Lady Bitch Ray

 4,1 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Lady Bitch Ray

Lady Bitch Ray forscht und lehrt an der Universität Hamburg, sie schreibt in der taz, der Süddeutschen Zeitung und im Missy Magazine, und sie liebt Rapmusik.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lady Bitch Ray

Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783462053555)

Lady Bitch Ray über Madonna

 (7)
Erschienen am 08.04.2020
Cover des Buches Bitchism (ISBN: 9783896028457)

Bitchism

 (1)
Erschienen am 01.11.2008
Cover des Buches BITCHSM Die Rosa-Luxus-Pussy-Edition (ISBN: 9783833225796)

BITCHSM Die Rosa-Luxus-Pussy-Edition

 (0)
Erschienen am 19.11.2012
Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783839818299)

Lady Bitch Ray über Madonna

 (1)
Erschienen am 28.10.2020

Neue Rezensionen zu Lady Bitch Ray

Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783462053555)Henri3tt3s avatar

Rezension zu "Lady Bitch Ray über Madonna" von Lady Bitch Ray

Erfrischend
Henri3tt3vor 6 Monaten

Dies ist keine Madonna-Biografie, sondern eine queerfeministische, wütende Abhandlung über die Ausbeutung weiblicher und queerer Künstler'innen in der von weißen cis-Männern dominierten Musikindustrie. Lady Bitch Ray erzählt, wie sie von Madonna beeinflusst wurde und welche Gemeinsamkeiten sie haben. Sie übt aber auch Kritik z.B. an der kulturellen Aneignung und der Ausbeutung z.B. der Tänzer. Ich fand das Buch sehr erfrischend, gerade weil es nicht so gefällig geschrieben ist.

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Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783839818299)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Lady Bitch Ray über Madonna" von Lady Bitch Ray

'für ein Viva la Madonna in uns!‘
sabatayn76vor 10 Monaten

‚Einerseits die Mutter Jesu auf den Madonnenbildnissen der europäischen Kunst, andererseits Madonna mit ihren größtenteils sexuell konnotierten Inhalten. Madonna nimmt den Namen, füllt ihn neu und dekonstruiert damit die in vielen patriarchalischen Gesellschaften gängige Einteilung von Frauen in ‚Heilige‘ und ‚Hure‘. Und genau diese Assoziation führe ich mir regelmäßig vor Augen, allein schon des eigenen Empowerments wegen: für ein Viva la Madonna in uns!‘ (CD 2, Track 1)

Lady Bitch Ray erzählt in ‚Madonna‘, dem sechsten Band der KiWi Musikbibliothek, von Migrationshintergrund, Vorurteilen, Sexismus, Erotik, Feminismus, ihrer eigenen Karriere und ihren Frustrationen, die sie im Laufe ihres Lebens erlebt hat.

Dabei dreht sich das (Hör-) Buch tatsächlich vor allem um Lady Bitch Ray selbst, bisweilen um den Einfluss, den Madonna auf die Rapperin und promovierte Sprachwissenschaftlerin hatte, um bestimmte Madonna-Lieder und auch ein wenig um Madonnas Leben und deren Karriere.

Auch wenn es hier vor allem um Lady Bitch Ray selbst und weniger um Madonna ging, hat mir das Hörbuch gefallen. Ich hatte mich bis dato noch gar nicht mit Lady Bitch Ray beschäftigt, kenne kein einziges ihrer Lieder, und ich bin auch kein erklärter Madonna-Fan, obwohl ich durchaus bestimmte Lieder der Künstlerin mag und sie durch ihre Präsenz in den Medien natürlich irgendwie eine feste Größe in meinem Leben ist, da sie einfach immer da war, immer irgendein Album veröffentlicht hat, ihre Lieder immer im Radio liefen.

Mir fand das Hörbuch gelungen, weil es zum einen großartig von der Autorin selbst gelesen wird, weil es zum anderen spannende Einblicke in die Sexismus-Debatte bietet. Zudem ist es wirklich ein Vergnügen, Lady Bitch Ray lesend oder hörend zu folgen, denn ihr (Hör-) Buch ist unterhaltsam, amüsant und teilweise richtig lustig.

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Cover des Buches Lady Bitch Ray über Madonna (ISBN: 9783462053555)ulrikerabes avatar

Rezension zu "Lady Bitch Ray über Madonna" von Lady Bitch Ray

Express yourself!
ulrikerabevor einem Jahr

Lady Bitch Ray schreibt über Madonna.

In seiner Musikbibliothek hat der Verlag Kiepenheuer und Witsch ein „schickes kleines Musikzimmer“ ausgestattet. „Radikale subjektive Liebeserklärungen“ sind es, die Künstlerinnen und Künstler über ihre Lieblingsgruppen, Lieblingssängerinnen, Lieblingssänger übermitteln.

So erzählt die Rapperin und promovierte Sprachwissenschaftlerin Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray von ihrer ganz persönlichen Beziehung zu Madonna. Eine Madonna-Biografie darf man sich hier nicht erwarten. Wir erfahren zwar einiges über die amerikanische Pop Ikone, aber noch viel mehr über Lady Bitch Ray selber.

Schon als elfjährige nimmt sich Reyhan Şahin, Tochter türkisch alevitischer Migranten, Madonna zum Vorbild. Madonna war einer der ersten Künstlerinnen, die mit sexueller Performance den Mainstream erobern konnte. Als Lady Bitch Ray beherrscht die Autorin später die Provokation und Expressionismus mit Bravour. Aber sie erkennt auch sehr schnell, dass für Frauen allgemein und für Frauen mit türkischem, muslimischem Hintergrund in der Musikbranche ganz besondere Regeln gelten.

„Sie mussten mit mehr Hindernissen rechnen als beispielsweise weiße Frauen, und zwar sowohl in ihren eigenen Communitys als auch in den Mehrheitsgesellschaften.“

Als Sprachwissenschaftlerin erkennt Lady Bitch Ray das Reclaiming, dass sie selbst verwendet, auch bei Madonna wieder. Das positive Umdeuten negativer -in einer Welt alter weißer Männer – geprägten Begriffe oder Symbole in bestärkende ist ein Stilmittel, dass sich beide Künstlerinnen zu eigen machten. Ist es bei Madonna religiöse Symbolik wie in „Like a Prayer“ oder „Papa, don‘t preach“, stellt sich die Lady als „Bitch“ zur Verfügung.

Lady Bitch Ray gibt radikalen Förderunterricht in Sachen Popkultur, Provokation, Inszenierung und Feminismus. In your Face!

„Express yourself!“

Spurlos geht das nicht an Reyhan Şahin vorüber, es macht die Autorin angreifbar. Anfeindungen bis zur Morddrohung lassen die Autorin in eine Depression stürzen. Ein sehr persönliches Kapitel!

Trotz aller Bewunderung für den Werdegang und den künstlerischen Ausdruck Madonnas bleibt Lady Bitch auch ihrem Vorbild kritisch gegenüber. So schreibt sie über den Unterschied von künstlerischer Inspiration und Aneignung, geht mit Madonnas „white supremacy“ ins Gericht.

„…supremacy ist, wenn sich Madonna als Weiße ganz offensichtlich an Schwarzer Musikkultur bedient und dies nicht reflektiert oder diese Aneignung nicht dankend benennt.“

Lady Bitch Rays Wunsch ist es letztlich, dass jede Frau ein „bisschen Madonna“ ist, im eigenen Leben eine Hauptrolle übernimmt und sich über die Marginalisierungsgrenze hinaustraut. Word!

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