1881 kehrt Amelie in ihre Heimatstadt Bern zurück, nachdem sie vier Jahre in Zürich bei der Firma Peter Cailler das Handwerk der Chocoiatière gelernt hat. Den wahren Grund kennt keiner, als sie nun eine Stelle bei Rodolphe Lindt annimmt. Die beiden verbindet nicht nur die Passion zur Schokolade, denn heimlich sind sie auch ein Liebespaar. Als Amelie nach einiger Zeit als rechte Hand in der Schokoladenfabrik auch privat mehr erwartet und über Hochzeit und Kinder spricht, muss sie erkennen, dass bei Rodolphe, neben der Liebe zum Schokoladenhandwerk, kein Platz ist. Schließlich heiratet sie den charmanten Arzt Wilhelm. Aber kann sie Rodolphe und die Schokolade vergessen?
Lindt und seine Erfindung
Ladina Bordolis „Der Duft von Glück“ ist bereits der zweite Teil dieser Reihe. Allerdings ist es nicht zwingend notwendig den ersten Teil vorher gelesen zu haben. Er ist so weit in sich abgeschlossen und man kommt auch ohne diese Vorkenntnis zurecht.
Das Buch erzählt hauptsächlich von Rodolphe Lindt und seiner innovativen Erfindung, dass man Schokolade „conchieren“ muss, um diese besonders zartschmelzend zu bekommen. Diesbezüglich lernt man beim Lesen einiges. Dabei greift die Autorin auch mehrere historisch belegte Fakten auf und baut sie ein, was für eine gute Recherchearbeit spricht.
Sehr eigenwillige Charaktere
Sowohl die weibliche Hauptfigur als auch Rodolphe Lindt sind sehr willensstarke Charaktere.
Allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem smarten Lindt, da dieser auf mich doch sehr egoistisch gewirkt hat. Es sei nun dahingestellt, ob es da zu einer Änderung kam, um nicht zu spoilern.
Der Arzt Wilhelm erschien dagegen zunächst sehr zuvorkommend. Beim Lesen wird sich herausstellen, ob dies auch so bleibt.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und der Plot ist gut durchdacht und geführt. Auch die bildhaften Beschreibungen verhelfen den Leser dazu, sich alles gut vorstellen zu können.
Fazit:
Das Buch habe ich zügig gelesen und war damit durchwegs gut unterhalten. Neben den interessanten Details über die damalige Schokoladenproduktion begeistert auch die Geschichte rund um das Leben von Amelie und man nimmt beim Lesen Anteil daran.



























