsiemi in seinem Roman vermittelt, machen „Libreville“ dann doch zu einem überdurchschnittlichen Krimi.

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    • 13
  • Westafrikanischer Moloch

    Accra

    Arun

    Da ich immer gerne neue Autoren und neue Handlungsorte kennenlerne kam dieser Kriminalroman gerade recht. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite war vielversprechend und ließ mich schnell zugreifen. Der Autor Kwei Quartley ist gebürtiger Ghanaer und ist auch in der Hauptstadt Accra aufgewachsen. Kurze Inhaltsangabe: In den weniger wohlhabenden Vierteln (Slums) von Accra leben viele Menschen welche aus allen Landesteilen von Ghana kommen und sich ein besseres Auskommen in der City erhoffen, darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche die zum Großteil auf der Straße ihr Dasein fristen. Nach einem Mordfall bei dem das Opfer auch noch verstümmelt wurde übernimmt Inspector Darko Dawson die Ermittlung. Es folgen weitere Ritualmorde an Jugendlichen welche die Polizei zunächst vor ein Rätsel stellen. Meine Meinung: Zu Beginn des Buches war ich überzeugt einen Volltreffer gelandet zu haben. Mit einer kraftvollen und bildlichen Sprache versetzt uns der Autor in die afrikanische Großstadt. Widrige Lebensumstände, Brutalität, Gewalt, Armut und das Recht des Stärkeren bestimmen den Alltag und führen zu einem ständigen Überlebenskampf. Interessant auch zu erfahren dass sich die Bevölkerung des Landes aus verschiedenen Stämmen mit verschiedenen Sprachen zusammensetzt. Beleuchtet wird auch das Wirken von Hilfsorganisationen und die Arbeitsweise des Polizeiapparates. Alles in allem eine hervorragende Grundlage für eine starke Story. Was hat mich nun gestört, wie immer meine persönliche Meinung: Die Wahrnehmung meinerseits von Inspector Darko Dawson und seiner Familie war mir in vielem viel zu klischeehaft und überzuckert! Die an den Haaren herbeigezogene Auflösung des Falles und das Motiv des Täters haben mich nicht überzeugt. Meine Wertung deshalb nur 3 Sterne. Könnte mir vorstellen das andere Leser dieses Buch anders lesen und bewerten!

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    • 8
  • Rezension zu "Accra" von Kwei Quartey

    Accra

    RiaKlug

    06. November 2012 um 16:55

    Kwei Quartey beschreibt ein bedrückendes Szenario von Armut und brutalstem Überlebenskampf. Atmosphärisch dicht und sehr überzeugend schildert er die Lebensverhältnisse der Straßenkinder von Accra. Zugleich beschreibt er die schwierigen Verhältnisse, unter denen ein Kriminalpolizist dort arbeiten muss. Auch wenn ich den Exotenbonus abziehe, bleibt ein überzeugendes Gesellschaftsbild einer westafrikanischen Metropole. Sprachlich ist das sehr geschmeidig gelöst, ohne krampfige Rückblenden und ohne die persönlichen Probleme des ermittelnden Inspektors überzustrapazieren. Nur zwei Dinge gefielen mir nicht: Der überflüssige Prolog, in dem nichts verraten wurde, was nicht leicht im weiteren Text untergebracht werden konnte, und das märchenhafte Ende auf den letzten Seiten. Mindestens mit einem Bein ist da der Autor in die 'Jetzt ist alles wieder gut - Falle' geraten. Aber dazwischen, und das betrifft 98% der Geschichte, war das beste Krimiunterhaltung mit ausreichend Tiefgang.

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