Lafcadio Hearn

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Lotos

Neu erschienen am 01.12.2018 als Taschenbuch bei Hibarios Verlag.

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Youma

Youma

 (5)
Erschienen am 24.02.2016
Japanische Geistergeschichten

Japanische Geistergeschichten

 (4)
Erschienen am 01.11.2015
Chita

Chita

 (2)
Erschienen am 14.05.2018
In einem japanischen Garten

In einem japanischen Garten

 (3)
Erschienen am 07.02.2006

Neue Rezensionen zu Lafcadio Hearn

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Jessiica44s avatar

Rezension zu "Japanische Geistergeschichten: Illustrierte Fassung (Horror bei Null Papier)" von Lafcadio Hearn

Japanische Geistergeschichten
Jessiica44vor 17 Tagen

Dieses Buch musste ich einfach lesen, da ich momentan sehr interessiert an Geistern bzw. allgemein an übernatürlichen Dingen bin. Obwohl es echt interessant war, hat es mich vom Erzählstil sowie der Art der Geschichte doch eher an die Bibel erinnert. Natürlich sollte das Buch auch dazu dienen, dass Menschen aus anderen Kulturen besser verstehen wie sich Menschen aus Japan Geister vorstellen. Außerdem konnte man sich die Geschichten bildlich gut vorstellen, wobei diese aber nicht gruselig waren, wie vorher vermutet. Dass das Buch mich an die Bibel erinnert wird wohl auch daran liegen das der Buddhismus und seine Werte sehr präsent waren und die ,,Geister'' im Buch  für mich eher Erscheinungen verstorbener Seelen waren die sich z.T. auch in Tierform zeigten. Die im Buch gezeigten ,,Horrorzeichnungen'' konnten mich nicht wirklich überzeugen bzw. gruseln, wobei es doch ganz schön war nicht nur Text sondern auch gewisse Anstöße in der Vorstellung zu bekommen. Alles in allem muss man sagen das man durch das Buch viel über Japanische Vorstellungen sowie den Buddhismus erfährt, demnach sollte das Buch Menschen gefallen die an diesen Dingen interessiert sind.

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Chita" von Lafcadio Hearn

Ein sprachlicher Wirbelsturm
Giselle74vor 5 Monaten

Ich hatte eine vage Erinnerung an den Autor Lafcadio Hearn, als ich diesen Roman in den Vorschauen entdeckte. Eine meiner Jugendlieben studierte Japanologie und damals habe ich alles über Japan gelesen, was ich finden konnte. Erst, um den jungen Mann zu beeindrucken, später dann, weil mich das Thema tatsächlich interessierte. Dabei stolpert man zwangsläufig irgendwann über Hearn, der sich mit Land und Leuten sehr beschäftigt hat und auch eine Japanerin heiratete. Überhaupt scheint dieser Autor ein ziemlich spannendes, wenn auch sicherlich nicht einfaches Leben geführt zu haben, ein reisereiches Leben.
Und so hat er auch eine Zeit lang in New Orleans gelebt, wo er diesen Roman verfasste, der 1889 erschien. Er beruht wohl in Teilen auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass während eines gewaltigen Sturmes von einem Fischer gerettet wird und bei ihm und seiner Frau aufwächst.
Mehr nicht? Nein, tatsächlich nicht wesentlich mehr. Das Büchlein ist schmal, der Roman nicht allzu umfangreich. Aber wie die diese Geschichte erzählt wird, das ist groß, sprachgewaltig, wortmächtig. Hearn malt mit Worten, zeichnet die Natur nach, die Gewalt eines Wirbelsturms, die Farben des Meeres, beschreibt Stimmungen äußerst genau, läßt das Bayou, die Flussmündung des Mississippi und die vorgelagerten Inseln vor den Augen des Lesers entstehen, erschafft mit wenigen Strichen eigenständige Charaktere und führt dabei noch in die Eigenarten dieses Landstrichs ein. Und das alles auf 117 Seiten. Gedrängt, getrieben, übersprudelnd und doch nie den roten Faden verlierend. Ein wirklich beeindruckendes Buch, das einen die Frage stellen läßt, warum Hearn eigentlich nicht bekannter ist?
Dem btb Verlag sei Dank gesagt für diese sorgsame und bedachte Ausgabe. Hearn setzt die Dialekte und sprachlichen Besonderheiten der Gegend ein, um sein Bild lebendiger zu machen und daher war ich recht froh über die Anmerkungen, die ebendiese übersetzt und erklärt haben. Auch das informative Nachwort Alexander Pechmanns hilft recht gut, den Autor und sein Werk einzusortieren. Und nun hoffe ich natürlich, dass weitere Romane aus der Feder dieses Autors in der nächsten Zeit, ähnlich liebevoll bearbeitet, erscheinen. Und diesem Buch wünsche ich viele Leser, die sich wie ich an der besonderen Sprache erfreuen können.

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B

Rezension zu "Chita" von Lafcadio Hearn

Virtuos und unvergleichlich
Bittermandelvor 7 Monaten

Dieses kleine Büchlein ist in sehr kurzer Zeit gelesen- aber das bedeutet noch lange nicht, dass man auch so schnell damit abschließt. Selten habe ich einen Autor gelesen, der ein so überzeugendes Gemälde aus Worten malt. Die Sprache dieses Romans ist für jeden der sich nicht mit oberflächlichem Blabla abgibt die pure Freude und ein unglaublicher Genuss. Jedes Wort zeichnet ein präzises Bild der Umgebung in der die Handlung spielt, formt mit den anderen zusammen, man kann es nicht anders erklären, eine virtuose Melodie die rund und sanft vor sich hinwiegt. Und in dieses sprachliche Gemälde ist nun die Geschichte eingebettet und ist gleichzeitig eine Hommage an die Unerschütterlichkeit der Natur, der sich niemand ernsthaft entgegen stellen kann. 
Eine mitreißende Handlung mit entsprechend nahe gehenden Charakteren auf fünfhundert Seiten auszubreiten, das können viele Autoren. Das Gleiche auf etwas über hundert Seiten unterzubringen, ist die wahre Kunst und zeugt davon, dass der Autor sein Handwerk wirklich verstanden hat. Das hier ist kein Buch, das man wegen des Thrills liest, das eine klassische Spannungskurve aufweist oder das einen sprachlos vor Knalleffekten macht. Und dennoch war ich sprach- und atemlos, weil ich mich nur zu gerne reinfallen ließ in diese Wolke aus Fabulierkunst, die ihresgleichen sucht. Unbedingt lesen, wenn man sich für Literatur abseits der festgetretenen Wege begeistern kann! Intensiver kann es auch nicht sein, wenn man selbst am Ufer des mächtigen Mississippi steht. 

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