Kyra Stromberg

 3,6 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Kyra Stromberg

Cover des Buches Englische Exzentriker (ISBN: 9783803111920)

Englische Exzentriker

 (14)
Erschienen am 13.08.2013
Cover des Buches London (ISBN: 9783458348856)

London

 (8)
Erschienen am 27.03.2006
Cover des Buches Das Meer, das Meer (ISBN: 9783492501187)

Das Meer, das Meer

 (6)
Erschienen am 02.11.2017
Cover des Buches Moksha (ISBN: 9783492500319)

Moksha

 (3)
Erschienen am 29.05.2017
Cover des Buches Am Puls der Zeit:Frauen in New York (ISBN: 9783869150802)

Am Puls der Zeit:Frauen in New York

 (1)
Erschienen am 12.03.2014
Cover des Buches Das Kunstwerk. Über das Lesen von Bildern (ISBN: 9783803111289)

Das Kunstwerk. Über das Lesen von Bildern

 (1)
Erschienen am 23.08.2005
Cover des Buches Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten (ISBN: 9783257611168)

Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten

 (1)
Erschienen am 26.01.2022
Cover des Buches Nomadin des Herzens (ISBN: 9783934703964)

Nomadin des Herzens

 (0)
Erschienen am 15.03.2005

Neue Rezensionen zu Kyra Stromberg

Cover des Buches Am Puls der Zeit:Frauen in New York (ISBN: 9783869150802)
P

Rezension zu "Am Puls der Zeit:Frauen in New York" von Andrea Barnet

Am Puls der Zeit: Frauen in NewYork
Pixibuchvor 4 Jahren

Ein Buch, das sich wie ein Roman liest. Hier wird über Frauen des beginnenden 19. Jahrhunderts in New York berichtet. Zeitzeugen, die uns zeigen, wie sich die Frauen aus dem Mief ihrer Mütter befreiten und begannen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie wollten nicht länger Untertan des Mannes sein, sondern einen Beruf ausüben, über Verhütung und Geburtenregelung entscheiden und sich nicht mehr von den Männern verprügeln lassen. Hier lernen wir Sängerinnen, Schauspielerinnen, Dichterinnen, Malerinnen und Lebenskünstlerinnen kennen. Auch die schwarzen Frauen lassen sich nicht mehr länger von den Weißen unterdrücken. So bekommen wir Einlick in das Leben von Mina Loy, Bessie Smith, Etel Waters, Mabel Dodge, A'Lelia Walker, um nur einige davon zu nennen. Im ganzen Buch finden wir zu den jeweiligen Kapiteln viele schwarz-weiß Fotos der Frauen. Ein Buch, das Spaß macht, es zu lesen. Diese Frauen waren die Vorreiter unserer heutigen Emanzipation.

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Cover des Buches Das Meer, das Meer (ISBN: 9783492501187)
wandablues avatar

Rezension zu "Das Meer, das Meer" von Iris Murdoch

Was ist schon real?
wandabluevor 5 Jahren

Es ist so ne Sache mit der Realität: was ist schon real?

Mit „Das Meer, das Meer“ hat die in Irland geborene und in England lebende Philosophin und Schriftstellerin 1978 den Man Booker Preis gewonnen!

Dass Iris Murdoch (1919 bis 1999) Philosophie studierte und bei Ludwig Wittgenstein promovierte, ist hilfreich, um diesem Roman etwas abgewinnen zu können.

In dem Roman werden, gemäß einem Zitat daraus: „Selbst ein mittelmäßiger Romancier kann viel Wahres sagen“ philosophische Gedankensplitter an den Leser herangetragen.

Die eigentliche Handlung nämlich erscheint der Rezensentin so unspektakulär, dass man annehmen muss, die Aussagen über, zum Beispiel

• Religion und Aberglaube,
• über das Wesen der Ehe und der Liebe („Jede dauerhafte Ehe basiert auf Furcht“),
• über das Innenleben eines Menschen („Wir sind Geschöpfe mit einem geheimnisvollen Innenleben“),
• über das Sterben und den Tod und/oder die Unsterblichkeit

seien das Eigentliche des Romans.

Vordergründig geht es um den alternden Regisseur Charles Arrowby, der sich vom umtriebigen Theatergeschäft zurückgezogen hat und nun in einem Haus am Meer lebt, das ein wenig marode ist, ziemlich ungemütlich und unmodern. Von dort aus schreibt er Tagebuch, um sich selbst und den Menschen seines Lebens nachzuspüren und die Tiefe seiner Gefühle zu ihnen auszuloten.

Die Beschreibungen der Landschaft und des Meers sind spektakulär.

Doch Charles ist schrecklich langweilig. Dazu unerträglich von sich eingenommen. Voller unerklärlicher Eifersucht, Flachheit und irgendwie unecht. Auf seinen Vetter James war er von Anfang an eifersüchtig und hat nie erkannt, wie sehr dieser ihn liebte. Die Frauen, die er schlecht behandelte, beteten ihn an und tanzen auch allmählich an. So nach und nach tauchen alle möglichen Personen im Haus am Meer auf. Man weiß aber nicht so recht, weshalb Charles immer noch so einen großen Einfluss auf sie alle hat. Ein Verzauberer? Ein Magier? Dabei ist er so unerträglich!

In einem nahe gelegenen Dorf trifft Charles seine Jugendliebe Hartley wieder, die ihn damals als einzige der Frauen verschmähte. Er entführt sie und hält sie in seinem Haus gefangen.

Das ist allerdings auch nicht besonders interessant und hat nichts von einem Krimielement an sich, was Spannung auslösen könnte, sondern ähnelt mehr einer griechischen Tragödie, unter anderem auch deshalb, weil diese Frau keine eindeutigen Ansagen macht, sondern sich nur in Tränen und Hysterie auflöst. Die Thematik "Schuld" und "etwas schuldig geblieben zu sein" kommt auf. Ihr Ehemann geht später mit ihr nach Australien. Dann gibt es noch Mordanschläge und Ungeheuer. Die Ungeheuer kommen wohl aus den ungeläuterten Seelen?

Es ist schwer, Relevantes von Irrelevantem zu trennen oder Reales von Irrealem zu unterscheiden in diesem Buch. Sehr real ist die Landschaft, sie ist unbestechlich. Sehr real ist auch Essen und Trinken, es hält schließlich Leib und Seele zusammen: akribisch werden die einfachen, aber schmackhaften Mahlzeiten, die Charles sich zubereitet, beschrieben. Vielleicht ist dies das einzige, an das man sich halten kann in einer nicht sehr verlässlichen Welt.

Kann man nun diese seltsame Mischung aus Irrsinn, Philosophie und Erfindung mögen? Es gibt zahlreiche Wahrheiten, gute Sätze, Reflexionen, denen man nachhängen kann, es gibt aber auch unendliche Längen und Logik sucht man vergebens. Charles und mit ihm dem Leser gelingt es jedenfalls nie richtig, Einbildung und Realität von einander zu unterscheiden und am Ende versucht Charles es auch gar nicht mehr. Er nimmt hin, was ist und hinterfragt nicht mehr. Der Leser hat schon lange vorher aufgegeben, einen Sinn erfassen zu wollen.

Fazit: Real ist die Natur und die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Alles andere ist verhandelbar.

Ein Roman, der vielleicht nicht mehr so richtig in die Zeit paßt? Oder gerade?

Kategorie: Belletristik, Man Bookerpreis 1978
Verlag: Piper 2017

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Cover des Buches Das Meer, das Meer (ISBN: 9783492501187)
K

Rezension zu "Das Meer, das Meer" von Iris Murdoch

tiefschürfendes Porträt
KRLeserinvor 5 Jahren

Zunächst möchte ich mich herzlich bei Netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken, das meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.Der englische Klassiker geht unter die Haut. Grandios schürft Murdoch tief unter die Haut, legt wunde Punkte frei und gestaltet so ein dramatisches Gesamtbild, in dem sich die Natur mit dem Menschen verwebt.Die Hauptfigur Arrowby möchte nichts anderes, als am Meer seine Ruhe finden. Doch tauchen die ersten unerbetenen Gäste auf, und ehe man sich versieht, bricht mit ihnen nicht nur die Außenwelt, sondern auch das Innenleben über den ehemaligen Theaterregisseur herein. Unaufgelöstes aus der Vergangenheit und die Sehnsucht von vorn zu beginnen, treiben ihn -  beinahe in den Wahnsinn. Er muss sich von ejder einzelnen Bindung lösen und Aussöhnung finden.Die Erzählung ist teils sehr sprunghaft und unzusammenhängend, was dmein Lesevergnüngen ein wenig beeinträchtigt hat.4,8 Sterne.

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