L. Alexander Metz So war's und ned anders

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Inhaltsangabe zu „So war's und ned anders“ von L. Alexander Metz

Geschichten, die das Leben schrieb: Alex ist ein Kind der Liebe. Nur dumm, dass sein Erzeuger ein Zwangsarbeiter ist und niemand von der Schwangerschaft seiner Mutter erfahren darf. So wird der Bub gleich nach der Geburt einer Pflegemutter übergeben, die mit zwei arbeitslosen Söhnen einen Zuverdienst gut gebrauchen kann. Die ersten neun Jahre seiner Kindheit verbringt Alex in Cham, einer kleinen Stadt im Herzen des Bayerischen Waldes. In den Häusern und Wohnungen sind Flüchtlinge aus dem Osten zwangseinquartiert. Arbeitslosigkeit, Hunger, Entbehrung und Tod bestimmen den Alltag in der Nachkriegszeit. In den Köpfen und Herzen der Menschen leben noch vielfach die alten Werte und Ressentiments, von Staat und Kirche einst vorgegeben. Der Autor beschreibt eine Zeit, die heute kaum einer mehr kennt, die aber den Grundstein unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft bildet.

Packend, mitreißend, lustig, witzig, aber auch ernsthaft erzählt. Geschichten eines Buben, den man versteckt hielt.

— Solon

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    So war's und ned anders

    Solon

    04. October 2015 um 05:54

    Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie einfach und bescheiden die Menschen vor 60 Jahren noch lebten. Das Buch beschreibt sehr anschaulich und mitfühlend die Erlebnisse eines unehelichen Buben in einer deutschen Kleinstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Es könnte jede Stadt gewesen sein. Die Dogmen der Kirche bestimmen den Alltag und das Leben der Frommen und Scheinheiligen.Die zwangseinquartierten Flüchtlinge sind alles andere als willkommen. Andersgläubige oder -orientierte haben es schwer, angenommen zu werden. Man holt sich aus der Natur, was diese zu bieten hat, und freut sch über Kleinigkeiten, die man heute achtlos links liegen lässt. Eine Zuckerschnecke, etwas Gutes zum Essen bedeuten ein Himmelreich. In lustige und auch ernste Geschichten gepackt erfährt der Leser, wie man auch mit Wenigem glücklich sein kann, und, dass Geben seliger ist als Nehmen. Besonders zu Herzen geht die Geschichte des kleinen Jungen, der zwischen zwei Müttern steht, einer leiblichen und einer Pflegemutter, der immer wieder zu spüren bekommt, dass er "ein Kind der Sünde" ist, das Kind eines Zwangsarbeiters. Alex ist ein sehr sensibler Junge und leidet ganz besonders unter der damals üblichen schwarzen Pädagogik, die im Elternhaus wie auch in der Schule Anwendung fand. Deutlich wird in dieser Geschichte auch, wie Kinder durch abfällige Reden der Erwachsenen so manipuliert werden, dass sie Angst und Abscheu Fremdartigem gegenüber empfinden. Ein Wechselbad der Gefühle. Bei älteren Lesern werden bestimmt Erinnerungen wach, Erinnerungen an Zeiten, die trotz aller Härte vielleicht gar nicht einmal so schlecht waren. Für jüngere Leser ist es bestimmt interessant zu erfahren, wie und womit Kinder ohne PC und Gameboy einmal spielten, wie ein Waschtag ablief oder was man mit Maikäfern alles anfangen konnte. Das Buch legt man immer wieder beiseite, um über das gelesene Kapitel nachzudenken, und ist trotzdem schon gespannt auf die nächste Geschichte.

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