Lada Lusina

 3.4 Sterne bei 20 Bewertungen

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Die Hexen von Kiew

Die Hexen von Kiew

 (20)
Erschienen am 01.11.2011

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Rezension zu "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina

Tiefsinniger Hintergrund mit verwirrender Handlung
Gweevor 2 Jahren

Das Cover des Romans macht optisch wirklich was her. Besonders toll ist die Art wie die Schrift sich über das Buch zieht. Ganz vorne im Buch findet sich ein Stadtplan, der die Straßen von Kiew besser veranschaulichen soll. Hier gibt es auch für die relevanten Orte eine Legende. Für deutschsprachige Leser ist es allerdings etwas irritierend zwischen der deutschen Legende und den russischen Straßenbezeichnungen hin und her zu springen. Die angegebene Internetseite zum Buch existiert mittlerweile leider nicht mehr. Der Klappentext ist interessant und trifft den Inhalt sehr gut. Im Buch selbst finden sich bei den Kapitelanfängen immer interessante Zitate, die auch zeigen, dass die Autorin intensiv für ihren Roman recherchiert hat.

Die Handlung des Romans ist sehr außergewöhnlich. Es gibt hier mehrere Plotstränge, die sich treffen, obwohl man es anfangs nicht kommen gesehen hätte. Generell ist das Buch aber sehr langatmig und es dauert ein bisschen, bis man sich hier eingefunden hat. Das liegt unter anderem daran, dass das Buch literarisch sehr anspruchsvoll geschrieben ist. Es gibt hier ständig Anspielungen auf verschiedene Autoren und auch auf Kiews Geschichte und Geographie. Als jemand, der sich damit nicht auskennt, hat man es deutlich schwerer der Handlung zu folgen. Die drei neuen Hexen gepaart mit einer dunklen Bedrohung sind auf jeden Fall eine spannende Mischung und diese Spannung kommt auch immer wieder zu tragen, aber die meiste Zeit wirkt alles etwas wirr und man kommt nicht ganz mit. Erst am Ende ergibt dann alles langsam Sinn und auch nur, weil es genauer erklärt wird. Dennoch ist auch das Ende nicht ganz rund und wirkt etwas seltsam, fast schon als würde es die Geschehnisse des Buches auf die Schippe nehmen. Dennoch sind vor allem die Informationen über Kiew in diesem Buch lesenswert.

Dascha, Mascha und Katja sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Dascha ein Partygör ist, das sich durchs Leben mogelt, ist Katja eine ehrgeizige Geschäftsfrau. Mascha wiederum studiert Geschichte und ist ein großer Fan von Michail Bulgakow. Und diese drei Frauen aufeinander prallen zu lassen, sorgt tatsächlich für ganz schön Trubel, abgesehen von dem, der ohnehin schon herrscht. Persönlich konnten mich alle drei Frauen nicht ganz überzeugen. Etwas an ihnen war nicht ganz rund und sie wirkten auch nicht sympathisch genug, um sie zu mögen. Nur in Mascha kann man sich einigermaßen einfühlen – zumindest mir ging es so.

Der Schreibstil ist zwar sehr originell und passt auch irgendwie zur Geschichte, aber wirkt an manchen Stellen etwas verwirrend, was vielleicht der Übersetzung geschuldet sein könnte. Der Stil an sich ist vor allem etwas hochgestochen, wenn nicht gerade Dascha redet. Vor allem die Zitate zu den Kapiteln finde ich sehr interessant, da sie inhaltlich immer perfekt abgestimmt sind.

Vor allem habe ich mich auf „Die Hexen von Kiew“ gefreut, weil ich in die Stadt eintauchen wollte. Das ist zwar gelungen, aber dafür war die Handlung so wirr, dass es wirklich schwer war ihr zu folgen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, vielleicht auch wirklich an der Geschichte, vielleicht ein bisschen an beidem, aber an manchen Stellen hat mir dies schon die Lust auf das Buch vergrätzt. Es gab sehr schöne Stellen und wie tiefgründig das Buch ist, fand ich auch echt toll, aber es wäre einfach besser gewesen, wenn das dann noch so wirr gewesen wäre. Vielleicht liegt es auch an den Charakteren und ihrer spontanen Art. An sich wäre ich nicht abgeneigt gewesen, einen Folgeband der Reihe zu lesen, was vor allem am Handlungsort liegt, aber leider wurde sie wohl nicht ins Deutsche übersetzt.

Fazit:
„Die Hexen von Kiew“ hat viel Potenzial und richtet sich an Leser, die tiefsinnigere Geschichten bevorzugen. Dies kann der Roman zwar mit Bravour bieten, ist aber bis zum Ende nicht ganz leicht zu verstehen.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 3/5

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Rezension zu "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina

Rezension zu "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina
PrinzessinMurksvor 8 Jahren

Entgegen meines ersten Eindrucks, der durch den Einband entstand, ist dieses Buch weder Chick-Lit noch Bibi-Blocksberg-Verschnitt. Eher eine Mischung aus Liebes-, Historien-, Action- und Potter-Roman mit kleinen Anleihen von den Hexen von Eastwick. Ukrainischer Andreas Eschbach. Würde ich sagen ;) Witzig, tiefsinnig, zauberhaft und durchaus zu empfehlen.
***
An diesem Buch habe ich sehr lange gelesen, es immer wieder unterbrochen und erneut zur Hand genommen. Warum? Genau kann ich es nicht sagen. Seit der Wächter-Tetralogie bin ich sehr für russisch beseelte Fantasy zu begeistern. Vielleicht haben mich die unerwartete Mischung der Themen und einige holprige Wendungen in der Story irritiert und aus der Kurve geschleudert. Eine Zweitlektüre in einem Schwung steht definitiv auf dem Zettel. Das Buch ist ene Liebeserklärung an Kiew, seine Legenden und seine Vergangenheit, seine Maler, Literaten und Heiligen und eine Fundgrube abgedrehter Weiber sowie tiefsinniger Betrachtungen über Gut und Böse, Gott und Teufel, Liebe und ... Liebe.
***
Gut gefallen hat mir das Glossar am Ende, das Namen, Begebenheiten und sprachliche Eigenheiten auflistet. Für Menschen, die sich erst in die Kultur (und den Umgang mit Kose-, Familien- und Vornamen *g*) des "Ostblocks" einlesen, wirklich sehr hilfreich!

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Rezension zu "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina

Rezension zu "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina
Revontuletvor 8 Jahren

Das Buch habe ich nur durch Zufall bei einem Abverkauf entdeckt und ich bin echt froh darum. Das Buch ist sehr interessant und man erfährt einiges über die Geschichte Kiews.
Es geht um drei junge Frauen, die durch Zufall aufeinandertreffen und herausfinden, dass sie sowas wie Hexen sind. Sie müssen Geheimnisse herausfinden, einen Schatz entdekcken und schiefgegangene Liebeszauber ausbaden.
Das ganze ist nicht imemr so wuitzig, wie es scheint.
Einziges Manko an dem Buch sind Personen und Orte, die man vielleicht bei uns nicht kennt und typisch russisch werden auch zig verschiedenen Kosenamen für ein und denselben Mensche verwendet, was das ganze nicht unbedingt einfach zu verstehen macht.
Aber ansonsten sehr nettes Buch, die Autorin hat sich wirklich intensiv mit ihrer Stadt auseinandergesetzt. Toll!

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