Laird Oliver Gischtgeboren

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Inhaltsangabe zu „Gischtgeboren“ von Laird Oliver

***Einführungspreis - nur für kurze Zeit*** Der fesselnde Auftakt eines Fantasy Epos über alte Schuld, eine exotische Versuchung … … und einen Fisch, der keine kandierten Seegurken mag. Sie war Sh´eeba talan aman`Natur, zweite Tochter des Ersten, Sturmsängerin und Beschützerin der großen Aggra und sie trug ein stählernes Halsband, das sie an Karl Dragus und die Menschen kettete, aber das war der Preis, den sie zahlen musste, um die Existenz ihres Volkes geheim zu halten. Sie und die anderen Opfer, die jedes Jahr das Meer verlassen mussten. »Warum bist du ihnen nicht gleich aufs Deck gesprungen und hast sie zu einem Tanz eingeladen?«, der letzte gemeinsame Nachmittag. Die Worte ihrer Schwester La´tiffa, hallten noch in ihrem Kopf. Erinnerungen an eine glücklichere Zeit aber mittlerweile hatte sie ihren Frieden gemacht mit einem Schicksal unter Menschen. Zumindest bis ihre Freundin sie in eine Zelle einkerkert und ein rätselhafter Fremder im Strandcafé sich in sie verliebt und ein Strudel von Ereignissen seinen Lauf nimmt, in dem nichts mehr so ist, wie es mal schien. Und dabei ist sie erst 259 Jahre alt und hat einen beklagenswerten Menschentick, der ihre Schwester schrecklich nervt.

Abgebrochen, weil bei mir weder Atmosphäre noch Emotionen angekommen sind und die Geschichte einfach nicht meine war ...

— Marny
Marny

War leider gar nicht mein Fall. Vorzeitig abgebrochen :-/

— MamaDimi
MamaDimi

Ein satirischer Fantasie Roman der aller Feinsten Art. Man sollte sich auf alle Fälle Zeit nehmen zum Lesen

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Ein anspruchsvolles Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte.

    Gischtgeboren
    SelectionBooks

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    11. June 2015 um 13:33

    Meine Meinung zum Buch: Laird Oliver hat ein Buch geschaffen, das gekonnt satirische und gesellschaftskritische Elemente mit Komponenten aus dem Bereich Fantasy verbindet. Das Buch wirft viele Fragen in Bezug auf Moral und ethische Grundsätze auf. Die Grundfrage lautet „ist es moralisch vertretbar, dass wenige Individuen leiden, um das Überleben von vielen zu sichern?“. Die im Vordergrund stehende Geschichte um Sh´eeba, die der Rasse der Meermenschen angehört, regt sehr viel zum Nachdenken an. Man kann „Gischtgeboren“ als Parabel oder Allegorie ansehen, da die Grundfrage des Buches zwar auf die Fabelwesen der Meermenschen bezogen ist, der Leser aber automatisch überlegt, wofür oder für wen die Meermenschen symbolisch stehen könnten. Der Einstieg in das Buch ist mir ungewöhnlich schwer gefallen. Man landet direkt mitten im Geschehen, ohne zu verstehen, worum es geht und welche Rolle die Protagonisten dabei spielen. Erst nach und nach deckt Laird Oliver die Hintergründe auf. Mir persönlich hat das etwas zu lange gedauert, weil ich nur Fragezeichen im Kopf hatte. Warum ist Sh´eeba bei Karl und warum lässt sie sich so viel gefallen? Ohne die Hintergründe zu kennen, fällt es schwer, sich auf Sh´eeba einzulassen, weil man sie automatisch für schwach und willenlos hält. In Hinblick auf die Auflösung der Geschichte ergibt alles wieder einen Sinn. Spätestens an dieser Stelle hätte ich mir aber mehr Einblicke in das Seelen- und Gefühlsleben der Protagonistin gewünscht, weil man sich automatisch fragt, wie sie alles so lange aushalten konnte und wie ihre Gefühle in Hinblick auf Karl wirklich aussehen. Ist es tiefer Hass, für das was er ihr angetan hat oder ist es eine Art Abhängigkeit? Oder hat sie seinen Charakter vielleicht sogar akzeptiert und sich damit abgefunden? Fragen, die mir hoffentlich in Teil II beantwortet werden. Der Schreibstil war für mich ungewohnt hart, was aber gut zu der Geschichte passt. Die Grundstimmung in „Gischtgeboren“ ist eiskalt, skrupellos und düster. Der Sprachstil ist an diese Atmosphäre angepasst. Durch die vielen Fantasybücher, die ich sonst lese, bin ich daran nicht gewöhnt und habe deshalb länger zum Eingewöhnen gebraucht. Was meinen Lesefluss etwas gestört hat, war der teilweise sehr umgangssprachliche Tonfall von Nermin, der Angestellten und Gespielin von Karl. Darüber bin ich ab und zu gestolpert. Auch die Erotikszenen im Buch haben mich sehr überrascht. Auch hier spiegelt sich die skrupellose und düstere Stimmung wieder. Man hat nicht das Gefühl, dass es um Sex im eigentlichen Sinne geht. Eher um Macht, Vergessen und das Abreagieren von Wut. Die Welt der Meermenschen hat Laird Oliver mit viel Kreativität erschaffen. Ich habe ein paarmal herzlich gelacht über die Übersetzung von Angewohnheiten oder Ausdrücken in die Sprache und Gepflogenheiten der Meermenschen. Es ist sehr interessant zu lesen, wie gut es Oliver Laird gelungen ist, Fische zu vermenschlichen. Insgesamt ist „Gischtgeboren“ ein anspruchsvolles Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es ist kein definitiv Buch zum einfach nur runterlesen. Fazit: Eiskalt, skrupellos, düster und doch faszinierend: „Gischtgeboren“ erfordert viel Aufmerksamkeit vom Leser und wirft moralische und ethische Grundfragen auf.

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  • Ein Ausflug in einem uns relativ unbekannten Lebensraum.

    Gischtgeboren
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. April 2015 um 10:54

    Mein ♥ lichen Dank an Laird Oliver  für das zur Verfügung gestellte Exemplar.  Ich habe etwas gebraucht ehe ich die ganzen Zusammenhänge entschlüsselt habe. Auch habe ich mich am Anfang etwas schwer getan um in die Geschichte rein zu finden. Die ganzen "Fremdworte" (eventuell fischisch?) haben mich doch arg verwirrt. Am Ende habe ich dann gesehen, das es ein "Glossar" gab, wenn ich ein Print in der Hand gehabt hätte, hätte ich das schon eher entdeckt. Doch bei dem Hin - und Herblättern eines Ebooks tue ich mich immer etwas schwer. Als ich dann die Erklärung hatte, warum Sh´eeba überhaupt bei Karl Dragus ist, konnte ich das Buch endlich genießen, aber bis dahin war es doch etwas steinig und erschwerend. Denn davor habe ich mich immer nur gefragt, ja warum ist sie denn nicht im Meer geblieben, warum ist sie bei Karl, was hat sie denn da verloren. Sie soll sich doch endlich wehren und nicht alles stillschweigend hin nehmen.  Warum tut Sh´ eeba sich das eigentlich an.  Als dann dieser rätselhafte Fremde aufgetaucht ist, habe ich kaum noch Luft holen können. Roy hat so eine herzhafte, komische Ausdrucksweise, vor allem seine Gedanken zu den Sachen, die er so von sich gibt sind einfach nur urkomisch, aber sehr oft auch auf satirischer Weise. Ich bin oft vor Lachen fast von der Couch gefallen. Die Blicke von meinem Mann dann noch dazu waren echt der Burner! Ich war dann manchmal echt froh, wenn wieder aus der Sicht von Sh´eeba geschrieben wurde, dann hatte ich wenigstens Zeit mich zu akklimatisieren. Sh´eeba hat echt kein leichtes Los gezogen!  Wie würdet ihr euch fühlen wenn ihr euren natürlichen Lebensraum für immer verlassen müsstet, nur um euer Volk vor Entdeckung zu schützen? Ist es wirklich eine Ehre? Oder würdet ihr irgendwann daran kaputt gehen?  Das sind nur einige Gedanken die mir beim Lesen der Geschichte durch den Kopf gegangen sind.  Gischtgeboren erfordert auf alle Fälle jede Menge Aufmerksamkeit. Auch wenn es ein Fantasie Roman ist, habe ich doch oft genug den erhobenen Finger gesehen! Es ist ein gesellschaftskritisches Werk was teilweise auch sehr satirisch daher kommt. Darum ist dieses Buch auch so lesenswert. Es macht wirklich mehr als nur Spaß, dieses Buch zu lesen. Wenn man sich einmal eingelesen hat, dann macht einen auch der Wechsel der Sichtweisen nichts mehr aus. Auf jeden Fall würde ich jeden empfehlen zuerst das Glossar zu lesen. Das macht den Einstieg leichter, man kann dann mit den "Fremdworten" mehr anfangen. Fazit: Ein satirischer Fantasie - Roman der aller feinsten Art. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und vor allem auf Roy seine Kapitel!

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