Lara Juliette Sanders

 3.9 Sterne bei 9 Bewertungen

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Einfach davongeflogen

Einfach davongeflogen

 (9)
Erschienen am 01.04.2011

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Emily_Byrons avatar

Rezension zu "Einfach davongeflogen" von Lara Juliette Sanders

Wiedererkennungswert
Emily_Byronvor 5 Jahren

Vor drei Tagen fand ich, da ich schnell noch eine Zuglektüre brauchte, "Einfach davongeflogen". Ich habe das eBook so schnell durchgelesen wie selten eins. In so vielen Dingen erkenne ich mich in den Empfindungen der
Autorin wieder, ihrem Drang nach einem selbstbestimmten Leben, dem unerwarteten Ausbruch, den Selbstzweifeln und dem Mut, Neues anzugehen, egal wie sehr andere dagegen sprechen. Das Thema mag sicher nicht Jedermanns Geschmack sein, da die Autorin sich stets auf einem schmalen Grad zwischen den eigenen Bedürfnissen und dabei der Rücksichtslosigkeit gegenüber ihrer Familie bewegt. Man weiss nie wirklich, ob man jetzt so oder so mitfühlen soll. Aber gerade das macht das Ganze so authentisch, wie es offenbar auch in Wirklichkeit war. Was mir nicht gefiel, war der Schluß - zu schnell, zu komprimiert, zu wenig Details und schon gar keine im privaten Bereich. Wie ging es nach dem Dreh des Films weiter? Ging sie zurück? Was ist mit Sven? Sam? Und wessen Sohn ist Luca? Wahrscheinlich sind das Dinge, die die Autorin aufgrund ihrer Privatsphäre bewusst ausgeklammert hat, für mich als Leser bleibt damit jedoch nach der letzten Seite eine gewisse Unzufriedenheit. Hier hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht, wenn das alles schon eine so zentrale Rolle im Buch spielt (und hätte ich das Buch schon früher gelesen, hätte ich sicher mal bei meiner - wie ich jetzt weiss - ehemaligen "Nachbarin" geklingelt und persönlich nachgefragt ^^).

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abuelitas avatar

Rezension zu "Einfach davongeflogen" von Lara Juliette Sanders

Rezension zu "Einfach davongeflogen" von Lara Juliette Sanders
abuelitavor 9 Jahren

Viele träumen davon - kaum einer verwirklicht es - das alte Leben einfach hinter sich zu lassen, den eigenen Lebenstraum auch wirklich zu leben, das eigene Ziel zu verwirklichen...
Nun, ganz so einfach ist das alles auch nicht, das - die widersprüchlichen Gefühle und Gedanken- merkt und zeigt auch Lara Sanders in ihrem Buch.

Den zehnten Flug würde ich nehmen. Meine Augen hakten die Ziele ab. Los Angeles, das würde mir gefallen, Las Palmas klang nach Erholung. Aber das lag auf Platz sechs. Sieben, acht, neun, zehn: Dominica …


November 1999: Lara Sanders aus München ist auf dem Weg zur Arbeit. Ein grauer, nebliger, typisch deutscher November-Tag und die junge TV-Journalistin, die schon seit längerem unter der Routine des Jobs und des Alltags leidet, zückt ihr Handy, ruft ihren Chef an und kündigt ihren sicheren Job. Sie fährt zum Flughafen, bucht spontan den zehnten Flug auf der Anzeigetafel, kauft sich noch einige Klamotten auf dem Flughafen, informiert ihren Mann und die Eltern per Mitteilung auf deren Anrufbeantworter und fliegt zu ihrem Zufalls-Ziel, um dort ihren Traum - einen eigenen Film zu drehen - der sie seit Kindheit begleitet, zu verwirklichen. Auf diese kleinen Insel mitten in der Karibik hat sich auch ein alter Schwede, Daniel Rundstroem, zurückgezogen, um seinerseits einen Traum zu verwirklichen: zusammen mit einem jungen Karibe-Indianer ein Flugzeug zu bauen und zu fliegen. Der Schwede hat früher als Privatpilot die jementische Königsfamilie und afrikanische Prominenz durch die Welt geflogen.
Lars Sanders beschliesst, über diesen interessanten Mann einen Dokumentarfilm zu drehen- was ihr, schon vorab gesagt, auch gelingt, allerdings erst nach vielen Jahren u. mit großen Problemen anfangs. Acht Jahre später wird der Film mit internationalen Preisen überschüttet.

In Ihrem Buch erzählt Lara Sanders von ihrem Weg bis dahin, von Ihrer inneren Zerrissenheit.Vordergründig gesehen hatte sie doch alles, war beliebt, hatte einen netten Ehemann, Freunde, war auf dem besten Weg nach oben, konnte sich fast alles leisten (hatte allerdings nicht die Zeit, das verdiente Geld auszugeben) - und war doch unglücklich. Trotzdem, war es richtig, was sie hier tat, einfach alles zurücklassen? Von niemanden verstanden zu werden, diesen -in den Augen anderer- Ego-Trip - einfach auszuleben? Ja, das war es - Lara Sanders fand zu sich selbst und hat ihren Traum auch verwirklicht. "Ich glaube nicht mehr an Zufälle; alles hat einen Sinn und das ist kein esoterischer Quatsch", so Lara Sanders in einem Interview.

Mir hat der der Mut von Frau Sanders sehr imponiert, auch, dass Sie trotz aller Widerstände nicht aufgegeben hat, wirklich erkannt hat, was für Sie selbst wichtig ist und das dann auch umgesetzt hat.

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