Kylie Fitzpatrick Am Horizont das rote Land

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Inhaltsangabe zu „Am Horizont das rote Land“ von Kylie Fitzpatrick

Als die junge Irin Rhia 1840 nach London kommt, stirbt kurz nach ihrer Ankunft ihr einziger Verwandter in der Großstadt. Sie glaubt nicht an seinen Selbstmord und beginnt, Fragen zu stellen. Damit sticht sie in ein Wespennest. Man verurteilt sie wegen Diebstahls und schickt sie auf einem Gefangenenschiff nach Australien. Wer hat ihr das angetan? Obwohl alle Hoffnung verloren scheint, gibt es einen Mann, der um Rhia kämpft. Reicht seine Liebe bis ans andere Ende der Welt?

Ein fantastischer und spannender historischer Roman mit einer kleinen kriminal Geschichte.

— Granuaile
Granuaile

Das Buch hat mich leider stark enttäuscht

— BimbolinaChiquita
BimbolinaChiquita

hört sich gut an ,ich hab schon mal gelesen...

— sooxD
sooxD

Ein Buch über eine junge, starke Frau, die nicht gleich beim ersten Hindernis aufgibt, sogar in einem neuen Land blickt sie nach vorn.

— Gelinde
Gelinde

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    Am Horizont das rote Land
    BimbolinaChiquita

    BimbolinaChiquita

    11. April 2015 um 21:22

    Das Buch hat mich leider stark enttäuscht, ich war der Meinung dies sei das erste Buch mit historischem Hintergrund, das mir mal gefallen würde, doch leider habe ich mich schwer getäuscht. Ich habe bisher noch immer nicht geschafft das Buch zuende zu lesen, aber ich will vorab schonmal einen Einblick geben, was ich bisher davon halte. Natürlich bin ich offen für Neues und habe auch gelesen das Buch würde sich dem Besseren zuwenden, sobald Rhia verhaftet hat, also werde ich beizeiten das Buch zuende lesen und die Rezension vervollständigen. Die junge Irin Rhia verlässt nach dem Brand der Fabrik des Vaters ihr Heimatland und sucht sich in London einen Job. Schon kurz nach ihrer Ankunft stirbt ihr Onkel auf mysteriöse Weise und als Rhia Nachforschungen anstellt wird sie schon bald des Diebstahls bezichtigt und nach Sydney deportiert. Keiner scheint ihr zu glauben, doch Rhia hat starke Freunde im Rücken, die ihr blind vertrauen, glauben und versuchen ihr dort herauszuhelfen. Das Buch ist wirklich schön gestaltet. Es ist generell matt gestaltet, doch Rand, Titel und Blatt am oberen Rand heben sich durch glänzende Textur hervor. Zum Buch selbst kann ich leider nichts gutes sagen. Ich fand' die malerische Beschreibungsweise zu Anfang des Buches zwar hinreißend, doch es ändert sich einfach gar nichts im Verlauf der Handlung. Gerade diese kommt nur schleppend vorran, da einfach alles zu Hauf' in facettenreicher Weise beschrieben wird. Man liest Seite nach Seite und trotzdem hat man nicht wirklich das Gefühl es sei viel passiert. Alles in allem finde ich zwar die Idee des Buches gut und auch diie Gestaltung gefällt mir, aber mir persönlich ist das ganze dann doch zu langwierig. Mag es Menschen geben, die keine Fantasie spielen lassen wollen, sondern lieber alles detailreich beschrieben bekommen haben wollen, dann wird das Buch vielleicht genau das Richtige sein, aber ich habe Bücher dann doch lieber etwas zurückhaltender mit einem Ticken handlungsreicheren Geschichte.

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  • spannend

    Am Horizont das rote Land
    buecherGott

    buecherGott

    12. January 2014 um 20:23

    Am Horizont das rote Land es spielt sich im jahre 1840 ab als Rhias Vater verlor sein Textil es brannte nieder und die musste mit ansehen das alle zusahen wie es brannte und das keiner zur hilfe kam ihr vater wurde schwer veletzt und erholte sich langsam deshalb beschlossen ihre eltern Rhia doch nach London gehn zu lassen.... mann kann in dem buch auch gut nach voll ziehn wie rhia sich fühlt und sich entwickelt zumal sie ja in london allein ist und ihren eigenen weg geht und nicht auf wunsch ihres dad heiratet denn Rhia will nicht wie ware behandelt werden und mitirgend ein x beliebigen den ihr dad aussucht heiratet will so geht sie nach london um eine stelle in ein geschäft anzunehmen... als sie dann in london angekommen ist stirbt ihr einziger verwandter... war es der tod oder einfach nur selbstmord rhia macht sich schlau... doch durch Rhias neugier wird sie gleich in ein kriminal fall verwickelt! Rhia wird durch ihren Diebstahls und des klauen zu unrecht beschuldigt und wir nach australien ausgeleifert ein bisschen mehr liebe fehlt mir schon in den roman denn es is mehr eine mischung aus liebe aber auch grad net viel,krimi+hystorie..intressant is es schon zu lesen und fesseln einen ich find es auch leicht geschschrieben und es läßt sich super lesen und so lernt mann gleich einen neuen schreibstil und autorin kennen :-) ja ich würde dieses Buch an alle Leseratte empfehlen die eine mischung von allen mögen sei es liebe/krimi/historie/mystik... Das Buch ist spannend und sehr unterhaltsam

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  • Historischer Roman, mit etwas Krimiflair

    Am Horizont das rote Land
    Principessa97

    Principessa97

    28. July 2013 um 19:27

    Die bereits für damalige Verhältnisse nicht mehr junge Irin (28) Rhia Mahoney geht nach London in der Hoffnung mit einem Beruf nach Dublin zurückzukehren. Dies ist zu dieser Zeit im 19. Jahrhundert selbst im Zeitalter der Industrialisierung (wird sehr detailliert beschrieben- ein Pluspunkt!) gewiss nicht leicht ist. Zudem wird sie immer wieder mit den Vorurteilen, mit denen Frauen zu dieser Zeit noch zu kämpfen haben konfrontiert-und zwar im gesamten Roman. (2. Pluspunkt) Doch schon am Anfang merkt der Leser recht schnell das Rhia alles andere als gewöhnlich ist, weder im Aussehen (südländisch), noch in ihrem Verhalten (sie ist keine Puppe, wie die meisten englischen Damen, z.B. ihre Freundin Isabella). Nach einem Mord an ihren Onkel Ryan beginnt Rhia Fragen zu stellen und ab da nimmt das Schicksal seinen Lauf. Und bis es dazu kommt sind die ersten 200 Seiten schon einmal weg. ( Minuspunkt für den endlosen Anfang) Sie wird zu Unrecht, nachdem ihr ein Tuchdiebstahl untergeschoben wird, mit der "Rajah", ein Gefängnisschiff nach Australien verbannt. Ihre inzwischen gewonneden Freunde können ihr nicht rechtzeitig helfen. Diese Stelle finde ich sehr undurchsichtig und nicht gut durchdacht. Der Hauptteil des Buches findet demnach auf dem Schiff statt. Da spalten sich für mich die Gemüter. Einerseits finde ich es gut, dass das Leben auf so einem Gefängnistransport für die Verurteilten (egal ob schuldig oder nicht) sehr gut dargestellt wird (weiterer Pluspunkt), andererseits finde ich es schade, dass sie am Ende in Australien nur so kurze Zeit verbringt und der Handlungsverlauf im roten Land kaum eine Rolle spielt. (Minuspunkt). Auch wird sie ganz plötzlich doch freigesprochen (wie aus dem Nichts, völlig unerwartet-(daher Miunspunkt) und kann, oh welch ein Zufall mit einem Freund ihrer Familie, der selbst Gefangener war wieder zurück nach Hause. Wo die Hinfahrt so lang gedauert hat, hat die Autorin für die Rückwart nicht mehr als eine Seite übrig-überhaupt wirkt das Ende für mich sehr gedunrgen, sodass ich den Eindruck hatte, das Buch sollte so schnell wie möglich fertig werden. (nochmal Miuspunkt) Ansich ist das Buch aber keineswegs so langweilg, wie es jetzt vielleicht klingt. Der Leser lernt viel über Kalotypie, eine komplizierte und zeitaufwendige Urform der Fotografie. Und auch politische Aspekte und historisch tatsächlich passierte Gegebenheiten werden mit aufgegriffen, sowie Probleme mit dem Opiumhandel. Ein weiterer Pluspunkt ist für mich die interessante Gestaltung der Kapitelüberschriften, jeweils benannt nach Stoffen, Farben oder Mustern, welche immer wieder im Text aufgegriffen werden. Schade fand ich, dass der Roman aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschildert wurde, d.h. zeitweilig drehen sich die Kapitel nicht nur um Rhia sondern auch um die Nebencharaktere Michael ( ein alter Freund der Familie), Antonia (Vermieterin von Rhia) und Juliette (Dienstmädchen von Antonia). Aus diesem Grund konnte ich mich nicht gut in Rhia hineinversetzn, auch wenn die Autorin dies versucht, indem Rhia Briefe in der Ich-Form an ihre verstorbene (!) Großmutter schreibt. (Minuspunkt) Auch sehr verwirrend finde ich, dass Rhia Geister sieht, sie hört und mit ihnen spricht. Und ein sehr großes Makel an den Verlag, der die Buchrückseite gestaltet hat. So viele Fehler auf einmal. "Wer liebt gibt niemals auf.", steht zum Beispiel sehr groß darauf. Dazu muss ich sagen, weiß Rhia bis zum Schluss nichtmal ob sie überhaupt einen Mann liebt. Im Klappentext steht zudem" (...), doch es gibt einen Mann, der um Rhia kämpft. Reicht seine Liebe bis ans Ende der Welt?" Ich konnte mir schon ziemlich früh denken, wer denn dieser berühmte Mann ist, aber gekämpft hat er nicht. Und auch wussten beide Beteiligten bis zum Ende nicht das sie sich lieben. Also wer sich hier eine Liebesgeschichte wünscht, wird enttäuscht und sollte sich nach etwas anderem umsehen. ( Minuspunkt). Fazit: Historisch: Auf jeden Fall! Liebesgeschichte: Nicht im Geringsten. Krimi: Halb/ Halb und eigentlich hätte Rhia für diese Geschsichte und deren Handlungsverlauf nicht auf die Rajah gehen müssem, denn das spielt kaum eine Rolle (hätte auch aufs Land verlegt werden können). So ganz schlüssig sind mir die Logik und Gedanken der Autorin dabei nicht. Es gibt viele positive Pluspunkte, aber eben auch viele Minusounkte, deswegen bewerte ich "am Horizont das rote Land" mit sehr stabilen drei Punkten!

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  • Am Horizont das rote Land

    Am Horizont das rote Land
    robberta

    robberta

    15. July 2013 um 12:56

    historische Spannung um 1840. Die junge Irin Rhina Mahoney sollte schon längst verheiratet sein. Sie hat den solventen Bewerber O'Donahue vergrault und gerät mit ihrem Vater darüber in Streit. Kurz darauf geht das Tuchlager in Flammen auf. Ihre Mutter Birgit kehrt Heim und steht vor dem Trümmer bzw Staubhaufen. Die rückläufige Auftragslage, das Feuer, der fehlende Bräutigam, das alles macht der Familie Mahoney zu schaffen. Man kann sich als Leser gut in Rhina und die Zeit um 1840 hineinversetzen. Die Dramatik steigt und verspricht zu einem mitreißenden historischen Krimi-Drama zu werden. Wie wird sich Rhina durch ihr Leben kämpfen und trotz aller Widrigkeiten ihre Bestimmung und ihr Glück finden.  

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2013 um 17:20

    In "Am Horizont das rote Land" geht es um die junge Rhiannon, gennant Rhia, ihre irische Heimat verlassen muss, um in London eine Anstellung als Gouvernante zu findne. Als sie London ankommt erreicht sie schon bald eine traurige Nachrricht, die ihre Welt immer mehr ins Wanken bringt. Als sie anfängt den Selbstmord ihres Onkels zu Hinterfragen, wird Rhia ein Verbrechen nachgewiesen, für das sie mit einem Gefangenentransport nach Australien gebracht wird. Dort begegnet sie einem alten Freund, der ihr hikft die Wahrheit herauszufinden. :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Die Geschichte um die junge Rhia ist zu nächst etwas zäh und auch nicht so leicht nachzuvollziehen. Über die ersten 180 Seiten hinweg, hatte ich große Probleme damit, die einzelnen Personen, insbesondere die Männlichen, auseinander zu halten. Dadurch war es insegsamt schwer der Geschichte zu folgen. Aber nach dem ich es dann bis knapp Seite 200 geschafft hatte, wurde es stetig besser. Die Geschichte an sich nam einiges an Spannung auf und auch das auseinanderhalten der Personen wurde leichter. Sehr spannend fand ich Rhias Zeit auf dem Gefangenen Schiff, da man dort am deutlichsten die Entwicklung, die sie durchgemacht hatte, bemerken konnte. Auf dem Schiff ist Rhia erwachsen geworden und hat eine ganz neue, kritische Sicht auf die Welt erhalten. Die Protagonistin Rhia wurde anfänglich als sehr naiv dargestellt, was sich aber im Verlauf der Geschichte immer mehr gelegt hatte. Von Kapitel zu Kapitel wurde sie mir sympathischer. Und als sie am Ende ihre große Liebe gefunden hatte, war ich richtig begeistert. Alles in allem handelt es sich bei "Am Horizont das rote Land" um einen schönen Roman, der einem die verschneiten Tage erwärmt. Von mir gibt es drei sehr gute Sterne.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    buchleserin

    buchleserin

    07. February 2013 um 21:16

    1840. Die junge Rhia soll mit Wiliam O¿Donahue verheiratet werden. Doch dieser löst die Verlobung, weil sie ihn beleidigt hat. Rhia¿s Vater Connor Mahoney ist darüber sehr verärgert. In der Nacht brennt das Lagerhaus der Familie. Connor Mahoney, der sich im Gebäude befand, wird leben, aber sehr schwer verletzt aus dem Gebäude getragen. Die Familie steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Rhia zieht nach London zu ihrem Onkel Ryan und findet dort eine Unterkunft bei einer Quäkerin. Rhias Onkel begeht angeblich Selbstmord, aber sie glaubt nicht daran und stellt Nachforschungen an. Das scheint einigen Leuten nicht zu passen. Man...mehr verurteilt sie wegen Diebstahls und schickt sie auf einem Gefangenenschiff nach Australien. Ryan bleibt nicht der einzige Tote ... Das Buch fing zunöchst ganz interessant an. Danach zogen sich jedoch einige Kapitel etwas in die Länge und waren mir etwas zu langatmig und zu ausführlich beschrieben. Mit der Zeit wurde es dann aber immer unterhaltsamer und es entwickelte sich auch eine Kriminalgeschichte und das Buch lies sich dann auch flüssig zu Ende lesen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und gefällt mir sehr.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    27. January 2013 um 10:58

    Das Buch "Am Horizont das rote Land" bietet Historie, Krimi, Liebesroman und ein wenig Sachkunde. Rhia Mahoney verschreckt ihren Verlobten mit ihrem etwas vorlauten Mundwerk, so dass dieser die Verlobung löst. Das führt zu einem Streit mit ihrem Vater, der danach das Haus verlässt. Nachts kommt die Nachricht, dass das Lagerhaus ihres Vaters am Hafen brennt. Sie begibt sich dorthin und muss mit ansehen, wie ihr Vater schwerverletzt geborgen wird. Kurz darauf erfährt sie, dass der Besitz nicht versichert war, weil es um die Firma nicht so gut bestellt war. Die Industrialisierung beginnt im Weberbereich und ihr halsstarriger Vater kann sich nicht mit diesen Neuerungen anfreunden. Dadurch hat die Familie jetzt alles verloren. Rhia zieht auf Vorschlag ihres Onkels nach London und wohnt dort bei einer Quäkerswitwe. Kurze Zeit später stirbt ihr Onkel unter mysteriösen Umständen. Mr. Dillon, ein Journalist, ist genau so skeptisch wie Rhia. Als Rhia beginnt Fragen zu stellen, wird sie als Diebin verhaftet, ohne Anwalt, der einfach nicht erscheint, zu 7 Jahren verurteilt und nach Australien deportiert. An Bord wird wieder gemordet, und Rhia versucht herauszufinden, was hinter der Geschichte steckt. Es geht um Opiumhandel und Falschmünzerei. Im Laufe der Geschichte erfährt man einiges über das Quäkertum, über die Entwicklung der Fotografie. Die umfassende Information über die verschiedensten Stoffarten interessieren wohl nicht jeden. Es ist ein wunderschönes und spannendes Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    nicole_von_o

    nicole_von_o

    25. January 2013 um 13:18

    Ein buch bei dessen Kurzbeschriebung ich unbedingt die ganze Geschichte lesen wollte. Leider hat sie sich dann jedoch als extrem vorhersehbar und flop herausgestellt. Rhia Mahoney ist eine störrische junge Frau die vom Geld des Vaters leben und das gut, bis sie wieder eine Verlobung ablehnt und das Lager ihres Vaters durch einen Unfall abbrennt. Nun kommt heraus das der Vater bzw. sein Textilgeschäft schwere finanzielle Probleme hatte da es die Stoffe aus anderen Ländern billiger gibt und keiner mehr die seinen Kaufen will. Sie geht dann noch London um bei der Quäkerin Antonia Blake zu leben. In dem buch tauchen eine Menge fakten und verschiedene Charaktäre auf auf was ich toll finde, aber das macht den Umstand nicht wett das es alles zu offensichtlich ist. Rhea wird aufgrund eines Diebstahls zur Deportation nach Australien bestraft, wieder ein geschichtlicher Fakt was ich wirklich klasse finde. Die Autorin beschreibt die Überfahrt in meinen augen sehr autentisch, aber es zieht sich wie Kaufgumme bis mal etwas passiert. alles in allem eine gute Grundgeschichte nur die Umsetzung ist nicht nach meinem Geschmack

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    dingsbaer

    dingsbaer

    01. January 2013 um 11:17

    Nach dem das Geschäft ihres Vaters in Dublin zusammenbricht, sucht Rhia Mahoney sich in London eine Anstellung. Ihr Onkel Ryan bringt sie bei einer Freundin, der Quäker-Witwe Antonia Blake unter. Als Ryan tot aufgefunden wird, glaubt Rhia nicht an einen Selbstmord. Laurance Blake und der Journalist Mr. Dilon wollen ihr dabei helfen. Rhias Fragen werden aber für irgendwen bedrohlich und so wird sie beschuldigt, bei ihrem Arbeitgeber Mr. Montgomery einen wertvollen Stoff gestohlen zu haben. Sie wird verurteilt und landet im Gefängnis, und wird anschließend mit vielen anderen Frauen nach New South Wales in Australien deportiert. In Australien angekommen wird Rhia zusammen mit den anderen Frauen in eine Frauenfabrik gebracht, wo sie die Mitteilung erhält, dass Antonia und Mr. Dillon ihre Freisprechung erlangt haben. Die gute Nachricht erhält Rhia von einem alten Bekannten, Michael Kelly, ein Freund der Familie, der vor vielen Jahren auch nach Australien deportiert wurde. Zurück in London versucht sie zusammen mit ihm und ihren Freunden die Zusammenhänge zu finden und festzustellen, was wirklich passiert ist. Können Sie den Mörder von Mr, Blake und Ryan finden? Das Cover hat mir auf den ersten Blick gut Gefallen, besonders die warmen Farben stechen ins Auge. Ich denke, es stellt Rhia dar. Auch der Klappentext klingt interessant und weckt Neugierde. Insgesamt fand ich "Am Horizont das rote Land" nicht ganz so fesselnd und interessant. Auch wenn die Autorin sehr bildhaft schreibt und man sich das Leben in London in der damaligen Zeit gut vorstellen kann, waren einige Passagen einfach viel zu langatmig. Gelungen fand ich, dass die Kapitel immer im Zusammenhang mit Stoffen stand und diese dann wieder im Kapitel vorkamen. Rhia gibt jedem Tag den Namen und die Merkmale eines Stoffes. Das ist sehr passend, denn Rhia stammt ja aus einer Tuchhändlerfamilie. Leider hat der Titel des Buches nicht ganz so viel mit der Handlungzu tun. Man geht eher davon aus, dass der Großteil in Australien spielt, was aber nicht der Fall ist. Der Hauptcharakter Rhiannon gefällt mir grundsätzlich auch ganz gut. Sie ist eine selbstsichere und intelliegente Frau. Sie ist ganz anders, als es von Frauen in ihrer Zeit erwartet wird. Insgesamt finde ich "Am Horizont das rote Land" ist ein netter historischer Roman, der eine Kombination aus Krimi und Liebesgeschichte ist. Aufgrund der Langatmigkeit der einzelnen Handlungen gebe ich dem Buch aber nur 3 Sterne, da es mich nicht komplett gefesselt hat und ich mich zeitweise etwas durch das Buch gequält habe.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    SinjeB

    SinjeB

    31. December 2012 um 17:28

    Eine kluge Protagonistin gefangen in einem Geflecht aus intriganten Fäden, die sich um allerlei historische Detailverliebheit winden und sich der Spannung in den Weg legen Zum Inhalt: Mit ihren achtundzwanzig Jahren sollte die Irin Rhiannon Mahoney schon längst verheiratet sein. Gerade erst hat sie mit ihrer ehrlichen, direkten Art einen potenziellen Kandidaten in die Flucht geschlagen und damit ihren Vater einigermaßen verärgert. Wie sehr ihm die Heirat mit dem Teehändler tatsächlich zu Passe gekommen wäre, geht Rhiannon, die alle Rhia nennen, erst auf, als das Textillager ihres Vaters in Flammen aufgeht und ihr Vater bei dem Brand nur knapp mit dem Leben davonkommt. 1840 stehen die Zeichen bereits auf Industrialisierung und die noch von Hand gewebten Stoffe aus Irland finden immer weniger Absatz, denn man führt Baumwolle aus Amerika ein, um sie, in England gesponnen, schließlich in Indien weben zu lassen, sodass der Familienbetrieb der Mahoneys, nachdem auch das Lager längst nicht mehr versichert war, ein Scherbenhaufen ist. Glücklicherweise erhält Rhia, die eigentlich eine begabte Zeichnerin ist und im Stillen Muster für Stoffe entwirft, von ihrem Onkel Ryan, einem Tuchhändler, das Angebot, zu ihm nach London zu kommen. Er besorgt ihr eine Unterkunft bei der Quäker-Witwe Antonia Blake, und Rhia soll sich eine Stelle als Gouvernante suchen, um ihrer Familie finanziell unter die Arme greifen zu können. Auch wenn Rhia nicht sonderlich erpicht auf London ist, denn sie ist zu sehr mit ihrer irischen Heimat, deren Traditionen und Glauben, verbunden, nimmt sie das Angebot an. Von ihrem Onkel hat sie allerdings nicht lange etwas, denn schon bald wird er tot aufgefunden. Man geht von einem Selbstmord aus. Rhia aber hegt starke Zweifel. Nicht nur sie, auch Laurence Blake und der Journalist Dillon sind skeptisch. Bereits Antonia Blakes Ehemann, ein Geschäftspartner von Ryan Mahoney, hatte auf einer Überfahrt von Indien einen ungeklärten Tod gefunden. Rhia kann nicht aufhören, bei jeder Gelegenheit Fragen zu stelle. Anstatt der geplanten Suche nach einer Stelle als Gouvernante findet sie in der Zwischenzeit eine Anstellung im Laden des Stoffhändlers Montgomery. Doch eines Tages wird sie aus heiterem Himmel des Diebstahls bezichtigt, und da sie ihre Unschuld nicht beweisen kann und zudem die schlechte finanzielle Lage ihrer Familie zu ihren Ungunsten ins Gewicht fällt, wird sie schließlich verurteilt und bald zur Sträflingskolonie Australien ausgeschifft. Aber Rhia ist nicht allein, denn ihre neuen Freunde in London sind ebenso um Klärung der Umstände bemüht wie auch ein alter Bekannter am anderen Ende der Welt ... Meine Meinung: "Am Horizont das rote Land" leitet zunächst in seiner Verpackung fehl und hat in mir Erwartungen geweckt, die der Roman nicht halten konnte. Für die Umschlaggestaltung zeichnet die Münchner Agentur Zero verantwortlich, der es durchaus gelungen ist, eine für Australienromane übliche Stimmung zu erzeugen. Nur ist "Am Horizont das rote Land" kein echter Australienroman. Da ich mir rein äußerlich immer einen gewissen inhaltlichen Bezug wünsche, bin ich recht enttäuscht von der optischen Verpackung. Zum einen steht dort am Ufer eine junge Dame in recht modernem Abendkleid, während der Roman aber einen Zeitraum von 1840 bis 1842 abdeckt, in dem die Protagonistin viel Zeit im Gefängnis und auf einem Sträflingsschiff verbringt, in Wollröcken und mit geschorenem Kopf, was vermutlich kein anheimelndes Coverbild abgegeben hätte. Zum anderen spielt der geringste Teil der Handlung tatsächlich in Australien, das zwar das Ziel des Sträflingstransports ist, das aber auch nur, weil damals nun mal Verurteilte dorthin deportiert wurden. In diesem Zusammenhang ist auch der englische Originaltitel "The Silver Thread" stimmiger, da er einen thematischen Bezug zu den Kapitelüberschriften, die stets etwas mit Geweben und Farben zu tun haben, wie auch, im Nachhinein vielleicht etwas spoilerisch, zur fotogenen Zeichnung darstellt und weniger romantisiert als der deutsche. Aufmachung und Klappentext suggerieren einen Frauenroman, was "Am Horizont das rote Land" nicht in erster Linie ist. Es handelt sich nämlich um einen historischen Roman, der einen ausgezeichnet recherchierten Eindruck macht und vordergründig eine ordentlich verstrickte Kriminalgeschichte zu bieten hat. Die im Klappentext angedeutete Liebesgeschichte bleibt im Handlungsverlauf ebenfalls nur angedeutet und spielt im Grunde bis kurz vor Romanende gar keine Rolle. Positiv fällt auf, dass es der Autorin sehr gut gelingt, ein sehr authentisches Bild von der Branche der Weberei und des Handels allgemein zu zeichnen. Wie der Danksagung zu entnehmen ist, gab es das Schiff Rajah, auf dem die Protagonistin Rhia nach Australien verschifft wird, wirklich, ebenso wie den Quilt, den die verurteilten Frauen anfertigten. Besondere Sorgfalt verwandte sie außerdem auf die Thematik der fotogenen Zeichnung, einer Vorläuferin der Fotografie, der sie sich so eingehend widmet, dass sie im Handlungsverlauf eine entscheidende Rolle spielen muss. Dieses Thema war in der Tat für mich so interessant, dass es mich bei der Stange hielt, denn die Lektüre konnte mich stellenweise nicht vollends vereinnahmen. Auch Protagonistin Rhia ist ein Pluspunkt in dieser historischen Kriminalgeschichte. Sie ist nicht mehr blutjung und widerspricht dem traditionellen Frauenbild. Voller Fantasien und Ideen würde sie sich gern selbstverwirklichen, wird aber von ihrer Zeit ausgebremst. Auch wenn sie im Geschäft nicht die Verantwortung tragen muss, die sie gern übernehmen würde, hat sie viel nebenbei mitgenommen, sodass es absehbar ist, dass sie, unter den richtigen Umständen, in der Lage sein wird, ihr Glück selbst zu schmieden. Dafür ist sie auch bereit, auf den richtigen Mann zu warten und auf eine Zweckheirat zu verzichten. Leider wurde mein Unterhaltungsgefühl gemindert, da Rhia ein Stolperstein nach dem anderen in den Weg gelegt wurde, was mir schon ein wenig zu viel des Guten war. Erst verliert sie fast den Vater, dann muss sie nach London, weg von ihrer Heimat, hinein in eine Welt, der sie nicht traut. Kaum angekommen, ist Onkel Ryan tot, und kaum hat sie sich bei Mrs. Blake eingelebt und einen halbwegs akzeptablen Job gefunden (auch wenn sie sich insgeheim eine Design-Anstellung erhofft hatte), kommt mit der Diebstahlsbezichtigung der nächste große Hammer (und auf dem Schiff geht es dann weiter - intrigante Fäden überall, Todesfälle nicht ausgeschlossen). Nun möchte man meinen, dass dies Schlag auf Schlag geschieht, aber ganz so gestaltet sich die Lage nicht, denn die im Klappentext beschriebene Handlung, die der ungewollten Australienreise vorausgeht, belegt gut die Hälfte des Romans. Für gewisse Abwechslung sorgen eingestreute Briefe, die Rhia aus London schreibt, sowie Perspektivwechsel, die dafür sorgen, dass der allwissende Erzähler nicht nur Rhia beobachtet, sondern dem Leser Michael, den vor Jahren nach Australien deportierten Vater von Rhias Jugendfreund, wie auch die Witwe Blake, die sich schon sehr früh dem Abenteuer der fotogenen Zeichnung verschreibt, näherbringt. Dennoch empfand ich die erste Hälfte bzw. sogar zwei Drittel des Buches eher als zäh. Zweifellos war das Geschehen interessant und Rhias Leidenschaft für das Gewerbe ihrer Familie einnehmend, dennoch vermisste ich trotz des Kriminalfalls Spannung. Die Handlung schritt chronologisch fort und verlief einer monatelangen Schiffsreise beinahe schon angemessen vergleichsweise langsam. Ich hatte leider deutlich Mühe, die vielen Personen auseinander zu halten, sowohl am Schauplatz London als auch am Schauplatz Sträflingsschiff, wo Rhia weitere Steine in den Weg gelegt werden, auch wenn es ihr auf den ersten Blick besser geht und sie mehr Annehmlichkeiten eingeräumt bekommt als die anderen Frauen. So fiel es mir schwer, Sympathien für andere Charaktere aufzubauen. Neben Rhia konnte nur Michael, der ähnlich Mrs. Blake, in den Genuss eines eigenen - wenn auch abgespeckten - Handlungsstrangs kommt, einen nachhaltigeren Eindruck bei mir hinterlassen, wenngleich noch wesentlich mehr Personen ihre Fäden am großen Gewebe dieses Romans am großen Gewebe dieses Romans in das Gesamtgewebe dieses Romans einbrachten. Erst auf den letzten einhundert Seiten laufen die Fäden - nach sehr kurzem australischen Intermezzo - wieder in England zusammen und überraschen mit Dynamik und Spannung. Bis dahin wollte es mir nämlich nicht gelingen, mit detektivischem Spürsinn 1 und 1 zusammenzuzählen. Erfreulicherweise war die Protagonistin selbst maßgeblich an der Aufklärung der Verstrickungen, in die sie aufgrund ihrer hartnäckigen Fragen selbst hineingeschliddert war, beteiligt und sie darf zusätzlich, und das erschien mir ein wenig aufgesetzt, noch einen Liebeserfolg davontragen. Trotz starker Protagonistin, die schon schon 1840 kein Heimchen am Herd sein will, und trotz interessanter Thematik, die mich zu weitergehender Lektüre reizt, konnte mich "Am Horizont das rote Land" leider nur bedingt fesseln. Mir war der Roman etwas zu lang und ich habe zwischenzeitlich hin und wieder den Faden verloren, sodass ich zurückblättern musste. Der durchdachten Übersetzung, die Rhias Gefühlswelt, die in ihren Briefen (die im übrigen typografisch nicht gesondert hervorgehoben sind) stärker zum Ausdruck kommt als in den in dritter Person erzählten Passagen, wie auch das von umsorgt zu beklemmend rauh wechselnde Ambiente angenehm lesbar transportiert, ist es aber gelungen, die streckenweise Zähigkeit der Handlung nicht auch noch sprachlich nachzuahmen, sodass die Lesetage dennoch recht unterhaltsam waren und ich mich um neue Themen reicher fühle, auch wenn ich diesen Roman selbst vermutlich schnell vergessen haben werde. Fazit: Ein Roman, der es gut versteht, historisch belegte Fakten mit Fiktion über verschiedene Schauplätze hinweg zu verknüpfen, und mit einer Protagonistin besticht, die Feingeist und Geschäftssinn in sich vereint und sich nicht in das traditionelle Frauenbild pressen lässt, aber von einer beinahe unerträglichen Vielzahl von Widrigkeiten gebeutelt wird. Leider zieht die Liebe zum authentischen Detail einige Längen nach sich, die der eingeflochtenen Kriminalgeschichte die Spannung rauben. Wer auf der Suche nach einem mitreißenden Liebesroman ist, ist mit "Am Horizont das rote Land" weniger beraten als Leser, die sich für das England der ersten Hälfte des 19. Jh.s. und die Nebenwirkungen von Textilbranche und Tuchhandel interessieren. Gesamteindruck: 3 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    irismaria

    irismaria

    31. December 2012 um 14:53

    Ich liebe historische Romane, die in Australien oder Neuseeland spielen, wenn von Menschen berichtet wird, die dort ein neues Leben beginnen wollen oder müssen und sie mit Natur und Kultur am Ende der Welt in Kontakt kommen. Daher war ich auf diese Geschichte sehr neugierig und auch das schön gestaltete Cover mit den tollen Farben trägt dazu bei. Der Roman beginnt im 19. Jahrhundert auf den Britischen Inseln. Die junge Irin Rhia ist die Tochter eines Textilfabrikbesitzers. Das Entwerfen neuer Stoffmuster und die Zusammenstellung der Farben ist ihr Leben. Auch die Kapitel werden unter das Motto verschiedener Stoffe gestellt. Rhia denkt moderner als ihre Umgebung, doch als sie ihrem Verlobten von der schlechten Situation der Arbeiter ist erzählt, löst er die Verlobung. Rhias Vater ist sauer über die geplatzte gute Verbindung. Durch ein Feuer am Hafen wird die Lagerhalle von Rhias Vater zerstört, finanzielle Sorgen kommen dazu. Rhia gelangt nach London und unschuldig auf ein Gefangenenschiff nach Australien. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, die Darstellungen anschaulich und bildhaft, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Die Personen und ihre Beziehungen sind lebendig dargestellt. Allerdings deutet der Klappentext und das Cover daraufhin, dass der Schwerpunkt der Geschichte in Australien spielt, was aber nicht so ist. Hier wird zu viel schon verraten. Fazit: Eine interessante Geschichte von einer Frau um 1850.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    allegra

    allegra

    29. December 2012 um 00:00

    Inhalt Rhia Mahoney muss miterleben, wie der Textilbetrieb ihres Vaters, „Mahoney Linen“, in Flammen aufgeht und damit auch die wirtschaftliche Grundlage für den Reichtum ihrer Familie in Schutt und Asche liegt. Rhia, die sehr stark verankert ist in der keltischen Sagenwelt, reist von Irland nach London, um eine Stellung als Gouvernante zu suchen. Ihr Onkel Ryan bringt unter bei seiner Bekannten, Antonia Blake, die kürzlich ihren Mann verloren hat. Antonia ist Quäkerin und engagiert sich bei den Damen des Convict Ship Committees, das von Elizabeth Fry gegründet wurde als Folge der Gefängnisreform. Sie wohnt zusammen mit dem Cousin ihres Mannes, der Porträts erstellt mit Hilfe der neuen Technik der fotogenen Zeichnung. Kurz nach Rhias Ankunft in London findet man ihren Onkel Ryan tot in seinem Lagerhaus. Es handelt sich augenscheinlich um einen Selbstmord, aber es fällt Rhia sehr schwer, das zu akzeptieren. Ein befreundeter Journalist beginnt Fragen zu stellen, während Rhia beruflich Fuß fasst. Sie ist eine begabte Zeichnerin und hofft, einige Entwürfe an den Seidenhändler Montgomery verkaufen zu können. Dieser scheint ernsthaft interessiert zu sein und stellt Rhia vorerst als Verkäuferin in seinem Ladengeschäft ein. Schon bald wird Rhia von einem neuen Schicksalsschlag getroffen. Sie wird verdächtigt ein wertvolles Stück Stoff im Hause ihres Arbeitgebers entwendet zu haben und wird verurteilt. Sie soll für 7 Jahre nach Australien deportiert werden. Ihrer Freundin Antonia Blake gelingt es nicht, rechtzeitig Berufung einzulegen, so dass Rhia mit dem Gefangenenschiff „Rajah“ in Richtung Sydney ausläuft. Das Convict Ship Committee der Quäker engagiert sich sehr für die gefangenen Frauen und versorgt sie mit Stoffresten und Nähzeug, damit sie auf der Reise Quilts für den Verkauf anfertigen können. Dadurch können sie sich etwas Geld verdienen und durch die Näharbeit haben die Frauen eine Aufgabe, was sich beruhigend auf ihr Gemüt auswirkt. Auf der „Rajah“ beschließen die Frauen einen besonders schönen Quilt anzufertigen und ihn den Quäkerfrauen als Zeichen ihrer Dankbarkeit zu schenken. Dabei handelt es sich um den „Rajah Quilt“ , die einzige noch erhaltene Arbeit der Gefangenenschiffe, der in der National Gallery of Australia in Canberra aufbewahrt wird. Die 10 Monate lange Überfahrt auf der „Rajah“ bildet das Herzstück des Buches und ist so ausführlich und anschaulich beschrieben, dass ich selber manchmal das Gefühl hatte, der Boden schwankte unter meinen Füßen. In Australien wird Rhia erwartet von Michael Kelly einem Mann aus ihrem Dorf in Irland, der seine siebenjährige Strafe abgeleistet hat und inzwischen frei ist, nach Hause zu reisen. Er betreibt eine geheime Druckerei und ist über viele Vorkommnisse im Hafen von Sydney bestens informiert. Es gelingt ihm, ein Komplott aufzudecken, an dem hoch angesehene Londoner Geschäftsleute beteiligt waren und das letztendlich dazu geführt hatte, dass Rhia aus London verschwinden musste. Meine Meinung Die Handlung wird langsam und sorgfältig aufgebaut und durch die abwechslungsreichen Beschreibungen der Orte und des Textilhandels, der beginnenden Industrialisierung, die die Handweber in Irland in ihrer Existenz bedrohen und nicht zuletzt der Technik derKalotypie , einer Urform der heutigen Fotografie, wird die Spannung immer hoch gehalten. Sehr interessant sind auch die politischen Aspekte um den Opiumhandel, den England zwischen Indien und China betrieb. Das Buch besteht aus drei größeren Teilen, die wiederum in zahlreiche kürzere Kapitel unterteilt sind. Die Kapitelüberschriften tragen jeweils die Namen von Stoffarten, Farben oder Mustern, die im betreffenden Kapitel eine Rolle spielen. Ich wusste nicht, dass es für so viele Mischgewebe eigene Namen gibt. Vom Inhalt und von der Schreibweise her, hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was für Abwechslung sorgt. Rhia fühlt sich eng verbunden mit ihrer verstorbenen Großmutter, der sie Briefe in Form eines Tagebuches schreibt, was den Leser direkt in die Gedanken und Gefühlswelt von Rhia schauen lässt. In der deutschen Übersetzung habe ich einige wenige Fehler gefunden. So richtig übel fand ich nur einen „das-dass“ Verwechsler auf S. 563. Nicht so ganz einverstanden bin ich mit der Art und Weise, wie der Ullstein Verlag das Werk präsentiert. Vom Titel und vom Klappentext her würde ich einen typischen Auswandererroman erwarten mit dem Schwergewicht Liebesroman in Australien. Das ist es aber ganz und gar nicht. Zwar kommt die Liebe immer wieder vor, aber als Liebesgeschichte kann man diesen Roman nicht bezeichnen. Wenn man ihn in ein Genre einteilen möchte, dann würde ich ihn am ehesten als historischen Krimi oder als historischen Reiseroman sehen. Australien ist zwar Ziel der Reise, kommt aber am Ende nur in vergleichsweise wenigen Kapiteln zum Zuge. So wenig wie der Klappentext passt das Cover. Wir sehen eine junge Frau mit langem Haar in grünem Kleid mit Spaghettiträgern vor einem Sonnenuntergang. In der linken oberen Ecke ragt der für das Genre „Love&Landscape“ inzwischen typische Zweig ins Bild. Diesmal handelt es sich um eine braune Beere mit per Photoshop zusammengefügten Blättern, bei denen die Blattstiele nicht stimmen. Der Kleidungsstil der Dame passt überhaupt nicht ins Jahr 1840 und das würde ich bei einem Buch, das zum Großteil von der Geschichte der Textilindustrie handelt, doch erwarten. Ich finde die unglückliche Titelwahl ganz besonders schade, weil sich angesichts der Träume, die die Frauen in die wunderbar farbenfrohen Quilts genäht haben, bestimmt passende Titel gefunden hätten. Kaum ein Thema hat unsere Sprache mit soviel Vergleichen durchdrungen, wie Stoffe, Fäden, Stiche, verwebte Garne, versponnene Stränge und vieles mehr. Mein Fazit Das Buch – also der reine Inhalt zwischen den Buchdeckeln – erhält von mir 5 Sterne. Für die wenig geglückte Aufmachung müsste ich eigentlich Sterne abziehen. Aber ich denke, dieses wunderbare Buch hat es so schon schwer genug, aus der Menge an Love & Landscape Romanen heraus zu stechen. Es ist kein schnell zu lesendes Buch, noch handelt es von einem weltbewegenden Kapitel der Geschichte, aber wenn man sich darauf einlässt, kann es einem viel Freude bereiten.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    hannelore_bayer

    hannelore_bayer

    28. December 2012 um 23:49

    Als erstes ist mir die liebevolle Benennung der Kapitel, mit Stoffqualitäten wie Tweed, Stoffnamen und Farben wie Ultramarin aufgefallen Auch das Cover ist schön ruhig mit warmen Farben gestaltet. Kein Knaller, aber mich hat es für das Buch eingenommen. Die junge, unkonventionelle Rhia hat soeben wieder einen Verehrer abgeschmettert und erwartet die Ankunft ihrer Vaters, der sehr böse reagiert und anschließend in seinen Club verschwindet. Nachts wird sie vom Dienstmädchen wachgerüttelt, daß ihr sagt, daß das Stofflager ihres Vaters brennt.Der Vater wird gerettet,aber die Stoffhandlung ist am Boden. Jetzt begreift sie, warum sie Mr. Donahue hätte heiraten sollen. Als sie das Angebot ihres Onkels zum ihm nach London zu kommen bekommt, nimmt sie an. Sie wird bei Antonia und Laurence Blake untergebracht. Nach einem Tag macht sich ihr Onkel auf Geschäftsreise, von der er nicht wieder zurückkommt. Was sie jetzt als moderne, junge Frau unter der Führung von Antonia erlebt, wird spannend und mit viel Gefühle erzählt. Rhia erweist sich als vielseitige, junge Frau und wird schließlich des Mordes an ihrem Onkel verdächtigt. Sie wird sehr schnell verurteilt und kommt auf ein Gefangenenschiff nach Australien. Wie sich Rhia jetzt weiter durchbeißt zum Teil auch mit Hilfe von Laurence Blake der den letzten freien Platz auf dem Schiff ergattert hat, wird weiter mit viel Gefühl und Verständnis erzählt.Sie bleibt ihren Idealen treu. Wie es weitergeht, ob sie wieder heimkommt und was es mit dem zweiten Erzählsstrang auf sich hat, soll der geneigte Leser selber herausfinden. Fazit: Ein gelungenes Buch, daß uns viel vom London um 1840 erzählt, vom Stoffhandel und den Anfängen der Fotografie. Sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    Machi

    Machi

    25. December 2012 um 20:00

    Rhia Mahoney zieht nach London zu einer Freundin ihres Onkels Ryan, nachdem das Leinen-Lagerhaus ihres Vaters in Irland abgebrannt ist. Kurz nachdem sie dort ankommt stirbt Ryan und Rhia beginnt Fragen zu stellen. Dies bringt sie in große Schwierigkeiten. Das Buch ist sehr gut und flüssig geschrieben. Die Handlung beschreibt einen schönen Spannungsbogen, sodass man das Buch sehr schnell verschlingt, was auch durch die interessante Geschichte bedingt ist. Das Buch verknüpft gut sowohl die krassen Gegensätze als auch die Gemeinsamkeiten von Australien und Irland, welche beide eine wilde Natur zu bieten haben. Positiv gelungen waren auch die Kapitelüberschriften, welche nach verschiedenen Stoffen oder auch Farben benannt waren und somit das Thema oder den Charakter des Kapitels einfingen. Verwirrend hingegen war die Tatsache, dass Rhia den Geist ihrer toten Großmutter gesehen hat und auch öfters mit ihr gesprochen hat. Dies zeugt zwar von keltischer Spiritualität, aber es war nicht so gut eingeführt und wirkte manchmal fehl am Platz. Auch der Schluss, der etwas zu konstruiert wirkte, ist negativ aufgefallen. Ansonsten ist "Am Horizont das rote Land" ein gefühlvoller und spannender Roman, welcher trotz weniger Abstriche zu empfehlen ist.

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  • Rezension zu "Am Horizont das rote Land" von Kylie Fitzpatrick

    Am Horizont das rote Land
    MrsWindrunner

    MrsWindrunner

    21. December 2012 um 06:14

    Inhalt: Als die junge Irin Rhia 1840 nach London kommt, stirbt kurz nach ihrer Ankunft ihr einziger Verwandter in der Großstadt. Sie glaubt nicht an seinen Selbstmord und beginnt, Fragen zu stellen. Damit sticht sie in ein Wespennest. Man verurteilt sie wegen Diebstahls und schickt sie auf einem Gefangenenschiff nach Australien. Wer hat ihr das angetan? Obwohl alle Hoffnung verloren scheint, gibt es einen Mann, der um Rhia kämpft. Reicht seine Liebe bis ans andere Ende der Welt? Autorin: Kylie Fitzpatrick wurde 1964 in Kopenhagen geboren und wuchs in Australien auf. Sie arbeitete für Spiel- und Dokumentarfilmproduktionen in England und Los Angeles und lebt heute als freie Drehbuchautorin in Bristol. Eigene Meinung: Das Cover: Der Rahmen, das Pflanzenblatt links oben, sowie der Titel glänzen und auch das Motiv ist schön, jedoch finde ich dass es nicht besonders gut zum Inhalt des Buches passt. Der Buchrücken ist nicht besonders stabil, umso mehr hat es mich überrascht dass er beim Lesen nicht knickt, was im Regal immer etwas unschön aussieht. Rhia ist die Tochter eines Tuchhändlers. Sie ist eine sehr eigenwillige junge Frau. Während des Lesens wurde sie mir immer sympathischer und vor allem ihre rebellische Art gefällt mir. So zeigt sie z.B. ihrem Vater, der sie mit einem Kaufmann verheiraten möchte, dass sie nicht wie Ware behandelt werden will. Der Leser merkt im Laufe der Erzählung wie sie sich verändert und sie London mit ihren Augen anders zu sehen beginnt . Das Buch ist in 66 Kapitel unterteilt die nicht besonders lang sind, was ich als angenehm empfinde da man nicht mitten in einem ellenlangen Kapitel abbrechen muss um sich mal eben kurz etwas zu trinken zu holen und ich das gerne am Ende eines Kapitel tue. Die Kapitel tragen Überschriften wie „Paisley“, „Bordeauxrot“oder auch „Kreuzstich“. Die Überschriften spiegeln den Inhalt des Textes wieder, in dem es immer wieder um Farben und Stoffe geht. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, ich konnte mir alles bildlich vorstellen und richtig in die Geschichte eintauchen. Ich habe mich gefühlt als wäre ich mit Rhia und den anderen auf dem Schiff, konnte das salzige Meerwasser schmecken und riechen und spürte die Bewegung der Wellen unter mir. Die damaligen Standesunterschiede und auch die den Männern etwas untergeordnete Rolle der Frauen werden im Buch deutlich. Gut gefallen hat mir außerdem, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. So gab es vom Jahre 1788, bis in die 1850-er Jahre eine Menge britischer Häftlinge die übers Meer in die „Sträflingskolonie Australien“ gebracht wurden. Den Quilt, der von den Frauen auf dem Gefangenenschiff im Buch genäht wird, gibt es wirklich. Er befindet sich heute in der „National Gallery of Australia“ in Canberra (Australien). Die Beschreibungen über die photogene Zeichnung, die tatsächlich zu diesem Zeitraum ihren Beginn fand, sind authentisch, sowie auch die Reaktionen der Menschen darüber. Auch die Ereignisse um die Droge Opium entsprechen der Wahrheit.

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