Lale Akgün

 3,6 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor von Tante Semra im Leberkäseland, Kebabweihnacht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lale Akgün

Lale Akgün, geboren 1953 in Istanbul, kam mit neun Jahren nach Deutschland. Sie studierte Medizin und Psychologie arbeitete lange in Jugendhilfe und Familienberatung, leitete dann das Landeszentrum für Zuwanderung. Von 2002 bis 2009 war sie Bundestagsabgeordnete und migrationspolitische Sprecherin sowie Islambeauftragte der SPD. Seit Mai 2010 leitet sie das Referat internationale Zusammenarbeit im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Mutter einer Tochter hat seit 1980 die deutsche Staatsangehörigkeit und lebt mit ihrem Mann in Köln.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lale Akgün

Cover des Buches Tante Semra im Leberkäseland (ISBN: 9783596181230)

Tante Semra im Leberkäseland

 (48)
Erschienen am 01.12.2009
Cover des Buches Kebabweihnacht (ISBN: 9783351033705)

Kebabweihnacht

 (6)
Erschienen am 28.10.2011
Cover des Buches Der getürkte Reichstag (ISBN: 9783596186679)

Der getürkte Reichstag

 (4)
Erschienen am 21.06.2012
Cover des Buches Aufstand der Kopftuchmädchen (ISBN: 9783492053815)

Aufstand der Kopftuchmädchen

 (2)
Erschienen am 01.01.2011
Cover des Buches Aufstand der Kopftuchmädchen (ISBN: 9783492951494)

Aufstand der Kopftuchmädchen

 (0)
Erschienen am 04.01.2011
Cover des Buches Hüzün ... das heißt Sehnsucht (ISBN: 9783801205409)

Hüzün ... das heißt Sehnsucht

 (0)
Erschienen am 09.03.2020
Cover des Buches säkular. sozial. demokratisch (ISBN: 9783801205676)

säkular. sozial. demokratisch

 (0)
Erschienen am 28.10.2019
Cover des Buches Tante Semra im Leberkäseland (ISBN: 9783866105669)

Tante Semra im Leberkäseland

 (4)
Erschienen am 02.10.2008

Neue Rezensionen zu Lale Akgün

Cover des Buches Tante Semra im Leberkäseland (ISBN: 9783596181230)Lesezeichenfees avatar

Rezension zu "Tante Semra im Leberkäseland" von Lale Akgün

Sehr amüsant, vor allem bei Krankheit
Lesezeichenfeevor einem Jahr

Lale Akgün hat die Geschichten ihrer türkisch-deutschen Familie niedergeschrieben. Mit 9 Jahren kam sie nach Deutschland und nachdem sie über 45 Jahre hier wohnte, hat sie ein Buch geschrieben. 


Tante Semra im Leberkäseland ist ein nettes Buch, mit dem man nichts kaputt machen kann. Sehr sympathisch, unterhaltsam geschrieben. Ich hab es an einem Tag, an dem ich eh krank war gelesen und hab mich köstlich amüsiert. Es ist witzig und gut zu lesen. Der Schreibstil ist aus ihrer Sicht in Ich-Form geschrieben. 


Allerdings wurden nur die Sachen aufgeschrieben, die krass vom „normalen“ abweichen und amüsant waren. So richtige Probleme gab es gar nicht. Es sind nur die guten Erinnerungen. Und da werden ganz schön verrückte Deutsche porträtiert, allerdings kenn ich keine, die SO sind. Es sah nach Klischees aus.


Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Wenn man keine Ansprüche stellt, eh krank ist, macht man mit diesem Buch nix kaputt und hat ein paar unterhaltsame Stunden. Falls man es noch kaufen kann, finde ich aber 14,90 Euro zu viel. Mehr als 10 Euro sollte so ein Softcover mit 255 Seiten nicht kosten, finde ich. 3 bis 4 Sterne für das Buch. 


Kommentieren0
6
Teilen
Cover des Buches Kebabweihnacht (ISBN: 9783351033705)peedees avatar

Rezension zu "Kebabweihnacht" von Lale Akgün

Weihnachten auf Türkisch
peedeevor 6 Jahren

Der 17-jährige Umut arbeitet als Azubi in einem Kaufhaus. Umut ist ein grosser Fan von Weihnachten: Plätzchen backen, die Wohnung dekorieren, der Duft des Tannenbaums… Aber sein Vater will davon gar nichts wissen: Weihnachten zu feiern sei eine Sünde für einen richtigen Moslem! Der Vater meint, die Christen würden versuchen, die Moslems zu missionieren. Umut glaubt nicht daran. Was soll an Weihnachten Sünde sein? Ist es für ihn trotzdem möglich, Weihnachten zu feiern?

Erster Eindruck: Ein schönes, weihnächtliches Cover mit orientalischem Touch; ein witziger Buchtitel.

Umut hört immer wieder davon, dass er als Türke eine andere Kultur habe, als seine deutschen Freunde. Ja, aber was bedeutet das? Umut lebt in Deutschland und seine Heimat sollte ihm doch ein Gefühl der Geborgenheit geben: „Weihnachten war seine selbstgebastelte Heimat.“ Der Vater hat sich in den letzten Jahren innerlich immer mehr von seiner Familie entfernt, durch seine sturen Ansichten, die im der Imam vermittelt und der Vater einfach ohne zu hinterfragen übernommen hatte. An Heiligabend kommt es zum Eklat – alle Familienmitglieder sind gezwungen, ihre Rolle zu überdenken. Sind sie auf dem richtigen Weg?

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und das Buch liess sich flüssig lesen. Die Protagonisten waren gut beschrieben: Der Vater, der auf der Suche nach dem Richtigen ist; die Mutter, die sich durch ihre Heirat nach Deutschland erhoffte, einst studieren zu können und dann resigniert hat; die Tochter, die dem Vater nach dem Mund spricht, aber ausser Haus ein ganz anderes Leben lebt; Umut, der immer wieder versucht, mutig für seine Meinung einzutreten. Und dann die lieben Ersatzgrosseltern Rohowsky im gleichen Haus…

Ich muss zugeben, dass ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht habe, wie die Weihnachtszeit für einen Moslem ist. Ob Weihnachten auch gefeiert wird oder ob dies eben ignoriert wird. Sicherlich ist es für einen Moslem in einer christlich geprägten Umgebung anders, als in einem muslimischen Land. Mir hat dieses Buch sehr gefallen, hat es mich doch zum Nachdenken gebracht über Weihnachten, Feier der Geburt Jesu, Nächstenliebe und Toleranz.

Kommentieren0
23
Teilen
Cover des Buches Tante Semra im Leberkäseland (ISBN: 9783596181230)Nats avatar

Rezension zu "Tante Semra im Leberkäseland" von Lale Akgün

Lale Akgün - Tante Semra im Leberkäseland
Natvor 8 Jahren

Klappentext:

Bei Familie Akgün war es nie langweilig. Dafür sorgten schon die unterschiedlichen Familienangehörigen: der politisch sehr begeisterungsfähige Vater, ein Zahnarzt, und die schlanke, vornehme Mutter, überzeugte Kemalistin und begeisterte Mathematikerin, einen Kopf größer als ihr Mann und völlig humorlos. Tante Semra, die erst nach Mekka pilgert, um eine echte Hadschi zu werden, und dann alles dafür tut, den Ramadan zu umgehen und sich Leberkäsebrötchen zu gestatten. Die Schwester, die den deutschen Adel für sich entdeckte und ihre Liebe zum Klatschblätterwald – von den deutschen Nachbarn und ihrer türkischen Gastfreundschaft ganz zu schweigen. Herrlich komische Geschichten von Türken und Deutschen, die so unterschiedlich und doch auch wieder so gleich sind.

Zum Inhalt:

Die neunjährige Lale kommt 1962 mit Familie nach Deutschland, da der Vater dort zwei Jahre verbringen möchte. Die Mutter ist wenig begeistert – warum Istanbul verlassen?
In kurzweiligen Anekdoten erzählt Lale Akgün ihre Ankunft und das Leben in Deutschland. Sprachprobleme werden bald durch Privatunterricht überwunden und auch in der Schule integriert sich Lale sehr schnell.
Die deutschen Nachbarn sind merkwürdig, aber liebenswert. Aber auch zu in der Nähe lebenden türkischen “Gastarbeitern” nimmt Familie Akgün regen Kontakt auf. Zunächst als sozialistische Agitation von Lales Vater geplant, entwickelt sich die Wohnung der Familie Akgün bald in einen Treffpunkt der in der Umgebung lebenden Türken (ohne weitere politische Einflussnahme). Auch Tante Semra und ihr Mann siedeln nach Deutschland über und sorgen für Heiterkeit, aber auch für Frust bei Lales Mutter, denn eigentlich war sie froh, der omnipräsenten Schwägerin entflohen zu sein.
Aus den ursprünglich geplanten zwei Jahren Aufenthalt wird ein komplettes Leben in Deutschland und Lale geht schließlich in die Politik um ihr Heimatland Deutschland mitzugestalten.

Meine Meinung:

Ich habe die Geschichten um die Familie Akgün sehr gerne gelesen. Die Schrullen der verschiedenen Familienmitglieder werden sehr sympathisch geschildert. Probleme, die sicher auch aufgetreten sein dürften (wie in allen Familien), werden jedoch nicht erwähnt. Ein eingängig geschriebenes Buch, das man gut zwischendurch und hintereinander weg lesen kann. Wer heitere Familiengeschichten mag, macht hier sicher nichts falsch.

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 100 Bibliotheken

von 8 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks