Lídia Jorge Paradies ohne Grenzen

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Inhaltsangabe zu „Paradies ohne Grenzen“ von Lídia Jorge

Lissabon, Ende der achtziger Jahre. Im Obergeschoß eines zum Abbruch bestimmten Hauses leben sechs junge Leute, die alle die Verbindung zu ihrer Vergangenheit gekappt haben. Sie wollen, jeder für sich, über die Grenzen hinaus, von denen sie sich eingeengt fühlen, und gehen dabei riskante Wege. Beobachtet, mit eisiger Genauigkeit beobachtet, werden sie dabei von einer Schriftstellerin, die sich neben ihnen einquartiert hat und ihre wirren Lebenslinien als Diagramme an die Wand zeichnet, sie auf ihrer Schreibmaschine protokolliert - als "Herausforderung an meinen Scharfsinn". Bald schon muß ihr klar werden, daß bei den hochgespannten Projekten ihrer Etagennachbarn jemand auf der Strecke bleiben wird; begierig saugt sie den grellen Stoff auf. Darein mischt sich die dunkle Geschichte, mit der ihr Vermieter sie konfrontiert. Er, Widerstandskämpfer während der Diktatur, hat sich ganz zurückgezogen und schreibt an einer wilden Abrechnung mit den angepaßten Genossen von damals.§ Dann aber, herausgerissen aus seiner Einsiedelei, stolpert er in ein absurdes Auftragsverbrechen. Vor den Augen der Schriftstellerin vollzieht sich ein lautloses Drama, an dessen Ende eine riesige Rauchfahne über Lissabon steht.

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    Paradies ohne Grenzen
    Duffy

    Duffy

    27. June 2016 um 17:44

    Leider beschränkt sich die Popularität portugiesischer Literatur auf Namen wie Saramago oder Pessoa, dabei hat das Land am Rande Europas jede Menge zu bieten. Eine der wichtigen Persönlichkeiten ist Lídia Jorge, die ihren Roman Ende der 80er Jahre in Lissabon angesiedelt hat. Die Erzählerin ist eine Schriftstellerin, die sich in eine WG mit jungen Leuten eingemietet hat, die die Verbindungen zu ihren früheren Leben abgebrochen haben und sich nun auf ihre Fähigkeiten besinnen, um die Grenzen ihrer Belastbarkeiten auszuloten. Schon bald weiß die Erzählerin, dass hier nicht nur jede Menge Persönlichkeit bis auf die Substanz gefordert wird, sondern auch Wege bis zur Selbstaufopferung beschritten werden müssen.Mit einer großartigen Erzählweise weiß die Autorin die Leser zu packen, denn diese Grenzen, deren Übertritt hier permanent geprobt wird, sind in ihren gewaltigen Ausmaßen kaum zu kontrollieren. Mit genauer psychologischer Kleinarbeit kann Jorge hier tiefe Einblicke in die Befindlichkeiten und Qualen der suchenden jungen Leute geben und es ist genausonachvollziehbar, dass das, was passiert, auch passieren musste. Ein beeindruckendes Porträt einer Gruppe von jungen Menschen, die letztendlich Opfer ihrer Illusionen werden. Ein großartiges Buch von einer hervorragenden Autorin.

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