LENAU Nikolaus und Albrecht SCHAEFFER Lyrische Gedichte.

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Inhaltsangabe zu „Lyrische Gedichte.“ von LENAU Nikolaus und Albrecht SCHAEFFER

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  • Nebelwehend – Rezension zu „Lyrische Gedichte“ von Nikolaus Lenau

    Lyrische Gedichte.

    buchwanderer

    26. November 2016 um 17:06

    „O Menschenherz was ist dein Glück?Ein rätselhaft geborner,Und, kaum gegrüßt, verlorner,Unwiederholter Augenblick.“ (S.69, „Ein Blatt Strophen und Zeilen“)Zum Inhalt: Nikolaus Lenau (* 13.08.1802 Csatád / Ungarn †22.08.1850 Oberdöbling bei Wien) hinterlies ein vielschichtiges und durchwachsenes lyrisches Werk, aus welchem der Schriftsteller Albrecht Schaeffer im vorliegenden Band aus der Insel-Bücherei versucht einen einigermaßen repräsentativen Querschnitt zu wählen. Von „Ghasel“, welches – stark verhaftet in der Lyrik des 18. Jahrhunderts – aus Lenaus lyrischen Anfängen stammt, bis hin zu letzten Bruchstücken führen die oft von byronistischem Grundton durchzogenen Texte. Zentrales und stets wiederkehrendes Thema ist dabei die vielgestaltigen Ausprägungen der uns umgebenden Natur als Metapher für die Unwägbarkeiten menschliche Lebens, sowie letztendlich dessen Vergänglichkeit. So schreiben Walter Schmitz und Meinhard Prill: „Es gehört zu Lenaus Eigentümlichkeit,… daß ihm sowohl Natur wie menschliche Geschichte letztendlich zur Allegorie des Vergänglichen werden, die durch keine jenseitige Tröstung aufzuheben ist:..“ („Kindlers Neues Literaturlexikon“, Bd. 10, 1988/1998, S.189).Aufgenommene Gedichte:Das MondlichtDas PosthornHimmeltrauerVergangenheitBitteDie Kavalkade (Aus „Die Heideschenke“)Nächtliche WanderungMein HerzEinem Greisauf meinen ausgebälgten GeierSchilfliederLiebesfeierFrühlingFrühlings TodWaldliederHerbstgefühlHerbstliedHerbstentschlußWinternachtDer schwarze SeeDie Rose der ErinnerungSturmesmytheMeeresstilleDer SchiffsjungeDer UrwaldNiagaraFrageZu spät!Stimme des WindesStimme des RegensEinsamkeitDoppelheimwehNachhallFrageAbendliederAm Bette eines KindesAm Grabe HöltysIn der NachtAn SenecaMein SternAn die ErsehnteAn die WolkeDer Trübe WandererDie drei ZigeunerAn J. KlemmAn MathildeGhaselDer schwere AbendScheidenIn der KrankheitTraumgewaltenAn die MelancholieDer PostillionAus „Faust“Ein Blatt Strophen und Zeilen Fazit: Lenaus lyrisches Timbre wird in Grundzügen in dem kurzen Abriss dieses Bandes ersichtlich und macht, so man seine Poesie persönlich ansprechend findet, Lust auf mehr. Um ein profunderes Verständnis für die durchaus brisanten zeitpolitischen Implikationen seines Schaffens zu erlangen empfiehlt sich eine Recherche zum geschichtlich-politisch und weltanschaulichen Hintergrund auf jeden Fall. Belohnt wird der Leser mit einem schriftstellerischem Gewebe, welches mit jeder Zeile eine bittersüße Melancholie atmet. Zum Buch: Der hier besprochene Band aus der Insel-Bücherei weist, entgegen der Tradition der Reihe, keinen fadengebundenen, sondern einen geklammerten Buchblock auf (Beispiel auf meinem Blog). Ansonsten ist der Band mit der Nr. 235 bibliophil ansprechend verarbeitet und in Fraktur gesetzt, was dem Text typografisch einen zusätzlichen Charme verleiht.

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