L. A. Gilbert Witness

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Inhaltsangabe zu „Witness“ von L. A. Gilbert

Ben Jenkins is a down-to-earth cop leading a quiet life in a big, empty house. Visits to the gay bars scratch an itch, but they don’t really satisfy, and though he’s used to the quiet, he recognizes that the empty feeling plaguing him of late is loneliness. It takes a police cruiser and a ten-speed to bring him together with Reece Withers, a bike messenger and photographer who's still waiting for his big break to arrive. Ben's pretty sure what he's feeling is love, but they both have old hurts that need to heal before they can live and live well... together.
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  • Rezension zu "Witness" von L. A. Gilbert

    Witness
    Ferrante

    Ferrante

    25. August 2011 um 19:16

    "Witness" (was der Titel bedeutet, wird mir auch nach dem Ende des Buches nicht ganz klar) ist einfach nur eine schöne, aber kunstfertig gestrickte Romanze, nicht mehr und nicht weniger. Spannendes, aufwühlendes Mitfiebern findet man woanders. Hier stehen Ben und Reece im Mittelpunkt, zwei sehr sympathische, total normalgebliebene junge Männer, die beide schon die Hoffnung aufgegeben haben, einen Partner zu finden. Das Schicksal führt sie aber zueinander und die Romanze kann beginnen. Das Buch ist allerdings nicht handlungsarm: Reece wird angegriffen und muss von Ben gepflegt werden, dessen Fürsorge herzerwärmend ist, und Reece muss auch noch Wunden aus der Vergangenheit bewältigen. Ben vermisst seinen Vater und findet in Reeces Familie Ersatz. Weitere Nebenfiguren sind familiäre Freunde Bens und Darren und Roger, zwei sehr liebenswerte Freunde Reeces. Was mir an dieser Romanze wieder sehr gut gefiel, ist, wie wertekonservativ sie eigentlich ist. Bens frühere Partner bezeichneten ihn als langweilig, weil er gerne zuhause bleibt für romantische Abendessen oder Fernsehabende (gespickt mit Kuscheln auf dem Sofa). Monogamie ist für beide Voraussetzung. Beide sind aber auch sehr männlich neben ihrer Fürsorglichkeit und großer Gefühlstiefe, was sich besonders in den witzig-kumpelhaften Dialogen äußert ("Man, you are so gay"). Die ganzen vor Ironie und Witz sprühenden Dialoge zwischen Ben, Reece und Darren sind daher auch viel mit dem F-Wort gespickt, aber sehr unterhaltsam. Insgesamt eine sehr schöne Romanze, bei der die Liebe der Autorin zum Detail spürbar ist und die Schönheit in den Figuren und ihrer Interaktion steckt. Ein platter Klischee-Kitschroman sieht anders aus. Wer sich nicht mehr erwartet, liegt hier genau richtig. Eines fällt mir aber noch ein: Warum müssen die Männer in diesen Romanzen eigentlich immer so betont perfekte Körper haben? Gerne würde ich auch über "normale" Männer lesen. Aber das nur nebenbei.

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