Die Bienen

von Laline Paull 
4,0 Sterne bei88 Bewertungen
Die Bienen
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Positiv (68):
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Eine Lehrreiche und schöne Erzählung der Lebensgeschichte einer Biene, die sich mit viel Fleiß, Mut und Liebe von ganz unten hoch arbeitet.

Kritisch (6):
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Leider nach erneutem zweiten Versuch abgebrochen, schade.Konnte mich nicht fesseln....

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Inhaltsangabe zu "Die Bienen"

Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missbrauch schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426304785
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Droemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum:11.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    ninaliestvor 7 Monaten
    Ein Buch aus der Sicht einer Biene

    Ein Buch aus Sicht einer Biene, genauer gesagt aus der Sicht von Flora 717 – das mag erst einmal sehr eigenartig klingen, aber Laline Paull ist dieses Kunstwerk gelungen.

    Flora 717 wird geboren und ist eine besonders hässliche Biene ihrer Hierarchiestufe. Sie gehört zu dem Putz-trupp. Schnell wird im Stock allerdings von besser gestellten Bienen erkannt, dass Flora 717 etwas besonderes ist und sie darf auch andere Arbeiten verrichten und erfüllt sich sogar den Traum eine Sammlerin zu werden. Allerdings gerät Flora 717 in große Gefahr, als sie merkt, dass sie ein Ei in sich trägt und dies ist nur der Königin erlaubt.

    Ich wusste vorher nicht, dass es verschiedene Klassen im Stock gibt, dass Bienen in einer riesen Traube überwintern oder dass es ein „Schwarmgehirn“ gibt. Dank diesem Buch wird uns sehr intensiv das Leben der Bienen näher gebracht. Gerade in Zeiten des Bienensterbens ist dieses Buch ein Muss!

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    Nimmersattvor 10 Monaten
    Die Welt für eine kleine Biene

    „Die Bienen“ erzählt vom Leben in einem Bienenstock aus der Sicht einer einfachen Hygienebiene. Die Hauptfigur ist Biene Nummer 717 und gehört zur Sippe der Flora. Sowohl die Kurzbeschreibung auf der Buchrückseite als auch die abgedruckten Meinungen, haben mich zuerst zögern lassen, das Buch mitzunehmen. Letztlich hat mich jedoch die Andersartigkeit des Covers verleitet, doch einmal einen Blick hineinzuwerfen. Ich war positiv überrascht und wollte das Buch bereits nach dem ersten Kapital nicht mehr aus der Hand legen.

    Ich wurde von Anfang an in das Treiben und das strenge Regiment im Bienenstock mitgenommen und konnte mir bildlich vorstellen, wie Leben und Sterben von statten gehen. Als Leser konnte ich sofort das Mantra „Arbeiten! Gehorchen! Dienen!“ verinnerlichen. Es geht rasant, hart und nicht unbedingt liebevoll zu, wenn Bienen, die nicht der Norm entsprechen eliminiert werden. Eine Biene kennt keine Gefühle. Jede Sippe hat eine Aufgabe, für die sie spezielle Fähigkeit hat und zu der sie herangezogen wird. Nur die Liebe der Königin kann den Bienenstock am Leben erhalten und nur die Königin darf sich fortpflanzen. Sie ist die heilige Mutter, der sich nicht jede Biene – besonders nicht solche von niedrigem Rang­ – nähern darf.
    Werfe ich einen Blick in die Natur, ist klar, dass es nach einem solchen Prinzip funktioniert. Insofern habe ich keine neuen Erkenntnisse aus dem Buch gewinnen können. Da es jedoch ein Roman und kein Sachbuch ist, stört mich das nicht weiter.

    Kritisch betrachtet wurden Flora Gefühle und Gedanken verliehen, die aus rein biologischer Sicht nicht möglich sind. Doch gerade das führte dazu, dass ich dachte, ich befände mich direkt neben ihr und wollte mit ihr mutig oder verängstigt sein, weinen und lachen. Flora war in der Lage den Instinkt, dem Bienen folgen, auszuschalten und als kluge Biene durch Ihre Andersartigkeit aufzufallen. Stellenweise hatte ich das Gefühl, sie wollte die „Welt“ retten und aus dem ihr vorgegebenen System ausbrechen.

    Teilweise sind die Abenteuer, die Flora erlebt, vorhersehbar. Dies scheint jedoch dem Umstand geschuldet, dass mir das Thema Bienen an und für sich kein unbekanntes ist. Dem Gesamteindruck tut das jedoch keinen Abbruch.

    Gegen Ende überschlugen sich die Ereignisse und ich war etwas enttäuscht, dass die Abenteuer schon zu Ende waren. Vermutlich hätte jedoch die Fortführung der Geschichte zwingend zu Wiederholungen geführt. So erinnere ich mich gern an das Leben von Flora 717 zurück.

    Fazit

    Dieses Buch war für mich außergewöhnlich und unerwartet mitreißend. Ich bin eingetaucht in eine tierische Welt, über die ich mir selten so viele Gedanken gemacht habe. Ich bin fasziniert, wie es der Autorin Laline Paull in ihrem Debüt gelungen ist, die Welt der Bienen mit Liebe zum Detail so gekonnt zu veranschaulichen.

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    Inkedbooknerds avatar
    Inkedbooknerdvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider nach erneutem zweiten Versuch abgebrochen, schade.Konnte mich nicht fesseln....
    Aus dem Leben einer Biene...

    Der Alltag einer Biene, ihr Leben im Bienenstock, leider für mich nicht interessant und fesselnd genug...schade.




    Ich war sehr versessen auf dieses Buch.Der Roman schien
     vielversprechend zu sein, zudem geht es um Flora 717, einer Arbeiterbiene und wird aus ihrer Sicht erzählt und ihrem Leben im Bienenstock.Dies schien für mich besonders interessant, da es nicht nur darum zu gehen scheint , wie Flora es schafft ihrem Leben als gewöhnliche Arbeiterbiene zu entkommen und aufzusteigen sondern auch mehr über diese wichtige Insektenart zu erfahren...und das von einer Biene selber erzählt ;)


    Wie ist so ein Bienenstock eigentlich aufgebaut ? Welche Biene hat folgende Aufgaben, was passiert so alles in einem Bienenstock , wie entsteht er und was ist mit der Königin ? 


    Zwei Versuche brauchte ich dem Buch und Flora 717 eine Chance zu geben...leider vergebens .
    Mich konnte die ganze Erzaehlweise nicht begeistern, es langweilte mich und zog sich endlos dahin.Es kam keine Spannung auf , weder auf die Geschichte noch auf das Leben einer Biene.


    Schade, deswegen gibt es nur  Bewertung : 1 Bienenwabe von mir.
     







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    Thaliomees avatar
    Thaliomeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr ausgefallen und einzigartig. An manchen Stellen leider auch etwas langweilig.
    Interessante geschrieben, aber an manchen Stellen zäh wie Honig

    Dieses Buch war für mich sowohl optisch als auch vom Inhalt her etwas besonderes. Die Sprache und Handlung ist auf die Welt der Bienen ausgelegt und man wird vollkommen in die Welt des Bienenstocks hineingezogen. Man erfährt, wie das Leben organisiert ist und wie die Tiere in Kasten eingeteilt werden, die mehr oder weniger Rechte haben. Natürlich kann man sehr viel gesellschaftskritische Töne hinein interpretieren und das ganze Buch als Fabel auf eine Gesellschaft sehen.

    Was mich gestört hat, war die Vermenschlichung an vielen Stellen, so tragen zum Beispiel einige Tiere Kleidung.


    Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Flora 717, einer Arbeiterbiene, die einer eher niedrigen Schicht angehört. Sie ist ungewöhnlich schlau und durchläuft mehrere Stationen im Bienenstock. Wir folgen ihr auf die Brutstation und bis zur Königin. Mit ihr zusammen lernen wir die machohaften Drohnen kennen und entdecken das Leben außerhalb des Stocks. Es gibt viele Wendungen und Wirrungen, die das Buch interessant machen, aber richtige Spannung kommt nicht auf.


    Ein lesenswertes Buch, dass aber etwas speziell ist.

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    Zaliras avatar
    Zaliravor einem Jahr
    Die Welt aus Sicht des sozialsten Tierchens der Welt..

    Eine wirklich wundervolle Geschichte über eine bemerkenswerte Biene. Als Leser hat man bereits durch den Schreibstil und die Art und Weise, wie die Bienen miteinander reden, das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Laline Paull schafft es so der Geschichte seinen ganz eigenen Charme zu verpassen.
    Man hat wirklich das Gefühl sich in einem Bienenstock zu befinden, zudem wird das Bienenvolk auch sehr realitätsnah abgebildet. Da ich parallel das Buch „Die Weisheit der Bienen“ von Jack Mingo gelesen habe, ist mir überhaupt aufgefallen, wie viel Wahres hinter der erzählten Geschichte steckt. Viele Informationen entsprechen den tatsächlichen Gewohnheiten und Verhalten von Bienen. Ein weiterer Punkt, den das Buch auch aufzeigt ist, inwiefern der Mensch der Natur schadet z.B. durch giftige Spritzmittel.
    Flora ist eine sehr bemerkenswerte Biene und auch eigentlich die einzige Biene, die einem beim Lesen uneingeschränkt sympathisch ist. Sie macht eine Entwicklung durch und gerade ihr Werdegang im Stock ist absolut spannend zu beobachten.
    Die Idee den Bienenstock als religiöse Gemeinschaft darzustellen finde ich absolut grandios und passt unglaublich gut zu diesen Tieren. Generell gibt das Buch aber auch in gewisserweise Anstoß zu gesellschaftskritischen Überlegungen. Die Art und Weise wie bestimmte Gruppen im Stock ausgegrenzt werden oder andere Gruppen jeweils dominieren, schreit förmlich nach Ungerechtigkeit. Umso interessanter ist es deshalb zu lesen, wie die Geschichte seinen Lauf nimmt.
    Mein absolutes Highlight waren aber definitiv die Drohnen („Ehre seiner Männlichkeit!“), allen voran Herr Linde. Dieses ulkige Möchtegern-Macho-Bienchen hat mich mehr als einmal sehr zum Lachen gebracht.
    Der einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass die Geschichte ab einen bestimmten Zeitpunkt etwas vorhersehbar wurde und ich mir am Schluss ein kleines Detail etwas anders gewünscht hätte.

    Das Buch zeigt dem Leser die Welt aus der Perspektive einer Biene. Laline Paull schafft eine einmalige Geschichte rund um die wohl bemerkenswertesten Geschöpfe auf der Welt. Wenn man das Leben aus Sicht von Bienen betrachtet, macht man sich auch wieder mehr Gedanken über die Art und Weise, wie wir mit der Welt umgehen. Und macht sich bewusst, dass wir diese nicht alleine bewohnen.
    Außerdem möchte ich mich noch beim Verlag Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar bedanken.

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    dominonas avatar
    dominonavor 2 Jahren
    Eine Biene mit Geheimnissen

    Diese Flora ist nicht normal und möchte ausbrechen aus dem, was man ihrer Sippe vorherbestimmt hat. Übertragen auf die Gesellschaft sind die Bienen der Autorin teils sehr menschlich,religiös und teils wahnhaft. Der dargestellte Kampf um Freiheit hat mir gefallen, nur wird jemand, der hier nach realistischer Darstellung der Bienen sucht nicht fündig werden. Das ist eher eine verschwommene Dystopie, die sich oft gezogen hat, aber leicht zu lesen war. Das Buch ist speziell, man muss sich darauf einlassen können.

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    Betsys avatar
    Betsyvor 3 Jahren
    Arbeiten, gehorchen, dienen

    "Die Bienen" erzählt die Geschichte eines Bienenstocks und zwar aus Sicht der Biene Flora 717, einer Hygienearbeiterin, deren Sippe die niedrigsten Aufgaben im Stock zu erledigen hat. Durch ihr etwas anderes Aussehen und der Fähigkeit zu sprechen, entgeht sie nur knapp dem Tod durch die interne Polizei und wird zu einem Experiment herangezogen, wo sie sich unter Beweis stellen kann. Flora lernt viel dazu und steigt schnell zu einer Sammlerin auf, doch hütet sie ein Geheimnis, welches ihr schnell den Tod bringen kann, wenn sie nicht aufpasst.

    "Arbeiten, gehorchen, dienen", der Leitspruch im Bienenstock.

    Eine wirklich sehr ungewöhnliche Geschichte, die einen guten Einblick in das harte und auch ziemlich brutale Leben der Honigbienen wirft. Hier lauert quasi hinter jeder Ecke der Tod. Egal ob missgebildet, alt, krank, jemand zuviele Fragen stellt oder es auch noch wagt gegen das höchste Gesetz im Stock zu verstoßen, nach dem nur die Königin Eier legen darf, dem droht der Tod von Seinesgleichen. Viele sterben aber auch vor Erschöpfung oder weil sie ihr Zuhause nicht wiederfinden. Es gibt aber auch genug Feinde außerhalb des Stocks, angefangen von den Kusinen der Bienen, den Wespen bis hin zu Krähen, Spinnen und natürlich dem Menschen, die ihren Teil zum rasanten Bienensterben beitragen. Wie gut das die Königin für ständigen Nachschub sorgt.

    Teilweise kann man den Bienenstock vom Aufbau her mit einem besonders harten Regime vergleichen. Es gibt die, die Macht haben, wie die Königin und die Melissen (auch Salbeipriesterinnen), danach gibt es die Fruchtbarkeitspolizei und Wächterinnern, die Furcht verbreiten, die Sammlerinen, welche für den Nektar und die Pollen zuständig sind, die Hausbienen, die nur im Bienenstock arbeiten und ganz am Schluss die Hygienearbeiterinnen, die dafür sorgen, dass ihre toten Schwestern und der ganze andere Schmutz entsorgt werden. Kontrolliert werden sie durch den Duft der Königin, deren Liebe alles ist was die Bienen wollen und durch ihren und den Duft der Melissen auch sehr geschickt manipuliert werden. Die ganze Verständigung beruht auf Gerüchen und den Antennen der Bienen, sowie ihren Tänzen. Sich für das Gemeinwohl der anderen zu opfern zählt als Ehre und viele gehen sehenden Auges in den Tod für ihre Schwestern.

    Es ist ein hartes Leben und Flora erlebt hier wohl mehr Abenteuer als sonst jemand aus ihrer Sippe der Hygienearbeiterinnen, was sie für diese zu etwas besonderem macht. Zugleich ist gerade ihr Anderssein ein Grund, weshalb sie auch viel Aufmerksamkeit erregt und damit immer nahe am Tod balanciert.

    Gelungen ist der Autorin hier vor allem der Prolog und Epilog der Geschichte, der hier den Menschen einbindet und diesen mit dem Bienenstock in Verbindung bringt, auch wenn er ansonsten hier nicht zu Wort kommt, sondern nur im Hintergrund spürbar ist.

    Als Leser lernt man sehr viel über die Biene, wie zB das entstehen einer Königin, den Hochzeitstanz, die Aufzucht, die Kommunikation, die Feinde, die Drohnen usw., daher ist es nicht nur eine fantastische Geschichte, sondern zugleich auch sehr lehrreich. Man fiebert mit der Hauptfigur mit und es bleibt bis zum Ende spannend was mit ihr passiert, auch wenn es stellenweise etwas an Fahrt verliert.

    Fazit: Wahrlich eine Geschichte, die dem Leser die Bienen näher bringt. Bei manchen Sachen darf man allerdings nicht zu intensiv darüber nachdenken, da manches schon etwas schwer vorstellbar ist und für mich auch bis zum Schluss etwas abstrakt blieb. Gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und da hatte ich dann auch so meine Probleme damit, besonders weil manches nicht so ganz klar wird, warum das auf einmal so ist, doch Wikipedia sei dank, konnte man diese bei wirklichem biologischen Interesse über die Biene nachlesen. Ansonsten stellenweise sehr blutrünstig (aus Bienensicht), mit viel Information über das Verhalten der Bienen und einer Hauptfigur, die sich selbst und den Leser mitnimmt auf eine Reise des Verstehens.

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    MiniMixis avatar
    MiniMixivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das komplette Leben einer Biene zu verfolgen, war sehr interessant, aber es gab stellenweise einfach zu viele Längen und verwirrende Szenen
    Rezension zu "Die Bienen" von Laline Paull

    Der Roman "Die Bienen" wurde von Laline Paull geschrieben und erschien 2016 im Droemer-Verlag. Das Buch hat 343 Seiten und spielt in einem Obstgarten in unserer Zeit. Laline Paull beschreibt in ihrem Debüt-Roman das Leben einer Biene mit allen Hindernissen und Problemen. Die Protagonistin heißt Flora, ihre Nummer ist 717 und sie ist (überraschung) eine Biene.

    Dieses Buch thematisiert den Überlebenskampf eines ganzen Bienenschwarms. Es zeigt die Bedrohungen und Gefahren, mit denen auch die Bienen im realen Leben zu kämpfen haben. Erzählt wird sie Geschichte aus Floras Sicht.

    Flora 717 ist eine Biene, die in ihrem Schwarm als hässlich gilt. Sie gehört außerdem zur rangniedrigsten Sippe, die von allen wie Luft behandelt wird und doch sticht Flora 717 hervor, denn sie hat eine für ihre Sippe außergewöhnliche Begabung.
    Flora lernt schnell den brutalen und gefährlichen Alltag einer Biene kennen und stellt mit erschrecken fest, dass nicht mal der kleinste Fehler verziehen wird. So beginnt für die kleine mutige Biene der harte Kampf ums Überleben und Flora muss mehr als einmal unter Beweis stellen, dass sie nicht die unnütze, hässliche Arbeiterin ist, für die sie alle halten.
    Dabei darf sie aber nie den wichtigsten Grundsatz vergessen: arbeiten, gehorchen, dienen!

    Dieses Buch würde ich für Leser ab 16 Jahren empfehlen, denn stellenweise ist es schon sehr brutal beschrieben.

    Die Idee der Autorin finde ich echt klasse. Sie hat eine Geschichte erschaffen, die so noch nicht im Bücherregal zu finden ist. Außerdem wurden in dem Buch Dinge beschrieben, die für den Leser erstmal seltsam wirken, für die Bienen aber das Normalste auf der Welt sind. Das schafft eine sehr besondere Atmosphäre.
    Leider war mir das Buch an vereinzelten Stellen etwas zu langatmig und verwirrend erklärt. Ich fand es interessant, aber es konnte mich nicht 100%ig vom Hocker reißen.

    Dieses Buch ist auf keinen Fall schlecht, aber man sollte sich schon Zeit dafür nehmen um alles zu verstehen.

    Wer mal eine etwas andere Geschichte lesen möchte und wen ein paar vereinzelte brutalere Stellen nicht stören, der sollte sich dieses Buch auf jeden Fall mal genauer anschauen.

    Von mir gab es gutgemeinte und sehr positive 3 Sterne :)

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    BrittaRoeders avatar
    BrittaRoedervor 3 Jahren
    Kleine Welt ganz groß

    Hier hat die Autorin alles richtig gemacht. Ihr Bienen-Roman ist wunderbar rund und in sich stimmig.
    Die Story kann man gut als Märchen lesen und zugleich auch naturnah interpretieren. Es findet sich etwas Ökokritik darin, dazu Spannung, Emotionen und auch gut dosierten Humor. Laline's Sprache ist leicht zugänglich ohne jemals einfallslos zu sein. Im Gegenteil: geschickt mischt die Autorin biologische Begriffe mit ideenreich ausgestatteten Sprachbildern.
    Wer sich als Leser/in auf dieses Spiel einlässt, fühlt sich zeitweise tatsächlich wie in das Innere eines Bienenstocks versetzt.
    Selbstverständlich vermenschlicht die Autorin ihre Protagonisten, aber nur bis zu dem Punkt, den es braucht, um Empathie mit ihnen aufzubauen. Denn natürlich ist dieses Buch vor allem eines: ein Roman und kein Sachbuch.
    Dem Vergleich mit Bonsels berühmter Vorlage hält Laline's Protagonistin problemlos stand. Ebenso wie ihre berühmte Schwester Maja ist Flora 717 kein niedliches kleines Wesen; sie ist ein Tier mit ihrem typischen tierischen Verhaltensweisen, die die Autorin wertfrei und ungeschönt beschreibt.
    Bücher, in denen auf den ersten Blick auch eher unscheinbare Tiere im Mittelpunkt stehen, scheinen sich aktuell großer Beliebtheit zu erfreuen. Ähnlich ihrer Autorenkollegin Elisabeth Tova Bailey, die sich dem „Geräusch einer Schnecke beim Fressen“ verschrieb, ist auch Laline’s Roman eine respektvolle Hommage an eine kleine aber sehr beeindruckende Spezies.

    Mit großer Erwartungshaltung ging ich an diesen von vielen Seiten hochgelobten Debütroman und doch blieb ich etwas enttäuscht zurück. Warum? Über 300 Seiten atmosphärisch packend zu füllen, reichte mir einfach nicht. Gerne hätte ich etwas mehr Aussage, weniger l’art pour l’art, oder doch wenigstens mehr Substanz im Verhältnis zu der ohne Frage wunderschön gesponnenen Fiktion gehabt.
    Aber dieses Missfallen ist eher meinem persönlichen Geschmack geschuldet.
    Ein besonderes – da wirklich völlig anderes – Leseerlebnis ist dieser Roman in jedem Fall. Und alleine für diese Neuheit gibt es verdiente Pluspunkte in der Bewertung.

    Kommentare: 5
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    gsimaks avatar
    gsimakvor 3 Jahren
    Wunderschönes Bienenmärchen

    Meine Meinung
    In der Buchhandlung meines Vertrauens, wurde mir dieses Bienenbüchlein ans Herz gelegt. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich an diesem Buch vorbeigelaufen bin. Weder Cover noch Titel konnten mein Interesse wecken. Um was könnte es sich schon in dieser Geschichte handeln? Ich wusste ja vorher schon, dass Bienchen Honig produzieren; auch was mit den Herren der Gattung passiert, nachdem sie die Königin beglückt haben. Dass die Produktion von Honig in einem Bienenstock stattfindet, war mir auch nicht neu. Und, dass diese Bister ganz schön stechen können, habe ich am eigenen Leib erfahren.Also, wozu das Ganze auch noch lesen???? An dieser Stelle mal ein dickes Danke an meine Buchhandlung in Landshut. Durch Euch mache ich immer mit wunderbaren Geschichten Bekanntschaft.
    Flora 717 war meine absolute Lieblingsbiene. Schon frisch ausgeschlüpft war sie so ganz anders, als allere anderen Bienchen. Etwas wuchtig und nicht besonders schön; jedoch sehr klug. Sie wurde erst mal als Hygienearbeiterin eingesetzt. Da tat sie mir oft leid, da die "Drohnen" (Ansammlung von Bienenmännchen) oft eine große Schweinerei hinterließen. (Ähnlichkeiten zu Menschenmännchen sind zufällig und von mir nicht beabsichtigt! :-)))))Die Schwestern Salbei und Melisse bewachten sie oft mit Argusaugen. Durch Fleiß und Raffinesse schaffte es Flora 717 sehr bald, sich in den Räumlichkeiten der Königin aufzuhalten. Dadurch war ihr noch mehr Misstrauen der Schwestern gewiss.Das Eierlegen war nur der Königin erlaubt. Doch, was tun, wenn sich Flora 717 in anderen Umständen befindet? 
    Fazit
    Die kluge, liebenswerte Flora 717 schleicht sich von Anfang an in das Leserherz. Die Erlebnisse, mit ihr und den anderen Bienen, halten uns auf Trapp. Man fiebert mit um ihr Leben. Man erkennt, was die verschmutzte Umwelt für Auswirkungen auf den Lebensbereich der Bienen hat.Besonders spannend fand ich die Ausflüge, in denen Flora 717 auf Nahrungssuche ging. Die Bekanntschaften mit Wespen, Spinnen und Schmeißfliegen  waren interessant und stellenweise lustig. Die Atmosphäre im Bienenstock verspricht Geborgenheit. Leider wurde dieses Versprechen nicht immer gehalten. Das Lebensmotto der Arbeiter-Bienen: >>Arbeiten, Gehorchen, Dienen!<<   Das Motto der heiligen Schwestern: >>Arbeitet, Gehorcht, Dient!<< 
    Manchmal dachte ich mir beim Lesen: "Werde ich jemals wieder Honig mit Appetit essen können?" Es fanden schließlich richtige Massaker zwischen den Waben statt. Oh heilige Männlichkeit! Insgesamt ein wunderschönes Märchen, das ich so noch nie gelesen habe. Ich habe mich manchmal richtig wohl gefühlt im Stock. War tatsächlich traurig, wenn ein Bienchen sein Leben lassen musste. Es wurde gebetet, getanzt,  gearbeitet, gehorcht und gedient. Interessant war auch, wie sich die Bienen untereinander verständigt haben. Die Bibliothek fand ich einzigartig.
    Ich empfehle diese wunderschöne Bienenmärchen sehr gerne an alle die
    - kein Sachbuch, sonder einen Roman (Märchen) erwarten,- die einmal für ein paar Stunden ein gelb-golden farbiges Zuhause möchten,- die es zulassen, dass sie von einer wunderschönen Sprache verzaubert werden,- die bereit sind zu erkennen, dass auch Bienen ihre Sorgen und Nöte haben,- die Flora 717 und viele andere liebenswerte Bienchen kennenlernen wollen.- die ein Buch lesen wollen, das an Einzigartigkeit nicht so schnell zu überbieten ist.
    Der Epilog hat mir sehr gut gefallen. 
    Unbedingt lesen!!!
    Danke Laline Paul
    5 goldene Sterne für die Bienchen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Klett-Cotta_Verlags avatar
    Und schon geht es in die nächste Leserunde! Wir möchten mit euch »Die Bienen«  von Laline Paull aus dem Tropen Verlag lesen. Seid ihr dabei?

    Infos zum Buch:
    Ihr Name ist Flora. Ihre Nummer 717. Sie ist ziemlich groß. Ihr Pelz ist struppig. Andere finden sie hässlich. Doch sie ist klug und mutig. Und sie kann sprechen! Flora 717 ist eine Biene. Laline Paull erzählt das ergreifende Abenteuer dieser außergewöhnlichen Biene in einer anderen und doch zutiefst vertrauten Welt.
    Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf sogar an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missachtung schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes zu bewahren. Laline Paull inszeniert gekonnt einen Roman über Aufstieg, Liebe und Gerechtigkeit.

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    Kurzinfos zur Autorin:
    Laline Paull studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. »Die Bienen« ist ihr Debütroman.

    Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbet euch doch und gewinnt eines der zehn Leseexemplare von unseren Bienen! Am 02.10.14 ziehen wir die Gewinner.
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