Sara wird nach einer Dienstreise am Flughafen festgenommen und in eine Besserungsanstalt gebracht. Der Vorwurf lautet, dass ihr Risikowert aufgrund eines Traums zu sehr gestiegen ist. Erst nur 21 Tage, dann aber immer mehr zusätzliche Tage, wird sie eingeschlossen, muss Arbeiten verrichten und hat kaum Kontakt zur Außenwelt. Sie versucht dahinter zu kommen was genau passiert ist und wie sie am besten wieder raus kommt aus ihrer Situation und zurück zu ihrer Familie kann.
Doof, wenn schon auf der ersten Seite ein Rechtschreibfehler ist. Aber wenn man darüber hinweg sieht, dann kommt man sehr gut in den Lesefluss und kann in die (noch) utopische Welt von Überwachung und Kontrolle eintauchen. Leider kam ich irgendwann zu dem Punkt, dass gefühlt nichts mehr neues passiert ist und die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wird. Die Idee dahinter und was uns allen in der Zukunft eventuell blüht oder in manchen Ländern schon nah an der Realität ist, finde ich aber sehr gut.
Laila Lalami
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Laila Lalami
Das Dream Hotel
Die Anderen
Der verbotene Bericht
The Dream Hotel (English Edition)
The Other Americans
Secret Son
Il Dream Hotel (Italian Edition)
The Moor's Account
Neue Rezensionen zu Laila Lalami
Zunächst werden Erinnerungen an "Minority Report" wach, von der technologischen Seite geht es jedenfalls in eine ähnliche Richtung, wobei wir uns abgesehen von der Technologie, die angeblich Träume und Ströme im Gehirn entziffert, ansonsten weitgehend im Heute befinden.
Die Parallelen zur Realität sind absolut erschreckend und zugleich sehr gut angelegt. Immer wieder vermischt sie Alltägliches, etwa der Struggle der Protagonistin Sara Hussein als Mutter von Zwillingen und mehr oder minder gewöhnlichem Ärger in der Ehe, mit dem Albtraum, in dem die Figur jetzt lebt. Die Geschichte spielt in den USA, man denkt sofort an ICE, an die Unterdrückung, daran, wie die Regierung diese Leute auf die Bevölkerung loslässt. Ich war allem von den Teilen, die im Madison spielen, gefesselt, während ich die Geschichten aus Saras Alltag zwar gut eingewoben, aber hin und wieder etwas zu ausufernd und als nicht sehr besonders wahrgenommen habe. Das war natürlich auch der Punkt, dass sie eine weitgehend gewöhnliche Frau war – wie "du und ich". Dennoch war der Teil in der Einrichtung, die Dynamik zwischen den Insassinnen, die Willkür der Wärter, des Systems der weitaus spannendere Teil.
„Das Dreamhotel“ von Laila Lalami (erschienen im kein & aber Verlag, übersetzt von Michaela Grabinger) hat mich wirklich begeistert. Die zugrunde liegende Idee ist unglaublich stark – und meiner Meinung nach auch sehr gelungen umgesetzt.
Im Zentrum steht eine junge Frau, die aufgrund einer hohen Risikobewertung unter staatliche Beobachtung gerät. Mehr möchte ich gar nicht vorwegnehmen. Was das Buch jedoch besonders macht, ist die Atmosphäre: Schon nach wenigen Seiten entsteht eine spürbare Anspannung, die sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Der Schreibstil ist angenehm klar und gut zugänglich, sodass ich schnell ins Lesen gekommen bin und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Gleichzeitig ist die Thematik alles andere als leicht: Die Geschichte wirkt wie eine Dystopie, die erschreckend nah an der Realität ist. Immer wieder lassen sich Parallelen zur Vergangenheit, aber auch zur heutigen Zeit ziehen – besonders im Hinblick auf Überwachung, Machtstrukturen und den Einfluss von Technologie.
Gerade diese Mischung macht den Roman so eindringlich. Er zeigt, wie wenig es manchmal braucht, damit Menschen in Systeme geraten, in denen Unschuld allein nicht mehr genügt.
Für mich ist „Das Dreamhotel“ ein großartiges, zugleich verstörendes Buch, das lange nachwirkt und zum Nachdenken anregt.











