Léo Grasset Giraffentheater

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Inhaltsangabe zu „Giraffentheater“ von Léo Grasset

Manche Rätsel der Natur sind offenbar nicht zu lösen. Trotz jahrelanger Forschung erhitzt die Frage nach dem Sinn der Zebrastreifen weiterhin die Biologengemüter. Die architektonischen Tricks der Termiten sind zwar bekannt, doch uns Menschen fehlt die Fähigkeit, dieses Wissen beim Bau unserer Häuser anzuwenden, und hinter die Sexlügen der Antilopen muss man erstmal kommen! Léo Grassets Buch ist eine überaus vergnügliche, interessante und lehrreiche Safari durch die Savanne. Grasset erklärt, dass Elefanten keineswegs ihre Toten begraben, aber tatsächlich mit den Füßen hören können. Er entmythisiert Disneys König der Löwen durch anschauliche Einblicke ins tierkönigliche Familienleben und macht den Leser mit einer Kampfmaschine namens Honigdachs bekannt, dem Autor zufolge der unbekannte Schrecken der Savanne und das hinterhältigste Tier der Welt. Die humorvolle Mischung von Kuriositäten und neuester 'Feld- und Savannenforschung' machen das Buch zu einer amüsanten Lektüre, die anregend belehrt und vor allem gut unterhält.

Evolution, Verhaltensforschung, Statistik derart witzig und spannend vermittelt, dass man ewig weiterlesen möchte...

— thursdaynext
thursdaynext

Es gibt Fragen, deren Antworten eigentlich naheliegen. Giraffen haben zum Beispiel lange Hälse, um besser an Futter zu kommen. Doch ...

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Splashbooks

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    Giraffentheater
    thursdaynext

    thursdaynext

    21. September 2016 um 09:59

    Liest man EVOLution rückwärts steht da LOVE …Liebe und Romantik sind zwar zur Reproduktion nicht vonnöten, eine nette Beigabe bleiben sie für diese Triebfeder der Entwicklung dennoch. So sind nicht nur die Mechanismen und Tricks, die sich die Evolution zur reinen Weitergabe der Gene „einfallen“ ließ und lässt raffiniert ausgeklügelt, auch die Verhaltensforschung ist spannend. Die ganzen überlebenssichernden Strategien und Entwicklungen sind und bleiben, auch wenn sie entschleiert werden, geheimnisvoll – teilweise zufallsbedingt – und etliche bleiben wohl noch sehr sehr lange ein wunderbares Mysterium. Für mich als Atheistin sind die Entwicklung des Lebens, die Artenvielfalt und die Strategien zum Arterhalt DAS Geheimnis des Universums, zwar teilergründbar aber dennoch zauberisch und fast schon göttlich. Eben so wie LOVE😉 Wie amüsant das sein kann, und welch dunkle noch zu ergründenden Geheimnisse sie birgt kann man in Léo Grassets nicht ganz anspruchslosem Büchlein Giraffentheater – Anekdoten aus der Savanne erfahren.Grasset beschäftigt sich mit Fragen weshalb Hyänenweibchen eine Klitoris haben, die vom Penis des Männchens mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden ist und zudem 15% der erstgebärenden Weibchen und 60% des Wurfs unter der Geburt sterben lässt. Spinnt die Evolution und falls nicht, welche Gründe gibt es für diese Vorkommnisse?Erforscht wird immer noch der Sinn des langen Halses bei Giraffen – hier scheint die Evolution mehrgleisig zu fahren – das Zufallsfluchtprinzip der Gazellen – hat mich ebenfalls begeistert. Zufallsbedingte Verhaltensweisen – wenn man an die lieben Mitmenschen denkt, die launischen unter ihnen scheinen auch gerne Verhaltensweisen zu erwürfeln, womöglich sind sie damit erfolgreicher in der Weitergabe ihrer Gene? – verschaffen den Thompson Gazellen eine Überlebenschance gegenüber den hungrigen Geparden.Zu entdecken gibt es in den Anekdoten aus der Savanne unter anderem auch das Geheimnis der Orgel spielenden Termiten, Forschungen dazu, wie Schwarmintelligenz im Tierreich funktioniert, die teils auch auf Menschen übertragbar sind, einen mir bis dato unbekannten Cousin von Charles Darwin – Francis Gaton – der die Popularisierung des Daunenschlafsacks vorantrieb, leider aber auch pseudowissenschaftliche Studien zur Eugenik betrieb, die sich später die Nazis zu eigen machten. Er taucht im Kapitel Diktatur der Elefanten, Demokratie der Büffel auf.Die fiesen Tricks männlicher Topi Antilopen um an Sex zu kommen und den Harem beisammenzuhalten, sowie des Autors erklärtes Lieblingsviech, der Honigdachs begeistern Leser ebenfalls: „… das unglaublichste, gewalttätigste, krasseste Tier der gesamten Biosphäre. Er kaut nicht, er zerfetzt. Er stößt keinen Schrei aus, sondern einen markerschütternden Lärm, der die Trommelfelle und Hodensäcke seiner Gegner zerplatzen lässt. Es heißt er könne die Bedürftigen heilen: Ein Blick auf den Honigdachs genüge um wieder zu Stärke und Manneskraft zu finden.“„Hätte Dschingis Khan ein Tier als Begleiter gehabt, das durch teuflisches Genie genetisch modifiziert worden wäre, um eine sadistische Kreuzung aus Weißem Hai, Grizzly und Riesenkraken zu erhalten, dann wäre dieser Mutant ein Honigdachs als Krav – Maga – Meister gewesen.“Derart überschwänglich und fanlastig erzählt Grasset nicht immer. Fesselnd ist sein Buch allemal, für Menschen, die sich für das Thema interessieren und ihm durch verschiedene Wissensgebiete folgen mögen.Dass Elefanten unterschiedliche gesprochene Dialekte zu unterscheiden vermögen, wie Ökosystem und Mensch ineinandergreifen und noch etliches mehr hat er verdaulich und faszinierend aber nie belehrend zum Inhalt dieses zebragestreiften Wunderbändchens gemacht, das ursprünglich nur auf seinem Blog existierte. Weshalb die Zebras Streifen haben? Theorien gibt es viele, genaues weiß man nicht😉Der schnuckelig anzuschauende Léo Grasset beglückt wissensgeile Menschen auch mit youtube Videos unterDirty BiologieLeider konnte ich dort bisher nur französischsprachiges entdecken, das, wenn es schnell gesprochen wie im Video oder letztens im Urlaub im Museum daherkommt, mir wieder ins Bewusstsein ruft, weshalb es Kauderwelsch heißt. Allen, die die französische Sprache gut bis sehr gut beherrschenden sonstigen Frankophilen sei die Seite dennoch empfohlen.Wessen Französisch, wie meines bestenfalls zum Überleben in Gallien ausreicht, um im Supermarché Paté de sanglier zu Baguette und vin zu erwerben, der greife unbedingt zu diesem spassig informativen, kurzweiligen, schmalen Büchlein.Meinen Dank an Elementares Lesen, ohne diesen wunderbaren Sachbuch Blog hätte ich wirklich schon etliches verpasst, so wie dieses Buch.

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  • Giraffentheater, rezensiert von Götz Piesbergen

    Giraffentheater
    Splashbooks

    Splashbooks

    30. May 2016 um 09:36

    Schon vom äußeren her sticht "Giraffentheater" hervor. Dieser kleine, schmale Band von Léo Grasset besticht durch ein Zebrafellartiges Muster, welches das gesamte Buch verziert. Ein klarer Hinweis darauf, dass es hier vermutlich um die afrikanische Tierwelt geht. Was ja der Untertitel "Anekdoten aus der Savanne" bestätigt. Der Autor ist ein junger Biologe. Mit Dirty Biology betreibt er einen populärwissenschaftlichen YouTubekanal und hat außerdem Beiträge in dem Blog DanslestesticuelsdeDarwin verfasst. "Giraffentheater" ist sein erstes Buch. Was soll man also von diesem Band erwarten? Ich meine, im Prinzip ist doch die Savanne quasi zu Tode erforscht. Es gibt nichts mehr, was einem normalen Menschen noch unbekannt wäre. Oder etwa nicht? Wenn man dieses Buch liest, wird man überrascht sein, wie viel man nicht weiß. Beziehungsweise, bei wie vielen Sachen sich die Wissenschaft unsicher ist. Siehe die Giraffenhälse. Dienen sie wirklich nur der Nahrungsaufnahme? Oder sind sie nicht vielmehr ein Element, um in Kämpfen zu bestehen? Geschickt versteht sich Léo Grasset darauf, den Leser zu verunsichern. Er erschüttert ihn quasi in den Grundfesten von dem, auf das er vertraut. Und der Autor verzichtet auch darauf, ihm diese Fundamente wiederzugeben.Rest lesen unter:http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23676/giraffentheater

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