László Virág Keks & Drugs & Rock 'n' Roll

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Inhaltsangabe zu „Keks & Drugs & Rock 'n' Roll“ von László Virág

Tramperroman kreuz und quer durch die USA LaVin fliegt aus der DDR – dank seines ungarischen Passes – 1986 mit 50 Dollar in der Hosentasche in die USA, wo er mit wenig Geld und mit sehr viel naiver, osteuropäischer Abenteuerlust kreuz und quer durch die Staaten trampt. Schläft immer dort, wo ihn der Abend einholt. Isst überall und alles, was umsonst oder billig gibt: in Suppenküchen, billige Kekse und überreife Bananen aus den verschiedenen Läden, entsorgtes Obst, Gemüse, Tortenreste aus den Müllcontainern der Supermärkte, Verschiedenes aus dem Lebensmittelhilfsprogramm für Sozialbedürftigte Indianer und, und... Beobachtet die Menschen, die Natur, die Gesellschaft und sich selbst, sucht Abenteuer und menschliche Nähe, und findet sie in den verschiedensten Situationen. Er ist offen und unbekümmert, was in vielen Situationen Gefahr von ihm abwendet, aber auch wundersame Begegnungen und Freundschaften beschert. Der Titel bezieht sich auf die Ernährung: meist billige Kekse und auf die Menge „Kraut“, das die Leute überall um ihn herum konsumieren und Rock´n´Roll gibt überall: auf der Straße, auf Partys und in den Köpfen…. Auf dieser sehr außergewöhnlichen Reise bringt der Autor Menschen und Landschaften der USA uns näher. Zeigt die Menschen, wie er sie erlebt hat, und lässt sie sich selbst darstellen in ihren Handlungen, mit ihren eigenen Worten. Je weiter man sich vom gewöhnlichen Alltag entfernt, umso näher gelangt man zu sich selbst und zu anderen. In dem Buch wechseln sich Dialoge, Naturbeschreibungen, Selbstgespräche, Abenteuerbeschreibungen, Reflexionen mit spannenden, humorvollen und ironischen / selbstironischen Perioden ab. Oft ist das Resümee einer Episode der Anfang der folgenden. Der Leser wird in das Buch mit hineingesaugt, so wird er selbst teil der Reise. Die Poesie der Sprache besteht in ihrer bewussten Reduzierung auf eine eigene Umgangssprache. Die Dialoge oder Monologe klingen so authentisch, wie sie sich bei der gesprochenen Sprache eben anhören. Die Route: New York City bei Tag und Nacht auf den Straßen, sehr viele verschiedene Landstraßen, ein Indianerreservat in South Dakota, Reno, Las Vegas, Yellowstone, Grand Canyon, Straßen, Nachtasyle und Suppenküchen von San Fransisco, Marihuana züchtende Hippies in den Wäldern von Nord-Kalifornien, Musik, Musik und Kneipen in New Orleans, Pennen unter Brücken, Trampen mit Kriminellen, Begegnungen mit Polizisten der Straßenüberwachung, Übernachtung bei neuen Freunden und, und... Und was für viele Menschen, denen er begegnet, noch viel wichtiger ist: LaVin ist der erste und einzige leibhaftige „Kommunist“, den sie je zu Gesicht bekommen haben. ...Da biegt auf einmal ein Polizeiwagen um die Ecke, schleicht sich schön gemütlich an uns heran. Die beiden Polizisten drehen die Seitenscheibe herunter, und als sie uns erreichen, bleiben sie fast stehen, aber nur fast, dabei lächeln sie mit dem Wissen, dass sie hier jetzt am wenigsten willkommen sind, so gleiten sie gemächlich weiter und verschwinden wieder an der nächsten Ecke. Für einen Moment hat es allen den Atem verschlagen, die Joints wurden hastig ausgemacht oder in den Mund gesteckt, und der Rauch wurde einbehalten. Kaum ist aber der Wagen von der Szene, fangen alle an zu husten und zu krächzen, und wie sie einander anblicken, viehisch übereinander zu kichern, was die geräucherten Kehlen zu noch mehr Husten reizt, sodass am Ende alle röcheln. Ich bin der einzige, der nur lacht. Die Truppe kommt langsam, lachend zur Tagesordnung zurück, was natürlich die neuerliche Anzündung der Joints bedeutet. Kaum sind aber die ersten Züge getan, erscheinen die Polizisten abermals, und die Szene wiederholt sich haargenau, mit dem Ergebnis, dass anschließend keiner mehr etwas anzündet, sondern alle darauf warten, dass die Blaumänner erneut vorbeikommen. Aber nun, kommen die Jungs nicht mehr.

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  • Eine mitreißende Reise durch Amerika - sehr empfehlenswert

    Keks & Drugs & Rock 'n' Roll
    Kulima

    Kulima

    04. February 2014 um 14:50

    Das Buch hat mich nach einigen Seiten richtig gefesselt, so habe ich mich "angeschnallt" und die ganze Reise richtig genossen - mit dem Gefühl selbst physisch und psychisch dabei zu sein. So viele Personen mit Respekt und Offenheit begegnet so viele Landschaften mit offener Seele durchstreift, so viel Humor und Liebe was der Autor ausstrahlt und von anderen zurückbekommt miterlebt. So viel Lebensweisheiten und Gedankenanstöße bekommen und Amerika mal ganz anders kennengelernt. Wobei erstaunlich ist, dass damals in den 80s schon alles gab, was die Leute heute antreibt, beschäftigt oder besorgt macht. Bei dem Buch gilt: Was wenig kostet muss nicht billig sein. Aber "volle Pulle"! Danke

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