Lamia Berrada-Berca Kant und das kleine rote Kleid

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Inhaltsangabe zu „Kant und das kleine rote Kleid“ von Lamia Berrada-Berca

In der Hoffnung auf ein besseres Leben verlässt eine junge Frau ihr Land und folgt ihrem Mann nach Paris. Aber ihre Träume erfüllen sich nicht in dieser glitzernden Stadt: Noch immer trägt sie eine Burka, ihr Mann bestimmt über sie, und sie ist einsam. Doch eines Tages entdeckt sie in einem Schaufenster ein bezauberndes rotes Kleid. Immer wieder geht sie daran vorbei, beseelt von dem Wunsch, es einmal zu tragen und sich frei zu fühlen. Wenig später fällt ihr ein Buch von Kant in die Hände. Sie versteckt es vor ihrem Mann und beginnt gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter, heimlich darin zu lesen. Allmählich spürt sie, wie nicht nur das Kleid, sondern auch Kants Worte in ihr eine leise Sehnsucht wecken – den Schleier zu lüften, der sie vom Leben trennt, und endlich den Horizont zu berühren, von dem sie bislang nur geträumt hat…

In einem etwas eigenartigen, fast schon entpersonalisierenden Stil geschrieben, dessen Sinn sich jedoch im Verlauf der Geschichte erschließt

— Alais

Feines Buch mit gutem Text

— leserin

Anspruchsvoll, macht nachdenklich, mit einer poetischen Sprache- ein kleines wundervolles Büchlein.

— Buchraettin

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  • Eine junge Frau auf dem Weg zur Selbstfindung

    Kant und das kleine rote Kleid

    Alais

    24. January 2018 um 16:57

    Eine junge Frau ist aus ihrer fernen Heimat ihrem Mann nach Paris gefolgt. Hier werde sie glücklich sein, meinte er. Doch sie und ihre Tochter leben weiterhin innerhalb der sehr engen Grenzen, die er ihnen gesetzt hat, ihre Verhüllung zieht auf der Straße misstrauische Blicke auf sich und sie fühlt sich einsam und von der sie umgebenden Welt abgeschnitten. Da findet sie eines Tages vor der Tür ihres Nachbarn ein Buch und nimmt es an sich. Ihre Tochter hilft ihr, es zu entschlüsseln ..."Kant und das kleine rote Kleid" ist ein Roman, der mich erst auf den zweiten Blick überzeugt hat. Zunächst kam ich mit dem Stil der Autorin überhaupt nicht klar: Die Sätze klangen für mich zu aufgesetzt, getragen, bedeutungsschwanger. Das Verlangen der Autorin, eine These zu verdeutlichen, tritt auf den ersten Seiten leider deutlich hervor. Die Sprache ist jedoch sehr poetisch, vor allem aber auch erschreckend entpersonalisierend - es ist immer wieder die Rede von "einer Frau", erst spät erfährt der Leser, dass die Hauptfigur der Erzählung Aminata heißt. Doch gerade dies ist ein geschickter Schachzug von Lamia Berrada-Berca, denn es geht tatsächlich um eine Entpersonalisierung und deren Überwindung, um Aminatas "siebte Sünde": ihren Weg zu der Idee, sie könnte ein Individuum sein, was ihr zuvor vorbehalten war ... Die Autorin erzählt mit leisen Tönen, räumt Gefühlen einen großen Platz ein. Und so hat dieses kleine, zart-poetische Buch mich letztendlich doch verzaubert.

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  • Anspruchsvoll, macht nachdenklich, mit einer poetischen Sprache- ein kleines wundervolles Büchlein.

    Kant und das kleine rote Kleid

    Buchraettin

    01. September 2017 um 10:17

    Rot ist die Farbe der Liebe. Ist Rot auch die Farbe der Leidenschaft, der Freiheit, der Träume? Ein kleines Büchlein mit einer jungen Frau, die in einem Schaufenster ein rotes Kleid entdeckt. Ein Kleid, das bei ihr Sehnsucht weckt. Sie lebt in Frankreich, einem ihr fremden Land. In kurzen Sätzen grübelt sie über das rote Kleid nach. Ihre Gedanken vermitteln auch mir als Leser ein Bild von ihr. Sie spricht darüber, dass sie nur lange schwarze Kleider trägt, einen Schleier, der alles von ihr verdeckt. Sie erinnert sich an ihre Erziehung. Sie lebte bei ihrer Großmutter. Sie lernte nicht schreiben und lesen, sondern was Sünden sind. Es sind fast poetisch klingende Sätze in diesem kleinen Büchlein. Als Leser betrachte ich die Figur von außen. Sie erzählt auch nicht als Ich- Erzählerin, so dass mir diese Distanz, die es gibt, ein wenig bewusster wird. Aber dennoch lässt sie mich teilhaben, an ihren Gedanken und ihren Gefühlen. Ihre Einsamkeit, immer darauf achten alles richtig zu machen. Doch manchmal erlaubt sie sich selbst zu träumen. Und hier weckt dieses rote Kleid nun Sehnsucht in ihr. Für mich ist dieses Kleid eine Art Metapher für Freiheit. Dazu denkt die junge Frau über ihr Leben nach. Ihre Rolle als Frau, die Heirat, die eher einem Verkauf zu gleichen schien, ihr Leben- das Kleid weckt die Sehnsucht, nach Freiheit, Leben. Ich fand es interessant in dieses Leben der Frau einzutauchen. Immer mehr Details aus der Vergangenheit erzählt sie. Damit bekommt der Leser ein Bild von ihrem Leben. Das für sie fremde Land, in dem ihr Mann arbeitet, ihre Tochter zur Schule geht. Den Schleier, den sie immer trägt. Die Ratschläge, die sie gelernt hat, wie eine Frau sich zu verhalten hat. Doch sie verändert sich. Dieses rote Kleid scheint etwas ausgelöst zu haben in ihr. Und dann findet sie ein Buch von Kant. Auch ihre Gedanken, wo diese rote Farbe überall auftaucht, fand ich sehr gelungen. Es ist ein kleines Büchlein. Es ist in viele kurze Kapitel eingeteilt und es hat wunderschöne Sätze, die mich als Leser immer wieder im Lesen innehalten und darüber nachdenken lassen.Es ist Buch über Frauen, Freiheit, Träume und Mut. Ein Buch über Kant, rote Kleider und den Wunsch, etwas zu verändern.Anspruchsvoll, macht nachdenklich, mit einer poetischen Sprache- ein kleines wundervolles Büchlein.

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