Ich hab auch super zeitnah mit dem Lesen begonnen.
Leider muss ich nur sagen, das Buch hat mich nicht erreicht. Der Schreibstil ist angenehm und hat keine Längen. Die Protagonistin und die ganzen Charaktere um sie herum waren interessante, dazu noch die Art wie dort Magie funktioniert und eigentlich sehr spannende Situationen. Schon der Einstieg macht eigentlich neugierig.
Jetzt kommen wir nur zu meinen Problem. Es hat mich schlichtweg nicht erreicht. Ich kann nicht Mal sagen warum aber ich hab das so emotionslos gelesen, es hat mir so kein Spaß gemacht auch nach der Hälfte nicht. Daher ist es leider nicht meins. Schade aber so passiert es manchmal, es gibt solche Bücher die einen einfach nicht erreichen auch wenn sie gut sind.
L.K. Steven
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von L.K. Steven
Silvercloak - Unter Feinden
Turncloak - Unter Feinden
Silvercloak - Unter Feinden
Turncloak - Unter Feinden
Neue Rezensionen zu L.K. Steven
Mit Silvercloak – Unter Feinden eröffnet L. K. Steven eine düstere Fantasy-Saga, die sich konsequent in moralischen Grauzonen bewegt und klassische Gut-gegen-Böse-Strukturen gezielt unterläuft. Im Zentrum steht Saffron, eine angehende Magierin, deren gesamtes Leben von einem Trauma geprägt ist: dem Mord an ihren Eltern durch die Bloodmoons. Zwölf Jahre Ausbildung und Jahre im Patrouillendienst dienen dabei weniger dem Ideal von Gerechtigkeit als einem persönlichen Racheprojekt.
Der Roman entfaltet seine Stärke vor allem durch die enge personale Perspektive. Die nahezu durchgehende Fokalisierung auf Saffron erlaubt einen intensiven Einblick in ihre innere Zerrissenheit und ihre ethisch ambivalenten Entscheidungen. Saff ist keine heroische Identifikationsfigur, sondern eine Protagonistin, die bewusst lügt, täuscht und manipuliert, um in einem System zu bestehen, das selbst auf Gewalt und Ausgrenzung gründet. Gerade diese moralische Uneindeutigkeit verleiht der Figur Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Das Magiesystem fungiert nicht nur als erzählerisches Element, sondern als thematischer Spiegel der Handlung: Magie ist stets an einen Preis gebunden und wird zu einem Symbol für Macht, Schuld und Abhängigkeit. Das Worldbuilding bleibt dabei dicht und atmosphärisch, ohne sich in übermäßiger Exposition zu verlieren. Die Undercover-Handlung innerhalb der Bloodmoons steigert die narrative Spannung, da Loyalität, Identität und Wahrheit permanent infrage gestellt werden.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Beziehung zwischen Saffron und Levan, dem Sohn des Bloodmoon-Anführers. Ihre Dynamik ist weniger romantisch als von Machtverhältnissen, Misstrauen und unausgesprochenen Konflikten geprägt. Der Slow-Burn-Ansatz unterstützt die psychologische Spannung des Romans und vermeidet eine Romantisierung von Gewalt. Levan bleibt bewusst ambivalent und erweitert das thematische Feld um Fragen von Vererbung, Schuld und Selbstbestimmung.
Stilistisch überzeugt der Roman durch einen klaren, zugänglichen Ton, der die düstere Atmosphäre trägt, ohne sie zu überzeichnen. Silvercloak – Unter Feinden ist damit ein überzeugender Auftakt, der nicht auf Eskapismus zielt, sondern ethische Fragen nach Zweck, Mittel und persönlicher Verantwortung ins Zentrum einer spannungsreichen Fantasyhandlung rückt.
Die Idee hat mich gleich angesprochen und die Story klang frisch, neu und spannend. Ich war allerdings etwas skeptisch, ob der hohen Seitenzahl und das leider zu Recht. Bei einem über 600 Seiten muss der Spannungsaufbau schon gut und konstant sein um mich am Ball zu halten oder ein absolut krasses Wort Building - leider hat mir hier beides gefehlt. Anfangs war ich sehr gefesselt, leider hat das trotz des insgesamt guten Schreibstils nicht angehalten und als meine Logik nicht mehr mitkam habe ich angefangen Passagen nur noch oberflächlich zu lesen, weil ich dennoch wissen wollte, wie das Buch endet. Ich mag Enemys-to-lovers, aber die Romanze hat es hier leider auch nicht mehr rumgerissen und das richtige Prickeln hat bei mir leider gefehlt. Die Handlung ist gut, plätschert aber eher so dahin und am meisten haben mich wirklich die Logiklücken und das unausgegorene Wort Building gestört, so konnte ich nur oberflächlich in die Geschehnisse eintauchen und das hat meine hohen Erwartungen etwas gedämpft. Ich hätte mir mehr Erklärungen zur Magie gewünscht und leider ist meine Toleranzschwelle bei logischen Fehlern ziemlich niedrig. Schade, denn ich wollte es wirklich mögen.
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