Lara Prescott

 3.8 Sterne bei 105 Bewertungen
Autor von Alles, was wir sind, Alles, was wir sind und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lara Prescott

Lara Prescott, geboren 1981 in Pennsylvania, studierte als Stipendiatin am Michener Center for Writers. Ihre Geschichten erschienen in literarischen Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Alles, was wir sind ist ihr Debütroman, für den sie jahrelang in Russland, Europa und den Archiven der CIA recherchierte. Sie lebt in Austin, Texas.Mehr unter www.laraprescott.com

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Alles, was wir sind

 (102)
Erscheint am 12.04.2021 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Lara Prescott

Cover des Buches Alles, was wir sind (ISBN: 9783746638072)

Alles, was wir sind

 (102)
Erscheint am 12.04.2021
Cover des Buches Alles, was wir sind (ISBN: 9783961050673)

Alles, was wir sind

 (3)
Erschienen am 08.11.2019

Neue Rezensionen zu Lara Prescott

Neu

Rezension zu "Alles, was wir sind" von Lara Prescott

Ein echtes Meisterwerk
TheaWolf30vor 7 Monaten

Lara Prescott ist mit "Alles, was wir sind" ein echtes Meisterwerk gelungen. Das Buch ist toll geschrieben; das Thema allein schon vollkommen fesselnd: inmitten des Kalten Krieges versucht die CIA, Widerstand in der Sowjetunion zu wecken, und das mit Hilfe eines simplen Buches über die Liebe - "Doktor Schiwago". Da ich die Hintergründe nicht kannte, war die Brisanz dieses Buches und der Rahmenhandlung völlig neu für mich, und die Autorin versteht sich darauf, sie den LeserInnen  auf anschauliche, in eine spannende Geschichte eingebettet näher zu bringen.

Eigentlich sind es ja zwei Geschichten. In der einen schreibt Boris Pasternak an "Doktor Schiwago" und kann nicht verhindern, dass seine Geliebte Olga, selbst in Literaturzirkeln aktiv, in ein Arbeitslager gesteckt wird. Olga soll den Mächtigen verraten, was sich genau hinter "Doktor Schiwago" verbirgt, doch sie nimmt alle Leiden auf sich und bleibt Boris treu, und das bis zu seinem Tode, obgleich er sich überwiegend weniger rücksichtsvoll ihr gegenüber verhält.

In der zweiten Geschichte geht es um Irina, eine junge Frau, die von der CIA wegen ihrer russischen Wurzeln angeworben und zur Agentin ausgebildet wird. Die Liebesgeschichte, in die sie verwickelt wird, ist eine echte Überraschung und bricht in einem für das breite Publikum gedachten Buch mit der Norm. Zu früh freuen darf man sich dann beinahe doch nicht: das Ende ihrer Liebesgeschichte ist relativ offen und kann natürlich positiv interpretiert werden, aber so wirklich klar ist es nicht. Das wäre wohl für die breite Leserschicht doch zu viel des Guten....

Zu den Charakteren: Boris Pasternak wurde oft als sehr narzisstisch und selbstgefällig dargestellt. Vermutlich war er einfach ein Mann seiner Zeit, der es zu Ruhm und Ehre gebracht hat, die Grenzen auslotete und überschritt und dabei auch (gern) persönliche Opfer brachte. Er blieb bis zuletzt verheiratet und hielt sich Olga, die alles für ihn tat, als Geliebte. Olga dagegen war schon eine starke Frau, aber sie war absolut auf Pasternak interessiert und opferte wiederum ihre Kinder. Ihre Tochter kam später wegen und mit ihr ins Arbeitslager. Der Sohn wird zum Alkoholiker; sie hat kein Naheverhältnis zu ihm. Pasternak und Doktor Schiwago sind die Dinge, die für sie zählen.

Irina ist lieb und anfangs etwas naiv. Sie wird im Roman erwachsen. Trotz aller gesellschaftlichen Rahmenumstände fand ich ihre Verlobung mit Teddy feige und unangebracht. Sie geht anfangs den Weg des geringsten Widerstands, emanzipiert sich erst gegen Ende des Buches hin und flüchtet lieber ins Ausland, als sich ihren wahren Gefühlen zu stellen.

Sally tut mir leid. Zur falschen Zeit geboren, erlebt sie das, was wohl vielen Lesben zu ihrer Zeit passiert ist: berufliches Mobbing, Verunglimpfung, Rausschmiss, und privat ein stetes, einsames Leiden. Es bleibt zu hoffen, dass sie doch noch ihr Glück fand.....


Insgesamt eine überraschende Zufallsentdeckung, die ich nur empfehlen kann; auch als Hörbuch sehr spannend und gut gelesen!




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Rezension zu "Alles, was wir sind" von Lara Prescott

Ein großer Wurf
sursulapitschivor 9 Monaten

Noch ein Buch, das anhand der Aufmachung Seichtes vermuten lässt und dann wirklich positiv überrascht. In letzter Zeit erwische ich öfter mal so etwas.

 Hier geht es um Doktor Schiwago und Boris Pasternak, um ein Buch, das unter schwierigsten Umständen geschrieben, in Russland verboten wurde und trotzdem Weltruhm erlangte.

Sie haben viel gemeinsam, der Autor und sein Protagonist, neben der Ehefrau eine Herzensfrau und ein Regime, das sie beobachtet und drangsaliert. Es ist wirklich spannend mitzuerleben, wie dieses besondere Buch entstand und was es für Pasternaks Leben bedeutet hat.
Und dann ist im fernen Amerika das CIA daran interessiert, russische Bücher, die im eigenen Land auf dem Index stehen, unter das Volk zu bringen um aufzuklären. Irina und Sally sind dort Schreibkräfte mit Spezialaufgaben. 1958 durfte in Russland kein Buch über die Oktoberrevolution erscheinen, im Ausland erweckte es aber höchstes Interesse.

Das alles präsentiert dieses Buch wunderbar lebendig. Die beiden Handlungsstränge in Russland und Amerika sind kunstvoll verquickt und geben spannende Rätsel auf. Man muss dieses Buch sehr aufmerksam lesen (oder hören).
Im letzten Drittel schießt es dann leider ein wenig über das Ziel hinaus. Mir hätte eine entsagungsvolle Liebesgeschichte vollkommen gereicht, aber die Autorin legt noch nach.

 Trotzdem beeindruckt dieses Buch maximal. Das Hörbuch ist schön gelesen, nicht immer ganz einfach wegen der Zeitsprünge, aber ein großer Wurf, tolle Unterhaltung mit Tiefgang, Herz, Schmerz und ein Stückchen russische Geschichte zum Miterleben.

 

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M

Rezension zu "Alles, was wir sind" von Lara Prescott

Unter den Erwartungen
MissMerkurvor einem Jahr

Ich bin was dieses Buch angeht sehr zwiegespalten. Ich war super gespannt darauf die Geschichte von Olga und Boris zu lesen. Die Idee des Buches ist großartig und die Autorin hat sicherlich eine sehr gute Recherchearbeit geleistet.
Allerdings muss ich sagen, dass ich echte Probleme hatte mit dem Buch warm zu werden. Besonders am Anfang sind Personen und Handlungen so oberflächlich beschrieben, dass ich mich nur schwer mit einem der Hauptcharaktere identifizieren konnte. Und wenn ich doch gerade einmal mit einer Person warm geworden bin - kam schon wieder das nächste Kapitel.
Und so habe ich auf Seite 147 arg gekämpft, ob ich das Buch einfach weglege oder tapfer weiter lese.
Ich hab weiter gelesen und ab Seite 300 wurde es tatsächlich gut, der Schreibstil besser und ich hatte mich endlich in die Handlung gefunden. Alles in allem bleibe ich dabei dass es ein tolles Thema ist - aber so richtig gefesselt hat mich dieses Buch leider nicht.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Alles, was wir sind

Die unvergessliche Liebesgeschichte zwischen Boris Pasternak und seiner Muse Olga Iwinskaja.
Herzlich Willkommen zu unserer Leserunde zu Lara Prescotts Debütroman »Alles, was wir sind«

Liebe Leser*innen, 

Wir verlosen 20 Exemplare des Romans »Alles, was wir sind« von Lara Prescott unter allen die gespannt sind auf den Debütroman der US-Autorin. Möchtet ihr euch mit anderen Leser*innenn im Rahmen der Leserunde austauschen und anschließend eine Rezension schreiben?

Dann bewerbt euch bis zum 1. Dezember und gewinnt eines von 20 Exemplaren! 


Und darum geht´s im Buch: Der Kalte Krieg zieht herauf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Schriftstellerin und Muse des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman »Doktor Shiwago« erscheint. In der Lagerhaft verliert Olga ihr Kind, doch sie hört nie auf, an ihre Liebe zu Boris zu glauben. Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Geist des Widerstands in der Sowjetunion wecken – mit Literatur, mit »Doktor Shiwago«. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der erfahrenen Agentin Sally ausgebildet. Eine gefährliche Hetzjagd auf den Roman beginnt, und der Druck auf Boris und Olga wird immer größer. Doch dann tritt »Doktor Shiwago« seinen Triumphzug um die Welt an ...

 
Viel Glück wünscht das Aufbau-Team 


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