Larry Brown Fay

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Inhaltsangabe zu „Fay“ von Larry Brown

Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hüte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem bessere Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.

Eine echt spannende und mitreißende Geschichte über ein Mädchen und das erwachsen werden.

— live_between_the_lines

Gute Unterhaltung, die filmreif wirkt: Spannend, atmosphärisch und tragisch.

— SamiraBubble

Unglaublich berührend, tragisch und dramatisch. Unbedingt lesen!!!

— SophieNdm

Düstere Noir-Erzählung über ein amerikanisches Teenagerleben, über Hoffnung und Träume, Sex und das, was manch eine(r) für Liebe hält ..

— DieBuchkolumnistin

Atmosphärischer Stil, überzeugende Hauptfigur...ein gelungener Südstaatenroman. Achtung: Keine leichte Kost.

— letusreadsomebooks

Eine junge, unerfahrene Frau allein unterwegs: Armut, Melancholie, komplizierte Beziehungen, Gewalt. Ausführlich und präzise erzählt.

— Gulan

Das Buch hat mir nicht so gefallen...Ich kam gar nicht voran. sodass ich ab der Hälfte das englische Hörbuch bis zum Ende gehört habe...

— germanbookishblog

'Fay' zeigt die Abgründe des Lebens

— lauravoneden

Eine tiefgründige, aber auch zähe Geschichte.

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    Fay

    Federzauber

    20. November 2017 um 00:36

    Fay flieht vor ihrem Vater mit nur einer Handtasche, ein paar Dollar und einer Packung Zigaretten.  Auf der Suche nach einem neuen Zuhause, ohne zu wissen wohin die Reise führt,  begegnet Fay Menschen,  die ihr Leben und ihre Seele verändern,  beeinflussen und vielleicht auch zerstören wird. Der Klappentext hat mich extremst neugierig gemacht, da ich solche Schicksalsschläge extrem interessant finde und mit den Protagonisten sehr mitfühle. Ein wenig verunsichert, war ich aber ein wenig dadurch, dass das Buch aus dem Heyne Hardcore Verlag erschienen ist. Diese Bücher, sind angeblich immer recht blutig und brutal. Dem ist mit diesem Buch überhaupt nicht.Wir begleiten Fay.  Ihre Entscheidungen, Begegnungen, Erlebnisse.  Das was sie aus ihrem Leben macht. Es verläuft meist nicht reibungslos, es geschehen teilweise sehr schlimme Dinge, die sie seelig sehr verändern und belasten werden. Es ist ein tragisches Schicksal. Verursacht durch ihre Naivität,  Jugendlichkeit, Ahnungslosigkeit und die Begegnungen, Erfahrungen, die sie macht. Ein blutiges, brutales Buch,  ist es aber keineswegs.  Fay ist sehr jung, unerfahren, hat ihre Kindheit mit ihrer Familie in sehr zurückgezogenen Verhältnissen gelebt. Man merkt ihre Unerfahrenheit in Sachen soziale Kontakte.  Sie ist sehr naiv, denkt nicht an die Gefahren, die ein einsames,  minderjähriges Mädchen begegnen könnten. Sie lässt sich auf Vieles ein, das einen den Kopf schütteln lässt , mit der Frage warum Sie es tut. Mir war schnell klar, dass Sie es nicht besser weiß, nie gelernt hat Fremden gegenüber vorsichtig zu sein, sehr naiv und blauäugig dem entgegen geht ohne sich viele Gedanken an die Konsequenzen und die Zukunft zu machen. Sie lebt im Hier und Jetzt, entscheidet spontan ohne viel nachzudenken.Eigentlich wäre es total mein Buch gewesen. Von der Geschichte und der Handlung.Nur leider kam ich an Fay nicht ran. So gefühllos wie sie war, so gefühlskalt hat sie mich gelassen. Mich konnte ihr Schicksal leider überhaupt nicht bewegen. Ich konnte auch keine Sympathie für sie aufbauen. Sie war für mich einfach nur sehr naiv und emotionslos. Und trotz ihrem nicht schönen Schicksal, hatte Sie es gar nicht so schlecht getroffen, hätte Sie etwas draus gemacht , denn es hätte soooo viel schlimmer ausgehen können . Ich musste immer wieder daran denken, dass Sie auf ihren Weg immer wieder sehr viel Glück hatte, und leider nie etwas draus gemacht hat. Mir hat das Buch insgesamt nicht so gut gefallen, wie ich es mir erhofft hatte.  Ich dachte es könnte ein ganz großes Highlight werden. Dem war aber leider nicht so. Der Fokus lag viel zu sehr auf die Zigaretten und dem Alkohol, als auf die persönliche Weiterentwicklung und den Versuch was aus sich zu machen. Schade, ich hätte was deutlich besseres vorgestellt. Note: 3/5

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  • Eine echt spannende und mitreißende Geschichte über ein Mädchen und das erwachsen werden.

    Fay

    live_between_the_lines

    14. November 2017 um 20:07

    Das Buch habe ich beim Bloggerportal von Random House angefragt und war unglaublich froh als es mir zugesagt wurde. Ich hatte es schon bei einigen anderen Bloggern gesehen und es hat sich echt spannend und interessant angehört. Zum Buch   Fay, die an vielen verschiedenen Orten aufgewachsen ist und schon früh arbeiten durfte, wir unter den Einflüssen von Gewalt, Alkohol, Drogen und sexuellem Missbrauchs groß.Obwohl sie doch sehr naiv ist und ein kleines Dummchen, entschließt sie sich irgendwann dazu, dass das nicht alles im Leben gewesen sein kann und kehrt ihrer Familie den Rücken. Nur mit zwei Dollar in der Tasche und nicht mehr als den Sachen die sie am Leib trägt zieht sie los und lernt auf ihrem Weg vor allem Männer kennen. Doch diese Männer meinen es zumeist auch nicht gut mit Fay. Dies versteht sie jedoch meist erst viel zuspät, da sie immer wieder versucht an das gute im Menschen zu glauben und sehr naiv an die Sache herangeht. Nach einigen durchgetrampten Nächten kommt sie jedoch in einer kleinen Familie an und fühlt sich zunächst auch sehr geborgen. Sie erfährt zum ersten Mal im Leben Liebe und lernt, wie eine Familie miteinander umgeht. Doch obwohl Fay gerne dort bleiben würde, lassen es die Ereignisse nicht zu. Und so reist sie weiter.Meine Meinung   Ich war sehr gespannt auf das Buch. Zuerst wegen des unglaublich schönen Covers, als ich es aber immer häufiger gesehen habe und dann auch die Rezension dazu gelesen und gesehen habe war mir klar, dass muss ich auch lesen. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch, da ich bis zu dem Zeitpunk als ich es gelesen habe nur gute Meinungen darüber gehört habe. Die Geschichte an sich hat mich echt umgehauen, der Schreibstil war mir leider oft etwas sehr abgehackt und so kam ich nicht wirklich in die Geschichte rein. Zudem lenkten mich die vielen sehr ausführlichen Landschaftsbeschreibungen von dem eigentlichen ab.Trotzdem war es ein tolles Buch und ich bin froh das ich es lesen durfte. Zitat   Was war dafür verantwortlich, dass man gut oder böse war? Warum starben gute Menschen, während böse am Leben waren? (Klappentext)Fazit   Ein unglaublich fesselndes und verstörendes Buch. Ich war oft geschockt und musste einen Moment über das gelesene nachdenken. Leider hat es sich an manchen Stellen etwas gezogen.

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  • Roadtrip durch den Süden der USA

    Fay

    SamiraBubble

    15. October 2017 um 15:37

    Fay, die titelgebende Hauptfigur ist 17 als sie von zu Hause abhaut. Keinen Tag länger hält sie es dort aus bei ihrer in bitterer Armut lebenden und zerrütteten Familie, ihrer apathischen Mutter und dem gewalttätigen Vater, der zu sexuellen Annäherungen an seiner Tochter neigt und den kleinen Bruder gegen einen Pick-up ausgetauscht hat. Sie will zum Küstenort Biloxi in Mississippi, dort soll es warm sein, mehr weiß sie nicht darüber. Auch nicht wie sie mit nur zwei Dollar in der Tasche dorthin kommen soll. Überhaupt zeichnet sich Fay durch eine große Unwissenheit aus, die den Leser so manches Mal den Kopf schütteln lässt. So weiß sie etwa nicht was es bedeutet Trinkgeld zu geben, was es mit Prostitution auf sich hat und warum die Kassiererin an der Tankstelle ihr als Minderjährige kein Bier verkaufen will. Dazu ist sie noch ziemlich naiv, sie trampt allein durch den Süden, steigt bei Männern ins Auto und muss dann auf die harte Tour erfahren, dass es nur den wenigsten dabei um uneigennützige Hilfe geht. Trotz aller Ahnungslosigkeit und so mancher Katastrophe, die sie dadurch verursacht, ist sie eine Figur, mit der der Leser sympathisiert, denn er merkt, hier ist ein junges Mädchen, das einfach nur auf der Suche nach Geborgenheit und Liebe ist.Der Roman ist wie ein Roadmovie aufgebaut: Wechselnde Schauplätze, ereignisreiche Wendungen, immer in Bewegung. Was mich sehr schnell gestört hat, war der Schreibstil von Brown. Er schreibt sehr, sehr, sehr detailliert. Der Roman besteht zu einem großen Teil aus passagenweisen Landschafts-und Situationsbeschreibungen, die einem jeglichen Raum für die eigene Vorstellungskraft nehmen. Für mein Empfinden – und mich stören normalerweise keine längeren Beschreibungen – war das viel zu ausführlich und hat sich negativ auf meinen Lesefluss ausgewirkt. Manch einer mag das Brown verzeihen, weil er dafür gute Unterhaltung bietet, die durchaus spannend und atmosphärisch ist, für mich hat es aber einiges kaputt gemacht.______Diese und andere Rezensionen findet ihr auf meinem insta-blog (@books_on_blankets) https://www.instagram.com/books_on_blankets/ ________ :)

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  • Absolute Empfehlung! Mein bisheriges Highlight 2017

    Fay

    SophieNdm

    02. October 2017 um 10:09

    Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von zu Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft.Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem bessere Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.Meine Meinung:Schon der Einstieg in das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Larry Brown schreibt sehr atmosphärisch und greifbar.Der Schreibstil ist extrem detailliert und präzise, dennoch angenehm leicht und flüssig zu lesen.Man fliegt nur so durch das Buch, obwohl es doch über 600 Seiten hat.Fay ist eine etwas naive aber trotzdem sympathische Protagonistin. Aufgrund ihrer Herkunft ist ihre Unwissenheit nicht verwunderlich aber dennoch schockierend.Sie macht sich auf den Weg ins ungewisse, ohne jeglichen Plan für die Zukunft.Auf Ihrem Weg trifft sie viele Menschen die ihr nichts gutes wollen, dennoch meistert sie ihren Weg und kämpft sich durch.Sam war mir so sympathisch! Ich hatte mir sehr ein Happy-End für die beiden gewünscht.Das Ende war so herzzerreißend und unglaublich! Nach alldem was Fay durchmachen musste geht es nun so mit ihr zu ende.Mehr kann ich zum Inhalt nicht sagen ohne zu spoilern.Fazit: Es fällt mir wahnsinnig schwer, diesen gewaltigen und berührenden Inhalt in Worte zu fassen.Vom Stil her fand ich das Buch ähnlich wie die "Sheridan Grant" Reihe von Nele Löwenberg.Nur noch etwas dramatischer, düsterer und tragischer.Das Buch war ein absolutes Lesehighlight für mich! Absolute Empfehlung Meinerseits!

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  • Larry Brown | FAY

    Fay

    Bookster_HRO

    27. September 2017 um 08:01

    INHALT: Die siebzehnjährige Fay haut von zu Hause ab, flieht vor ihrem gewalttätigen Vater, bei dem sie mit ihren Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen lebte, irgendwo in einer Blechhütte in den Wäldern Mississippis. Die Küste ist ihr Ziel, Biloxi weit im Süden des Staates, ein Ort, von dem sie mal gehört hat. Dort wird sie leben können, die Wärme, das Meer – ewiger Urlaub. Doch es sind noch hunderte Meilen bis dort und sie ist zu Fuß unterwegs, ohne Geld, nicht mal Schuhe. Und so rechte Ahnung von der Welt hat sie auch nicht, so ganz ohne Schulbildung. Sie musste ihr Leben lang auf den Feldern arbeiten, dass ist alles, was sie kennt und weiß. Aber sie ist bildschön, ein Umstand der nützlich sein, ihr aber auch gefährlich werden könnte. Fay ist noch gar nicht weit gekommen, da wird sie auch schon von ein paar Typen mitgenommen und in einen Trailer-Park gebracht. Die Jungs scheinen nett zu sein, doch nachts vergreifen sie sich an ihr und sie flieht ein weiteres Mal. Auf dem Highway wird sie von Sam aufgegabelt, einem State Trooper, der auf den Straßen Mississippis für Ordnung sorgt. Er nimmt sie mit zu seiner Frau in ein traumhaftes Häuschen an einem Stausee bei Oxford. Sam und Amy haben vor ein paar Jahren bei einem Autounfall ihre Tochter verloren, sie wäre jetzt in Fays Alter. Sie beschließen, Fay bis auf Weiteres bei sich aufzunehmen. Wundervolle Wochen folgen, eine Zeit voller Zuneigung und Freude. Fay lernt Angeln und Schwimmen und die grundlegenden Regeln der Gesellschaft. Doch die Ehe zwischen Sam und Amy hat einen tiefen Riss. Amy trinkt jeden Tag übermäßig viel, was ihr eines Abends auf dem Highway zum Verhängnis wird. Und Sam hat seit Jahren eine Geliebte, eine eifersüchtige junge Frau, die die schöne Fay als Konkurrentin ansieht. Es kommt zur Auseinandersetzung und Fay muss abermals fliehen. Sie schafft es trampend tatsächlich bis nach Biloxi, allerdings ging ihr Plan auch nur bis zu diesem Punkt. Wie weiter? Ein Job, eine Bleibe – alles nicht so einfach ohne Geld und ohne Bildung. Sie wendet sich an Reena, eine junge Kellnerin, die sich ein Herz fasst und sie mit zu sich nach Hause nimmt. Doch Reenas Freundeskreis ist zwielichtig. Sie arbeitet zeitweise in einem Strip-Club und Aaron, der Türsteher und Ordnungshüter des Clubs, ein muskelbepackter Stiernacken, wirft ein Auge auf Fay, dessen Blick sie nicht widerstehen kann. Aaron ist zunächst auch sehr nett und zuvorkommend und Fay verbringt angenehme Wochen mit ihm, doch nach und nach entpuppt er sich als cholerischer Schläger, als Drogenhändler und Frauenverachter. Als es Fay gelingt, den von allen verlassenen Sam in einer Nachricht um Hilfe zu bitten, kommt es zum Finale… FORM: Larry Browns Ton ist ein überaus realistischer. Hier wird nicht rumgespielt oder experimentiert – es zählt nur die harte Realität. Das passt auch sehr zu Browns Figuren, die allesamt keine Schöngeister sind, das rauhe Leben im amerikanischen Süden, die Hitze, die Winde, die Leere – all das hat sie abstumpfen lassen. Es sind die Hoffnungslosen, die von Gott Verlassenen, denen Brown hier eine Stimme verleiht. Figuren, die aber auch arm an seelischer Kraft sind, motivationslos, die sich nicht aufrappeln können und deren Vorstellungskraft immer nur bis zum nächsten kühlen Bier reicht, das die Lösung aller Probleme verheißt. Ein zwar trauriges, aber authentisches Personal, das der Autor sich hier in die Haare kriegen lässt. Eine weitere Figur, wenn man so will, ist der Süden selbst. Brown schafft es, diesen von literarischen Legenden umrankten Ort, ganz nebenbei zum Leben zu erwecken. Man spürt die die staubige Hitze, man riecht das salzige Meer – selten habe ich mich beim Lesen so in eine Welt versetzt gespürt, in der ich noch nie war, wie in diesem Buch. Larry Brown (1951-2004) genießt in den USA Kultstatus und wird in einem Atemzug mit Größen wie William Faulkner und Cormac McCarthy genannt. Sehr verwunderlich daher, dass er erst jetzt, dreizehn Jahre nach seinem Tod, für das hiesige Publikum ins Deutsche übertragen wurde. Ich hoffe sehr, der Heyne Verlag nimmt sich diesem Autor an und beschert uns weitere Übersetzungen – es gibt viel zu entdecken. JOE zum Beispiel, quasi das männliche Pendant zu FAY. Vor einiger Zeit sah ich die Verfilmung mit Nicolas Cage, dessen Darstellung mich seit etlichen Jahren zum ersten Mal wieder vom Hocker riss. Auf diesen Roman in deutscher Übersetzung würde ich mich sehr freuen. FAZIT: Ich gebe FAY ganz klar fünf Sterne, weil ich die Südstaatenliteratur sehr schätze. Dieses Buch ist für Freunde von Romanen wie NO COUNTRY FOR OLD MEN oder ALS ICH IM STERBEN LAG. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Na ja

    Fay

    ForeverAngel

    11. September 2017 um 08:51

    Als ich mir Fay bestellt habe, hatte ich Lust auf einen guten Roman, einen Schmöker, eine Roadnovel, eine Geschichte, die berührt und bewegt. Fay klang so, als könnte er all dies bieten. Und schließlich wurde der Roman auch viel gelobt. Aber ... naja. Was mich an Fay stört, ist gar nicht mal die Handlung. Die schonungslose Ehrlichkeit, das Grauen, das Fay erleben muss, oder wie ihre Hoffnungen immer und immer wieder zerstört werden. Der Roman ist nicht umsonst im Heyne Hardcore Verlage angesiedelt, da wusste ich schon im Voraus, was auf mich zukommt. Nein, es ist nicht der Inhalt, mit dem ich meine Probleme hatte, der ist durchaus erzählenswert. "Anfangs wollte sie seine Hand nicht halten, aber nach einer Weile tat sie es doch. Sie ließ sich ein paarmal von ihm küssen, aber als er versuchte, ihr an die Titten zu fassen, schob sie seine Hand weg. Manchmal wünschte sie sich, dass sie kleiner wären. Die Leute sahen sie ständig an, Männner, Jungs wie die hier." (Seite21-22) Womit ich mich schwer getan habe, ich Larry Browns Schreibstil. Obwohl er nicht anspruchsvoll ist, emfpand ich ihn als sperrig, was dazu geführt hat, dass mir der emotionale Zugang zu den Figuren verwehrt bliebt. Larry Brown hat einen Stil, bei dem mir in jeder einzelnen Zeile bewusst ist, dass ich lese. Dass ich nur auf schwarze Buchstaben auf weißem Papier starre. Der richtige Lesefluss, das Eintauchen in die Geschichte, das völlige Abtauchen in eine andere Welt - das habe ich vermisst. Stattdessen bin ich immer wieder über seltsame Formulierungen gestolpert und statt die Geschichte mitzuerleben, habe ich überlegt, wie man dieses oder jenen Satz umformulieren könnte, damit er sich besser liest. Larry Brown schreibt nicht unbedingt schlecht, es waren vielmehr kleine Sprachklischees und holprige Formulierungen hier und da, mich stocken ließen. Sätze, die poetisch klingen wollten. Und diese gewollt poetischen Sätze wechseln sich mit solchen mit derber Sprache ab. Genau dieses Ungleichgewicht hat mit gestört. Hinzu kommt, dass das Erzähltempo der Geschichte sehr. sehr. sehr. langatmig ist. Man hätte den Roman sicherlich auch auf die Hälfte kürzen können, aber Larry Brown hat die Angewohnheit, alles bis ins kleinste Detail zu erzählen.  Diese Kombination also aus holprigem Stil und in die Länge gezogenen Plot haben dafür gesorgt, dass ich enorm lang für den Roman gebraucht habe und ein wirklicher Lesegenuss kam nicht auf, obwohl ich das Thema nach wie vor spannend finde. Ich wollte dieses Buch mögen, weil es klang, als wäre es genau meins. Zurück blieb leider nur der Eindruck, dass es schlecht geschrieben war. (c) Books and Biscuit

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  • 17 Jahr', blondes Haar

    Fay

    Gulan

    28. August 2017 um 18:20

    „Du musst nicht mitkommen“, sagte er.Sie musterte sein Gesicht, den muskulösen Arm und die Hand, die das Bier hielt, wohlwissend, wie gern sie diese Hände auf sich spürte und wie sicher sie sich manchmal in diesen Armen fühlte.„Ich kann dich hierlassen und wegfahren“, sagte er. „Ich meinte, du warst ja auch unterwegs, als wir uns begegnet sind. Du bist nicht schlechter dran, Fay. Verdammt“, sagte er, halb zu sich selbst. „Vielleicht geht’s dir dann sogar besser.“Er wandte ihr das Gesicht zu und wartete auf ihre Antwort. Doch sie dachte nur ganz kurz nach, denn allein unterwegs sein war das Letzte, was sie wollte. Lieber das kleinere Übel. Sie zog den Kopf ein, stieg in den Wagen und schloss die Tür. (S.511-512) Die 17jährige Fay Jones lebt mit ihrer Familie in einer Hütte im Wald in der Nähe von Oxford, Mississippi. Der Vater gewalttätig, alle zusammen bitterarm. Sie beschließt eines Tages, abzuhauen und alles hinter sich zu lassen. Ihr vages Ziel: Biloxi an der Küste des Golfs von Mexiko. Fay ist eine armes, ungebildetes junges Mädchen aus ärmlichsten Verhältnissen. Nachdem ihr Vater sie zuletzt auch sexuell bedrängt hat, nimmt sie Reißaus. Fay hat nicht viel mehr dabei als die Klamotten, die sie trägt, eine Handtasche und ganze zwei Dollars. Sie kommt nur wenige Kilometer weit, als ein paar Hillbillies sie aufgabeln. Fay trinkt und kifft mit und entkommt einer Vergewaltigung nur durch eine plötzlich einsetzende Übelkeit. Dies ist aber nur eine erste kurze Episode. Fay ist eine absolute Hinterwäldlerin, ohne Bücher und Fernsehen aufgewachsen. Daher ist sie natürlich unerfahren und naiv, andererseits hat sie die Härten des Lebens schon kennengelernt. Außerdem ist sie nicht dumm und lernt schnell. Sie hat keinen extremen unrealistischen Traum, sie möchte einfach ihrem bisherigen Leben entfliehen, vor allem möchte sie aber nicht allein sein. Aber natürlich ist dem Leser klar, dass es alles nicht so einfach ist, als „White Trash“ im ruppigen Süden der USA. Sie wird noch weiteren Männern begegnen, darunter der Highway-Polizisten Sam und der Türsteher und Dealer Aaron. Und bei aller Naivität wird es letztlich Fay sein, die - ohne es zu wissen – die Fäden in der Hand hält. Nachdem er gefahren war, weinte sie ein Weilchen, dann trocknete sie ihre Tränen, spülte das Geschirr, fegte und wischte den Küchenfußboden. Sie wusste nichts übers Schwangersein, wusste nicht, ob man unverzüglich zum Arzt gehen oder im Bett bleiben sollte oder was. Wie man Kinder großzog, sein Haar frisierte oder seinen Mann beglückte, konnte sie vermutlich in Amys Zeitschriften lesen. Wie man seinen Mann beglückte, wusste sie offenabr schon. Man musste ihn bloss immer richtig vögeln. Dass er gar nicht zu sich kam. Als er ging, hatte er ziemlich glücklich gewirkt. (S.172) Zu Beginn des Buches wird man förmlich von den anerkennenden Zitaten von Schriftstellerkollegen von Larry Brown erschlagen. Größen wie James Lee Burke, John Grisham, James Sallis und andere hielten offenbar große Stücke auf Larry Brown. Umso erstaunlicher, dass „Fay“ der erste Roman in deutscher Übersetzung ist. Larry Brown kam wie einige seiner Südstaatenautoren-Kollegen erst verspätet zur Literatur. Nach seiner Militärzeit war er in einigen Jobs tätig, zuletzt langjährig als Feuerwehrmann. 1988 erschien eine Kurzgeschichtensammlung als sein Debüt. Er veröffentlichte neben viele Short Stories fünf Romane, 2000 erschien „Fay“ als sein vierter. 2004 starb Brown im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt. Diese Geschichte ist von Melancholie, Sehnsucht, Ängsten, zarten Hoffnungen, aber letztlich auch von Gewalt geprägt. Larry Brown schreibt in einer präzisen, unprätentiösen Sprache. Er lässt sich für diese Geschichte viel Zeit, beschreibt die Atmosphäre und die Gefühle der Hauptfiguren sehr intensiv. Dadurch werden die Personen sehr glaubhaft in ihrer Widersprüchlichkeit. Insgesamt ist „Fay“ ein toller Südstaatenroman, dem man aufgrund seiner Intensität auch einige langatmige Passagen verzeiht.

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    • 8
  • Atmosphärisch auf den Punkt, treffend und sprachlich überzeugend erzählt

    Fay

    michael_lehmann-pape

    26. August 2017 um 12:40

    Atmosphärisch auf den Punkt, treffend und sprachlich überzeugend erzähltDas Larry Brown in den Anfängen seiner Karriere nicht nur ein Fan von Stephen King war, sondern dessen Stil zunächst auffällig kopiert hat, ist auch noch diesem epischen und faszinierenden Roman anzumerken. Nicht im Sujet irgendwelcher übernatürlicher Ereignisse, durchaus aber in der sehr flüssigen Sprache, der sehr präzisen Beschreibungen von Personen und Orten und dem emotionalen Einbetten des Lesers in all diese Ereignisse, Beziehungen und Abläufe. Überaus flüssig erzählt Brown, wie es auch King zu eigen ist, weniger durch äußere Beschreibungen, sondern durch das „Miterleben“ mit den Figuren. So entsteht dieser intensive Reiz, die dichte Atmosphäre und die von Beginn an emotionale Nähe des Lesers vor allem natürlich zu „Fay“, der 17jährigen Hauptperson des Romans (auch dies ist eine der prägnanten Stilarten Kings, die Brown aufgegriffen und, im Lauf der Zeit, mit einem ganz eigenen Ton versehen hat).Brown erzählt durchweg plastisch. Der Leser spürt geradezu unter den eigenen Fingern die „dünnen Seiten“ einer Bibel auf einem Pult in der Kirche. Ist mittendrin im Cannabis-Nebel in einem Trailer, folgt so Fay nicht nur in den äußeren Schritten auf dem Fuß, sondern auch im inneren Erleben,Ungeschminkt, ohne Filter, direkt, klar und teilweise hart (allein schon, wenn der Leser durch die Augen Fay´s den Umgang einer abgehalfterten Frau mit ihrem Baby mit Beklemmung betrachtet).„Und als das Baby hinfiel, hörte Fay, wie sein Kopf mit einem üblen Geräusch an die Holzumrandung prallte“.Der Süden Amerikas. Ein Ort des „Herumhängens“, des „Herumlungerns“. Ein Ort von Menschen, die sich nichts sagen lassen würden. Weder von Gesetzeshütern noch von irgendwelchen „N…….“ (Schwarze werden hier bis heute natürlich nicht politisch korrekt bezeichnet).Eine Dicht Beschreibung, die zudem von Brown durch einen kleinen Kunstgriff noch gesteigert wird. Denn Fay hat bisher im „Hinterwald“ gelebt, mit ihren Geschwistern und ihrem Vater (auch diese Hintergründe werden Schritt für Schritt im Roman nebenbei mit offengelegt) und erkundet die „Welt da draußen“ nun Schritt für Schritt. Nicht als „tumber Tor“, denn Fay hat ein gescheites Gespür und kann sich durchaus wehren (was sie intensiv gelernt hat), aber doch mit den Augen des beobachtenden Neulings, was so vieles dem „zivilisierten Bewohner“ jener Gegend als selbstverständlich erscheint.Auf ihrem Weg zu ihrem persönlich „besseren Ort“, an der Küste, im Warmen, Biloxi soll es sein, bricht Fay damit zu einer persönlichen Odyssee durch den Süden Amerikas auf und prallt ein um das andere Mal mit anderen Menschen eng zusammen, die wiederum, jeder und jede für sich, ebenfalls ganz eigene, teils exotische Lebensstile pflegen. Und von denen durchaus das ein oder andere Mal auch Gefahren für Fay ausgehen.Bestens den Stil, aber auch im Groben das Sujet dieses Romans, fasst Joe R. Landsmann über seinen 2014 verstorbenen Autorenkollegen zusammen:„Larry Brown schreibt großartig über nicht so großartige Umstände. Sein Süden ist der, den ich kenne. Dunkel, wunderschön und widersprüchlich, voller Sünde und Sündern, Blut und Vergebung“.Vom harten Sex zu dritt im Trailer bis zum scheinbar wohlmeinenden Polizisten, der sich ihrer später annehmen wird. Von klar erkennbaren Außenseitern bis zu, nur scheinbar, problemlosen Familien der Mittelschicht, Brown zieht ein Kaleidoskop exemplarischer Menschen vor die Augen des Lesers, die einerseits Alkohol in Strömen ihrem Körper zumuten, neben dummdreist wirkenden „Hillbillys“, kontrastreich zur Landschaft, zum gemächlichen Fluß des Lebens im Süden gesetzt und (nicht viele) Menschen mit Perspektive und Hoffnung. Zu denen letztlich auch Fay in ihrer kongenialen Mischung aus Unwissenheit und Klugheit, aus Stärke und Verletzlichkeit zählt.Ein Entwicklungsroman und eine soziale Studie zugleich, bestens erzählt und den Dingen auf den Grund gehend, ohne zu analytisch daher zu kommen.

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  • Eine Reise ins Ungewisse

    Fay

    schokohaeschen

    20. August 2017 um 14:08

    Titel: "Fay"Autor: Larry BrownVerlag: Heyne VerlagSprache: DeutschGebunden: 656 SeitenISBN-13: 978-3-453-27096-1Preis: 22,99€KlappentextUnerfahren, ungebildet und ungeliebt. Ein Zuhause kann man die Hütte im Wald nicht nennen, in der die siebzehnjährige Fay mit ihrem gewalttätigen Vater und den beiden jüngeren Geschwistern lebt. So beschließt sie eines Tages, aus dem Hinterland Mississippis abzuhauen.Mit nichts als einer halben Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche macht sie sich auf den Weg nach Süden Richtung Meer.Viele Männer kreuzen ihren Weg, nicht alle meinen es gut mit ihr.Und nicht alle überleben die Geschichte.Meine Meinung"Fay" ist ein Roman, der 2000 von dem bereits verstorbenen Autor Larry Brown in Amerika veröffentlicht wurde.Nun schaffte es sein Werk auch nach Deutschland.Brown beschäft sich in diesem Werk vor allem mit einer Randgruppe.Fay, die an vielen verschiedenen Orten aufgewachsen ist und schon früh arbeiten durfte, wir unter den Einflüssen von Gewalt, Alkohol, Drogen und sexuellem Missbrauchs groß.Obwohl sie doch sehr naiv ist und ein kleines Dummchen, entschließt sie sich irgendwann dazu, dass das nicht alles im Leben gewesen sein kann und kehrt ihrer Familie den Rücken.Nur mit zwei Dollar in der Tasche und nicht mehr als den Sachen die sie am Leib trägt zieht sie los und lernt auf ihrem Weg vor allem Männer kennen.Doch diese Männer meinen es zumeist auch nicht gut mit Fay. Dies versteht sie jedoch meist erst viel zuspät, da sie immer wieder versucht an das gute im Menschen zu glauben und sehr naiv an die Sache herangeht.Nach einigen durchgetrampten Nächten kommt sie jedoch in einer kleinen Familie an und fühlt sich zunächst auch sehr geborgen. Sie erfährt zum ersten Mal im Leben Liebe und lernt, wie eine Familie miteinander umgeht. Doch obwohl Fay gerne dort bleiben würde, lassen es die Ereignisse nicht zu.Und so reist sie weiter. Sie trifft weiter falsche Entscheidungen, die man ihrer Naivität in die Schuhe schieben kann. Jedoch wird sie mit der Zeit immer skeptischer und auch vorsichtiger. Sie ist anders als gedacht keine leichte Beute.Zusammengefasst hat mir der Roman sehr gut gefallen.Er zeigt dem Leser auf, dass das Leben nicht nur Sonnenseiten auf Lager hat, sondern einige auch ziemlich im dunkeln unterwegs sind.Die Charaktere hat Brown gut herausgearbeitet und man konnte sie sich fast bildlich vorstellen.Einzig, dass Brown oft Alkohol und Drogen und auch die weibliche Sexualität (obwohl es aus Fays Sicht geschrieben ist) in den Vordergrund rückt, hat mir weniger gut gefallen.Das Fay raucht und gerne trinkt hätte man nicht auf jeder Seite so stark herausarbeiten müssen.

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  • Sehr guter Südstaatenroman

    Fay

    letusreadsomebooks

    01. August 2017 um 14:47

    Als sie siebzehn Jahre alt ist, beschließt Fay Jones das Hinterland von Mississippi zu verlassen. Statt weiter in der kleinen Hütte im Wald mit ihrer Familie zu leben, flieht sie vor dem gewalttätigen Vater. Mit kaum mehr als der Kleidung an ihrem Körper und zwei Dollar sucht sie einen Ausweg aus ihrem ärmlichen Leben. Ziel ihrer Träume ist der am Meer gelegene Ort Biloxi. Auf der Straße wird sie von dem Polizisten Sam aufgehalten, der sie bei sich aufnimmt. Sowohl er als auch seine Frau Amy beginnen elterliche Gefühle für sie zu entwickeln. Doch nach dem Unfalltod von Amy verändert sich das Verhältnis zwischen dem über vierzigjährigen Mann und der jungen Fay. Fay ist sowohl Titel des Romans als auch Name der Hauptfigur. Fay ist ein gerade mal siebzehnjähriges Mädchen, das vor der Gewalt ihres Vaters flieht und an die Küste will. Ihr Leben hat sie bis hierhin in äußerster Armut verbracht. Sie ist ungebildet und bis jetzt ohne festen Wohnsitz mit ihrer Familie von Ort zu Ort gezogen, immer auf der Suche nach Arbeit. Vertraut ist sie dafür mit Gewalt und sexuellem Missbrauch. Wie unerfahren sie ist, zeigt sich bereits bei ihrer ersten Begegnung. Im Dunkeln wird sie von drei jungen Männern mitgenommen, die ihr Drogen geben uns immer aufdringlicher werden. Fay besitzt eine hohe Anziehungskraft auf Männer, unter ihnen potenzielle Ehemänner genauso wie Vergewaltiger und Zuhälter. Sie erscheint ihnen als jung, naiv, schutzlos, schön und wirkt gleichzeitig, als wäre sie leicht zu haben. Doch Fay ist, so unbedarft sie zunächst erscheinen mag, nicht wehrlos. Sie lernt schnell und letztlich bekommt sie doch oft was sie will. Also, mein Daddy ist ein Säufer, meine Mama ist total verrückt, sie wohnen in einer morschen Hütte im Wald und der Fußboden ist so dreckig, dass man nicht barfuß drübergehen will. Und drinnen muss man vorsichtig sein, weil die Wespen überall ihre Nester bauen. Wollen Sie sonst noch was wissen? Die Menschen von denen Larry Brown in Fay erzählt sind größtenteils Außenseiter und Kriminelle. Eigentlich alle haben ein Alkoholproblem. Egal ob beim Angeln, am Strand, während der Autofahrt oder sonst wo, die Bierdose ist immer griffbereit und auch Zigaretten scheinen überlebensnotwendig zu sein. Ansonsten trifft Fay auf Prostituierte, Zuhälter und Schläger. Das Leben wird bestimmt von Alkohol, Drogen und Sex, aber auch von Liebe. Eine Ausnahme machen hier Sam und seine Frau Amy. Doch auch diese beiden haben genügend Probleme, wie sich schnell herausstellt. Über allen anderen Figuren steht die Titelheldin Fay. Und diese ist Larry Brown ausgesprochen gut gelungen. Völlig unerfahren in manchen Dingen, woher soll sie auch wissen, dass man Alkohol und Zigaretten erst mit 18 Jahren kaufen darf oder was ein Prostituierte ist, beschließt Fay, dass es ihr einmal in ihrem Leben besser gehen soll. Wie sie, die in ihrem Leben noch niemals bei einem Arzt war, das genau schaffen soll, weiß sie noch nicht, aber ihr Traum lässt sich so leicht nicht erschüttern. Auch nicht, als sich Biloxi nicht als das versprochene Paradies entpuppt: Die Möwen waren überall, sie schwebten in der Luft oder spazierten im weißen Sand. Der Strand war mit Coladosen, benutzten Kondomen und Zigarettenstummeln übersät. So früh am Morgen fuhren nur ein paar Autos auf dem schwarzen Highway. In ihrer Unerfahrenheit scheint Fay sich nicht im Klaren darüber zu sein, welche Wirkung sie auf Männer hat. Doch am Ende ist sie die Stärkere und ihre Geschichte lässt sich ebenso als Coming-of-Age-Roman interpretieren wie auch als Femme fatale als junges Mädchen. Larry Brown stellt sie jederzeit überzeugend dar. Während sie mir am Anfang in ihrer Naivität noch sympathisch erschien, hatte ich im Verlauf der Handlung den Eindruck, dass sie sich immer mehr bewusst darüber ist, wie einfach es für sie ist, andere Personen, vor allem Männer, zu manipulieren und auch zu benutzen. Viele der Männer, denen Fay begegnet, haben eindeutige Absichten und meinen es eigentlich nicht gut mit Fay. Besonders bei Aaron, einem Türsteher gelingt es Brown sehr gut, einen Charaktere zu schaffen, der zwar viele negative Charakterzüge besitzt, aber trotzdem differenziert dargestellt wird und nicht nur als böser und schlechter Schlägertyp dasteht. Und bei aller Unbedarftheit von Fay sollte nicht vergessen werden, dass am Ende nicht alle die Begegnung mit ihr überleben werden. Der Roman handelt von Hoffnungslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Liebe und Hass. Häufig geht es dabei auch um Gegebenheiten, die nur schwer zu ertragen sind. Doch Larry Brown gelingt es, die Handlung um Fay nicht überdramatisch zu erzählen. Der Stil erscheint zunächst eher einfach, ohne große Ausschmückungen werden die meist kurzen Sätze aneinandergereiht. Aber gerade das lässt die Handlung echt und authentisch wirken und schafft eine Atmosphäre, die absolut stimmig dem Erzählten entspricht. Ich bin sehr froh, dass Larry Brown nun auch auf dem deutschen Markt erschienen ist. Ich kannte ihn vor Fay nicht und würde mich nun auch über weitere Übersetzungen freuen (oder direkt zum englischen Original greifen). Fay ist eine Geschichte, die viele schwierige Aspekte und Themen anspricht, aber mit der Titelheldin eine absolut überzeugende Hauptfigur aufweisen kann, deren Entwicklung im Verlauf der Handlung auch glaubwürdig erscheint. Ein weiterer positiver Aspekt ist der Stil des Autors, der zwar schlicht anmutet, aber dafür trotzdem eine der Handlung angemessene Atmosphäre schaffen kann, ohne dabei das Erzählte zu dramatisieren. Für alle Leser, die sich für Südstaaten-Romane interessieren, eine klare Empfehlung.

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  • Sehr emotional, aber auch zäh

    Fay

    buecherschlucker

    11. July 2017 um 18:10

    (https://buecherschlucker.blogspot.de/2017/07/fay-larry-brown.html#more)Meine Meinung:Die Geschichte beginnt langsam und vorsichtig, aber mit Wucht, denn ziemlich schnell werden Themen behandelt, die entweder viele als Tabu-Thema abstempeln oder die einfach zu grausam sind, um darüber zu reden. Der Autor drängt hier aber lediglich, sich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Er will, dass man die Augen auf macht - und das das ganze Buch über. Dieser Aspekt gefällt mir wirklich gut, weil es einfach der Realität entspricht. Am Anfang war mir der Schreibstil nicht ganz geheuer, da ich solch einen Stil in der Form vorher noch nie kennengelernt habe. Es ist eine Mischung aus alt, ausgefallen, jedoch aber auch locker. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, in einer anderen Zeit oder Epoche zu lesen und leben, ob es nun so war, weiß ich nicht, aber ich denke, das sollte dann jeder beim Lesen selbst entscheiden.Zudem hat mir am Schreibstil noch gefallen, dass er oft sehr detailliert war, aber auf einer Weise, dass der Leser selbst noch genug Fantasie mit rein bringen konnte. Fay zum Beispiel wurde immer nur Charakteristisch sehr stark beschrieben und ansonsten als bildschön. Und das ist der Punkt, der mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte jeder selbst entscheiden, was "bildschön" für einen bedeutet. Fay sieht für mich z.B. wie auf diesem Bild hier aus. Man konnte sich also sozusagen eine eigene Fay formen und ich denke, dass das bei dieser Geschichte sehr wichtig ist.  Trotz den tiefgründigen Aspekten hat manchmal einfach etwas bei der Geschichte gefehlt. Es ist zwar etwas passiert, auch sehr schlimme oder aufregende Dinge, aber es hat sich nicht so angefühlt, als wäre etwas großes oder spannendes passiert. Es stimmt schon, dass emotionale oder tiefsitzende Themen ausholend beschrieben wurden, aber ich persönlich habe dies eher philosophisch aufgegriffen und nicht als aufregender Wende oder Höherpunkt. Im Grunde genommen war es wie ein Spaziergang, bei dem man Dinge beobachtet, aber nicht wirklich im Geschehen mit dabei ist. Man spaziert einfach so leicht und locker über die Worte und die Story und kommt nicht ins Schwitzen oder bekommt Herzrasen, weil man unbedingt weiter lesen wollte. So war das leider hier nicht der Fall. Außerdem muss ich leider sagen, dass mit der Schluss überhaupt nicht gefallen hat. Ich war sogar eher etwas enttäuscht. Als es am Ende dann doch ein kleines bisschen Spannend war, wollte man ein verdientes Ende haben, was für Fay, als auch für Sam/Aaron gerecht wird. Aber das war meiner Meinung nach überhaupt nicht der Fall. Das Ende war sowas von ein Cliffhanger, das kann man sich gar nicht vorstellen. Für mich war es nicht nur ein offenes Ende, sondern für mich war es ein offenes Buch. Ich möchte sogar so weit gehen, dass ich das Ende thematisch nicht verstanden habe - ich könnte jetzt also nicht sagen, was mit dem Ende gemeint ist. Und das finde ich bei der Geschichte sehr schade, denn durch den allgemein sehr offenen Schreibstil, hätte man als Schluss doch nochmal ein Haltepunkt gebraucht, der einem versichert hätte, was nun genau aus Fay oder Sam oder Aaron geworden ist.Fazit:Die Geschichte von Fay ist sehr tiefgründig und voll mit schwierigen Themen, vor denen man beim Lesen auf keinen Fall die Augen schließen sollte, denn man sollte sich darauf einlassen können, sonst wirkt es nicht. Leider ist die Geschichte auch teilweise sehr zäh gestaltet und das Ende ist für mich ein No-Go. Es ist eher wie ein sehr langer, ruhiger Spaziergang.

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  • Die dunkle Seite des Lebens

    Fay

    lauravoneden

    04. July 2017 um 20:35

    ‚Fay‘ erzählt die Geschichte des gleichnamigen Mädchens, die aufgrund schwerer Familienverhältnisse entscheidet, wegzulaufen. Die Geschichte ist eine Kombination aus ‚Coming-of-Age‘ und ‚Roadmovie‘, gespickt mit viel Leid, Perspektivlosigkeit und allgemein der dunklen Seite des Lebens.‚Fay‘ ist ein Roman aus der Feder des bereits 2004 verstorbenen Autors Larry Brown. Das Buch wurde bereits 2000 veröffentlich, jetzt endlich hat es den Weg auch in den deutschsprachigen Raum gefunden. Inhaltlich konnte ich einige Parallelen zu dem Film ‚Runaway Girl‘ finden, welcher auch auf einem Roman basiert – dem 2007 erschienen ‚Hick‘ von Andrea Portes. Die Ähnlichkeiten beruhen aber vor allem auf der Grundthematik und der gezeigten Gesellschaftsschicht. Sogenannte Bücher aus dem ‚Country Noir‘ Genre üben eine Faszination auf mich aus, die ich nicht mal in Worte packen kann. Mich interessieren die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Da das Buch auch noch in einem meiner Lieblingsverlage, Heyne Hardcore, erschienen ist, brauchte ich nicht mehr viel Anreiz und war sofort interessiert.Bereits zu Beginn der Geschichte wird klar, dass uns hier eine soziale Randgruppe dargestellt wird. Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Drogen, sexuelle Gewalt – all dies scheint in Fays Welt an der Tagesordnung zu stehen. Fay möchte ausbrechen und beschließt, ihrer Familie den Rücken zu kehren. Auf ihrem Weg begegnet sie vielen Menschen, die es tatsächlich nicht immer gut mit ihr meinen. Fay wird als eine sehr gefasste, pragmatische, aber doch naive junge Frau dargestellt, die gerne an das Gute im Menschen glauben will. Doch auch bei ihr hat das verrohte Leben schon Spuren hinterlassen und sie wird zunehmend misstrauischer mit jeder schlechten Erfahrung. Trotz ihrer aufgeschlossenen und netten Art, weiß sich Fay zu helfen, wenn sie in Bedrängnis gerät und ist alles andere als eine leichte Beute.Doch Fay trifft leider nicht immer gute Entscheidungen, was wohl vor allem an ihrer Naivität liegt. Für mich als Leser nicht unbedingt nachvollziehbar, aber aus Fays Sicht durchaus. So ist es sogar vorgekommen, dass Fay aus meiner Sicht eine total dumme Entscheidung trifft, die ich überhaupt nicht mochte. Im Verlauf der Story verschlechtert sich aber alles so sehr, dass der vermeintliche Fehler vorher, eher einer Rettung gleichkommt. Die Geschichte selbst hat nicht unbedingt hervorstechende Highlights und fließt eher vor sich hin, jedoch war ich niemals gelangweilt, auch wenn das Buch durchaus ein paar Längen aufweist.Einzig das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da es wohl einfach nicht mein Geschmack war. Ich habe nicht mit einem Happy End gerechnet, da das wohl kaum dem Buch gerecht werden würde, aber etwas weniger offen und ein wenig hoffnungsvoller hätte mir schon gefallen.

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  • Brown hält der amerikanischen Gesellschaft einen Spiegel vor

    Fay

    sapperlot

    02. July 2017 um 15:58

    Der Schriftsteller Larry Brown ist eine weitere starke Stimme aus dem Sub-Genre des amerikanischen Country Noir. Leider Gottes eine, die im Jahr 2004 für immer verstummt ist. Der Heyne Hardcore Verlag hat sich glücklicherweise entschieden, seinen Roman "Fay", der im englischen Original bereits im Jahre 2000 erschienen ist, auf Deutsch übersetzen zu lassen und in schöner Gestaltung als Hardcover zu publizieren. Brown erzählt eine fatale Geschichte aus der verarmten Gesellschaftsschicht in Amerika. Von Menschen, die durch alle sozialen Netze, die in diesem erzkapitalistischen Land eh kaum vorhanden sind, gefallen sind und denen anscheinend ein Grossteil an korrektem bürgerlichen Verhalten, so wie wir es kennen, abhanden gekommen ist. Alkohol, Drogen, und (sexuelle) Gewalt sind in diesem archaischen Fleckchen Erde fast an der Tagesordnung. Zumindest pickt der Autor genau diese Elendsgeschichten heraus und erzählt sie in diesem Buch und hält der amerikanischen Gesellschaft einen Spiegel vor. Er berichtet von Menschen die alles verloren haben und nach ihren eigenen teils verrohten Regeln leben.Inhalt: Fay Jones ist eine siebzehnjährige Ausreisserin die es in ihrem höllischen Zuhause irgendwo in der Einöde nicht mehr ausgehalten hat. Mit zwei lumpigen Dollar trampt sie gegen Süden mit Ziel Biloxi an der Küste des Golfstroms wo sie sich ein besseres Leben erhofft. Arm ist sie nicht nur an Geld sondern auch an Bildung (was nicht mit Intelligenz verwechselt werden sollte) da sie die Schule früh schmeissen musste weil sie zu Hause zur Arbeit gezwungen wurde. Dafür ist sie reich an Schönheit was den Männern die sie trifft nicht entgeht. Das unbedarfte Mädchen gerät an diverse Kerle und nicht jeder meint es gut mit Fay. Im hilfsbereiten Polizisten Sam und seiner Frau Amy findet die für ein paar Wochen Unterschlupf und fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben geborgen und wohl. Schnell lernt sie ein paar grundlegende Sachen, die für uns selbstverständlich sind, bevor ein dramatischer Unglücksfall sie wieder auf die gefährliche Strasse zwingt …Es gibt in den amerikanischen Südstaaten eine grosse Tradition und eine währschafte Schar an grossen Literaten die sich mit den Abgehängten und Verlorenen des Gesellschaft beschäftigen und ohne falsche Scheu von ihren tristen Leben erzählen. Angefangen beim Übervater Faulkner über Dexter, Lansdale, McCarthy, Pollock, Thompson oder Woodrell, um nur einige zu nennen, erzählen sie mit universeller Symbolik von der Vergangenheit und der aktuellen Zeitepoche. Country Noir ist und bleibt aber ein Untergenre für ein kleines Grüppchen weil viele Leser lieber von verklärt-romantisierten Sujets lesen als von der sauren Realität. Ich fühle mich von diesen derb-klebrigen Geschichten angezogen und lese diese Art Literatur sehr gerne.Fays irritierendes Schicksal verwebt sich zu einem Netz falscher Entscheidungen und leitet sie zu einem Lebensweg, bei dem am Ende nur ein klitzekleines Stückchen Hoffnung übrig bleibt. Man könnte auch schreiben, sie ist gefangen im amerikanischen Albtraum. Ich hoffe, dass sie ihr Glück dereinst finden wird.

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  • Bewegend und berührend

    Fay

    raven1711

    30. June 2017 um 09:47

    Rezension Larry Brown - Fay Klappentext:Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von zu Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem bessere Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.Meinung:Die 17-jährige Fay hält es daheim nicht mehr aus. Sie geht, lässt ihren kleinen Bruder und die kleine Schwester zurück, ebenso wie die Mutter und den gewalttätigen Vater. Dabei hat sie nur 2 Dollar und ein paar Zigaretten in ihrer Handtasche. Fays Weg ist voller schicksalhafter Begegnungen. Sie begegnet Menschen, die es gut mit ihr meinen, und solchen, die es weniger gut mir ihr meinen. Und nicht jeder überlebt in diesem Roman.Fay zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Auf der einen Seite ist so jung, so naiv und unerfahren. Es fehlt ihr an Bildung, da ihr diese schon früh verwehrt wurde. Und doch ist so reif und abgeklärt für ihr Alter, hat Dinge erlebt, die man in so jungen Jahren noch nicht erlebt haben sollte. Aber trotz ihrer so hilflos wirkenden Art ist Fay auch eine unheimlich starke Frau, die meinen ganzen Respekt bekommen hat. Die Charaktere im Roman sind rauh, zum Teil ungeschliffen und wirken oft zwielichtig und geheimnisvoll. Hier beweist der Autor eine scharfe Beobachtungsgabe, denn die Protagonisten sind unheimlich dicht und komplex aufgebaut.Wie seine Charaktere, so ist auch dieser Roman roh und seine Landschaftbeschreibungen ursprünglich, heiß und schwitzig. Larry Brown hat eine wahnsinnig dichte Atmosphäre im Roman geschaffen, die dafür sorgt, dass man dieses Buch trotz seiner zeitweise auftauchenden Längen nicht gerne aus der Hand legt. Fays Weg ist bedrückend, aber auch voller Glücksmomente, spannend und nervenzehrend, fürchtet man doch, was auf das junge Mädchen so alles zukommt. Sprachlich geradlinig erzählt und übersetzt von Thomas Gunkel, passt diese Erzählweise so perfekt zu diesem Roman. Fazit:Fay ist atmosphärisch dicht, verstörend und berührend, brutal und ungeschönt. Eine großartige Geschichte, die sich der dunklen Seiten der Gesellschaft annimmt und gerade durch das schwül-warme Setting die Geschichte so besonders macht. Da verzeiht man auch so manche Länge im Roman bereitwillig.Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.Vielen Dank an Heyne Hardcore für das Rezensionsexemplar.

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  • Walk the Way

    Fay

    Sturmherz

    22. June 2017 um 11:32

    Fay, eine junge Frau die bisher nichts schönes im Leben erlebt hat, nur Gewalt, Hunger und Demütigung kennt verlässt ihr zu Hause um irgendwo etwas besseres zu finden. Unterwegs lernt sie verschiedene Männer kennen, nicht alle sind gut zu ihr. Manchmal hat sie Glück und wird aufgenommen und gut behandelt aber es gibt eben auch die andere Sorte Menschen. Wären dann nicht ihre Füsse, die sie weiterbringen, sie würde wohl verzweifeln. Amerika von seiner unschnönen Seite.Das Suchen nach einem zu Hause, Alkohol, Gewalt und Ungerechtigkeit. Trotz allem oder gerade desswegen ein sehr gelungener Roman.Lesen und dazu einen Whisky trinken.

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