Ein dunkler Trieb

von L.U. Ulder 
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Ein dunkler Trieb
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Engel1974s avatar

geballte Handlung, allerdings mit farb- und gefühllosen Protagnisten

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Obsession – Anspruchsvoller, gut durchdachter Thriller mit außergewöhnlichen Charakteren

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Inhaltsangabe zu "Ein dunkler Trieb"

Eine grausam ermordete Frau, ein sadistischer Mörder - der neue Thriller von L.U. Ulder Björn Liebermanns Einstieg bei der Berliner Kripo ist alles andere als verheißend. Nach seiner Versetzung aus Hamburg findet er sich entgegen aller Absprachen in der Mordkommission Berlin wieder. Leichen sind ihm ein Graus und die Arbeit wird zur Qual. Sein erster Mordfall ist knifflig, aber die Spuren sind vielversprechend. Björns anfänglicher Verdacht, ein Serienmörder könnte der Täter sein, wird von seiner Vorgesetzten abgetan. Das Ermittlungsergebnis scheint ihr recht zu geben. Niemand der Ermittler ahnt, dass sich der Fall zu einem wahren Albtraum entwickeln wird ... »Ein dunkler Trieb« von L.U. Ulder  ist ein eBook von Topkrimi – exciting eBooks. Das Zuhause für spannende, aufregende, nerverzerreißende Krimis und Thriller. Mehr eBooks findest du auf Facebook. Werde Teil unsere Community und entdecke jede Woche neue Fälle, Crime und Nervenkitzel zum Top-Preis!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426442593
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:444 Seiten
Verlag:Knaur eBook
Erscheinungsdatum:01.11.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor einem Jahr
    Rezension zu Ein dunkler Trieb

    Nach seiner Versetzung aus Hamburg muss sich Björn Liebermann damit arrangieren, das er entgegen aller Absprachen nicht in die neue Abteilung für Banden- und Schwerstkriminalität versetzt wird, sondern in der Mordkommission seinen Dienst verrichten soll. Sein erster Mordfall, eine  hat es in sich und die Spuren sehen vielversprechend aus, aber sein Verdacht hier könnte ein Serienmörder am Werk sein, wird von seiner Vorgesetzten abgewiegelt. Die weiteren Ermittlungsergebnisse scheinen ihr recht zu geben, und keiner der Ermittler ahnt welche Dimensionen dieser Fall wirklich einnimmt…

    Ein dunkler Trieb stammt aus der Feder von L. U. Ulder.

    Mit dieser Geschichte hat der Autor für mich einen spannenden Thriller geschrieben, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Der Fall ist interessant und spannend erzählt, und meiner Meinung nach nicht unbedingt was für schwache Nerven, auch wenn hier nicht unbedingt viel Blut fließt, werden doch grausame Praktiken thematisiert. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, eine davon aus Tätersicht. So erhält man als Leser einen Einblick in seine Gedankenwelt des Täters, was für die Geschichte hier einen besonderen Reiz ausmacht, und mir gut gefallen hat. Die Polizeiarbeit wirkte sehr detailliert und realistisch auf mich, und konnte mit einem für mich unerwarteten Schluss bei mir zusätzlich punkten.

    Einzig die Protagonisten waren nicht immer so meins, hier fehlten mir doch ein wenig die Tiefe und Emotionen an der einen oder anderen Stelle. Auch die Beschreibung seiner Vorgesetzten konnte mich nicht für sich einnehmen und nervte mich im Verlauf manchmal auch ein wenig, eine weniger oft Erwähnung ihrer körperlichen Unzulänglichkeiten hätte mir vollkommen ausgereicht um mir ein Bild von ihr zu machen.

    Mein Fazit:

    Für mich ein spannender Thriller mit einem interessanten und grausigen Fall, der mich trotz meines kleinen Kritikpunkte begeistern konnte.

    Kommentare: 6
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    Pharo72s avatar
    Pharo72vor einem Jahr
    Atemlose Jagd auf einen so triebhaften wie intelligenten Täter

    Björn Liebermann verlässt seiner Freundin zuliebe, die in Berlin ihren Traumjob ergattert, Hamburg und findet sich dort vertretungsweise in der Mordkommission wieder, obwohl er eigentlich eine Stelle bei der Bandenkriminalität angestrebt hatte. Er nimmt sein Schicksal an und hat es auch gleich mit einem kniffligen, bestialischen Mord an einer Prostituierten zu tun. Ein Verdächtiger ist bald gefunden, aber Björn hat ein ungutes Gefühl dabei. Monate später stellt sich für ihn und die anderen Ermittler heraus, dass sie einem Serientäter auf den Leim gegangen sind, der äußerst intelligent und vorausschauend agiert. Die weitere Ermittlung entwickelt sich zum Albtraum.

    Meine Meinung:

    „Ein dunkler Trieb“ ist mein erster Thriller von L.U. Ulder und es wird bestimmt nicht der letzte sein. Nur selten konnte mich eine Handlung derart konsequent ans Buch fesseln. Durch geschickte Wendungen und auch größere Zeitsprünge, die immer wieder Überraschungen bieten, bleibt es durchgehend interessant, vielfach und vor allem zum Ende hin aber auch nervenzerreißend spannend. Langeweile kommt sicher zu keinem Zeitpunkt auf.

    Durch die wechselnden Perspektiven, wobei vor allem die Ermittler und der Täter zu Wort kommen, bekommt der Leser auch einen recht guten Eindruck in alle Gedankengänge. Björn ist eine sympathische Hauptfigur, die mit Elan und Durchsetzungsvermögen das Problem angeht. Wenn er auf persönlicher Ebene Rückschläge hinnehmen muss, so wird dies nicht überdramatisiert. Auch die restlichen Figuren des Ermittlerteams sind vielschichtig und sehr wirklichkeitsnah.

    Der Täter ist ausgesprochen intelligent, was ich sehr mag, und kann dementsprechend sehr lange seinem schrecklichen Werk nachgehen. Dies ist natürlich für die Opfer weniger schön und man sollte auch nicht allzu zartbesaitet sein, was die Morde angeht. Zwar fließt das Blut nicht in Strömen, aber die perfide Tötungsweise und einige Beschreibungen gehen schon recht arg ins Detail. Für meinen Geschmack aber genau im richtigen Maß.

    Sehr gut dargestellt fand ich auch die Ermittlerarbeit insgesamt. Hier wimmelt es nicht von großen Zufällen, vielmehr bekommt man einen realistischen Eindruck in die Tätigkeit der Polizei, die nicht auf den CSI-Wunder-Methoden mancher Krimi-Serien basiert. Ich glaube, der Autor, der auch im Hauptberuf mit Kriminalität zu tun hat, kann dadurch viel Authentizität und Glaubwürdigkeit vermitteln.

    Zusammenfassend hat der Thriller all meine Erwartungen erfüllt. Nicht zu lange Kapitel mit teilweise fiesen Cliffhangern sorgen für einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Dazu ein wirklich bösartiger Killer, der seine dunklen Triebe lange Zeit unentdeckt ausleben kann, eifrige Ermittler mit kleinen Schwächen und ein rasanter Showdown lassen mich diesen Pageturner uneingeschränkt weiterempfehlen.

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor einem Jahr
    Kurzmeinung: geballte Handlung, allerdings mit farb- und gefühllosen Protagnisten
    geballte Handlung, allerdings mit farb- und gefühllosen Protagnisten

    „Ein dunkler Trieb“ ist ein Thriller aus der Feder des Autoren L. U. Ulder, wobei der Autorenname ein Pseudonym ist. Der 1958 geborene Autor wird hauptberuflich mit Kriminalfällen konfrontiert und entdeckte so seine Liebe zum Thriller schreiben.

    Um was geht es?

    Seiner Freundin zu liebe zieht Hauptkommissar Björn Liebermann nach Berlin und landet statt in der versprochenen neu gegründeten Ermittlungsgruppe für Banden- und Schwerstkriminalität ganz zu seinem Unmut als Vertretung in der Mordkommission.

    Hier wird er auch gleich mit einem grausamen Mord an einer Frau konfrontiert. Die Spuren sind vielversprechend und ein Tatverdächtiger auch schnell gefunden, dieser hüllt sich allerdings in Stillschweigen. Als weitere Morde geschehen geraten Björn und seine Kollegen in Zeitnot und werden mit einem wahren Alptraum konfrontiert.

    Meinung:

    Der Autor bietet einen Thriller mit einer geballten Handlung und scheint beim Schreiben auch sein Augenmerk darauf gelegt zu haben. Kaum flacht ein Handlungspunkt ab, befindet man sich auch schon im Nächsten. Langweilig wird es mit diesem Thriller also nicht.

    Der Schreibstil ist ebenfalls klar, gut verständlich, schnell und auch flüssig zu lesen.

    Für meinen Geschmack mangelt es der gesamten Story allerdings an Tiefgang und Gefühlen der einzelnen Protagnisten. Als Leser fühlt man sich nicht mitten im Geschehen, sondern als wenn man ein Blick von oben auf die Handlung bekommt. So wirkt der Thriller eher wie eine Abhandlung oder ein Bericht auf mich, viele einzelne Szenen kann man sich nicht gut vorstellen und ein hineinversetzten in die einzelnen Charaktere ist kaum möglich. Insgesamt wirkt alles sehr farblos, düster und beklemmend.

    Hier hat der Autor noch viel Potential nach oben offen, u.a. hätte der Autor (Achtung Spoiler!!!) dem Kommissar Gefühle wie Enttäuschung, das er in Berlin in eine andere Abteilung abgeschoben wurde, Wut über das Ende seiner Partnerschaft sowie Rat und Hilflosigkeit beim vergeblichen Suchen nach dem richtigen Mörder zugestehen können, um eine lebendige und spannende Handlung zu erreichen. Ebenso kommt die Kaltblütigkeit und Skrupellosigkeit des Täters mit der er seine Opfer aussucht und seine Tat verübt nicht recht rüber, alles ist nicht recht greifbar.

    Leider bleibt der Leser am Ende, was die wahren Hintergründe der Mordfälle betrifft, auch weiterhin im Dunkeln und kann nur spekulieren, was sehr Schade ist.

    Fazit: geballte Handlung, allerdings mit farb- und gefühllosen Protagnisten

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    Nisniss avatar
    Nisnisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Obsession – Anspruchsvoller, gut durchdachter Thriller mit außergewöhnlichen Charakteren
    Obsession – Anspruchsvoller, gut durchdachter Thriller mit außergewöhnlichen Charakteren

    Björn Liebermanns Lebensgefährtin macht einen Karrieresprung und erhält einen neuen Job in Berlin. Wehmütig, weil er seine geliebte Hündin nicht mitnehmen kann, zieht Liebermann nach und lässt sich nach Berlin versetzten. Widererwartend und entgegen aller Absprachen wird er in Berlin angekommen bei der Mordkommission eingesetzt, obwohl er genau dorthin niemals wollte. Als Krankheitsvertretung gibt man ihm direkt den erst besten Fall. Eine Frau wurde auf sadistische Weise ermordet. Recht schnell definiert Liebermann die Tat als Serienverbrechen. Müde wird er zunächst auf Grund seiner fehlenden Kompetenzen belächelt, aber schon bald darauf muss das Ermittlerteam erkennen, dass Liebermanns Schlussfolgerungen auf einen wahren Alptraum hindeuten.

    Der Autor:

    L.U. Ulder, Jahrgang 1958, wurde im Ambergau geboren und wohnt mit Familie und Hund im südöstlichen Niedersachsen. Das Faible für Kriminalliteratur ist beruflich bedingt, im Hauptberuf wird der Autor mit eben solchem Verhalten konfrontiert. L.U. Ulder ist ein Pseudonym. Der Autor ist Mitglied im Syndikat.

    Reflektionen:

    L. U. Ulder ist mit Ein dunkler Trieb ein vielschichtiger, fesselnder Thriller gelungen. In einer wunderbar klaren und ausdrucksstarken Sprache, klingen Sätze und Kapitel literarisch anspruchsvoll und ohne jeden Slang wohl formuliert. Unverblümt und schnörkellos, trifft der direkte Ausdruck stets den Kern der Fakten, während das Ermittlerteam kompetent und authentisch inszeniert ermittelt.

    Für zart besaitete Leser ist Ein dunkler Trieb nicht der richtige Stoff. Wenn auch nur maßvoll und punktuell sadistische Verbrechen oder Beschreibungen snuffartiger Videos die Handlung einnehmen, wird dem Leser auch noch gnadenlos ein Touch Nekrophilie zugemutet. Trotzdem handelt es sich nicht um einen Thriller, der abartig viel Blut verströmen lässt oder ständig an der Ekelgrenze entlang kratzt.

    Anspruchsvoll verpackt, sehr gut durchdacht und geschickt geplottet spielt L. U. Ulder intelligent mit den Perspektiven. Allein die wechselnden Erzählstränge und Kapitel sorgen dafür, dass die atemraubende Spannung mit reichlich Spannungshöhepunkten veredelt wird und so entwickeln sie diesen Thriller zu einem wahren, anspruchsvollen Pageturner.

    L. U. Ulder lässt zahlreiche Figuren agieren, deren außergewöhnlichen Persönlichkeiten jeweils mit besonders interessanten Charakterzeichnungen aufwarten. Teilweise schicksalsträchtig, teils mit emotionalen Legenden, vereinen sie die Handlung und die kompetente Ermittlerarbeit zu einem harmonischen, abgerundeten Ganzen, das niemals vorhersehbar, stets aber glaubhaft dargestellt ist. Hin und wieder kann man Längen empfinden, aber man kann sie auch als gekonnte platzierte Verschnaufpausen hinnehmen.

    Die Täterperspektive ist ein Geschenk, denn die spannend erzählte Präsenz von Handlungen und Denkweisen, erlaubt noch einmal einen gesonderten Blickwinkel auf das Geschehen der verstörenden und kaltblütigen Verbrechen. Der Täter sucht seine Opfer auf bizarre Weise aus, er lauert ihnen auf und er ist äußerst intelligent. Diese Intelligenz ist auch Macht und diese unterstreicht die düstere und oftmals schockierende Grundstimmung. Mehrfach krabbelt während des Lesens ein kalter Schauer den Rücken hoch und doch kann man diesen Thriller kaum aus der Hand legen.

    Fazit und Bewertung:

    Ein dunkler Trieb ist ein Ermittler-Thriller, der mit einem sehr sorgfältig durchdachten und intelligenten Plot besticht. Außergewöhnliche Charaktere runden die anspruchsvolle Handlung ab, die von sadistisch, skurrilen Verbrechen durchwoben ist.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unvorhersehbar, spannend, temporeich und dazu noch ein sympathischer Ermittler
    Rasanter Thriller voller Spannung

    Nachdem Björn Liebermann seiner Lebensgefährtin zuliebe von Hamburg nach Berlin zieht, läuft nicht alles so, wie er es sich vorgestellt hat. Nicht nur, dass er auf seine Beförderung zum Hauptkommissar verzichten und seine geliebte Hündin zurücklassen muss, nein, er wird auch noch vorläufig zur Mordkommission versetzt. Nachdem er dort erst einmal gebührend von seinen neuen Kollegen im Dienst eingeführt wurde, landet auch gleich ein sehr brisanter Fall auf den Tisch der Abteilung. Eine junge Prostituierte wird in einem verborgenen Waldstück aufgefunden. Schnell gibt es eindeutige Spuren, doch was die Kollegen der Kripo letzendlich erwartet, wird zu einem wahren Alptraum.
    Meine Meinung:
    Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass dieser Thriller wirklich richtig spannend ist und ein wahrer Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Autor L. U. Ulder hat hier mit einem absolut gelungenen Schreibstil eine völlig unvorhersehbare Geschichte erzählt, bei der einfach alles passte. Mit einer klaren und flüssigen Sprache zieht er den Leser gleich von der ersten Seite an in seine Geschichte. Der Schreibstil ist locker, gut verständlich und absolut fesselnd, einmal begonnen, entwickelt die Handlung einen starken Sog, nicht zuletzt auch dank der doch recht bildreichen Erzählungen, die auch für ein gutes Kopfkino sorgten.
    Dank der vielen, recht kurz gehaltenen Kapitel, in denen die Perspektiven wechseln, steigt auch rasch die Spannung. Immer wieder dreht der Autor an der Spannungsschraube und lässt das Adrenalin steigen, zwar gibt es immer wieder Momente, in denen das Tempo wieder zurückgeschraubt wird, die aber auch nötig sind, um sich auf die Handlung und die Personen einzulassen. Trotzdem flacht die Geschichte nie ab und bleibt durchweg interessant.
    Der Fall an für sich ist sehr grausam und der Leser bekommt genügend Details, mit denen er sich ein Bild formen kann, unbedingt zimperlich sollte man hier nicht sein, wobei es aber nicht zu detailliert wird, so dass man auch hier eigene Vorstellungn entwickeln kann. Was mir richtig gut gefallen hat, sind die zahlreichen Wendungen und absolut undurchsichtigen Entwicklungen. Zwar habe ich permanent mitgerätselt und doch kam ich dieses Mal nicht ansatzweise auf eine Idee, wer hier der Täter ist.
    Durch einen personellen Erzähler in der dritten Person verfolgt man das Geschehen. Dabei wechseln sich hier immer mal wieder die Blickwinkel und was mir persönlich immer besonders gut gefällt, sind die Einblicke in die Gedankenwelt des Täters. Genau diese bekommen wir hier ebenfalls geliefert. Aber auch andere Perspektiven, vor allem die von Björn Liebermann, dem Kommissar, kommen hier vor. Zum einen bekam ich dadurch immer ein kleines bisschen mehr mit, als die Ermittler, zum anderen tappte ich genau so im Dunklen wie diese. Der gesamte Plot ist von Anfang bis Ende durchdacht und alles findet seine Auflösung. Auch die Ermittlungsarbeiten wirken hier recht gut und glaubwürdig, was für eine wirklich gute Recherche spricht.
    Die Charaktere der Geschichte wirken authentisch und lebendig. Oft sind die Kommissare in Thrillern ja abgehalfterte Helden mit einem Paket voller Sorgen. Nicht so Björn Liebermann, der mir hier von Beginn an sehr sympathisch ist. Ich mag seine unkomplizierte Art, wie er sich Kollegen gegenüber gibt, wie er selber Ermittlungen führt und auch schonmal aus dem Bauch heraus handelt. Auch seine Kollegen, auch wenn sie hier Nebenrollen spielen, waren gut vorstellbar. Alle Charaktere und deren Aktionen und Interaktionen runden den Thriller noch einmal mehr ab.
    Mein Fazit:
    Absolut unvorhersehbar, voller Wendungen und viel Spannung kommt dieser Thriller daher. Der Protagonist Björn Liebermann ist ein sehr sympathischer Charakter, von dem ich hoffe, noch einiges lesen zu dürfen. Ich konnte dieses Buch erst aus der Hand legen, nachdem ich die letzte Seite verschlungen habe und freue mich regelrecht, mal einen Thriller gelesen zu haben, bei dem ich einfach mal im Dunklen tappte. Meine Leseempfehlung an alle Thrillerfans und die, die es gerne einmal mit diesem Genre versuchen möchten.

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    Bibbeys avatar
    Bibbeyvor einem Jahr
    Authentischer Thriller!

    INHALT

    Björn Liebermann wird von Hamburg nach Berlin versetzt. Damit tut er vor allen Dingen seiner Freundin Franziska einen Gefallen, denn dort hat sie einen neuen fabelhaften Job ergattern können. Als Björn allerdings nicht in die Abteilung gelangt, die ihm versprochen wurde, sondern stattdessen wegen eines Krankheitsfalls bei der Mordkommission aushelfen muss, ist ein schnelles und friedliches Einleben in Berlin zum Scheitern verurteilt. Schon bald bestimmt ein grausamer Fall an einer Prostituierten Björns berufliches Leben, das eigentlich so ganz anders hätte laufen sollen. Daraus entpuppt sich nicht nur ein kniffliger Fall, sondern auch eine persönliche Herausforderung für den Ermittler. Was hat es mit dem grausigen Mord auf sich?


    MEINUNG

    Selten habe ich erlebt, dass ein Titel so gut zum Inhalt passt. Der Leser wird schon zu Beginn mitgenommen in die Gedankenwelt des Täters. Beängstigend und packend fängt der Fall an und reißt einen sofort mit sich. Die Spannung ist von der ersten Seite an da und mag einen auch im weiteren Verlauf nicht mehr loslassen. Die dunklen Triebe des Täters, aber auch die weniger gewaltvollen, dafür aber genauso dunklen Triebe der Menschen um Björn herum kommen Stück für Stück zum Vorschein und garantieren sowohl Nervenkitzel als auch den Wunsch, endlich dem wahren Täter auf die Spur zu kommen.

    Die Charaktere sind sehr interessant. Einige der Ermittler in der Mordkommission blieben mir leider bis zum Schluss ein wenig fremd, aber im Ansatz waren sie alle authentisch. Gerne mochte ich Björn, unseren Protagonisten. Obwohl es in der Inhaltsangabe anmuten mag, dass er sich einigelt und unglücklich durchs Leben geht, legt er eine erstaunliche Durchsetzungskraft an den Tag. Er sagt seinen Problemen den Kampf an und lässt sich nicht unterkriegen. Diese Charakterzüge mochte ich unheimlich gerne und sie haben schnell dazu geführt, dass Björn einer meiner liebsten Charakter in diesem Buch wurde. Wir werden in sein Privatleben mitgenommen und wer mich kennt, der weiß, dass ich in dem Punkt immer etwas skeptisch bin. Denn oft wird hier der Krimi oder Thriller von einem Tagebuch überschattet. Zwar hatte die Beziehung und insbesondere Franziska stark mit Klischees zu tun das hat mich aber nur geringfügig gestört.

    Alles in allem kamen mir die Ermittlungen sehr authentisch vor. Hier wird nichts beschönigt oder spannender gemacht, als es tatsächlich ist, sondern wir werden Teil einer sehr realistischen Ermittlung. Die Verdächtigen reagieren glaubhaft, die Spuren werden verfolgt, ohne dass unrealistische Zufälle zu den richtigen Ansätzen führen.

    Generell mochte ich den Aufbau des Thrillers sehr gerne und habe mich oftmals vor unerwarteten Wendungen stehen sehen. Hier sorgt nicht nur das Ende für ordentlich Spannung, auch in der Mitte war ich von der Geschichte mehr als überrascht.

    FAZIT

    Ein Thriller, der sich lohnt! Aus verschiedenen Perspektiven wird der Fall aufgerollt, immer spannend und vor allem echt. Trotz winziger Kritikpunkten eine klare Leseempfehlung!

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    9Kiddo9s avatar
    9Kiddo9vor einem Jahr
    Kurzmeinung: absolut spannender Thriller
    Von vorne bis hinten gelungen!

    Björn Liebermann, der gerade frisch von Hamburg versetzt worden ist, landet unvorhergesehen bei der berliner Mordkommission. Das hatte er sich alles anders vorgestellt. Und sofort wird er mit einem Serienmörder konfrontiert, der es versteht keine Spuren zu hinterlassen.

    Ein absolut spannender Thriller, der von Seite zu Seite aufregender wird. Bessonders gut hat mir gefallen,dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde. Man erhält Einblicke in die Gedanken des Täters wie auch andere Figuren. So erfährt man genaue Details der Polizeiarbeit. Die Spannung ist von Anfang an da und verliert sich auch nicht wie es bei so vielen Thrillern der Fall ist. Im Gegenteil, gerade zum Ende hin zieht der Autor das Tempo noch einmal richtig an. Auf jeden Fall ein Buch mit 5 Sternen!

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    Fanti2412s avatar
    Fanti2412vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Thriller in Berlin mit einer komplexen Story!
    Ein dunkler Trieb

    Zum Inhalt:
    Eine grausam ermordete Frau, ein sadistischer Mörder - der neue Thriller von L.U. Ulder
    Björn Liebermanns Einstieg bei der Berliner Kripo ist alles andere als verheißend. Nach seiner Versetzung aus Hamburg findet er sich entgegen aller Absprachen in der Mordkommission Berlin wieder. Leichen sind ihm ein Graus und die Arbeit wird zur Qual. Sein erster Mordfall ist knifflig, aber die Spuren sind vielversprechend. Björns anfänglicher Verdacht, ein Serienmörder könnte der Täter sein, wird von seiner Vorgesetzten abgetan. Das Ermittlungsergebnis scheint ihr recht zu geben. Niemand der Ermittler ahnt, dass sich der Fall zu einem wahren Albtraum entwickeln wird ...
    (Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

    Leseprobe


    Der Autor:
    L.U. Ulder, Jahrgang 1958, wurde im Ambergau geboren und wohnt mit Familie und Hund im südöstlichen Niedersachsen. Das Faible für Kriminalliteratur ist beruflich bedingt, im Hauptberuf wird der Autor mit eben solchem Verhalten konfrontiert. L.U. Ulder ist ein Pseudonym. Der Autor ist Mitglied im Syndikat.
    (Quelle: Knaur Verlag)


    Meine Meinung:
    "Ein dunkler Trieb" war mein erster Thriller des Autors aber sicher nicht mein letzter.
    Gleich im ersten Kapitel hatte mich die Story gepackt, denn hier gibt es schon Einblicke in die "dunklen Triebe" des Täters. Und damit soll es nicht genug sein, denn "dunkle Triebe" begegnen dem Leser auch noch bei anderen Figuren, selbst im Ermittlerteam.

    Hauptprotagonist ist Björn Liebermann, der von Hamburg nach Berlin versetzt wurde, weil seine Freundin dort ihren Traumjob gefunden hat. Entgegen der Zusage, bei der neu gebildeten Ermittlungsgruppe für Banden- und Schwerstkriminalität eingesetzt zu werden, landet er als Krankheitsvertretung bei der Mordkommission. Leichen und Todesermittlungen sind ihm ein Graus und dementsprechend unmotiviert beginnt er seinen neuen Job.
    Doch der aktuelle Fall soll ihn gehörig in Atem halten, denn er zweifelt an der relativ schnellen Auflösung seiner Kollegen, was aber vermutlich aufgrund seiner fehlenden Erfahrungen niemand hören will.
    Mit Björn Liebermann hat der Autor einen interessanten Protagonisten geschaffen, der mir auch sympathisch war. Durch Einblicke in sein Privatleben lernt man ihn und seine Persönlichkeit gut kennen und erlebt, wie er mit seinem neuen Leben in Berlin und dem neuen Job erst mal "fremdelt" und sich nur langsam einlebt aber dann auch weiter entwickelt.
    Aber auch die weiteren Figuren, wie Liebermanns Kollegen und weitere wichtige Protagonisten sind facettenreich charakterisiert und passen gut in die Story.

    Sehr gut gefallen haben mir die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven. Der Leser erhält Einblicke in die Handlungen und Gedanken des Täters und anderer Figuren und erlebt detailreich die Ermittlungsarbeit der Polizei, die auf mich sehr realistisch und authentisch gewirkt hat.
    Der Autor hat hier offenbar entweder sehr gut recherchiert oder hat im Hauptberuf entsprechende Einblicke.

    In insgesamt 60 kürzeren Kapiteln, die mich durchgängig gefesselt haben, erzählt der Autor hier einen Kriminalfall, der nicht nur grausam sondern auch sehr undurchsichtig ist. Mir ist es nicht gelungen den Täter vor der Kripo zu ermitteln. Zu viele Wendungen, neue Fakten und Überraschungen lenken immer wieder auf eine falsche Spur. Spannung war durchgängig vorhanden doch im letzten Drittel steigt sie noch mal deutlich an und auch das Tempo wird rasanter.
    Die Auflösung und damit der Abschluss diesen ersten Falls für Björn Liebermann war unvorhersehbar, schlüssig und absolut gelungen.

    L. U. Ulder hat mich mit einem flüssigen, mitreißenden und teilweise auch bildhaften Schreibstil und einem toll ausgearbeiteten Plot überzeugt und begeistert.
    Gerne würde ich weitere Fälle mit Björn Liebermann lesen!


    Fazit: 5 von 5 Sternen


    © Fanti2412

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    C
    ClaudiasWortweltenvor 2 Jahren
    Ein spannender, raffinierter Thriller, der den Leser in die dunkelsten menschlichen Abgründe führt

    Inhalt:

    Björn Liebermann hatte sich seinen Neubeginn in Berlin vollkommen anders vorgestellt. Der Wegzug aus Hamburg ist ihm ohnehin nicht leichtgefallen und war auch nicht seine Idee, aber seine Freundin Franziska hat endlich ihren Traumjob gefunden, sodass er auf seine anstehende Beförderung zum Hauptkommissar verzichtete und ihr zuliebe nach Berlin zog. Immerhin sah zunächst alles danach aus, als könnte er hier wenigstens bei der neu aufgestellten Ermittlungsgruppe für Banden- und Schwerstkriminalität einsteigen, doch stattdessen muss er nun einen erkrankten Kollegen bei der Mordkommission ersetzen. Er macht auf der Dienststelle keinen Hehl daraus, dass er enttäuscht ist, Mord und Totschlag ihn nicht besonders interessieren und er auch keine Erfahrung mit Tötungsdelikten hat.
    Beim Anblick der bereits stark verwesten Frauenleiche, die ein Spaziergänger mit seinem Hund in einem Waldstück fand, stößt Björn schnell an seine Grenzen. Die junge Frau wurde offenbar mehrfach missbraucht und qualvoll erstickt. Doch ahnen Björn und seine Kollegen von der Mordkommission zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie es mit der Tat eines perversen Serienmörders zu tun haben, der es geradezu meisterhaft versteht, keine Spuren zu hinterlassen.

    Meine persönliche Meinung:

    Bei Ein dunkler Trieb von L. U. Ulder handelt es sich um den ersten Band der Reihe um den Ermittler Björn Liebermann, der sich seiner Lebensgefährtin zuliebe von Hamburg nach Berlin versetzen ließ und dort zunächst bei der Mordkommission landet. Ich habe in der letzten Zeit nur noch selten nach solchen klassischen Ermittlungsthrillern gegriffen, weil mich viele sehr enttäuscht haben, aber sobald in einem Klappentext das Wörtchen „Serienmörder“ fällt, ist mein Interesse geweckt und die Neugierde groß, sodass ich auf Ein dunkler Trieb sehr gespannt war.
    Schon auf den ersten Seiten begleitet man den Mörder bei seiner ersten Tat und erhält detaillierte Einblicke in die tiefsten Abgründe menschlicher Grausamkeit. L. U. Ulder verlangt dem Leser schon einiges ab, denn im weiteren Handlungsverlauf wird man noch mit weiteren Perversionen konfrontiert, zu denen der Täter fähig ist. Man darf nicht allzu zimperlich und zartbesaitet sein, wenn man den wirklich abartigen Gedankengängen dieses Sadisten folgt und ihn bei seinen Taten begleitet, denn wie der Titel schon sagt, wird er von wahrhaft dunklen Trieben geleitet. Trotzdem haben mir gerade die Kapitel besonders gut gefallen, die aus der Sicht des Mörders erzählt werden und in denen man nicht nur hautnah miterlebt, wie er sich seine Opfer aussucht und sich ihnen nähert, sondern auch, was er ihnen antut. Obwohl die blutigen Details und die brutalsten Grausamkeiten häufig nur angedeutet werden, sind diese Passagen überaus verstörend, schockierend und teilweise auch wirklich abstoßend. Beängstigend ist aber vor allem, dass dieser Mörder sehr intelligent ist, seine Taten überaus präzise plant und große Freude und Lust dabei verspürt. Außerdem weiß er, wie man Spuren verwischt und geschickt falsche Fährten legt. Und so stoßen Björn Liebermann und sein Team recht schnell auf einen Verdächtigen und ahnen zunächst nicht, dass sie es eigentlich mit einem Serienmörder zu tun haben, der sie raffiniert an der Nase herumführt.
    Ich greife vor allem deshalb immer seltener zu reinen Ermittlungsthrillern, weil die Ermittlungen häufig so langatmig oder aber so unglaubwürdig geschildert werden, dass man sich regelrecht durch die Seiten quälen muss. Ich weiß nicht, in welchem Bereich L. U. Ulder hauptberuflich arbeitet, im Buch steht lediglich ein wenig kryptisch, dass es sich bei L. U. Ulder um ein Pseudonym handelt und der Autor in seinem Hauptberuf mit „ebensolchem Verhalten konfrontiert“ wird. Man merkt auf jeden Fall deutlich, dass er sich mit der Ermittlungsarbeit auskennt oder zumindest sehr gut recherchiert hat, denn die Mordermittlungen werden sehr glaubhaft und realistisch geschildert. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass Björn Liebermann und seine Kollegen von der Mordkommission sehr gut und vor allem glaubwürdig ausgearbeitet sind. Gerade was Ermittlerfiguren anbelangt, kann man es mir eigentlich kaum noch recht machen. Ich muss sie nicht mögen, aber sie sollten eben glaubwürdig und nicht überzeichnet sein. Björn Liebermann hatte es leider schon nach wenigen Seiten bei mir verscherzt. Da seine Lebensgefährtin einen Traumjob bei einer Großbank gefunden hat, ließ er sich von Hamburg nach Berlin versetzen, musste aber seine Hündin Laura in Hamburg zurücklassen. Ja, sowas reicht schon, um meine Sympathien zu verspielen. Hinzu kommt, dass seine Freundin eine so oberflächliche und arrogante Person ist, dass es mir ohnehin schwerfiel, nachzuvollziehen, warum er ihretwegen sein altes Leben und vor allem seinen Hund in Hamburg zurückgelassen hat und ständig nach ihrer Pfeife tanzt. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich ja ein bisschen die Befürchtung, dass die privaten Probleme von Björn Liebermann etwas zu sehr in den Fokus gerückt werden könnten, denn Beziehungsprobleme und andere Privatangelegenheiten der Ermittler empfinde ich in Thrillern meistens als störend. L. U. Ulder hat es aber geschafft, das etwas verkorkste Privatleben seiner Ermittlerfigur geschickt in die Thrillerhandlung einzubetten, sodass man Björn Liebermann zwar sehr gut kennenlernt, aber die Spannung nicht darunter leidet. Glücklicherweise hat es Björn auch geschafft, das Ruder noch mal rumzureißen, sodass ich mich wieder mit ihm versöhnen konnte, er mir zunehmend sympathischer wurde und ich ihn gerne bei seinen Ermittlungen begleitet habe. Besonders gut hat mir jedoch seine Vorgesetzte Claudia Harder gefallen, weil man in Büchern nur sehr selten solchen Frauenfiguren begegnet. Ich will nicht behaupten, dass sie besonders sympathisch ist, aber sie ist eine sehr außergewöhnliche Ermittlerin und trotzdem nicht überzeichnet. Sie ist sehr ungepflegt, legt offenbar keinen Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild und hat den Liebreiz eines Bierkutschers, trinkt gerne mal einen über den Durst, hat überhaupt keine Manieren und ist ziemlich derb, rüpelhaft und burschikos, was ihr einen nicht besonders schmeichelhaften Spitznamen eingebracht hat, aber trotzdem mochte ich sie, denn zumindest beweist sie Charakter, ist ehrlich, direkt und unverstellt.
    Die Ermittlungen führen Björn Liebermann auch immer wieder zum Berliner Straßenstrich, wo er unerwartet Hilfe von einer Prostituierten und einem Spanner erhält, der über seine Beobachtungen genauestens Buch führt und ein ausgesprochen widerlicher Charakter ist. Aber selbst diese Nebenfiguren sind sehr präzise gezeichnet und detailliert ausgearbeitet.
    Durch die Täterperspektive ist der Leser den Beamten der Mordkommission immer einen Schritt voraus und weiß auch, dass, selbst als die Ermittlungen abgeschlossen zu sein scheinen, die Gefahr, die von diesem Perversen ausgeht, noch keineswegs vorbei ist. Dieser Thriller ist sehr raffiniert konstruiert und hat einen äußerst gut durchdachten und wendungsreichen Plot. Das Spannungslevel, das von der ersten Seite an sehr hoch ist, wird kontinuierlich gehalten, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Auch die angenehm kurzen Kapitel sowie der eingängige Schreibstil und die lebendigen Dialoge sorgen dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt.
    Besonders wichtig ist mir bei Ermittlungsthrillern vor allem, dass das Ende nicht vorhersehbar, aber trotzdem logisch und nicht überkonstruiert ist. Auch hier hat mich der Autor nicht enttäuscht, denn die Auflösung des Falls hat mich nicht nur überrascht, sondern war auch schlüssig und glaubwürdig.
    Obwohl mir die Schilderungen grausamster Perversionen und die Darstellung dunkelster menschlicher Abgründe einiges abverlangt haben und ich mitunter große Abscheu und auch Ekel empfand, hat mir Ein dunkler Trieb überaus gut gefallen, mir sehr spannende Lesestunden bereitet und mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, begeistert und vollkommen in seinen Bann gezogen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Björn Liebermann, den er hoffentlich wieder an der Seite von Claudia Harder lösen darf (auch wenn er das vermutlich gar nicht möchte).

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    MissNorgevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller und spannender Thriller, der mir sehr gut gefallen hat ...
    Ein wirklich toller Thriller

    Dieser Thriller von L.U Ulder konnte mich restlos überzeugen und begeistern.
    Björn Liebermann lässt sich der Liebe wegen von Hamburg nach Berlin versetzen, damit seine Freundin Franziska ihre Karriere in einer großen Bank voran treiben kann. Eigentlich sollte er dort in einer Ermittlergruppe für Bandenkriminalität einsteigen, doch auf einmal findet er sich bei der Mordkommission wieder. Oh ha, Leichen und Co. sind eigentlich nichts für ihn, aber was soll er machen?
    Björn ist mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen. Neben seinen Ecken und Kanten, hat er auch eine weiche Seite, die ihn dadurch sehr menschlich rüberkommen lässt.
    Der Autor hat ein gutes Gleichgewicht zwischen Privatleben und dem Fall geschaffen.
    Wie immer, hat es mir am besten gefallen, in die Welt des Mörders einzutauchen und seine Gedanken mitzuverfolgen.
    Die Story hat für mich persönlich nie an Spannung verloren, die Irrungen und Wirrungen taten ihr übriges dazu. Bis zum Schluss war ich niemandem so richtig auf der Spur. Das macht für mich einen spannenden, guten und lesenswerten Thriller aus, der vor allem zum Ende hin nochmals an Fahrt aufnahm.
    Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen und ich würde mich freuen, noch einiges mehr von Björn Liebermann zu lesen.
    Ein Buch, welches ich unbedingt weiterempfehlen würde.
    Eine klare Leseempfehlung von mir an alle Thriller-Fans.


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