Kyung-Sook Shin Als Mutter verschwand

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Inhaltsangabe zu „Als Mutter verschwand“ von Kyung-Sook Shin

Sie sind auf dem Weg, ihre erwachsenen Kinder in Seoul zu besuchen. Doch als sie mit ihrem Mann in die überfüllte U-Bahn steigen will, passiert es: Mutter geht in der Menschenmenge verloren. Und sie bleibt spurlos verschwunden. Die Suche zieht sich über Wochen und Monate hin und wird immer aussichtsloser. Dabei wird sowohl ihren Kindern als auch ihrem Mann zum ersten Mal bewusst, was diese Frau für sie alle war – und vor allem, wer sie eigentlich war.

Ein einfühlsames Buch, von einer Familie aus Seoul, die verpassten Gelegenheiten nachtrauert auf der Suche nach der verschwundenen Mutter.

— Clarissa03
Clarissa03

Das Herz einer Mutter, dass für ihre Familie lebt. Bewegendes Buch, regt zum nachdenken an.

— Sirene
Sirene

Typisch koreanisch. Mutter opfert sich für Familie auf, die das erst merkt, wenn es schon (fast) zu spät ist.

— ichundelaine
ichundelaine

Man sollte nicht alles für selbstverständlich halten.

— Legra
Legra

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    Als Mutter verschwand
    Clarissa03

    Clarissa03

    25. February 2017 um 18:30

    Ein einfühlsames Buch einer Familie aus Seoul auf der Suche nach der verschwundenen Mutter. Die Schreibweise aus der Vogelperspektive fand ich etwas störend.

  • Nachdenkliches Buch

    Als Mutter verschwand
    Legra

    Legra

    23. May 2015 um 09:55

    Dieses Buch regte einem Nachdenken an. Der Schreitstil dieses Buchen ist sehr gewöhnungsbedürftig, da er in der Du - Form geschrieben ist, aber auch die zwischen Sprünge von dem Vater, der Tochter und der Mutter sind etwas verwirrten. Während des Lesens, denkt man darüber nach wie selbstverständlich wir eine Person sehen, die für uns da ist. Wie in diesem Buch, die Mutter die für einen kocht, sauber macht ect. Aber erst, wenn diese Person verschwunden ist, merkt man erst was man an der Person hat, wie in diesem Buch. Man sollte nicht alles für selbstverständlich halten. 

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  • Als Mutter verschwand von Kyung-Sook Shin

    Als Mutter verschwand
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 16:54

    Auf dem Bahnhof von Seoul, auf dem Weg zur Wohnung ihres ältesten Sohnes, geht Mutter verloren. Vater dachte sie wäre direkt hinter ihm, als er in die U-Bahn einstieg. Doch statt dessen blieb sie auf dem Bahnsteig zurück und nun suchen ihre Kinder verzweifelt nach der Frau, die ihnen ihr Leben und ihre Gesundheit geopfert hat. Doch egal wie oft und wie gründlich sie die Straßen von Seoul auch durchkämmen, Mutter bleibt verschwunden und bricht ihrer Familie damit das Herz… “Als Mutter verschwand” ist mein erster Roman aus koreanischer Feder, doch er wird nicht der einzige bleiben. Denn diese feinfühlige Geschichte über eine Mutter, die sich für ihre Familie aufopfert und eben diese Familie, deren Mitglieder zu einer späten Einsicht geraten, hat mich berührt wie mich selten ein Buch berührt hat und brachte mich dazu nach der Lektüre direkt zum Telefon zu greifen, meine Mutter anzurufen und ihr für all das zu danken, wofür man seiner Mutter danken sollte. Beeindruckend und melancholisch, oft will man zugleich auflachen und schluchzen, am liebsten möchte man aber weiterlesen. Man trifft die handelnden Personen an einem Punkt an dem es für derlei Danksagungen schon zu spät scheint und es sind all diese Dinge, die zwar ständig im Raum stehen, dann aber doch ungesagt bleiben, die den Roman und seine Geschichte beim Leser so einschneiden lassen, wie kaum ein anderes Buch. Denn man erkennt sich wieder in der willensstarken, oft ein bisschen kratzbürstigen, älteren Tochter, dem ältesten Sohn, der fort geht um Geld zu verdienen, und Mutter irgendwann einmal in Won zurück zahlen zu können, was sie ihm in Aufwand und Rücksichtnahme gegeben hat und der jüngeren Tochter, die vor Glück zu schweben scheint, wenn Mutter sagt, sie sei stolz auf sie, und die es ihr am liebsten gleich tun möchte, auch wenn Mutter zu sein oft schwerer ist, als sie es zuzugeben wagt. Kyung-Sook Shin führt den Leser dabei sanft durch die Handlung, und wählt nicht selten ungewöhnliche Blickwinkel. Manchmal verliert man sich in den Perspektiven und Passagen in denen zu einem gesprochen wird, aber nie ganz klar ist, wer man denn nun ist – Vater? Älteste Tochter? Etwas Mutter selbst? Diese Ungenauigkeit mag vielleicht auch an der Übersetzung liegen, also erwähne ich sie hier nur am Rande und unterstreiche lieber was für ein wunderbarer Roman “Als Mutter verschwand” ist und wie sehr ich ihn all den Lesern ans Herz legen möchte, die Mütter haben, denen sie vielleicht nicht oft genug zeigen, wie sehr sie sie lieben. “Als Mutter verschwand” ist ein feinfühliges Portrait einer ganz besonderen Mutter, das beim Leser eine Fülle von Gefühlen weckt, nicht zuletzt die Sehnsucht nach der eigenen Mutter. So ist dieser Roman uneingeschränkt empfehlenswert und ich persönlich wünsche ihm viele, viele Leser. Und während ihr lest, geh ich eben kurz Mutter anrufen…

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