Ein WebToon über Anderssein, über die Kraft der Freundschaft und die Stärke von geschwisterlichen Banden - und dazu noch sehr witzig.
Gut, das Cover des Webtoons hat mich ein bisschen an den Anime WeddingPeach erinnert - wäre da nicht die gruselige junge Braut neben den beiden, die wir in die Normalitätsschublade einordnen würden. Und genau das ist das Thema des WebToons - es gibt so viele verschiedene Facetten von Schönheit, von Anderssein - und keiner von uns passt vollends in die Schublade der Normalität, die uns die gesellschaftliche Norm vorgaukelt. Gwendolyn, hat ein großes Herz und verzaubert mit ihren Kuchenkreationen jeden im Pastellkönigreich, doch so hübsch wie ihre Geschwister ist sie nicht. Und jetzt sollen alle drei Prinzen aus dem Karokönigreich heiraten! Oh Schreck! Als sie dann noch erfährt, dass ihr Verlobter schlecht über ihr Äußeres redet, rennt sie davon - und stolpert mit im Wald auf den Cursed Princess Club - eine Gruppe von Prinzessinnen, die anders sind, und das als völlig normal empfinden.
Der WebToon spielt wie ich finde auf zwei verschiedene Themenkomplexe. Einerseits liefert er uns mit dem „Cursed Princess Club“ einen neuen Realitätsentwurf, in der eine Prinzessin eben nicht nur schön sein darf und gut kochen oder singen kann, sondern auch andere Qualitäten hat. Der zweite Komplex ist der Zusammenhalt, die Liebe und Rücksichtnahme der Geschwister untereinander - die sich in kleinen Gesten zeigt. Das war für mich eine der großen Stärken des WebToons.
Auf den Humor muss man wirklich Lust haben. Teilweise habe ich sehr lachen müssen, teilweise hat er mich auch nicht ganz erreicht. Aber das ist Geschmacksache. Der Cursed Princess Club nimmt mit liebevollem Sarkasmus einmal die gesamten Märchentropes auf die Schippe. Mein liebster Sidekick ist das Lama - Laverne.
Mich hat der WebToon nicht vollkommen erreicht, dafür blieb er mir zu sehr an der Oberfläche, aber ich hatte ein paar schöne Stunden mit ihm und freue mich darauf, zu erfahren wie es mit Gwen weitergeht.











