Kwei Quartey Trokosi

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 3 Rezensionen
(4)
(4)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Trokosi“ von Kwei Quartey

Eine strangulierte Medizinstudentin im Busch von Ghana. Ein dubioser Dorfpriester, der verbotene Rituale pflegt. Unschuldige junge Frauen, die als Götterbräute, Trokosi, versklavt werden. Und ein Inspector, der nur widerwillig ermittelt. Denn er hat Angst vor den Abgründen, die sich auftun, aber auch Angst um seinen kranken Sohn, dem kein Heiler, sondern nur ein Londoner Herzchirurg helfen kann. Ein Buch voller Zauber mit einem sehr sympathischen Ermittler, der sofort das Herz der Leser erobert.

Das Buch nimmt einen mit in eine fremde Welt, exotisch, freundlich und dennoch brutal.

— Sundance88

Stöbern in Krimi & Thriller

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Gute 3 Sterne - teilweise zu schönschreiberisch und langatmig und lange nicht so innovativ wie erhofft, aber nett zum Miträtseln.

lex-books

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Düster, spannend, literarisch, ein Krimi aus Meisterhand

tardy

Die linke Hand des Bösen

Bodenständiger deutscher Krimi-Wälzer, der leider erst zum Ende spannend wird.

vanessabln

Zorn - Lodernder Hass

Das Buch war wiedermal Top. Ich weiss nun endlich auch wie unser lieber dicker Schröder mit Vornamen heißt, nein ich verrate es nicht.Lesst

Mona-Berlin

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

Eine spannende Handlung, interessante und authentische Charaktere, unerwartete Wendungen und ein packender Schreibstil - was will man mehr?

Flaventus

Schatten

unglaublich spannend - freue und hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

cassandrad

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Trokosi

    Trokosi

    Angel10

    17. July 2017 um 12:20

    -Ghana, Trokosi, Mord

  • Rezension zu "Trokosi" von Kwei Quartey

    Trokosi

    savanna

    04. September 2011 um 20:56

    Im westlichen Afrika ist es ein Leichtes, einen sogenannten Juju-Priester ausfindig zu machen. Mit Juju wird im anglophonen Ghana eine Art praktizierter Naturglaube bezeichnet, der deutliche Parallelen zum Voodoo aufweist. Auch wenn sich die Mehrheit der Ghanaer mittlerweile zum christlichen Glauben bekennt, sind Fetische und Opfer nach wie vor von Bedeutung. Geopfert werden im ländlichen Ghana auch heute noch Jungfrauen, die von ihren Angehörigen einem göttlichen Schrein gewidmet werden, um Unglück von der eigenen Familie abzuwenden. Diese Götterfrauen, in der Lokalsprache Ewe 'Trokosi' bezeichnet, sind den dem Schrein vorstehenden Priestern physisch wie psychisch vollständig ausgeliefert. Vor dem Hintergrund dieser als moderne Sklaverei verschrieene Tradition hat der ghanaisch-stämmige Autor Kwei Quartey einen außergewöhnlichen Kriminalfall konstruiert. In der Volta-Region zwischen dem markanten Voltasee und der Grenze zum Nachbarland Togo wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Rasch stellt sich heraus, dass es sich hierbei um Gladys Mensah handelt, eine Medizinstudentin die mit großem Engagement die AIDS-Aufklärung in dieser Region unterstützt hat. Im wahrsten Sinne des Wortes über die Leiche gestolpert war Efia, eine Trokosi des örtlichen Priesters Togbe Adzima, der noch vor Kurzem einen heftigen verbalen Schlagabtausch mit Gladys hatte. Die angehende Ärztin hatte mit ihren modernen und medizinisch fundierten Ansichten die traditionellen Machenschaften der selbstgerechten Fetisch-Priester öffentlich kritisiert. Nicht nur weil Togbe Gladys in diesem Streit lauthals davor gewarnt hat, die Götter besser nicht zu erzürnen, richten sich die Ermittlungen schon bald auf den traditionellen Heiler. Mit der Aufklärung dieses Mordfalles wird Detective Inspektor Darko Dawson aus der Hauptstadt Accra beauftragt. Dawson selbst ist in der Volta-Region aufgewachsen, spricht die Lokalsprache Ewe fließend und kennt eine Reihe der örtlichen Eigenheiten. Im Zuge dieser Dienstreise in das Dorf seiner Kindheit kommt der Detektive jedoch nicht drum herum, sich abermals mit dem Schicksal seiner Mutter auseinander zu setzen, die vor über 25 Jahren in genau dieser Region spurlos verschwand. Wie groß ist der Einfluss der gefürchteten Priesterschaft wirklich? „Trokosi“ entführt uns in das ländliche Ghana und somit in eine afrikanische Realität, die den meisten Lesern gänzlich unbekannt sein dürfte. Das Wechselspiel zwischen tief verankerten Traditionen und modernem Leben, zwischen Nagel-Fetisch und Mobilfunk-Handy scheint den Autor ehrlich umzutreiben. Man glaubt, eine Botschaft in diesem vielschichtigen Krimi verwoben zu finden, diese menschenunwürdige Praxis der Götterfrauen baldmöglichst abzuschaffen. Auch wenn Quartey nicht klar Stellung bezieht, will er doch ganz offensichtlich aufklären über das Festhalten an Magie und das Zuwenden zum Christentum. Quartey hat als Unterstützung für das flüssige Lesen zudem ein Glossar über eine Reihe ghanaischer Begriffe angefügt. Ein Krimi mit außergewöhnlichem Schauplatz und einer transportierten Botschaft, die um Verständnis bittet für das heutige Afrika zwischen Göttern und Globalisierung.

    Mehr
  • Rezension zu "Trokosi" von Kwei Quartey

    Trokosi

    sabatayn76

    21. November 2010 um 21:31

    Verbrechensaufklärung und Tetrahydrocannabinol in Westafrika Inhalt: Die Leiche von Gladys Mensah, einer Medizinstudentin, die sich für das staatliche AIDS-Programm engagiert hatte, wird im Wald von Ketanu gefunden. Auf den ersten Blick weist der Körper keinerlei Verletzungen auf, und es gibt keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkungen. Bald ist jedoch klar: Gladys ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Der in Accra beschäftigte Inspector Darko Dawson wird mit der Ermittlung beauftragt und recherchiert daraufhin in Ketanu, wo Jahre zuvor seine Mutter unter mysteriösen Umständen spurlos verschwand. Mein Eindruck: Es dauert ein wenig, bis man sich in 'Trokosi' eingelesen hat, denn der Roman ist durchsetzt von Idiomen und zahlreichen Namen, was anfangs den Lesefluss etwas hemmt. Sobald man sich jedoch auf die Geschichte eingelassen hat, kann man abtauchen in eine Welt voller Magie und unbekannter Bräuche. Die Geschichte ist sehr spannend und wirkt authentisch, der ermittelnde Darko ist sympathisch und menschlich, die Protagonisten sind realistisch dargestellt, und der Hintergrund des Romans (AIDS, Korruption, Drogen, die Macht der traditionellen Heiler und der Magie, Allgegenwärtigkeit politischer/polizeilicher Gewalt etc.) ist ergreifend und glaubwürdig. Zwar kam die Auflösung des Falles für mich nicht ganz überraschend, sondern war bereits länger abzusehen, aber dennoch handelt es sich um einen spannenden Roman, der den Leser nach Accra und Ketanu versetzt und ihm Westafrika etwas näher bringt. Mein Resümee: Sehr zu empfehlen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks