Der Zopf

von Laetitia Colombani 
4,4 Sterne bei204 Bewertungen
Der Zopf
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carusos avatar

Und immer wieder erlebt man dieses Glück, ein Buch wie „Der Zopf“ zu finden, zu lesen und darin zu versinken.

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Drei unglaublich starke Frauen, die durch etwas verbunden sind! Ein so tolle Geschichte, kann ich nur jedem empfehlen!

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Inhaltsangabe zu "Der Zopf"

Der SPIEGEL-Bestseller - Drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente – dieselbe Sehnsucht nach Freiheit

Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. In Indien setzt Smita alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt. In Sizilien entdeckt Giulia nach dem Unfall ihres Vaters, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, ruiniert ist. Und in Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah Partnerin der Kanzlei werden, da erfährt sie von ihrer schweren Erkrankung.

Ergreifend und kunstvoll flicht Laetitia Colombani aus den drei außergewöhnlichen Geschichten einen prachtvollen Zopf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783103973518
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:21.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.03.2018 bei Argon Verlag erschienen.

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    StephaniePs avatar
    StephaniePvor 5 Tagen
    Der Zopf

    Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Smita, Sarah und Giulia. Sie leben nicht nur auf drei unterschiedlichen Kontinenten, auch ihre Lebensumstände sind das komplette Gegenteil voneinander. Smita lebt in Indien und setzt alles daran, dass ihre Tochter Bildung erhält. Die Italienerin Giulia findet nach einem schweren Unfall ihres Vaters heraus, dass das Familienunternehmen kurz vor dem Ruin steht. Sarh arbeitet als erfolgreiche Anwältin in Montreal. Kurz nach ihrer Beförderung erfährt sie von einer schweren Krankheit.


    Besonders gelungen finde ich den Aufbau des Buches in drei unterschiedlichen Handlungssträngen, die wie in einem Zopf, nach und nach verflochten werden.

    Laetitia Colombanis Schreibstil ist zwar flüssig, allerdings konnten mir weder Gefühle noch Emotionen glaubwürdig transportiert werden. Obwohl sich immer wieder die Geschichten rund um die Frauen abwechseln zog sich die Handlung meiner Meinung nach immer wieder in die Länge und hat mich eher gelangweilt. Allerdings kann die Autorin unnötige Wiederholungen gänzlich vermeiden. Auch die Verflechtung der drei Geschichten wirkte auf mich etwas konstruiert und konnte mich daher nicht wirklich überzeugen.

    Die Protagonistinnen waren mir alle drei zu blass und erschienen für mich nicht wirklich authentisch. Ganz im Gegenteil fand ich sie zum Teil ziemlich klischeehaft, weshalb ich mich leider mit keiner einzigen der Frauen identifizieren oder Sympathie entwickeln konnte. Aus diesem Grund musste ich mich circa ab der Hälfte eher durch das Buch quälen, als dass ich Freude beim Lesen gehabt hätte.

    „Der Zopf“ hat eine wirklich tolle Grundidee, die meiner Ansicht nach allerdings nicht wirklich gelungen umgesetzt wurde. Ich vermute allerdings, dass ich nicht die Zielgruppe des Buches bin, da ich selten zu diesem Genre greife. Vielleicht liegt meine Unzufriedenheit mit dem Buch aber auch an meinen sehr hohen Erwartungen (aufgrund vieler anderer Rezensionen), die leider nicht erfüllt wurden.

    FAZIT:
    „Der Zopf“ konnte mich leider weder mit dem Schreibstil oder mit den Protagonistinnen noch mit der Handlung überzeugen. Ich bin ziemlich enttäuscht und kann den Hype um das Buch nicht nachvollziehen. Ich denke allerdings, dass ich nicht die richtige Zielgruppe bin. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben!

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    leaslesezaubers avatar
    leaslesezaubervor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Drei unglaublich starke Frauen, die durch etwas verbunden sind! Ein so tolle Geschichte, kann ich nur jedem empfehlen!
    Ein Buch über die Freiheit

    Dieses Cover ist einfach traumhaft, der wunderschöne Zopf darauf in Verbindung mit dem türkis und dem gold ergeben ein wunderschönes Gesamtbild. Dieses Cover hat mich magisch angezogen und ich muss zugeben ich habe das Buch nur gekauft weil ich das Cover so wunderschön fand. Erst zu Hause habe ich den Klappentext gelesen und da war mir schnell klar ich habe alles richtig gemacht.

    Die Kapitel sind gekennzeichnet mit dem jeweiligen Land und der Protagonistin aus dessen Sichtweise der Abschnitt dann geschrieben ist. Zum wir befinden uns mit Smita in Indien, die eine der Unberührbaren ist und quasi nicht existiert auf dem Papier, sie ist dafür zuständig die Latrinen zu leeren und unsichtbar zu sein. Die zweite Frau ist Guilia in Sizilien die im Familienunternehmen, einer Perrückenmanufaktur arbeitet. Und die dritte im Bunde ist Sarah, eine Anwältin in Montreal, Kanada. Diese drei Frauen sind so verschieden wie Tag und Nacht und trotzdem verbindet sie etwas.

    Die Autorin verleiht jeder einzelnen eine Persönlichkeit, die keine Lücken aufweist, sie sind alle auf ihre weise interessant und vor allem Kämpferinnen. Vor allem die ländlichen Unterschiede werden von Anfang an nicht zurückgehalten und die Bürde die jede einzelne zu tragen hat auch wenn es bei einer auf Anhieb nicht zu sehen war.

    Ich habe dieses Buch verschlungen ich wollte wissen wie die einzelnen Strähnen zu dem Zopf geflochten sind, wodurch die drei zusammen kommen. Am Ende wird man nicht enttäuscht und ich könnte mir kein besseres Ende vorstellen. Ein absolutes Highlight für mich und ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen!


    Fazit:

    Ein unglaubliches Buch, das aus drei Geschichten besteht, die alle miteinander verbunden sind und ein wunderbares Ganzes ergeben. Ich habe dieses Buch verschlungen und mich in die Geschichte verliebt. 

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    andreinas avatar
    andreinavor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Ein wunderbares kurzweiliges Buch, das drei Frauenschicksale aus drei verschiedenen Kontinenten erzählt. Leider war es zu schnell vorbei.
    Tolles kurzweiliges Buch mit Teifgang

    Schon nach wenigen Seiten hatte mich "Der Zopf" von Laetitia Colombani gepackt und ich konnte das Buch kaum mehr weglegen. Sie erzählt einfühlsam die Geschichte von drei Frauen, die am Anfang gar nichts miteinander zu tun haben scheinen.


    Ihre persönlichen Schicksale sind sehr ergreifend, ich wollte unbedingt noch mehr von ihnen erfahren, deshalb habe ich als einzigen Kritikpunkt, dass das Buch etwas zu kurz geraten ist.

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    IlonGerMons avatar
    IlonGerMonvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein ganz wunderbares Buch, das noch lange nachwirken wird. Eine absolute Leseempfehlung.
    Ein Zopf aus drei Geschichten geflochten ...

    Ein ganz wunderbares Buch! Das schon mal vorweg und zum Lust machen, es zu lesen.
    In ihrem ersten Roman „Der Zopf“ erzählt die Autorin von drei Frauen auf drei Kontinenten, deren Lebenswege sehr unterschiedlich sind. Und das in vielerlei Hinsicht. Sie stammen aus sehr verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen und somit auch sehr verschiedenen wirtschaftlichen Verhältnissen.

    Da ist zum einen Smita, eine Frau in Indien, die sich für ihre Tochter nichts sehnlicher wünscht als das diese Lesen, Schreiben und Rechnen lernt. Aber dass ein Kind der untersten indischen Kaste, der Unberührbaren, eine Schule besuchen könnte, ist im Normalfall undenkbar. Smita aber hat einen eisernen Willen und ist auch unter schwersten Bedingungen nicht bereit, diesen Gedanken aufzugeben und ihrer Tochter ein besseres Leben als das eigene zu ermöglichen.

    Da ist als zweite Giulia, die Tochter eines Perückenmachers auf Sizilien, die das Handwerk von ihrem Vater und Vorbild erlernt hat und die ihren Beruf und das Material, mit dem sie täglich umgehen darf, liebt. Auf ihren Schultern lastet plötzlich die ganze Verantwortung für den Familienbetrieb, als der Vater nach einem Unfall im Koma liegt. Als sie entdeckt, dass das Unternehmen unmittelbar vor dem Bankrott steht, sucht sie nach Wegen, die Werkstatt für die Familie, aber auch für ihre Arbeiterinnen zu erhalten. Gegen viele Widerstände vor allem in der Familie setzt sie sich durch und führt einige ganz grundlegende Veränderungen ein.

    Und als dritte Frau erleben wir Sarah, die in Montreal als erfolgreiche Anwältin in einer renommierten Kanzlei großes Ansehen genießt und auf dem besten Wege ist, als Partnerin in die oberste Ebene aufzurücken. Ihre Erfolge vor Gericht können sich sehen lassen und obwohl alleinerziehend kann sie ihren Kindern eine Menge bieten, alles außer Zeit. Als sie die Diagnose Krebs erhält, glaubt sie, so weitermachen können wir bisher. Arztbesuche, Therapien werden in ihrem Terminkalender unter bestimmten Verschlüsselungen geführt. Niemand in der Kanzlei erfährt etwas bis sich eines Tages Sarah und ihre Assistenten im Wartezimmer eines Arztes plötzlich gegenüberstehen. Kann Sarah sich der Loyalität der Mitarbeiterin sicher sein?

    Am Ende des Buches verbinden sich diese drei Handlungsstränge auf eine Weise, die jeder der drei Frauen ihren Wunsch erfüllt und sie untrennbar mit einander verbindet, obwohl sie sich nie begegnen werden. Bis dahin erfährt man viele sehr persönliche Beweggründe dieser drei Frauen, die jede auf ihre Weise sicher eine außergewöhnliche Lebenssituation erfahren. Auch die kulturellen, traditionellen und gesellschaftlichen Hintergründe werden ohne Pathos erzählt und vielleicht berühren sie deshalb auf eine ganz besondere Weise.

    Eine absolute Leseempfehlung und ein Buch, dass noch lange nachwirken wird.

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    Lesemamas avatar
    Lesemamavor einem Monat
    Drei starke Frauen

    Zum Buch:
    Smita lebt in ärmlichsten Verhältnissen in Indien und hat den Traum, dass es ihrer Tochter besser geht, dass sie zur Schule gehen kann.
    Giulia lebt auf Sizilien, arbeiten in der Fabrik ihres Vaters und steht plötzlich, nach einem Unfall ihres Vaters, alleine an der Spitze der Fabrik, die nicht so läuft, wie sie dachte.
    Und zuletzt Sarah, eine erfolgreiche Anwältin, Mutter drei Kinder und alleinerziehend. Kurz bevor sie ihrer Chef auf die Führungsebene beerben soll, wird sie krank.
    Drei Frauen, drei Schicksale und trotzdem haben sie eines gemeinsam. Ihrer unerschütterlichen Mut ...

    Meine Meinung:
    Das Buch wird im Prinzip aus drei Perspektiven erzählt. Immer ein Kapitel Smitas Geschichte, ein Kapitel Giulias Geschichte und einmal Sarahs Geschichte. A7ch wenn sie anscheinend nichts gemeinsam haben, da sie alle in verschiedenen Ländern leben und auch völlig unterschiedliche Lebensformen haben, haben sie ihren unerschütterlichen Optimismus, ihrer Mut und ihrer starken Willen gemeinsam. Und am Ende führt es doch irgendwie zusammen.
    Der Schreibstil war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da das ganze Buch ohne wörtliche Rede auskommt und auch sie Sätze für mich zuerst ungewohnt waren. Aber dennoch liest es sich gut, es ist berührend und hat mich mitgenommen. Allerdings war mir schon relativ früh klar, worauf das Ende hinaus will.
    Aber ich bewundere jede einzelne Frau für ihren Mut, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich vorstellten und sich auch nicht davon abbringen ließen.
    Eine schöne, berührende Geschichte.

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    WinfriedStanzickvor einem Monat
    Es ist ein berührender Roman ohne aufgesetzte Sozialkritik



    In diesem wunderbaren Bestseller aus Frankreich geht es um drei Frauen, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Drei Frauen aus drei Kontinenten, jede mit ihrem eigenen Schicksal und doch auf eine magische Weise miteinander verbunden.

    Da ist Smita aus Uttar Pradesh in Indien. Sie und ihre Tochter gehören zu den Dalit, den Unberührbaren, die Gandhi einmal „Kinder Gottes“ nannte. Ihre Aufgabe ist es, täglich die Latrinen der Bewohner des Ortes reinigen, die höher gestellt sind als sie. Mit bloßen Händen holt sie die Exkremente ihrer Nachbarn heraus und entsorgt sie auf den Feldern. Ihr Mann arbeitet als Rattenfänger auf jenen Feldern. Die Tiere, die ihm in die Falle gehen, darf er nach Hause mitnehmen. Smita brät sie dann abends, oft die einzige Nahrung für die Familie. Während Smitas Mann treu im Glauben auf seine Wiedergeburt in einem hoffentlich besseren Leben wartet und sich still in sein Schicksal fügt, beschließt Smita, die will, dass ihre Tochter Lalita Lesen und Schreiben lernt, ihr Leben in die Hand zunehmen. Mitten in der Nacht geht sie mit den wenigen Ersparnissen zusammen mit ihrer Tochter fort. Sie verlässt Dorf und Ehemann, um für sich und die Tochter ein neues Leben zu beginnen.
    Ihre Reise wird sie irgendwann in einen Tempel führen, wo sie für ihre spirituelle Reinigung ihrem Gott Vishnu ihren Zopf opfert.

    Diese Haare sind zusammen mit anderen die Rettung für die altehrwürdige Perückenfirma der 19-jährigen Giulia aus Palermo, die nach einem Unfall des Vaters, der ihn in ein immerwährendes Koma fallen lässt, verzweifelt versucht, die durch erhebliche Schulden und sinkende Nachfrage ihrer edlen Produkte kurz vor dem Bankrott stehende Firma und die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen zu erhalten.
    Die Haare aus Indien, von besonders guter Qualität, sind der Rohstoff, für Perücken besonders hohen Standards, von denen eine schließlich in Kanada landen wird.

    Dort, auf der anderen Seite des Atlantiks lebt die erfolgreiche Anwältin Sarah in Montreal. Sie hat sich über viele Jahre trotz zahlreicher Anfeindungen als Frau in ihrem Beruf durchgesetzt. Immer hat sie es geschafft, die Sorge für ihre drei Kinder und ihren Beruf miteinander zu vereinbaren. Der Preis dafür war hoch. Sie hat schon zwei Scheidungen hinter sich und als sie nun als Partnerin ihrer Kanzlei aufgenommen werden soll, denkt sie, mit noch mehr Anstrengung sei auch das zu schaffen.
    Da erfährt sie von einer Krebserkrankung, die sie erst einmal verdrängt, die sie dann niederhaut und sie schließlich zwingt darüber nachzudenken, was ihr im Leben wirklich etwas bedeutet, was ihr wichtig ist. Ganz schafft sie den Turnaround nicht, aber eine Perücke aus Guilias Werkstatt in Palermo wird ihr helfen, neuen Lebensmut zu schöpfen und ihr normales Leben wieder aufzunehmen.  

    Laetitia Colombani erzählt die Schicksale dieser drei Frauen, die auf unterschiedliche Weise dieselbe Sehnsucht nach Freiheit verbindet abwechselnd. Ohne dass sich die Frauen kennen, bewegen sich ihre Geschichte sozusagen aufeinander zu. Jede auf ihre Weise kämpft gegen die Widerstände des Lebens.

    Die Autorin hat aus diesen drei Geschichten eine Art Zopf geflochten, der symbolisch den ersten Zopf Smitas ersetzt.

    Es ist ein berührender Roman ohne aufgesetzte Sozialkritik. Laetitia Colombani schildert ihre drei Frauenfiguren mit Bedacht, ohne hintergründige Kritik und achtet so das, was sie verbindet trotz aller unüberbrückbaren Unterschiede: die Sehnsucht nach Freiheit und die Erfahrung, dass es sich lohnt, neu anzufangen und für sie zu kämpfen.



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    voegleins avatar
    voegleinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Drei verschiedene Stränge......
    Drei verschiedene Stränge.......

    ......drei verschiedene Frauen und deren Leben, die ineinander verschlungen wie ein Zopf, miteinander verknüpft sind. Das kleine recht unscheinbare Buch lässt einen mit voller Wucht am Leben und Leiden dreier Frauen auf unterschiedlichster Weise teilnehmen. Jede von Ihnen hat „große“ Probleme und damit verbunden ändert sich deren Leben. Über drei Kontinente sind diese drei Schicksale miteinander verbunden und alle drei Frauen sind, jede auf ihre Art, mutig genug ihr Leben zu verändern. Toll! Starke Frauen, die uns ein Vorbild sein sollten. Ein wirklich schönes Buch, auch wenn die schrecklichen Zustände in Indien einen traurig machen. Trotzdem empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ich mochte es, dass hier 3 Frauen im Mittelpunkt stehen und ihre Geschichten erzählt werden. Richtig warm wurde ich mit dem Buch aber nicht.
    Drei Frauen, drei Schicksale, eine Geschichte.

    Kurzmeinung:
    Drei Frauen auf drei Kontinenten und drei sehr unterschiedliche Leben. Ein Buch voller Frauenpower, dass von interessanten und bewegenden Schicksalen erzählt und mich trotzdem irgendwie nicht erreichen konnte.


    Meine Meinung:
    Drei Fauen auf drei Kontinenten. Eigentlich haben sie nichts miteinander zu tun. Dennoch werden ihre Geschichten nach und nach miteinander verflochten. Wie die drei Stränge eines Zopfs.

    Es gibt Smita, eine Dali -eine Unberührbare, die in Indien dafür kämpft, dass ihre Tochter Bildung bekommt und es einmal besser hat, als sie selbst.
    Dann gibt es Giulia in Sizilien, die versucht, die Perrückenfabrik ihrer Familie vor dem Bankrott zu retten.
    Und die erfolgreiche Anwältin Sarah aus Montreal. Sie hat es geschafft, die gläserne Decke zu durchbrechen und ist Partnerin in einer angesehenen Kanzlei. Ständig muss sie sich beweisen und gegen männliche Kollegen durchsetzen. Um das zu erreichen, hat sie für sich eine strikte Trennung von Arbeit und Privatleben etabliert. Doch bald muss sie nicht nur ihre drei Kinder vor ihren Arbeitgebern verbergen, sondern auch eine schlimme Krankheit. Doch sie ist fest entschlossen, sich davon nicht in die Knie zwingen zu lassen.

    Eigentlich eine sehr schöne Geschichte mit viel Potential. Trotzdem -so richtig erreichen konnte mich die Geschichte nicht. Die Schilderungen waren mit stellenweise zu knapp und zu oberflächlich.
    Wirklich berührt haben mich Smitas Abschnitte. Es ist wirklich unvorstellbar, was die Frauen in Indien erleiden müssen. Und erst recht, wenn sie einer niedrigen Kaste angehören. Eine Frau ist dort nichts wert. Um einen Mann zu bestrafen, wird seine Frau oder Schwester vergewaltigt. Öffentliche Vergewaltigungen sind eine rechtlich anerkannte Strafe für bestimmte Vergehen von Frauen. Einfach absolut schrecklich und barbarisch und für mich unvorstellbar.
    Auch Sarahs Abschnitte haben interessante Seiten. Sie hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Natürlich ist die Stellung der Frau in Kanada nicht mit der in Indien zu vergleichen. Dennoch gibt es auch für Sarah Schwierigkeiten. Als Frau muss sie in ihrem Beruf immer doppelt so viel Leisten, um sich gegen ihre männlichen Kollegen durchzusetzen. Sie beschreibt sehr anschaulich das Dilemma, dass sie hat, wenn sie für ihre berufliche Ambitionen lange Arbeitstage in Kauf nehmen muss und dafür wenig Zeit für ihre Kinder hat. Wie es sie zerreißt. Und das für ihre beiden Exmänner das nicht mal eine Frage war, sondern die Care Aufgaben ganz automatisch der Mutter zugefallen sind, obwohl beide Elternteile im selben Job arbeiten. Das alles sind Themen, an denen ich persönlich natürlich viel näher dran bin. Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) war Sarah die Figur, die mich am wütendsten gemacht hat und mit deren Entscheidungen ich die größten Probleme hatte. Ich konnte ihre Haltung oft nicht nachvollziehen und das hat mich beim Lesen manchmal echt fuchsteufelswild gemacht.
    Also auf dieser Ebene hat das Buch schon etwas in mir ausgelöst, gleichzeitig sind mir die Charaktere aber auch sehr fremd geblieben.

    Oh, vollkommen verliebt bin ich aber übrigens in das wunderschöne Cover. Wie genial ist das bitte? Dafür gibt es definitiv ein paar dicke Pluspunkte! <3


    Fazit:
    Der Zopf von Laetitia Colombani wurde von vielen ja ganz überschwänglich gelobt. Ich kann mich dieser Begeisterung nicht so ganz anschließen.
    Ich mochte es sehr, dass hier drei Frauen und ihr Schicksal im Mittelpunkt stehen. Und das (ausnahmsweise mal) ohne, dass sich ihr Handeln und ihre Gedanken um einen Mann drehen. Ein Buch voller Frauenpower. Das finde ich echt super.
    Die Geschichten sind auch echt ganz nett und teilweise auch erschütternd. Sollten sie zumindest sein. Aber irgendwie hat das Buch nicht so richtig was in mir ausgelöst. Ich wurde nicht so richtig warm damit und konnte mich auch vielleicht nicht so sehr darauf einlassen. Am Ende hat mir auf jeden Fall das gewisse Etwas gefehlt.

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    graphidavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der Zopf von Laetitia Colombani ist ein empfehlenswerter Roman in der es der Autorin gelingt eine Geschichte wie einen Zopf zu flechten.
    3 Frauen, 3 Geschichten, 3 Lebensumstände, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Der Zopf von Laetitia Colombani ist ein empfehlenswerter Roman in der es der Autorin gelingt eine Geschichte wie einen Zopf zu flechten in dem sie drei Frauen miteinander verbindet.
    Anfangs sind es drei sehr, sehr unterschiedliche Geschichten. Die Frauen sind vom Leben benachteiligt oder begünstigt, was es für einen Unterschied macht, zeigt sich an zwei Extremen.
    Die Eine lebt ein Luxusleben, kann sich alles leisten und die andere ist auf Almosen angewiesen und muss eine Arbeit verrichten, die unmenschlicher kaum sein könnte.
    Wie kann daraus ein Zopf entstehen ? Drei Haarsträhnen werden Seite für Seite miteinander verknüpft, 3 Frauen, 3 Länder, 3 Geschichten.
    Smita aus Indien, Giulia aus Italien und Sarah aus Kanada haben alle Hände voll damit zu tun ihr Leben zu organisieren und keine nimmt sich zunächst die Zeit um über den Tellerrand hinauszusehen.
    Zwischen der Müllsammlerin, der erfolgreichen Anwältin und der Erbin einer Perückenfabrik liegen Welten.
    Auf dem Buchrücken steht ‚Unmöglich, nicht berührt zu sein.‘ und das bringt es auf den Punkt.
    Drei Frauen, die ihre Energien aufbringen um zu überleben, auf sehr unterschiedliche Weise.
    Absolut empfehlenswert.

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    Laura_Ms avatar
    Laura_Mvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ergreifendes Buch über den Kampf der Frauen unter völlig unterschiedlichen gesellschaftlichen Standarts.
    3 Frauen, 3 Leben, 1 Geschichte

    Mit "Der Zopf" hat Laetitia Colombani ein Erstlingswerk geschaffen, welches mich von Anfang bis Ende überzeugt hat.

    In diesem Buch geht es um drei Frauen, die sich in ihrer eigenen Welt behaupten müssen.
    Smita versucht in Indien ihre Tochter  ein besseres Leben zu ermöglichen als sie selbst hat.
    Giulia aus Italien steht vor der schier unmögliche Aufgabe das Familienunternehmen zu retten, dass ihr Vater in die Insolvenz gewirtschaftet hat.
    Sarah aus Kanada kämpft mit einer Krankheit und um ihren Platz in der Anwaltskanzlei.

    Kapitelweise erfahren wir wie es immer mit einer der drei Frauen weitergeht. Die Autorin bringt es uns näher wie die Protagonistinen sich in einer v.a. männerdoninierten Welt behaupten müssen. Wir lesen über ihre Gedanken, Selbstzweifel und den inneren Kampf die eigenen Überzeugungen nicht aufzugeben. Gleichzeitig erfährt man etwas über die Sicht der jeweilig ansässigen Bevölkerung bzw. Gesellschaftsschicht über das Bild der Frau

    Fazit: Mich hat das Buch tatsächlich inhaltlich vollständig überzeugt.  Auch optisch ist es mit dem wunderschönen in Türkis und Gold gehaltenem Cover ein absoluter Blickfang.

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    In ihrem Debüt ›Der Zopf‹ verknüpft die Französin Laetitia Colombani drei starke Frauenporträts mit so federleichten Strichen, dass sich trotz aller Schicksalswidrigkeiten ständig Glücksmomente einstellen.

    Ein kraftvolles Buch – eine Feier des Lebens.

    Colombani schafft es mit ihrer klaren, leichten Sprache, einem diese unterschiedlichen Charaktere ganz nah zu bringen - mit ihren Beweggründen, ihren Gefühlen und ihren Ängsten.

    Mit viel Empathie [.], mit fundiertem Lokalkolorit jenseits der Reiseführer und einer unüberhörbaren Portion Gesellschaftskritik flicht […] Colombani die drei Frauenschicksale buchstäblich zu einem Zopf.

    […] erzählerisch souverän gemacht […] ein echter Pageturner.

    Drei starke Geschichten, ein spannender Lesestoff.

    Das Debüt der Französin erinnert uns daran, nie zu vergessen, woran wir glauben.

    Mitreißend erzählt […]

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