Feuer und Wind

von Larissa Brown 
4,1 Sterne bei51 Bewertungen
Feuer und Wind
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (36):
CarolinaUnckells avatar

Ich habe das Buch geliebt die Geschichte ist wunderschön!

Kritisch (7):
AggiWuerzes avatar

Mit der Schreibweise, den Dialogen und der Hauptfigur konnte ich leider einfach nicht warm werden.

Alle 51 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Feuer und Wind"

Jen lebt in einer nicht allzu fernen Zukunft in einer kühlen Welt aus Glas und Stahl, der sie nur durch das Eintauchen in virtuelle Realitäten entfliehen kann.
Beim Test einer historischen Simulation geschieht das Unglaubliche: Jen wird in das Island des 10. Jahrhunderts katapultiert, wo sie von einer Gruppe Wikinger aufgefunden wird. Deren Anführer Heirik ist zugleich geachtet und gefürchtet - wegen eines Blutmals gilt er als unberührbar. Für Jen jedoch ist er Sehnsucht, Glück, Verlangen und erfüllt ihre Seele mit der Macht eines Sommersturms. Doch kann sie das Tabu durchbrechen, das den einsamen Nordmann umgibt und die Vergangenheit zu ihrer Zukunft machen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783736302310
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:750 Seiten
Verlag:LYX
Erscheinungsdatum:14.10.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Ladylike0s avatar
    Ladylike0vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Viel Potenzial, das nur mäßig ausgeschöpft wurde.
    Zumindest hatte es Potenzial...

    **R** "Feuer & Wind" - von Larissa Brown

    Klappentext:


    „Jen lebt in einer nicht allzu fernen Zukunft in einer kühlen Welt aus Glas und Stahl, der sie nur durch das Eintauchen in virtuelle Realitäten entfliehen kann.
    Beim Test einer historischen Simulation geschieht das Unglaubliche: Jen wird in das Island des 10. Jahrhunderts katapultiert, wo sie von einer Gruppe Wikinger aufgefunden wird. Deren Anführer Heirik ist zugleich geachtet und gefürchtet - wegen eines Blutmals gilt er als unberührbar. Für Jen jedoch ist er Sehnsucht, Glück, Verlangen und erfüllt ihre Seele mit der Macht eines Sommersturms. Doch kann sie das Tabu durchbrechen, das den einsamen Nordmann umgibt und die Vergangenheit zu ihrer Zukunft machen?“

    Meinung:

    Dieses Buch strotzt voller genialer Ideen, die ich einfach nur absolut geliebt habe. Zu Beginn befindet man sich im 22. Jahrhundert. Die Umwelt ist trist, farblos und ein wenig ausgestorben. Außer Krähen gibt es keine Tiere mehr. Flüsse, Bäche, Seen und Meere existieren nicht. Wasser wird durch Maschinen aus der Luftfeuchtigkeit gewonnen. Es ist also kein Wunder, dass sich die Menschen simulierte Welten erschaffen haben und in sogenannten „Tanks“ einen Ausgleich finden.

    Durch die Technologie der modernen Zeit wurden Tanks entwickelt. Mit ihnen kann man in die Zeiten und Welten gelangen, die vor dem 22. Jahrhundert existiert haben.

    „Jeder hatte ein Land und eine Zeit, die er besonders schätzte, und lebte sooft wie möglich darin.“

    Für die Aussprache, die Worte und die Sprache in den Tanks ist Jen verantwortlich. Sie entwickelt durch Forschung Stimmfarben, Akzente, Dialekte und Weiteres, die sie den jeweiligen Zeiten und Welten zuschreibt. Ihre Arbeit faszinierte mich. Sie nahm die Welt völlig anders wahr. In Klängen, Geräuschen, Tiefen und Höhen von Tönen.

    Aktuell arbeitet das Forschungsteam an einer neuen Tanksimulation und Jen soll diese testen. Doch läuft etwas schief und sie landet im alten Island des 10. Jahrhunderts. Zu den Wikingern einer atemberaubenden Welt voller Wiesen, Getreide, Pferde, Hunde und Wasser.

    Die Autorin muss unfassbar naturverbunden sein. Ansonsten kann ich mir die Liebe in den Worten über Landschaften, einfache Naturphänomene, wie einen Sonnenuntergang, nicht erklären. Dadurch, dass Jen die Natur zum ersten Mal sieht, steht sie dieser mit einer kindlichen Neugier und Freude gegenüber. Auch dem Leser wird die Schönheit unserer Welt bewusst und Jens Entdeckungsgeist sorgt regelrecht für ein Lächeln auf den Lippen. Auf jeden Fall ermöglicht Larissa Brown dem Leser eine bildgewaltige Zeit in der Welt des damaligen Islands.

    Im Island trifft Jen auf die Wikinger-Sippe des gefürchteten Anführers Heirik. Er besitzt ein großes Brandmal, das die Hälfte seines Gesichts und einen Teil seines Körpers bedeckt. In seiner Sippe gilt er dadurch als verflucht, als hätten die Götter Blut auf ihn vergossen und Platz für das Böse gemacht. Doch ist er ein guter, durchdachter Häuptling und wird deswegen respektiert. Und von Jen bald geliebt.

    Viele dieser Ideen sind super und ich war hingerissen von den neuen Grundideen. Verzaubert hat mich der Aufbau der Handlung, der dann langsam einer langen Schwärmerei einer jungen Frau Platz gemacht hat. Und mit lang, meine ich seeeehr lang. Gefühlt war ein Drittel des Buches gefüllt mit verliebten Gedanken von Jen gegenüber Heirik (und das Buch ist knapp 750 Seiten dick, ein Drittel ist da nicht wenig). Bald wurden Schwärmereien zu einer breit ausgefüllten Liebesgeschichte, die so voller Klischees strotzte, dass ich jede Wendung hab vorhersehen können. „Feuer und Wind“ habe ich zur Hand genommen, da mich die neuen Ideen angezogen haben. Ich wollte etwas Neues lesen, was ich leider nur zum Teil erhalten habe. Auch rückte die eigentliche Handlungsidee völlig in den Hintergrund und verlor an Bedeutung.

    Liebesgeschichten gegenüber bin ich eigentlich sehr aufgeschlossen. Gerne nehme ich eine reine Romanze zur Hand oder entdecke Liebesgeschichten in Büchern gerne als Nebenstrang. Doch in "Feuer und Wind" hatte ich so einige Probleme damit. Zum einen, da wirklich viel über die Schwärmerei von Jen berichtet wird, zum anderen verstand ich die Schwärmerei nicht oder nur zum Teil. Dass sie Interesse an einem verletzlichen und gleichzeitig starken Wikinger-Häuptling hat, ist für mich nachvollziehbar. Trotzdem ist er ein Häuptling und Jen wirkte auf mich, als hätte sie die komplette Phase der Emanzipation wie die Wikinger-Sippe nie erlebt. Als eine Frau aus der Zukunft, war das wenig realistisch. Vor allem machte sie sich durch ihre unterwürfige, verträumte, teils naive Art unsympathisch.

    Der Schreibstil von Larissa Brown lässt sich fließend lesen. Ihre Worte verzaubern, sind bildgewaltig und ich liebe ihre Naturbeschreibungen. Kapitelenden hat sie jedoch recht wahllos gewählt. Hin und wieder hat sie eine Landschaft beschrieben, mitten drin das Kapitel beendet und im neuen Kapitel wurden die Beschreibungen einfach fortgeführt. Ab und zu hat mich das aus meinem Lesefluss gezogen.

    Fazit:

    Larissa Brown baut eine wundervolle Handlung auf, die vor neuer Ideen strotzt. Voller Vorfreude habe ich mich auf jede einzelne Idee gestürzt, war bezaubert von der Weise, wie sie die Welt betrachtete. Trotzdem wurde viel meiner Lesefreude gedämpft, als die Liebesgeschichte ungefähr nach dem ersten Drittel des Buches überhand gewann. Lieber hätte ich mehr über das 22. Jahrhundert erfahren, über das 10. Jahrhundert im Island, den Zeitsprung von Jen. Eben mehr über die Handlung, die am Anfang des Buches angedeutet wurde. Letztendlich wurde viel Potenzial verschenkt, das diese Geschichte durchaus gehabt hätte.

    Kommentare: 2
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    Letannas avatar
    Letannavor 9 Monaten
    einfach nur toll

    Jen gehört zu einem Team von Wissenschaftlern, die virtuelle Realitäten erschaffen. Sie sorgt dafür, dass die Welten nicht nur technisch einwandfrei sind, sondern auch in vielen anderen Dingen authentisch sind. Besonders fasziniert ist Jen von Island des 10. Jahrhunderts. Dann eines Tages passiert das Unglaubliche, sie wird mitten in diese Zeit geschleudert. Eine Gruppe Wikinger findet sie und sie wird in die Gemeinschaft aufgenommen. Jen ist besonders von dem Anführer Heirik angetan, der von seiner eigenen Gemeinschaft zwar als Anführer akzeptiert, aber auch gemieden. Denn er hat ein Blutmal und gilt dadurch als verflucht.

    Dieses Buch will ich schon ganz lange lesen, denn der Klappentext hat mich wirklich sehr angesprochen. Schon seit längerem finde ich Island sehr interessant und war sehr neugierig auf diese Geschichte hier.
    Die Autorin hat hier wirklich ein unglaubliches Debüt geliefert. Mit fast 700 Seiten ist das Buch ein richtiger Schmöker und konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Die Handlung fängt in der Zukunft an und wird aus der Sicht von Jen in der Ich-Perspektive erzählt. Später wechselt die Geschichte aber relativ schnell nach Island ins 10. Jahrhundert und wir begleiten Jen bei ihren Abenteuern dort.
    Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der eher poetisch als rasant ist. Die Geschichte ist insgesamt eher ruhig, aber sehr faszinierend. Man erfährt sehr viel über die Kultur Islands, was ich wirklich interessant fand. Die Liebesgeschichte nimmt eine sehr zentrale Rolle ein und ich habe wirklich mit gelitten mit den beiden. Heirik ist einerseits ein sehr starker, aber andererseits auch ein sehr verletzliche Charakter. Durch seinen Makel hat er bisher eher sehr zurückgezogen gelebt. Jen passt sich sehr schnell den neuen Gegebenheiten an, sie fühlt sich in Island sehr wohl, was vor allem daran liegt, dass sie sich in ihrer eigenen Welt nicht so richtig wohl fühlt. Die Liebesgeschichte hat mich wirklich berührt.
    Für mich ist dieses Buch auf jeden Fall ein Highlight und ich würde mich freuen, wenn auch die andere Bücher der Autorin übersetzt werden. Es gibt noch eine weitere Geschichte aus dieser Welt mit anderen Hauptfiguren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.

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    AmiLees avatar
    AmiLeevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschön. - 5/5 Sternen
    Von Seite zu Seite habe ich mich immer mehr in das Buch verliebt

    „In einer Welt, in der wir primär durch immaterielle Fäden miteinander verbunden waren, hätten wir eigentlich in der Lage sein sollen, einander im physischen Wirrwarr der Vergangenheit zu finden. Schmerzhaft, fröhlich, widerlich, romantisch. Die Leute verbrachten Tage und Nächte mit unterschiedlichem Fanatismus in authentisch wirkenden Settings. Sie lechzten nach ihren Welten. Sie tauchten inbrünstig in sie ein.“ [S. 30]

    Inhalt

    „Ich erwachte auf schwarzem Sand…“ [S. 653]

    Die Sprachkünstlerin Jen lebt in einem von Naturkatastrophen gezeichneten Island der Zukunft. Die Welt ist zu Eis erstarrt, jedes Fleckchen ist mit Türmen aus Glas und Metall zugebaut. Um die leeren Stunden zu füllen, entfliehen die Menschen in vergangene Epochen und lassen Festgelage, Speere und Walküre zu ihrer Wirklichkeit werden. Mit der Hoffnung auf schnelles und großes Geld lässt das Unternehmen, für das Jen arbeitet, den „Tank“ entwickeln. Dieser soll den Menschen, sofern sie finanziell dazu in der Lage sind, den Eintritt in eine uneingeschränkt und völlig real wirkende Welt ermöglichen.
    Jens Aufgabe als Sprachkünstlerin bei dem Projekt ist es, die Sprachen für die jeweiligen Szenarien zu erschaffen. Beim Betreten des „Tanks“ geht jedoch irgendetwas schief und Jen wird in das Islands des 10. Jahrhunderts gezogen, wo sie von einer Gruppe Wikinger und deren Clanführer Heirik gerettet wird.
    Schon bald spürt Jen, dass sie sich mit dem Land und vor allen Dingen den Menschen um sie herum tief verbunden fühlt. Allen voran Heirik. Denn auch wenn der Körper des Häutlings von einem Blutmal entstellt ist, so erkennt Jen die Schönheit des Mannes dahinter aber eben auch seine Schatten.

    Meinung

    „Irgendwo musste es jemanden für mich geben, der wirklich war. Jemanden, den ich wirklich kennen würde, wirklich lieben konnte. Ein Teil von mir gestand sich ein, dass ich ihn niemals hier in meinem Zimmer finden würde, solange ich die Augen verschloss und mit dem Herzen in der Vergangenheit weilte.“ [S. 25]

    Die Autorin hat sich viel Zeit damit gelassen, Jens und Heiriks Geschichte zu erzählen. Im Gegensatz dazu hat sie der Welt, aus der Jen kommt, nicht mal vierzig Seiten gewidmet, was mich anfangs etwas irritiert und ratlos zurückgelassen hat. Mittlerweile verstehe ich den Sinn dahinter und lange beschäftig habe ich mich damit dann auch nicht, denn keine dreißig Seiten später war ich mitten im Geschehen. Die Autorin hat es mit ihrem poetisch anmutenden Schreibstil und ihren ausschweifenden Beschreibungen geschafft, das Island des 10. Jahrhunderts in meinem Kopf so lebendig werden zu lassen, dass ich fast schon traurig war, als ich das Buch beendet hatte. Ich hätte gut und gerne noch weitere 500 Seiten mit Jen, Heirik und wie sie alle heißen, verbringen können. Die knapp 700 Seiten habe ich sowieso kaum gespürt, die Seiten flogen nur so dahin. Und auch wenn es, gemessen an der hohen Seitenzahl des Buches, größtenteils eher ruhig zugeht, so wurde es für mich kein einziges Mal langweilig. Ich bin abgetaucht, wurde davongetragen von der Schönheit der Sprache, den Mythen und Gesängen, dem Prasseln von Kaminfeuern, dem rumpeligen Lachen der Winkinger, dem Geschnatter der Frauen. Von eisigen Winden, dem Flüstern von Liebenden. den Geräuschen von Wetzsteinen und dem Gebrabbel kleiner Kinder.

    "Nachdem Heirik den ganzen Morgen so angespannt und bitter und verwirrt gewesen war, schaute er mich endlich richtig an. Und dann ließ er etwas los. Etwas, was er so leid war. Er schien in meine Augen zu fallen wie ein Kind in ein Nest aus Decken und ich umfing ihn mit meinem Blick." [S. 225]

    Die Beziehung zwischen Jen und Heirik mochte ich sehr, nicht nur weil ich schon immer ein Faible für die "unmögliche Liebe" habe. Zwei Menschen die, aller Widrigkeiten zum Trotz, versuchen zueinanderzufinden, ist und bleibt für mich eines der romantischsten und kraftvollsten Dinge die es gibt. Die Autorin hat zwischen Jen und Heirik eine, in meinen Augen, absolut nachvollziehbare und zutiefst berührende Beziehung entstehen lassen, in der Gefühle nicht durch große Worte sondern hauptsächlich mittels Blicke und Gesten vermittelt werden. Beide sind auf ihre Art verloren und erkennen sich in der Einsamkeit des jeweils anderen. Jen die aus einer Welt kommt, in der nichts Bedeutung hat und Heirik, der aufgrund seines Blutmals als unberührbar gilt. Sehr beeindruckt war ich von der Tasache, wie Larissa Brown es immer wieder geschafft hat, eine erotische Atmospäre entstehen zu lassen, ohne dass sich die Beiden berühren. Auch dabei bleibt die Autorin ihrem Stil treu und so wird aus einer einfachen Sache, wie zum Beispiel dem Lösen eines Zopfes, ein Fest der Sinne.

    „Jetzt sah ich mein zukünftiges Leben vor mir, nicht das, das ich hinter mir gelassen hatte. Die Verbindung zu meiner Vergangenheit – zu der kalten Stadt, den leeren Augen und verlorenen Herzen von Millionen von Menschen – war getrennt, gekappt wie ein Seil. Und während mein müder und wunder Körper noch dabei war, zum Langhaus zurückzukehren, war mein Herz bereits da.“ [S. 418]

    Im Laufe des Buches wird die Geschichte dann ab und an doch etwas düsterer und auch blutiger, denn die Zeiten sind rau, gefährlich und von Aberglaube geprägt. Auch unter den Wikingern existieren Hass, Intrigen, Angst und Gewalt. Doch selbst die Dunkelheit hat Dank des besonderen Schreibstils der Autorin eine ganz eigene Schönheit und ich habe mich von Seite zu Seite immer mehr in das Buch verliebt. Und selbst einen Tag nachdem ich das Buch beendet habe, klingt die wunderschöne Sprache immer noch in mir nach und auch die Bilder in meinem Kopf sind nach wie vor noch gegenwärtig.

    "Alle haben sich zur Ruhe begeben.
    Gute Nacht den Schafen und Kühen und Pferden.
    Dem Gras auf den Wiesen, den groben Mauern.
    Den Sternen und dem Herdfeuer und dem starken Haus.
    Den Wäldern und den Walen und dem Meer.
    Gute Nacht dem Kreis junger Mädchen,
    deren lange Zöpfe im Feuerschein leuchten." [S. 9]


    Bewertung

    5/5 Sternen

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    Sandrica89s avatar
    Sandrica89vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Selten ein so wunderbares Buch gelesen mit so einer wundervollen Geschichte!
    Wenn man hinter den Fassen blickt...

    Als ich das Buch zugeklappt hatte, nachdem ich die letzte Seite verschlungen hatte, kamen mir fast die Tränen. Es war soooooo schön. Endlich mal ein Buch über Wikinger und Island. Sowas liest man wirklich selten und ich hab mir nur um so mehr darauf gefreut es zu besitzen. Allerdings hab ich ziemlich lange daran gebraucht, denn man muss sich wirklich Zeit dafür nehmen, um alles aufsaugen und sich vorstellen zu können.


    Jen lebt in der nicht all zu fernen Zukunft. An einem Ort, wo es nur kalte Betons, Glas und Stahl gibt. Ohne Gerüche, ohne Grün, ohne Tiere... dies alles ist zu einem Mythos geworden. Um aus dieser Welt zu entfliehen, geht sie regelmässig in die virtuelle Welt und studiert die Geschichte und die alte Sprache. Doch plötzlich, als sie sich für eine historische Simulation vorbereiten wollte, geschieht ein Unfall mit der Maschine und sie wird ins alte Island teleportiert und von Wikingern aufgefunden. Als sie begreift, dass sie nicht mehr zurück kann, versucht sie sich in ihrer neuen Welt zurecht zu finden. Sie gibt an, sich an nichts erinnern zu können, damit keine Fragen gestellt werden. Von den Frauen wird sie in allem unterrichtet, was eine Frau wissen sollte in einer Sippe zu leben. Nicht jede scheint sie zu mögen und Jen muss aufpassen, nichts falsches zu sagen. Doch eine von den Frauen, wird zu ihrer besten Freundin. Eine Freundin, die sie niemals in der Zukunft gehabt hatte. Doch der Anführer, Heirik, zieht sie in seinem Bann. Obwohl er ein Blutmal auf seinem Gesicht und Körper trägt, fühlt sie sich extrem von ihm hingezogen. Jeder hat deswegen Angst von ihm und geht gar nicht in seiner Nähe. Doch Jen blickt hinter seinem Mal und erkennt einen mutigen und guten Mann. Doch wie soll sie ihm das sagen, wenn er sich für einen Fluch hält? Mit der Zeit kommen sie sich immer näher, und gleichzeitig entfernen sie sich immerzu von einander. Irgendwas passiert immer zwischen ihnen, damit er sich immer mehr von ihr entfernt, obwohl er sich eigentlich nach ihrer Nähe sehnt. Als die Geschehnisse schliesslich zum Höhepunkt kamen, begreift Jen plötzlich so einiges und wer zwischen ihnen immerzu einen Keil getrieben hat, damit sie niemals zusammen kommen können.


    Die Autorin hat sich mit dem Buch richtig Zeit gelassen. Sie hat jedes Detail hineingeschrieben, alles genau beschrieben. Nicht nur die Landschaft, sondern auch die Denkweise von Jen und was so in ihrer Umgebung passiert. Die Kapitel sind daher sehr lang, aber dies hat es meiner Meinung nach gebraucht. Man sollte sich Zeit einteilen können, um dieses Buch zu lesen, damit auch alle Informationen gespeichert werden können. Es war spannend zu lesen, wie sich Jen zurechtfinden muss, wie sie sich entwickelt und dennoch sie selbst bleibt. Wie sie ihre neue Welt plötzlich zu sehen begann und all die Erkenntnisse, die sie immerzu hat. Es war von der Geschichte und Sprache her so interessant und schön zu lesen, ich hab manchmal Gänsehaut bekommen. Die Autorin hat so viel Gefühl in das Buch gepackt und eine wunderbare Geschichte gezaubert. Schade ist es vorbei, aber jede Seite war es wert gelesen zu werden.

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    Buchfink_2793s avatar
    Buchfink_2793vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man taucht in die Welt ein. Fantastisch plastischer Schreibstil. Absolute Leseempfehlung.
    Feuer & Wind von Larissa Brown

    In dem Roman geht es um Jen, die in der Zukunft bei einem Unternehmen arbeitet die virtuelle Realitäten für die Bewohner schafft mit denen man in die Vergangenheit eintauchen kann. Jen ist Sprachexpertin für die Wikingerzeit. Beim Test des neuen Szenarios wird sie ins Island des 10. Jahrhunderts katapultiert. Dort trifft sie auf Heirik, einen düsteren Häuptling, und seine Sippe. Sie wird aufgenommen und beginnt sich in dem Alltag zurechtzufinden. Dabei verliebt sie sich in den starken aber unnahbaren Clanführer, den alle wegen eines Blutmals, das seinen Körper entstellt für verflucht halten. Ob Jen die Barrieren zwischen den beiden brechen kann erfahrt ihr in diesem Buch.

    Ich habe das Buch geliebt. Ich hatte eine etwas längere Lesepause zwischendrin, da das Buch sich mit seinen über 650 Seiten echt gezogen hat. Die Geschichte und der Schreibstil waren aber grandios. Ich konnte mir die Orte wahnsinnig gut vorstellen, als würde man selbst dort sein. Die Charaktere waren stimmig und der beschriebene Alltag war keines Wegs langweilig zu lesen. Gerade die Liebesgeschichte hat mich fasziniert, weil sie so zart angefangen hat und schon mit kleinen Details ein großer Effekt erzielt wurde bis die Liebe sehr intensiv wurde und in manchen Beziehungen schon fast bedrohlich wirkte. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der auf Zeitreisegeschichten oder historische Romane steht.

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    D
    daemonenglitzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ließ mich alles vergessen
    Feuer und Wind

    Feuer und Wind war nach langer Zeit ein Buch, das mich komplett packte. Ich legte es kein einziges Mal aus der Hand, überall war es dabei und leider viel zu schnell zu Ende. Ich habe mich verliebt - in die Welt, die Charaktere und den Schreibstil!

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    Asbeahs avatar
    Asbeahvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschön und etwas ganz Besonderes! Abtauchen und genießen... Mein Highlight des Jahres!
    Berauschende Island-Saga!

    Berauschende Island Saga! Ich brauchte drei Tage um mich von diesem wunderschönen Buch emotional “abzunabeln”, so intensiv, beeindruckend, eindringlich war es. Unglaublich, dass dies ein Debütroman ist! Die Autorin Larissa Brown muss ein Naturtalent sein, ihr Sprachgefühl ist wort- und bildgewaltig, außergewöhnlich, die Geschichte liebevoll episch angelegt - ich wurde vollends in die Welt der Wikinger hineingesogen. Dabei passiert eigentlich gar nicht mal so viel, oder so Besonderes - nur das Alltagsleben einer Wikingersippe und eine unerfüllte Liebe. Die Faszination liegt in der Art und Weise, wie es geschrieben wurde.

    Mein Fazit: Ein Lesegenuss für Sprachliebhaber! Ein Buch um sich für einige Tage von der realen Welt zu verabschieden. Mein Highlight des Jahres! 5+++ Sterne



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    Andrajas avatar
    Andrajavor einem Jahr
    Ein literarischer Traum

    Erscheinungsdatum: 14.10.2016

    Autor: Larissa Brown

    Seitenzahl: 672 Seiten

    ISBN: 978-3-7363-0231-0

    Erhältlich: hier

    Klappentext: Jen lebt in einer nicht allzu fernen Zukunft in einer kühlen Welt aus Glas und Stahl, der sie nur durch das Eintauchen in virtuelle Realitäten entfliehen kann.
    Beim Test einer historischen Simulation geschieht das Unglaubliche: Jen wird in das Island des 10. Jahrhunderts katapultiert, wo sie von einer Gruppe Wikinger aufgefunden wird. Deren Anführer Heirik ist zugleich geachtet und gefürchtet – wegen eines Blutmals gilt er als unberührbar. Für Jen jedoch ist er Sehnsucht, Glück, Verlangen und erfüllt ihre Seele mit der Macht eines Sommersturms. Doch kann sie das Tabu durchbrechen, das den einsamen Nordmann umgibt und die Vergangenheit zu ihrer Zukunft machen? (Klappentext, Cover by LYX Verlag)



    Rezension:
    Mit ihrem Debütroman "Feuer und Wind" entführt Larissa Brown ihre Leser in eine Welt voller Intrigen, Wikinger, großem Gefühl und unfassbarer Schönheit!

    Dieses unglaublich schöne Cover ist ein wahres Meisterwerk und passt voll und ganz zum Buch. Bereits ab den ersten Seiten merkt man schnell, dass Browns Stil etwas Besonderes ist. Druch die schon fast malerische Art und Weise, wie die Autorin ihre Welt wiedergibt und beschreibt fühlt sich der Leser sofort ins Island des 10. Jahrhunderts und fühlt und leidet mit den Charakteren mit. Der Roman wird ausschließlich aus der Sicht der Protagonistin wieder gegeben, und vermittelt somit sehr nachvollziehbar die Verwirrungen, Fragen und Ängste der handelnden Person.
    Durch die recht realistische Handlung, die fiktive Sprache und stimmige Wendungen entsteht ein spannendes Buch mit vielen wunderbar fein gearbeiteten Charakteren.

    Jen - eine Sprachforscherin des 22. Jhd. - hilft bei der Entwicklung einer virtuellen Wikingersimulation. Immer wieder betritt sie für Tests die verschiedensten Szenarien - bis eines Tages etwas völlig schief geht. Sie erwacht in einer Welt gegerbt von Wind und Eis. Dem Tode nah, wird Jen von düsteren Kriegern gefunden und aufgenommen. Als sie erkennt, dass etwas schrecklich schief gegangen ist, muss sie sich eingestehen, dass sie keine andere Wahl hat, als sich dem Leben in dieser Zeit anzupassen.
    Es ist unübersehbar, wie fremd alles für die Protagonistin ist. Alltägliche Arbeiten enden oft in einem einzigen Chaos und die "normalsten" Dinge sind für Jen Neuland. Diese unbeholfene Art macht die Protagonistin zu einem sehr sympathischen und tiefen Charakter, der den Leser durch eine längst vergangene Welt führt. Im Laufe der Zeit legt Jen immer mehr ihr altes Leben ab und wird zu einer waschechten Wikingerfrau. Diese Entwicklung zeigt deutlich ihre Schwächen auf und untermalt die Willenskraft und Sturheit der jungen Frau.
    Eigentlich ist diese Welt gar nicht so schlecht - wäre da nicht der verfluchte und gefürchtete Häuptling Heirik. Er stellt von der ersten Sekunde an Jens Gedankenwelt auf den Kopf. Doch das zarte Bande, das zwischen ihnen wächst, scheint verflucht. Immer wieder passieren Jen mehr oder minder schlimme Dinge - die den Häuptling in einer Vermutung nur bestärken - er muss sich von der seltsamen und zugleich faszinierenden Frau - die sich nicht vor ihm fürchtet, fernhalten. In seiner Angst um seine Geliebte trifft der junge Mann immer wieder fragwürdige Entscheidungen, durch die er lernen muss, sich seinen Ängsten zu stellen und sich selbst zu lieben.
    Die Nebencharaktere des Romans sind vielseitig und geheimnisvoll gestaltet. Viele ihrer Charakterzüge erkennt man erst, wenn es zu spät ist und sie ihr wahres Gesicht offenbaren. Durch ihre Nähe zu den Protagonisten erzählen viele ihre ganz eigene und berührende Geschichte, wodurch eine starre und einseitige Fixierung auf die Protagonisten verhindert wird.

    Berwertung:
    Larissa Brown entführt mit "Feuer und Wind" in eine wunderschöne und zugleich recht komplexe Welt. Durch die wunderbar gestalteten Charaktere erwacht das Buch zum Leben und nimmt den Leser gefangen. Überwiegend ist das Buch und die Handlung insgesamt sehr verständlich - abgesehen von ein paar Stellen, an denen die Folgen der Geschehnisse erst später richtig bewusst werden. Ein kleines Manko ist für mich das doch recht schnelle und "wortlose" Ende. Hier hätte ich mir dann doch mehr Dialog zwischen den Protagonisten gewünscht. Alles in allem kann ich aber besten Gewissens eine Leseempfehlung für dieses malerische Meisterwerk der Schreibkunst aussprechen.

    9/10 bzw. 4,5/5 Sterne (...,die man aber getrost auf 5 aufrunden kann)
    ★★★★★★★★★☆

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    books4dreamerss avatar
    books4dreamersvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wikinger zum Verlieben ♥
    Mein Lesehighlight 2017 ♥

    Das Buch ist mein absoloutes Lesehighlight 2017, auch wenn das Jahr gerade begonnen hat, ist es jetzt schon schwierig für mich ein neues Buch zu finden, nach diesem tollen Buch.

    Um was es in dem Buch geht, könnt ihr ja oben im Klappentext lesen.


    Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat ist die Sprache, die Autorin hat viele Gälische/Isländische Worte genutzt und sie toll in Ihrem Schreibstil einfliesen lassen. Ich finde wundervoll das die Autorin die Landschaft schön ausführlich und Bildlich beschrieben hat. Ich befand mich oft auf der Wiese vor dem Langhaus oder direkt im Weißen Wald. Einfach wundervoll. Die Liebesgeschichte baut sich langsam und schön auf und man fiebert einfach permanent mit.
    Ich will nicht zu viel verraten aber das Ende ist einfach wundervoll.
    Ich komme aus dem schwärme garnicht mehr raus, also wenn ihr

    - Wikinger mögt
    - Zeitreisen
    - schöne Landschaften & Sprache

    DANN IST ES GENAU DAS RICHTIGE BUCH FÜR EUCH !!!!!
    MICH HAT ES KOMPLETT ÜBERZEUGT ♥

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    M
    Muschelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schade
    Schade

    Da ich Zeitreiseromane besonders gerne lese und die Rezensionen zu diesem Buch sehr gut waren, hatte ich mich sehr auf diesen Roman von Larissa Brown gefreut. Erwartet hatte ich durch das spannende Thema auch viel interessante Wendungen. " Feuer und Wind" ist jedoch wohl eher ein Jugendliebesroman. Besonders im ganzen mittleren Teil wurde auf ueber hundert Seiten nur beschrieben wie eine erwachsene Frau einen Wikinger anhimmelt. Mir war das ganze dann auch noch viel zu schwuelstig. Fuer junge Leser, die romantische Liebesgeschichten moegen, ist dieser Roman sicher zu empfehlen, da er sprachlich aussergewoehnlich geschrieben ist. Auch die Idee an sich hat mir gut gefallen. 

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