Laetitia Colombani

 4,2 Sterne bei 1.489 Bewertungen
Autorin von Der Zopf, Das Haus der Frauen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Laetitia Colombani wurde 1976 in Bordeaux geboren, sie ist Filmschauspielerin und Regisseurin. Ihr erster Roman »Der Zopf« stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wird verfilmt. Für ihren zweiten Roman »Das Haus der Frauen« recherchierte Colombani im »Palais de la Femme« in Paris, einem Wohnheim für Frauen in Not. »Das Haus der Frauen« ist der erste Roman über Blanche Peyron, die 1926 unter widrigsten Umständen eines der ersten Frauenhäuser begründete. Die Idee für ihren dritten Roman »Das Mädchen mit dem Drachen« fand Laetitia Colombani in Indien, in einer Schule für Dalits. Laetitia Colombani lebt in Paris. 

Quelle: S. Fischer Verlage

Im Februar 2022 erscheint ihr neues Buch "Das Mädchen mit dem Drachen" als Hardcover bei S. FISCHER.


Alle Bücher von Laetitia Colombani

Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)

Der Zopf

 (808)
Erschienen am 22.10.2019
Cover des Buches Das Haus der Frauen (ISBN: 9783596523146)

Das Haus der Frauen

 (385)
Erschienen am 24.08.2021
Cover des Buches Das Mädchen mit dem Drachen (ISBN: 9783596523375)

Das Mädchen mit dem Drachen

 (157)
Erschienen am 26.07.2023
Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783839894149)

Der Zopf

 (85)
Erschienen am 21.05.2019
Cover des Buches Das Mädchen mit dem Drachen (ISBN: 9783839897393)

Das Mädchen mit dem Drachen

 (24)
Erschienen am 28.03.2023
Cover des Buches Das Haus der Frauen (ISBN: 9783839894927)

Das Haus der Frauen

 (26)
Erschienen am 23.02.2021
Cover des Buches Le cerf-volant: Roman (ISBN: 9782246828808)

Le cerf-volant: Roman

 (0)
Erschienen am 01.09.2021

Videos

Neue Rezensionen zu Laetitia Colombani

Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
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Rezension zu "Der Zopf" von Laetitia Colombani

Haare verbinden mehr als man denkt!
NewBookLover24vor 5 Tagen

Der Zopf von Laetitia Colombani verbindet die Geschichten drei junger Frauen auf drei Kontinenten. 

Die Geschichten von Smita in Indien hat mir sehr gut gefallen, weil sie dazu einlädt gewohnte Denk- und Handelsweisen zu überdenken. Während Kinder sich hier bei uns gerne beschweren, dass sie keine Lust haben in die Schule zu gehen und sich vor lauter Zukunftsplänen nicht entscheiden können, müssen Eltern am anderen Ende der Welt kämpfen, dass ihre Kinder lesen lernen, weil sie von der Gesellschaft für Abschaum gehalten werden. 

Auch in die Geschichte von Guilia in Sizilien konnte ich mich gut hineinversetzen. Ihr Vater war von klein auf ihr Held und plötzlich ist er nicht mehr da. Sie probiert den Familienbetrieb weiterhin am Laufen zu halten, muss aber feststellen, dass der Konkurs kurz bevor steht. Statt einer Familie, die ihr den Rücken frei hält, will ihre Mutter sie zu einer Zweckehe überreden, um den Betrieb und die Existenz der Familie zu sichern. 

Sarah in Kanada ist eine erfolgreiche Anwältin, die ihr Privatleben zurückgestellt hat, um ihre Karriere zu verfolgen. Mit ihrer Krebserkrankung bricht ihre Fassade der perfekten Anwältin zusammen und sie steht vor einem Scherbenhaufen. Sarahs Umfeld bzw Lebensform ähnelt meiner eigenen am meisten, deshalb ging mir die Geschichte ihrer Erkrankung näher als die anderen Geschichten. Sie ist wichtig, um den Zopf zu flechten, allerdings geht durch die Krebserkrankung die Leichtigkeit verloren und für mir persönlich auch einiges an Lesefreude. 

Der Zopf zeigt wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben und wie etwas alltägliches wie Haare das Leben mehrerer Personen verändern kann. Letztlich ist die gesamte Geschichte für mich eine Aufforderung das eigene Leben selbst zu gestalten und sich nicht von sozialen Normen in ein Leben zwingen zu lassen, das man nicht führen möchte. 

Ich kann das Buch allen Leuten empfehlen, die nach Bestärkung und Hoffnung suchen, jedoch niemandem, der oder die empfindlich auf Krankheiten wie Krebs reagiert.


Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
Z

Rezension zu "Der Zopf" von Laetitia Colombani

Drei starke Frauen, drei starke Geschichten
Zwischen_den_Zeilenvor 11 Tagen

Dieses Buch war ein Spontankauf von mir. Ohne mich groß über den Inhalt informiert zu haben, fing ich an dieses Buch zu lesen und wurde positiv überrascht.

Die Geschichte von diesen drei starken Frauen mit ihren ganz unterschiedlichen Schicksalen, die aber doch vieles teilen, hat mich sehr berührt.

Ich empfand den Schreibstil als sehr angenehm und zum Lesen anregend. Die kurzen Kapitel, in welchen die Schicksale der Frauen abwechselnd dargestellt wurden, regten mich zum Lesen an und ließen keine Eintönigkeit aufkommen. Jede der drei Geschichten hatte Stärken und Schwächen, was sich jedoch sehr abwechslungsreich darstellte und mir gefallen hat. In der Lektüre gab es auch den ein oder anderen literarischen Kniff, was ich als sehr erfrischend empfand.

Mit den drei Protagonistinnen konnte ich mich gut identifizieren und auch die jeweiligen Charakterentwicklungen gefielen mir sehr. Vor allem die Geschichte um Smita fand ich sehr interessant und inspirierend. Dadurch, dass ich mich nicht gut mit den gesellschaftlichen Strukturen in Indien auskenne, war ich besonders von ihrer Geschichte gefesselt und ich wurde angeregt mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Aber auch die Geschichten der anderen beiden Frauen haben mir sehr gefallen. So mochte ich bei Giulia besonders die Liebesgeschichte, die überhaupt nicht aufgebauscht und kitschig wirkte, sondern einfach erwachsen und feinfühlig. Bei Sarahs Geschichte war ich berührt von ihrem Weg zur Erkenntnis, was wirklich wichtig im Leben ist.

Die verbindenden Aspekte der Geschichten empfand ich als sehr geglückt.

Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen. Es ist lange her, dass mir ein Buch so gut gefallen hat und mir so lange in Erinnerung geblieben ist.

Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
Nosimis avatar

Rezension zu "Der Zopf" von Laetitia Colombani

Es sei ein Symbol für weibliche Stärke!
Nosimivor 18 Tagen

Wie die drei Strähnen eines klassischen Zopfes verwebt die französische Autorin Laetitia Colombani das Schicksal dreier völlig unterschiedlicher Frauen und verknüpft durch das lange Haar - als Inbegriff der Weiblichkeit - ihre Geschichten. Jede schöpft aus den Haaren ihre Stärke und schafft es, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Soweit ein Buch nach meinem Geschmack.

Aufgrund einer Empfehlung einer lieben Freundin und des interessanten Settings habe ich mir das Buch geholt und begeistert begonnen zu lesen.

Leider konnte mich die Geschichte weder sprachlich noch inhaltlich überzeugen.

Zu allererst strotzt der Roman nur so vor Klischees.

Da haben wir Smita, die Unberührbare, die mit bloßen Händen die Fäkalien ihrer Nachbarn, Angehörige höherer Kasten, entsorgen muss. Obwohl per Gesetz verboten sind Dalits der Willkür der anderen Kasten ausgesetzt. Denn kleinste Vergehen werden mit grausamen und brutalen Bestrafungen geahndet, die häufig Frauen treffen. So dienen Vergewaltigungen regelmäßig als probates Mittel zur Sühne von Vergehen männlicher Familienangehöriger. Das Buch ist hier erbarmungslos und explizit in den Beschreibungen der Bestrafung.

In Italien lebt Giulia. Die zwanzigjährige, zürckhaltende, von allen umschwärmte Italienerin muss den bankrotten Familienbetrieb sanieren, nachdem ihr Vater, der "Padrone", einen schweren Unfall hatte und das Geheimnis offenbar wurde: Der Perückenbetrieb steht kurz vor der Pleite! Giulia, die lieber in Bibliotheken geht als auf die Avancen der heißblütigen jungen Italiener einzugehen, fühlt sich zu dem stillen Sikh hingezogen, der Ausgrenzung und rassisrische Anfeindung in Italien erlebt. Als sich zwischen beiden eine Affaire entspannt, lesen sich Giulias Passagen wie ein schwülstiger Liebesroman.

Zuletzt lesen wir von Sarah in Monteral, der zweimal geschiedenen Powerfrau und Anwältin mit drei Kindern, die Partnerin einer großen Awaltskanzlei ist, sich gegen alle (vor allem Männer) durchgesetzt hat, um am Ende an Brustkrebs zu erkranken und daran fast zu zerbrechen. Sarah hat mich am meisten enttäuscht, denn letztlich war sie trotz ihrer knallharten Karriere gedanklich komplett in chauvinistischen Klischees gefangen. Geschildert als toughe Businesswoman waren ihre Gedanken und Handlungen für mich der Ausdruck einer Frau, die sich so sehr den Spielregeln des Patriarchats unterwirft, dass sie letztlich nur durch die Rolle als Weibchen wieder geheilt werden kann.

Sprachlich hat mich der Roman leider auch nicht berührt. Die Sätze waren häufig eine Ansammlung aneinander gereihter Hauptsätze mit schwülstigen Umschreibungen typischer Szenen. Sie Sprache hat nichts in mir zum klingen gebracht, da alles explizit ausformuliert wurde ohne etwas der eigenen Fantasie zu überlassen.

Am stärksten und überzeugendsten ist noch Smitas Schicksal geschildert, für das die Autorin auch ein bisschen Recherchearbeit verwendet hat. Das merkt man Smitas Passagen auch an.

Fazit: Der Grundgedanke des Buches ist gut und nur Smitas Geschichte hätte auch einen passablen Roman abgegeben. Leider überzeugen mich aber weder Sprache noch Charaktere. Für Liebhaber leichter Frauenromane ist das Buch aber durchaus geeignet!

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