László Bernáth Siebzehn war die Rettung

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Inhaltsangabe zu „Siebzehn war die Rettung“ von László Bernáth

'Nicht zuletzt der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész hat mich dazu bewegt, auch meine Geschichte zu Papier zu bringen. Mein Leben im Konzentrationslager als 14-jähriger hatte viele Ahnlichkeiten mit dem Lageralltag von Kertész' 15-jährigem Schicksallosen. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass ich all das ganz anders erlebt habe als Kertész. Mein schon damals vorhandenes Streben nach Objektivität ließ mich selbst meinem Vater kritisch gegenüberstehen, der ebenfalls im Lager lebte und mir fünfmal das Leben gerettet hat, während er selbst im Lager gestorben ist. Es wird dieses Bedürfnis nach Objektivität gewesen sein, das mich alles anders sehen ließ als Kertész'Held: mich selbst, die Wachen – und auch jene bayrischen Bauern, denen ich im April 1945 begegnet bin. Die psychische ›Distanzierung‹ ist mir so gut gelungen, dass ich in den letzten sechzig Jahren kein einziges Mal vom Lager geträumt habe.' Der Autor

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  • Rezension zu "Siebzehn war die Rettung" von László Bernáth

    Siebzehn war die Rettung
    Tanja Asmus

    Tanja Asmus

    09. January 2010 um 19:57

    Die deutsche Geschichte kennen wir aus dem Geschichtsunterricht oder aus den Erzählungen unserer Großeltern. Doch wer kann uns wirklich sagen was in den Juden vorging, als sie verschleppt wurden und in ein KZ gebracht wurden? André Kertész schrieb seine Geschichte auf und erhielt den Nobelpreis dafür. Sein Kamerad László Bernáth hat diese schlimme Zeit anders erlebt und wollte seine Geschichte erzählen. Und das tat Bernáth mit dem Werk „Siebzehn war die Rettung“. Aus dem Klappentext möchte ich etwas zitieren: Die psychische ›Distanzierung‹ ist mir so gut gelungen, dass ich in den letzten sechzig Jahren kein einziges Mal vom Lager geträumt habe. Genauso distanziert habe ich die Geschichte erlebt. Bernáth erzählt im ganzen Buch von dem Jungen der diese Geschichte erlebt. Nicht ein einziges Mal bekommt dieser Junge einen Namen. Und selbst als es an einer Stelle spannend wurde und man dachte nun werde ich als Leser endlich seinen Namen hören, gab es eine Zahl. Die Zahl die ihn als Jude ausweist. Aber genau diese Distanzierung, macht dieses Werk zu einem Mahnmal, das sich diese Geschichte nie wieder wiederholen darf. Ich habe mich tatsächlich in den Kriegswirren um 1945 wiedergefunden und habe atemlos in einen Versteck gehockt um den Fliegerbomben zuzuhören. Ich habe den Schmerz vor Hunger gespürt und die Verzweiflung. Mehr wie einmal rettet der Vater des Jungen sein Leben und Bernáth, 14 jährig verstand nicht was um ihn herum geschieht. Bei der Selektion der Gefangenen rettete ihn die Lüge das er siebzehn Jahre ist das Leben und durfte arbeiten, für eine Scheibe Brot am Tag. Seine jüngeren Kameraden waren einfach weg, ebenso die Alten und Frauen. Lange Zeit spekulierten die Gefangenen was passiert ist, und erst nach und nach erlaubten die ihre Gedanken es zuzulassen das diese Menschen vergast wurden. Ich dachte immer dass die Juden meist wussten was mit ihnen passieren würde. Doch diese Geschichte zeigt das diese armen Menschen einfach unwissend waren und doch in den schlimmen Zeiten Träume hatten. Dieses Buch hat mich so nachdenklich gemacht, und ich danke dafür dass László Bernáth ein umsichtiger Mann ist. Gerade zum Ende des Buches gibt es eine Szene wo er sagt dass die spätere Generation nichts mit der deutschen Geschichte zu tun hat. Oftmals schämt man sich als Deutscher Bürger für die schlimmen Taten die einst begangen wurden, doch haben wir gar keinen Grund dazu. Wir die Nachkommen von dem unwissenden deutschen Volk haben die Aufgabe aufzupassen, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt und wir den Menschen respektieren egal welcher Herkunft er doch ist. Für mich ist dieses Buch ein Muss für jedes Buchregal und ich kann nur Lehrern empfehlen dieses Buch im Ethischen- oder Geschichtsunterricht als Unterstützung durchzunehmen. Volle Punktzahl von mir für diese Biografie die einen nicht mehr loslassen wird!

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