Laetitia Colombani

 4.3 Sterne bei 357 Bewertungen
Autorin von Der Zopf, Der Zopf und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Laetitia Colombani

Literarisches Meisterwerk aus Frankreich: Die 1976 geborene Autorin arbeitet unter anderem auch als Regisseurin, Schauspielerin und Drehbuchautorin. 2018 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Der Zopf“, der in mehr als 30 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen, wie beispielsweise dem Prix Relay des Voyageurs Lecteurs, der Trophée littéraire des Femmes de l’Economie und dem Globe de Cristal, ausgezeichnet wurde. Vor ihrem Debüt als Romanautorin schrieb und inszenierte die Tochter einer Bibliothekarin Kurz- und Spielfilme wie „À la folie…pas du tout“, der 2002 für das Internationale Filmfestival von Valladolid nominiert war und wofür sie den Prix Sopadin Junior für das beste Drehbuch erhielt. 2015 wirkte sie beim Musical „Résiste“, das nach den Liedern der französischen Legende France Gall kreiert wurde, mit. Die Französin lebt heute in Paris.

Alle Bücher von Laetitia Colombani

Der Zopf

Der Zopf

 (314)
Erschienen am 27.03.2019
Der Zopf

Der Zopf

 (0)
Erscheint am 23.10.2019
Der Zopf

Der Zopf

 (43)
Erschienen am 21.03.2018

Neue Rezensionen zu Laetitia Colombani

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Rezension zu "Der Zopf" von Laetitia Colombani

Verflechtungen
dicketillavor 3 Tagen


Zuerst fällt natürlich das schöne Cover auf. Das Flechten eines Zopfes findet im Auge eines Betrachters immer etwas von Faszination wieder.

Und diese Faszination findet man als Leser auch bei dieser Geschichte, die sich auf gewisse Art und Weise wie die drei Strähnen zu einem Zopf zueinander finden.

Ich habe das Buch an einem Tag fast in einem Rutsch gelesen.

Es wird über drei Kontinente hinweg der Lebens-und Leidensweg dreier unterschiedlicher Frauen erzählt.

Da ist Smita aus Indien, eine Unberührbare, wie sie dort als unberührbarer Abschaum abseits der Gesellschaft ihr Leben fristen muss.Einst wie ihre Großmutter, Mutter ist sie verdammt die Exkrementen der Bewohner mit bloßen Händen einzusammeln. Ein unwürdiges Leben, das sie ihrer Tochter ersparen will. So begibt sie sich mit ihrer Tochter Lalita auf einen Weg, der ihr eine bessere Zukunft und Bildung versprechen soll.

Giulia in Sizilien führt eigentlich ein zufriedenes Leben. Sie hat ihre Berufung in der Perückenfabrik ihres Vaters gefunden. Bis dieser plötzlich verunglückt und ins Koma fällt, Giulia erfahren muss, dass es mit der Fabrik nicht gut gestellt ist.

Und letzte im Bunde ist Sarah in Kanada, eine ehrgeizige Anwältin, die ihr Leben nach Ihrer Arbeit ausrichtet, sich keine Schwäche eingestehen lässt, bis ihr Leben aus dem Ruder läuft.


So könnte man meinen, dass das Thema nicht neu sei, aber Laetitia Colombani hat ein außergewöhnliches Bild dreier Frauen aufgezeigt. Besonders hat mich das Schicksal von Smita berührt, was manchmal kaum auszuhalten war, wie das Kastensystem und besonders wie mit den hilflosen Frauen umgegangen wird. Ich habe sie bewundert, wie sie sich auflehnt und für ihre Tochter einsteht.Unvorstellbar für mich den Weg, den sie zu gehen hat.


Das Buch liest sich leicht, da die Autorin eine leicht verständliche Sprache gewählt hat. Sie setzt die einzelnen Kapitel der drei Frauen gekonnt, lässt Spannung aufkommt, schafft aber auch den nötigen Abstand. Zudem einen Sog, der den Leser gefangen hält, ihn nicht mehr entkommen lässt.

Frauenschicksale, die noch lange nachwirken, unbedingt lesen!

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T

Rezension zu "Der Zopf: Roman" von Laetitia Colombani

Interessante Perspektiven ...
Thunderdreamervor 12 Tagen

Wie in bei einem Zopf verknüpft Laetitia Colombiani die Lebenswege dreier vollkommen unterschiedlicher Frauen miteinander. Immer abwechselnd erzählt sie die Geschichte von Smita aus Indien, deren Lebenstraum es ist, dass ihre Tochter eine Schule besuchen darf, von Giulia aus Sizilien, die um das Überleben der kleinen Perückenfirma ihrer Familie kämpft und zuguterletzt von Sarah, einer erfolgreichen Anwältin aus Montreal, Kanada.
Zuerst erkennt man keinerlei Gemeinsamkeiten, glaubt, dass die Lebenswege der beschriebenen Personen gar nichts miteinander zu tun haben ... doch weit gefehlt. Am Ende verblüfft die Autorin ihre Leser, als es ihr gelingt, die einzelnen Stränge des von ihr geflochtenen Zopfes zusammenzufügen. Ein sehr angenehm geschriebener Roman, der sich flüssig lesen lässt, und dem dennoch ein gewisser Tiefgang nicht fehlt. Bravo, gut gemacht ... sehr lesenswert!

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Rezension zu "Der Zopf" von Laetitia Colombani

Drei Frauen, drei Schicksale, drei Kämpferinnen
FrauSchafskivor 14 Tagen

Ich bin mal wieder sauer. Sauer darüber, dass der Klappentext dieses Buches schon die ganze Auflösung verrät. Für mich ist es absolut unverständlich, warum so etwas passiert, und es schmälert meinen Lesegenuss erheblich, wenn ich von vornherein weiß, wie sich später alles auflöst. Gerade bei diesem Buch, das so viele positive Stimmen erntet, war ich gespannt, wie sich „Der Zopf“ zusammenfügen wird. Tja, und dann lese ich den Klappentext und bin quasi schon bedient. Danke, das hätte wirklich nicht sein müssen. 

Nun ja, unabhängig davon, sind meine Eindrücke von den drei Geschichten durchaus positiv, wenn auch nicht so überschwänglich wie die von vielen anderen Rezensenten. Colombanis Schreibstil ist ruhig, sachlich und distanziert. Drei Frauen, drei Schicksale, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Alle drei werden auf eine harte Probe gestellt, alle drei weigern sich aufzugeben. Sie werden konfrontiert mit Vorurteilen, Diskriminierungen aufgrund ihres Geschlechts und /oder ihrer Herkunft - Alltag könnte man etwas überspitzt sagen. Dahinter verbirgt sich das eigentlich wichtige Thema: Emanzipation. Und genau das tun diese Frauen, setzen ein Stoppzeichen und nehmen ihr Glück selbst in die Hand, emanzipieren sich von ihrem Umfeld. Das liest sich gut, fast schon schwerelos trotz der durchaus existenziellen Problemstellungen. Allerdings ist das auch mein Hauptkritikpunkt an dem Roman: Er plätschert so vor sich hin, die Figuren werden auf Distanz gehalten, die eigentlich relevanten Themen schwingen so mit, ohne dass sie wirklich angesprochen werden. Mir persönlich war das etwas zu wenig. Darüber hinaus merke ich schon beim Schreiben dieser Rezension, dass ich Probleme habe, für mich relevante Dreh- und Angelpunkte zu finden, über die sich ein weiteres Nachdenken lohnen würde. 

Fazit: Das ist ein nettes Buch für Zwischendurch. Hauptpluspunkt ist die Tatsache, dass Frauen im Mittelpunkt stehen, Kämpferinnen, die sich weigern, sich einfach so ihrem Schicksal zu ergeben. Die wichtigen Themen Diskriminierung und Emanzipation werden mit hübscher Sprache garniert in einer Perücke versteckt. Etwas mehr Tiefgang hätte ich mir gewünscht. So lande ich bei drei Sternen.

 

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Gespräche aus der Community

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Bäume raus Bücher rein


Drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente – und dieselbe Sehnsucht nach Freiheit


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Mehr zum Hörbuch:
Drei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dennoch teilen Smita, Giulia und Sarah das gleiche Schicksal: Alle drei kämpfen mutig gegen die Widerstände des Lebens. Smita, die Unberührbare, opfert in Indien ihr Haar dem Gott Vishnu, denn ihrer Tochter soll es einmal besser ergehen. In Palermo rettet Giulia die Perückenfabrik ihres Vaters vor dem Bankrott. Und als in Montreal die erfolgreiche Anwältin und alleinerziehende Mutter Sarah erkrankt, schöpft sie mit ihrer Perücke neuen Lebensmut. In leuchtenden Bildern nehmen uns drei Sprecherinnen mit auf eine Reise rund um den Globus – eine Hymne auf das Leben und den Mut aller Frauen dieser Welt.

Ihr seid neugierig auf diesen großartigen Roman geworden und möchtet Andrea Sawatzki, Eva Gosciejewicz und Valery Tscheplanowa lauschen? Dann steigt doch jederzeit gern in unsere Hörrunde ein. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch.

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