Laila El Omari Das Elfenbeinzimmer

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Inhaltsangabe zu „Das Elfenbeinzimmer“ von Laila El Omari

Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquin. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte …

Schöner Roman für Zwischendurch, aber wer Spannung sucht sollte sich was anderes suchen !

— nadiiine
nadiiine

Ein dunkles Familiengeheimnis und eine nette Lektüre für zwischendurch, aber nicht 100%ig überzeugend

— Tammy1982
Tammy1982

Düstere Familiengeschichte, die Stück für Stück ans Licht kommt...

— daneegold
daneegold

Konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen...

— nicigirl85
nicigirl85

Ich habe mich in die Villa verliebt und in ihre Bewohner!

— Leuchtturmwaerterin
Leuchtturmwaerterin

Schöne, atmosphärische Geschichte um die Geheimnisse einer Familie und den Neustart zweier Schwestern.

— hauntedcupcake
hauntedcupcake

Interessanter Plot, gut beschriebener Handlungsort, aber leider schwache Charaterzeichnung

— Buchina
Buchina

Ein unheimlich, zauberhaftes Haus mit einer unschönen Vergangenheit. Etwas zu oberflächliche Charaktere nehmen dem Ganzen den Glanz.

— Glanzleistung
Glanzleistung

Eine gute Mixtur aus Familiengeheimnissen, bedrohlichen Schatten aus der Vergangenheit und Krimielementen.

— Cridilla
Cridilla

Ein düsteres Familiengeheimnis und auch ein bisschen Liebe

— peedee
peedee

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  • Ein dunkles Familiengeheimnis - jedoch springt der letzte Funke bei der Lektüre nicht über

    Das Elfenbeinzimmer
    Tammy1982

    Tammy1982

    20. September 2015 um 18:52

    Nach dem Tod der Mutter übernimmt Jana das Sorgerecht für ihre 16jährige Schwester Marla und verfrachtet sie beide nach Ceuta, zu ihrem Ehemann Joaquin. Obwohl es um die Ehe von Jana und Joaquin nicht gut steht, will Jana ihnen nochmal eine Chance geben und hofft auch beruflich auf einen Neuanfang in Ceuta. Die Schwestern ziehen in das eindrucksvolle Haus der Familie von Joaquin ein und schön langsam kommt Jana einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das Jahrhunderte zurück reicht und bis in die heutige Zeit seine Spuren hinterlassen hat. Die Geschichte wechselt zwischen den Perspektiven von Jana und Marla, was mir gut gefallen hat, da ich so das Innenleben von beiden Schwestern miterleben konnte. Marla ist ein typischer Teenager, mag sich an manchen Tagen selber nicht und kämpft mit ihrer Trauer wegen dem Verlust der Mutter. Obwohl sie Jana liebt, kann sie es ihr doch nicht zeigen und rebelliert auf ihre eigene Art und Weise. Jana andererseits versucht auch mit ihrer Trauer fertig zu werden, ihre Ehe mit Joaquin zu retten und dabei auch noch für ihre Schwester da zu sein. Dabei ist sie manchmal kein einfacher Charakter und ich habe mich doch zum Teil echt schwer mit ihr getan. Jedoch fand ich es spannend ihre Recherchen zu begleiten und gemeinsam mit ihr hinter das so streng gehütete Familiengeheimnis zu kommen. Immer wieder gibt es in dem Buch Rückblenden in die früheren Jahrhunderte, die mir zuerst nicht viel gesagt haben und schließlich immer mehr für Entsetzen bei mir gesorgt haben. Das dunkle Geheimnis ist wirklich sehr düster und ich muss gestehen, dass ich darauf gar nicht gefasst war. Solche Vorfahren möchte man dann tatsächlich nicht in der Familie haben. Alles in allem habe ich dieses dünne Büchlein gerne gelesen, muss aber gestehen, dass der letzte Funke nicht auf mich übergesprungen ist. Eine nette Lektüre für zwischendurch, jedoch haben mir frühere Bücher von Laila El Omari, die ich gelesen habe, besser gefallen und mich mehr mitgerissen. Dafür gibt es drei Sterne.

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  • Neuanfang in Marokko

    Das Elfenbeinzimmer
    nicigirl85

    nicigirl85

    12. August 2015 um 18:31

    Über Laila El Omaris Bücher habe ich schon sehr viel Positives gehört, nur leider bisher nicht geschafft mal selber eins von ihr zu lesen. Das habe ich nun nachgeholt. Unvoreingenommen begann ich also zu lesen. In der Geschichte geht es um die Schwestern Jana und Marla, die nach dem Tod der Mutter Deutschland den Rücken kehren und nach Marokko auswandern. Hier geht es auf den Familiensitz von Janas Mann Joaquin, vom dem sie derzeit getrennt lebt. Konflikte sind da vorprogrammiert... Der Großteil der Handlung spielt in der Gegenwart, aber der Leser taucht des Öfteren auch in die Vergangenheit der Familie ein bis zurück ins Jahr 1608. Dadurch erfährt man sehr viel über die Entwicklung der Familienmitglieder und wie es überhaupt zu dem großen Geheimnis kam. Die Protagonisten empfand ich als sehr durchwachsen. Jana hat mich einfach nur genervt. Für ihr Alter (28 Jahre) verhält sie sich sehr sprunghaft und naiv. Ihre Entscheidungen konnte ich des Öfteren nicht so ganz nachvollziehen. Auch war mir unbegreiflich warum sie auf Biegen und Brechen zu ihrem Ex zurückkehrt und bei ihm einzieht. Auch mit Joaquin bin ich nicht besonders warm geworden. Ihre kleine Schwester Marla hat mir da deutlich besser gefallen. Die Handlung um sie und Raul hat mir sehr zugesagt und war ein Lichtblick im Roman. Auch den etwas kauzigen Vater von Joaquin fand ich sehr sympathisch. Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung des Hauses der Familie Mariscal, denn das empfand ich beim Lesen als sehr beeindruckend. Es ist in der Geschichte der Dreh- und Angelpunkt und zudem von großer Bedeutung. Richtig spannend wurde der Roman eigentlich erst zum Ende hin, denn da kommt es zu Offenbarungen, die ich so nie erwartet hatte. Das gelüftete Familiengeheimnis hat es in sich. Fazit: Ein Roman, der mir ganz gut gefallen hat, der aber noch Luft nach oben gehabt hätte. Auf einen weiteren Versuch mit der Autorin würde ich es ankommen lassen, dieses Buch kann ich jedoch nur bedingt weiterempfehlen.

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  • Die düstere Vergangenheit der Familie Mariscal

    Das Elfenbeinzimmer
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    02. August 2015 um 22:30

    Jana (28) und ihre 16 Jahre alte Schwester Marla wagen einen Neuanfang in Marokko, nachdem ihre Mutter gestorben ist. In Marokko lebt Joaquín, Janas Ehemann, von dem sie sich auf Zeit getrennt hat. Marla muss gegen ihren Willen mit, da sie noch nicht volljährig ist. So ziehen die beiden Schwestern zu Joaquín und dessen Vater Alejandro. Ihr neues Zuhause ist ein verwinkeltes, unheimliches und unübersichtliches altes Haus mit einer düsteren Vergangenheit. Mein Leseeindruck: Ich liebe alte Familiengeschichten und Familiengeheimnisse, und somit war ich auf dieses Buch sehr gespannt, zumal es mein erstes Buch von Laila El Omari sein sollte. Ich war schon auf den ersten Seiten sehr gefesselt von der Geschichte und konnte schnell eintauchen in die geheimnisvolle Welt der Familie Mariscal. Der Hauptstrang spielt in der Gegenwart, aber es gibt immer wieder Rückblicke in das 17. Jahrhundert sowie in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Nach und nach erschließt sich dem Leser dann auch der Zusammenhang der Geschehnisse. Wir erleben sowohl Janas Neubeginn in Marokko, die dort den Stoffhandel ihrer Mutter wieder aufbauen möchte, als auch Marlas Start in ein neues Leben mit neuer Schule und neuen Freunden. Auch Jana und Joaquín müssen sich langsam wieder annähern. Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist auch sehr leicht und angenehm, so dass sich das Buch auch recht flüssig lesen lässt. Meine doch schon recht hohen Erwartungen an das Buch wurden nicht enttäuscht; es hat mich sehr gefesselt und ich hatte einige schöne Lesestunden mit dem Roman! Auf jeden Fall werde ich weitere Bücher der Autorin lesen!

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  • Leserunde zu "Das Elfenbeinzimmer" von Laila El Omari

    Das Elfenbeinzimmer
    aba

    aba

    "Ich habe meine Mutter verloren", sagte Marla. "Wir haben unser einziges Kind verloren", sagten die Großeltern. Eine Leserunde für alle, die romantische und geheimnisvolle Geschichten lieben! Nicht jeder Anfang ist leicht. Vor allem, wenn man dazu in ein fernes Land geht. Das exotische Marokko ist das Land, das Jana und ihre kleine Schwester Marla als Ziel wählen, um ein neues Leben anzufangen. Mit ihrem Roman "Das Elfenbeinzimmer" entführt uns Laila El Omari in die faszinierende und mystische Welt des Orients. Zum Inhalt Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquín. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte… Leseprobe Zur Autorin Laila El Omari, geboren in Münster als Tochter einer deutschen Mutter und eines palästinensischen Vaters, studierte Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften. Sie spricht mehrere arabische Dialekte und hat viele Länder des Orients bereist. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Töchtern in Bonn. Zusammen mit dem Piper Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Das Elfenbeinzimmer" unter allen, die wissen möchten, ob Jana in Marokko glücklich und ob sie hinter das Geheimnis um das Elfenbeinzimmer kommen wird. Wenn ihr diesen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, euch darüber austauschen und am Ende eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch* bitte bis zum 26.04., indem ihr auf folgende Frage antwortet: Jana wagt den Neuanfang in einem fremden Land. Habt ihr schon mal über so einen wichtigen Schritt nachgedacht? Oder hat sogar einer von euch schon mal einen Neuanfang riskiert? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten. Ich wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 573
  • Geheimnisvolles Elfenbeinzimmer

    Das Elfenbeinzimmer
    SiCollier

    SiCollier

    09. June 2015 um 17:09

    Aber ich wollte, dass die Dinge, die hier geschehen sind, in Vergessenheit geraten. (Seite 308) Meine Meinung Vor längerer Zeit habe ich einen der historischen Romane der Autorin gelesen, so daß ich auf diesen ganz anderen sehr gespannt war. Um es gleich vorwegzunehmen: er war ganz anders. Vom Stilistischen mit der recht modernen (aber zur behandelten Zeit passenden) Sprache bis hin zum Handlungsort Ceuta, der spanischen Exklave gegenüber Gibraltar auf dem afrikanischen Kontinent. Das gab der Autorin Gelegenheit, quasi nebenbei aktuelle Ereignisse (wie zum Beispiel die Flüchtlingsproblematik) in den Roman einfließen zu lassen. Dieses „quasi nebenbei“ ist der Autorin gut gelungen. In US-Unterhaltungsromanen und Filmen, bis hin zu Weihnachtsfilmen, tauchen die Ereignisse der letzten Jahre bzw. deren Folgen (z. B. Afghanistan Krieg, Irak Krieg etc.) immer wieder auf, was in deutschen vergleichbaren Werken eher selten geschieht. Um so positiver - vor allem, weil ohne Wertung - fiel mir das hier auf. Im Buch spielen drei Zeitebenen eine Rolle. Hauptebene ist die Gegenwart, aus der frühesten (17. Jahrhundert) kommen immer wieder kurze „Schnipsel“. Die liefern zwar die Vor-Vorgeschichte, aber durch die momentaufnahmenartige Kürze hemmte das etwas den Lesefluß; wenn dann der nächste „Schnipsel“ kam, mußte ich mich erst mal erinnern, das denn im vorigen passiert war. Die direkte Vorgeschichte wird in der Zeitebene ungefähr dreißig Jahre vor der aktuellen erzählt. Vor allem durch diese ergab sich langsam ein Bild, was allerdings einige wesentliche Elemente recht früh ahnen ließ. Das empfand ich nun nicht unbedingt als nachteilig, ist mir bei einem Buch doch der Weg zum Ziel (Buchende) wichtiger als möglichst viele Rätsel oder gar überraschende Wendungen, die ich nicht sonderlich mag. Von den Figuren hatte ich bald ein Bild vor dem geistigen Auge, was ich von dem verwirrenden Haus in Ceuta nicht behaupten kann. Da allerdings dessen unübersichtlicher Grundriß einen wesentlichen Aspekt zur Geschichte beisteuert, paßt das irgendwie. Jedenfalls habe ich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr versucht, mir in Gedanken einen Grundriß zu zeichnen, sondern das Haus so genommen, wie es kam. Das Buch ließ sich ansonsten angenehm und flüssig lesen; am Ende waren die Geheimnisse gelüftet und ich konnte die Figuren in ihr weiteres Leben entlassen, wobei ich mir allerdings in einem Punkt der Gegenwartsebene doch eine etwas genauere Schilderung gewünscht hätte. Insgesamt habe ich das Buch, das mich gut unterhalten hat, gerne gelesen. Kurzfassung Ein Roman, der an einem recht unbekannten Ort spielt, und mich gut unterhalten hat.

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  • Das Elfenbeinzimmer

    Das Elfenbeinzimmer
    Nik75

    Nik75

    04. June 2015 um 14:03

    Der Klappentext des Romans hört sich wirklich sehr vielversprechend an, darum wollte ich dieses Buch auch unbedingt lesen. Beim Lesen wurde ich dann leider ein wenig enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist zwar gut zu lesen und man liest sich relativ schnell durchs Buch, aber mir hat besonders in der ersten Hälfte des Buches die Spannung gefehlt. Hauptsächlich wird über Janas und Marlas (Schwester von Jana) neues Leben in Marokko und über die Konflikte der Schwestern berichtet. Ich fand das zwar auch recht schön, aber die Geschichte ist da nur so dahingeplätschert und war nicht wirklich spannend. Zwischendurch gab es zwar wieder kurze Auszüge aus der Vergangenheit, wo man ein wenig über die Grausamkeiten der Familie erfährt. Die Abschnitte waren aber zu kurz, als dass man sich am Anfang mehr darunter hätte vorstellen können. Erst in der zweiten Hälfte nimmt das Buch Fahrt auf und es wird spannender. Man erfährt, dann wirklich mehr über die Familiengeschichte und über ein großes Geheimnis. Die Protagonisten mochte ich aber ganz gerne. Jana die ein kleiner Kontrollfreak ist und ihrer Schwester Marla eine gute Mutter sein will. Marla fühlt sich natürlich von der großen Schwester eingeengt und rebelliert dagegen, indem sie sich nach der Schule oft nicht zu Hause blicken lässt. Auch Joaquin mochte ich ganz gerne, der aber auch mit der Vergangenheit seiner Familie zu kämpfen hat und daher mit seinem Vater und seinen Onkeln einige Konflikte ausficht. Ich vergebe für diesen Roman 3 Sterne, da mich diese Geschichte einfach nicht so fesseln konnte wie manch andere die ich schon gelesen habe.

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  • düsteres Familiengeheimnis

    Das Elfenbeinzimmer
    Siko71

    Siko71

    02. June 2015 um 19:05

    Jana und Marla ziehen nach dem Tod ihrer Mutter von Köln nach Marokko, zu Jana's Mann Joaquin. Das Haus in dem die beiden von nun an wohnen verbirgt ein düsteres Familiengeheimnis über Generationen hinweg. Der Roman ist faszinierend von Anfang bis zun Schluß. Sehr schön sind die Jahresrückblenden von 1608 und 1975. Dadurch kommt man dem Geheinmis etwas näher. Ich kann jedem der es spannend und etwas mystisch mag "Das Elfenbeinzimmer" nur ans Herz legen. Es lohnt sich.

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  • ... und alles war ein Spiel ...

    Das Elfenbeinzimmer
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    01. June 2015 um 11:26

    Nach dem Tod ihrer Mutter hält Jana nichts mehr in Deutschland. Zwar will sie den Stoffhandel ihrer Mutter weiterführen, doch kann sie dies ebenso gut von Ceuta (Marokko) aus tun. Schwieriger wird es da für ihre 16jährige Schwester Marla, für das sie das Sorgerecht hat und die mit umziehen muss, ob sie nun will oder nicht. Jana findet in Ceuta Zuflucht bei ihrem Noch-Ehemann Joaquín, von dem sie bereits seit einiger Zeit getrennt lebt. In einem geheimnisvollen Haus der Familie Mariscal versuchen nicht nur Jana und Marla mit der Vergangenheit klar zu kommen, diese abzuschließen, um letztlich neu anfangen zu können. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen. Man kann sowohl Janas Ambitionen, wie auch Marlas Verzweiflung und ihre Rebellion sehr gut nachspüren und sich so in die Figuren einfühlen. Ein wenig Probleme hatte ich dagegen mit dem geheimnisvollen Haus. Dieses wird sehr detailliert beschrieben, so dass ich mir zwar die einzelnen Räume, nicht aber das komplette Haus vorstellen konnte. Es war ein wahres Labyrinth, in dem ich mich gedanklich immer wieder verirrt habe. Aber nicht nur das Haus birgt das eine oder andere Geheimnis in seinen Grundmauern. Auch deren Bewohner werden von dunklen Schatten der Vergangenheit verfolgt und Jana macht es sich zur Aufgabe, nicht nur das Haus, sondern auch die Geheimnis der Bewohner zu erkunden und diese offen zu legen. So begibt sich der Leser bald schon auf eine interessante Entdeckungsreise durch das Haus und in die dunkle Vergangenheit der Familie Mariscal. Wie gegensätzlich wirkt dann dazu das rebellische Verhalten von Marla, die auf ihre Weise versucht, mit der Trauer um ihre Mutter, den Verlust der Heimat und dem Leben in Ceuta zurecht zu kommen. Laila El Omari schafft mit diesem Buch einen Roman, bei dem man viele Facetten kennenlernt. Die Düsternis des Hauses versus die Farbenpracht Marokkos ist dabei nur ein Aspekt. Letztlich bekommt der Leser aber nicht nur einen Einblick in die gegenwärtige Situation geboten, sondern er darf auch für kurze Passagen zurück in die Vergangenheit des Hauses und der einstigen Bewohner reisen. Immer wieder finden sich kurze Abschnitte, die den Leser entweder ins 17. Jahrhundert zurückschicken oder Anfang der 80er Jahre. Fazit: Ein faszinierendes Buch über ein geheimnisvolles Haus, eine düstere Vergangenheit und der Hoffnung, den Vorhang des Schweigens zu durchbrechen und wieder Hoffnung in die Zukunft zu stecken.

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  • Wer öffnet die Tür...?

    Das Elfenbeinzimmer
    Lucinda85

    Lucinda85

    28. May 2015 um 15:44

    Dieser Roman verspricht ein Geheimnis, wie der Titel schon aussagt, welches sich um ein sog. Elfenbeinzimmer dreht. Im Mittelpunkt steht die Familie Mariscal im marrokanischen Ceuta. Nach dem Tod der Mutter trifft Jana die Entscheidung, den Lebens- und Arbeitsmittelpunkt von sich und der 16-jährigen Schwester Marla ins Ausland zu legen, ebenso um die Beziehung zu ihrem Mann Joaquin nach der vorübergehenden Trennung wiederaufzunehmen. Genau dieser lebt zusammen mit seinem Vater im herrschaftlichen Anwesen der Mariscals in Ceuta. Vater und Sohn haben eine schwierige Beziehung, geprägt von Altlasten aus der Vergangenheit, die Jana nach und nach ausgräbt und entdeckt. Wie Liebe, Beruf und Familienleben fern von der Heimat gemeistert werden und was es mit dem besonderen Zimmer versteckt im prunkvollen Familiensitz Joaquins auf sich hat, entdeckt der Leser von Seite zu Seite. Die Geschichte ist flüssig und leicht geschrieben, detaillierte Umschreibungen von Land, Personen und Haus sowie  Rückblenden in die Vergangenheit der herrschaftlichen Familie bringen Abwechslung und steigern die Spannung. Wer gerne eintaucht in Familienbeziehungen, die ein Geheimnis wahren, ist hier richtig. Man bekommt Lust auf mehr Werke der Autorin und dieses Buch war der richtige Einstieg für mich.

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  • Ein etwas anderes Buch von Laila El Omari

    Das Elfenbeinzimmer
    ejtnaj

    ejtnaj

    27. May 2015 um 18:41

    Jana wagt zusammen mit ihrer Schwester Marla nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang in Ceuta. Auch möchte sie mit Joaquín ihrem Mann einen Neuanfang wagen. Da er nach der Trennung zurück in die Heimat gegangen ist, beginnt das neue Leben in dieser Spanischen Enklave in Nordafrika. Das alte Haus oder besser schon Anwesen fasziniert Jana vom ersten Moment an und je länger sie in dem weitläufigen Haus lebt, desto mehr möchte sie von ihm sehen und erfahren und bricht zu Erkundungsgängen auf. Irgendwann stößt Jana auf einen Raum der das Elfenbeinzimmer genannt wird und dieses Zimmer hat eine eigene Geschichte und es ranken sich auch Erzählungen darum. Was genau es aber mit dem Zimmer und dem Verhalten von Joaquín auf sich hat, weiß Jana nicht und es dauert bis sie ein Geheimnis entdeckt, dass das Leben von Joaquín und seinem Vater auf den Kopf stellen wird. Eigentlich kennt man die Autorin Laila El Omari eher vom Genre Historische Romane, mit diesem Buch hat sie sich an ein neues Genre gewagt. Ich geben zu, dass bei mir einige Romane der Autorin SuBen, leider habe ich es noch nicht geschafft diese Bücher zu lesen, wieso weiß ich selbst nicht. Dieses Buch hier hatte mich vom Klappentext her auch sofort angesprochen und ich konnte es gar nicht erwarten es zu lesen. Das Buch spielt anders wie die bekannten Romane der Autorin in der Gegenwart. Genau dies hat mich an dem Roman gereizt, aber auch dass es ein Familiengeheimnis gibt welches entdeckt werden muss um die Schatten der Vergangenheit endlich ruhen zu lassen. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen und die Handlung hat mich von Anfang an gefangen genommen und ich konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen. Sehr ansprechend fand ich auch den Erzählstil, normalerweise bin ich kein Freund von vielen Erzählsträngen, doch im Gegensatz zu manch anderen Büchern wurde hier sehr sparsam damit umgegangen. In der Gegenwart gab es zwei und das waren Jana und Marla und dann gab es 3 in der Vergangenheit. In der Gegenwart waren die Wechsel durch einen größeren Absatz gekennzeichnet, bei der Vergangenheit wurde immer die Jahreszahl davor gestellt so dass man allem gut folgen konnte. Die Handlung war auch klar strukturiert aufgebaut, auch wenn es dann die Einschübe aus der Vergangenheit gab meistens waren diese am Ende eines Kapitels und manchmal auch während eines Kapitels und dann ging es in der Gegenwart weiter. Man konnte aber allem sehr gut folgen und auch bei Entscheidungen von Jana oder Marla gut nachvollziehen wieso gerade so reagiert wurde. Bei der Vergangenheit hatte ich mit dem nachvollziehen der getroffenen Entscheidungen etwas mehr Probleme, was aber mehr an den Charakteren lag als an etwas anderem. Gut gefallen hat mir auch, dass der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten war und dass alle offenen Fragen in Bezug auf die Vergangenheit geklärt wurde. Es waren alle handelnden Figuren die im Laufe des Romans vorkamen so detailreich beschrieben, so dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Mir tat Marla leid, denn sie hatte eigentlich keine Wahl und musste ihrer Schwester nach Spanien folgen und dies fand ich nicht gerecht so eine Entscheidung ohne sie zu treffen. Die Handlungsorte waren wirklich sehr gut beschrieben, sie hatten so viel tiefe, dass man sich das alte Haus mit seinen vielen verwirrenden Fluren sehr gut vorstellen konnte oder aber auch das Grenzgebiet von Ceuta zu Marokko was sehr anschaulich beschrieben. Auch habe ich geografisch etwas gelernt, denn ich wusste nicht, dass es diese spanische Stadt n der Küste Nordafrikas gab. Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich habe einige schöne Stunden mit ihm verbracht. Sehr gerne vergebe ich für das Buch die volle Punktzahl.            

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  • Gelungener Gernremix- und Wechsel einer historischen Romanautorin

    Das Elfenbeinzimmer
    Cridilla

    Cridilla

    Die Autorin: Laila El Omari, geboren in Münster als Tochter einer deutschen Mutter und eines palästinensischen Vaters, studierte Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften. Sie spricht mehrere arabische Dialekte und hat viele Länder des Orients bereist. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Töchtern in Bonn. Kurz zum Buch: Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquin. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte … Selbstverständlich war es eine Ehre und ein Muss in dieser Leserunde mitzumachen, da die Autorin einem selbst zur Antwort bereitstand. Was wirklich sehr erhellend, informativ und toll war. Durch Ausflüge in das koloniale Indien bei mir eher bekannt, fand ich es hier umso erfrischender, dass sie sich erstmals an Stoff wagte, der in der Gegenwart spielte, aber auch seine Wurzeln in der Vergangenheit hatte. Zu Beginn werden wir in das aufreibende Leben von zwei Schwestern geworfen, die über den Tod ihrer erst kürzlich verstorbenen Mutter hinwegkommen müssen. Um dies zu bewältigen, wird die ältere Schwester Jana ihre jüngere Schwester Marla mit ins Ausland, ins marokkanische Ceuta, mitnehmen, um dort gänzlich neu anzufangen und ihren Traum eines eigenen Stoffhandels aufzuziehen, was sie sich bisher versagt hatte. Auch ihre Ehe, die auf dem Prüfstand ist, soll sich dort wieder in ruhigere Bahnen lenken lassen, was sich aber aufgrund der verschwiegenen Verstocktheit ihres Mannes Joaquín, als äußerst schwierig gestalten wird. Hinzu kommt sein auch nicht sehr gutes Verhältnis zu seinem Vater, das wiederrum von gleicher beredter Stummheit geprägt ist und manchmal in wütende Auseinandersetzungen ausartet. Aber genug davon. Dann wäre da noch die sechzehnjährige Marla, die abrupt aus ihrer gewohnten Umgebung in die völlige Fremde geworfen wird, wo sie Niemanden kennt. Da hilft es auch nicht wirklich, dass ihr Schwager und sein Vater das mysteriös faszinierend hypnotische Anwesen mit ihnen teilen, da sie sich von jedem unverstanden fühlt. Allen voran ihre Schwester, die ihre Zeit entweder in berufliche Kontakte zu knüpfen, oder das Haus zu erkunden, aufteilt. Da geht ein Teenager natürlich eigene Wege, die sie in teilweise sehr gefährliche Gegenden führen wird, wie den militärisch bewachten Grenzübergang von Marokko nach Spanien. Dabei lernt sie einen jungen Taxifahrer kennen, der ihr die Welt von Ceuta zeigt und so öffnet sie sich langsam der neuen Umgebung und eine zarte Beziehung zwischen den beiden bahnt sich an, die ihre schönen Momente haben wird. Jana kann natürlich nicht die Rolle der Mutter übernehmen und so ist sie in dieser Hinsicht überfordert und sucht ihr Heil in der beruflichen Herausforderung und in der Reanimierung ihrer Ehe. Wobei ihr Ersteres hervorragend und Letzteres nur mittelmäßig, wegen bereits erwähnter widriger Umstände, gelingt. Dann ist da noch das Haus. Das Haus, das so exotisch, so weitläufig, so verwinkelt und labyrinthisch ist, das es Jeden in seinen Bann zieht. Auch Jana und ihre Erkundungen führen sie immer tiefer in das Anwesen, dessen Winkel und Vergangenheit, das sie langsam das zurückhaltende Schweigen ihres Mannes, seine Familie und seine Vergangenheit betreffend, zu verstehen beginnt. Holt am Ende die Vergangenheit die Gegenwart ein und werden die Fehler und irrsinnigen Traditionen einer sehr alten mächtigen Familie ihre Ehe eher zerstören, oder retten? Was wirklich auch sehr schön gelungen war, waren die Rückblicksequenzen in die Vergangenheit einiger Generationen von Mariscals, die noch als Schatten durch das Haus trieben, wie auch die fatale Tradition, die sich im siebzehnten Jahrhundert zu entwickeln begann. Diese Tradition, die so fürchterlich war, dass sie als kaum greifbarer Nebel in den Träumen von Jana auftauchte, und ihr seltsame Gefühle und Eindrücke bescherte. Gerne hätte ich mehr von dieser familiären Geschichte gelesen, fast hatte ich das Gefühl, dass die Rückblenden zu kurz geraten waren und sich ein weiterer Roman alleine um die Mariscals aus der Vergangenheit drehen und dabei auch noch aufschlussreich sein könnte, da gerade diese kurzen Episoden eine fast hypnotisch erzählerische Wirkung auf mich ausübten. Deswegen nur vier Sterne in meiner Bewertung. Mehr will ich zu dem spannenden thrillerähnlichen Geheimnissen und Vorkommnissen um das Elfenbeinzimmer nicht mehr verraten, das sei anderen Lesern überlassen. Nur so viel noch, die Auflösung ist wirklich spannend, eiskalt, heftig und auch etwas abrupt, was aber ein einzigartiges Ende darstellt. Eine klare Leseempfehlung meinerseits & nochmal danke, an die Autorin Laila El Omari, die so tolle Antworten gab und schön in der Leserunde beteiligt war.

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    • 6
  • Das Elfenbeinzimmer

    Das Elfenbeinzimmer
    Nalany

    Nalany

    26. May 2015 um 22:25

    Jana wagt den Neuanfang. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht sie zusammen mit ihrer Schwester in das weit entfernte Marokko. Marla ist anfangs wenig begeistert und auch Jana tut sich schwer, schließlich hat sie auch eine Ehe zu kitten. Das Familienanwesen ihreres Mannes ist nicht nur groß, es birgt auch dunkle Geheimnisse, die nicht ans Tageslicht gelangen sollten. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Laila El Omari versteht es locker leicht zu erzählen, ohne dass es langweilig wird.  Die Beschreibung der Orte und vorallem die Beschreibung des Hauses haben mich mit auf eine Reise in den Orient genommen. Ich habe mich zuhause gefühlt. Die Charaktere hatten alle ihre Eigenarten, besonders gefallen hat mir Marla. Die rebellische aber trotzdem weiche Art mochte ich. Jana hat mich nicht ganz erreicht, ihre Gedanken konnte ich manchmal nicht nachvollziehen.  Das Ende war ein wenig vorhersehbar, zumindest die Richtung.  Der Wechsel zwischen den Zeiten hat geholfen mehr über die Geschichte des Hauses und der Familie zu erfahren. Die Familienmitglieder waren da ja doch eher wortkarg.  Alles in allem ein sehr schönes Lesevergnügen. 

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  • Ein dunkles Familiengeheimnis

    Das Elfenbeinzimmer
    Leuchtturmwaerterin

    Leuchtturmwaerterin

    Klappentext: Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquin. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte … Meine Meinung zum Buch: Zu Beginn hatte ich zwar immer wieder Schwierigkeiten mit den einzelnen Figuren, habe mich oft über die Zickereien untereinander aufgeregt, aber im Endeffekt habe ich mich Stück für Stück in jede einzelne Hauptfigur verliebt. Vor allem Marla hat es mir angetan. Auch wenn sie bei weitem nicht so neugierig gewesen ist, wie ich sie vielleicht gehabt hätte, aber sie war mir so sympatisch, weil sie immer versucht hat, ihren eigenen Weg zu gehen und dabei fast immer das Richtige getan hat. Sie hatte nicht den Part des allzu dämlichen Teenies, die sich ständig in Gefahr begibt. Das mochte ich daran. Und Raúl ist ja ein toller junger Mann gewesen, dem ich wahrscheinlich in dem Alter auch verfallen wäre. *lach* Die Villa und ihre Beschreibungen fand ich zuerst auch gewöhnungsbedürftig und dann hat es mich gepackt. Das Haus mit all seinen Geheimnissen und dunklen Ecken. Ich wünschte mir, ich wäre selbst darin herum gewandelt. Vor allem das im Garten gelegene Badehaus wäre wohl mein "Versteck" gewesen. Schade, dass daraus nicht mehr gemacht wurde. Aber das kann man sich dann eben weiterführend denken. Auch den Dachboden hätte ich mir gerne selbst angesehen. Ich liebe ja alte Möbel und das Stöbern in alten Kisten und Fotoalben. Da erfährt man so viel über die Menschen, die dort damals gelebt haben. Die Geschichte um das Elfenbeinzimmer hat mich fasziniert und auch etwas geschockt. Ob es so etwas früher wirklich gegeben hat? Gruselig. Aber lest selbst. Über die Flüchtlingsströme, die aus Marokko nach Ceuta herüber wollen, habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht. Man hat in den Nachrichten immer viel über Lampedusa gehört, aber Ceuta war mir neu. Jetzt wo ich mich mit diesem Buch beschäftigt habe, ist mir auch in den Nachrichten das erste Mal aufgefallen, dass von Ceuta die Rede war. Das Ende war wirklich sehr gut gelöst und hat mich jetzt noch einmal so richtig gefesselt. Die Spannung und die Erläuterung zum Verschwinden von Joaquíns Mutter sind wirklich toll geschrieben. Mein Fazit: Dieses Buch ist absolut lesenswert. Ich habe nicht nur eine neue Welt (Spanien auf dem afrikanischen Kontinent) kennengelernt, sondern auch eine wunderbare und zugleich düstere Familiengeschichte erfahren.

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    • 3
  • Das Elfenbeinzimmer

    Das Elfenbeinzimmer
    hauntedcupcake

    hauntedcupcake

    23. May 2015 um 11:09

    Nach dem Tod ihrer Mutter wagt Jana mit ihrer Schwester Marla einen Neuanfang in der Küstenstadt Ceuta in Marokko. Gemeinsam ziehen sie in das Haus von Janas Noch-Ehemann Joaquin Mariscal. Marla ist alles andere als Begeistert, muss sie doch die gewohnte Umgebung und ihr Zuhause zurücklassen. Und auch Jana fällt es nicht leicht, denn ihre Ehe ist nicht ganz so harmonisch, wie sie sich das wünscht und dass Joaquins Vater auch bei ihnen wohnt, ist da nicht gerade hilfreich. Doch das Haus in dem sie wohnen macht das alles wieder wett, es ist ein faszinierendes Gebäude, richtiges Labyrinth und verbirgt so manches Geheimnis - denen Jana immer näher kommt. Für mich war es das erste Buch der Autorin und es hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Perspektivenwechsel zwischen Jana, ihrer Schwester Marla und Szenen aus der Vergangenheit der Familie Mariscal macht die Geschichte interessant. Die Beschreibungen des malerischen Ortes Ceuta und des labyrinthartigen Herrenhauses waren sehr lebhaft, detailliert, richtig liebevoll geschrieben. Die Charaktere haben alle ihre Stärken und Schwächen. Jana ist eine selbstbewusste Frau die aber im Innern eine gewisse Unsicherheit verspürt. Sie sorgt sich um ihre Schwester und versucht mit allen Mitteln ihr eine gute Schwester und kein Mutterersatz zu sein. Was mich an ihr etwas gestört hat, ist, dass sie es einfach als gegeben sah, dass sie in dem Haus wohnen darf und sich Zimmer und Mobiliar aussuchen kann, wie es ihr gerade beliebt. Kein Danke und nichts von ihrer Seite. Marla ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sie kämpft sehr mit dem Umstand, dass sie nun in Ceuta leben soll und doch versucht sie ihre ältere Schwester zu verstehen. Sie hat eine rebellische und manchmal sehr wütende Ader, die man ihr aber kaum übel nehmen kann. Joaquin war mir auch von Anfang an sympathisch, er ist zwar geheimnisvoll und in sich gekehrt, wirkt dadurch aber auch sehr anziehend. Er sorgt sich um Jana und Marla, versucht sich aber so gut wie möglich aus ihren Familienangelegenheiten raus zu halten. Alles in allem bekommt "Das Elfenbein" 4.5 von 5 Sternen von mir. Ein schöner Roman mit toller Atmosphäre, der es mir angetan hat. 

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  • Ein Haus - Eine Familie - Ein Geheimnis

    Das Elfenbeinzimmer
    JessicaLiest

    JessicaLiest

    Zum Inhalt Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquín. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte… Cover: Das Cover finde ich sehr schön. Es ist in Pastell Farben gehalten. Die Stadt im Hintergrund gefällt mir gut, man möchte am liebsten die Stadt im Hintergrund besuchen, da wird die Reiselust in einem geweckt. Meine Meinung: Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und in seinen Bann gezogen. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, es hat wir wirklich wunderschöne Lesestunden bereitet. Die Spannung hielt das ganze Buch über und hat auch in meinen Augen nicht nachgelassen. Man musste einfach immer wissen wie es weiter geht. Die Charaktere haben mir wirklich gefallen. Sie wurden gut ausgearbeitet. Jeder hatte seinen eigenen Charakter/Persönlichkeit, seinen eigenen Kopf, mit Ecken und Kanten, das war auch gut so. Das hat sie ausgemacht. Was mir auch gefallen hat war die wechselnde Perspektive aus Janas und Marlas Sicht. Der Schreibstil war großartig. Er war flüssig und sehr angenehm zu lesen. Man hatte zu jeder Situation ein passendes Bild vor Augen. Bei den Beschreibungen und Erkundungen durch das Haus konnte man meinen, man wäre selbst vor Ort und könnte es mit eigenen Augen sehen. Einfach großartig. Das Buch hat mir super gut gefallen. Es ist eine absolute Leseempehlung.

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