Komet - Der Einschlag

von Larry Niven und Jerry Pournelle
4,0 Sterne bei12 Bewertungen
Komet - Der Einschlag
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (8):
annlus avatar

der Einstieg zog sich etwas in die Länge aber dann wurde die Geschichte besser und besser - Endzeitroman ganz nach meinem Geschmack

Kritisch (1):
Sternenstaub_Buchblogs avatar

Zu viel Zwischenmenschliches, zu wenig Endzeitszenario. Da hatte ich aufgrund des Klapptextes mehr erwartet.

Alle 12 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Komet - Der Einschlag"

Das Ende der Zivilisation.
Der Beginn einer neuen Zeit.

Das öffentliche Interesse ist groß, als Amateurastronomen einen bis dahin unbekannten Kometen entdecken. Doch schon bald steht fest, dass sich das Objekt auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Als das Unvorstellbare geschieht und der Komet auf der Erdoberfläche einschlägt, stürzt er die Welt ins Chaos. Der Kampf um das nackte Überleben und den letzten Rest Menschlichkeit hat begonnen…

Der visionäre Science-Fiction Klassiker (engl. Titel „Lucifers Hammer“) in neuer Übersetzung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945493977
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:660 Seiten
Verlag:Mantikore-Verlag
Erscheinungsdatum:13.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne3
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Zsadistas avatar
    Zsadistavor einem Monat
    Rezension zu "Komet - Der Einschlag"

    Tim Hamner spielt am liebsten Astronom in seiner Freizeit. Er sieht oft stundenlang durch sein Fernglas. So ist es nicht erstaunlich, dass er einen großen Kometen entdeckt. Gleichzeitig entdeckt auch ein weiterer Sternenseher diesen Kometen. So bekommt der Brocken den Namen Hamner-Brown.

    Alle beobachten den Kometen erstaunt. Erst soll er knapp an der Erde vorbei schrammen ohne Auswirkungen. Doch je näher er kommt, umso wahrscheinlicher wird es, dass er doch einschlägt.

    Und so kommt, wie es kommen muss. Der Komet schlägt in die Erde ein und nichts ist mehr so, wie es einmal war.

    Der Kampf um die letzten Flecken Erde beginnt.

    „Komet – Der Einschlag“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder der Autoren Larry Niven und Jerry Pournelle.

    Gleich zu Anfang muss ich erwähnen, dass das Buch bereits 1977 heraus gekommen ist und mir hier in der neuen Auflage des Mantikore Verlags vorliegt.

    Man darf den Inhalt also nicht mit heutigen Science Fiction Büchern vergleichen. Ist heute alles auf Action, Action und Action ausgelegt, ist es hier noch sehr gediegener. Die Story schleicht am Anfang dahin. Es wird viel erklärt, Personen werden vorgestellt, Pläne geschmiedet, bis dann Richtung der Mitte des Buches dann der Komet endlich dann einschlägt.

    Der Anfang war schon etwas zäh. Vor allen Dingen, weil das Buch auch noch so dick und schwer ist. Es hat aber irgendwie den Scharm alter Science Fiction Filme, die nicht nur auf Action ausgelegt sind, sondern noch mit Sinn und Hintergrund.

    Der Schreibstil ist natürlich auch nicht mit neuen Romanen zu vergleichen, mir hat er allerdings gefallen. Positiv finde ich auch, dass es sich hier um ein einzelnes Werk handelt und nicht wieder eine ganze Reihe gelesen werden muss.

    Inhaltlich hat das Buch eigentlich neue Themen behandelt. Trotz Not und Elend auf der Welt, hängen viele Menschen immer noch an Macht, Geld und Egoismus. Egal was auch passiert, der Mensch ist von Gier gelenkt.

    Vor allem lässt sich nach dem Lesen noch lange über das Thema diskutieren.

    Auch wenn das eigentliche Werk etwas älter ist und die Story erst langsam in Fahrt kommt, vergebe ich volle Sterne.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    annlus avatar
    annluvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: der Einstieg zog sich etwas in die Länge aber dann wurde die Geschichte besser und besser - Endzeitroman ganz nach meinem Geschmack
    Das Ende der Zivilisation

    „Es steht immer noch tausend zu eins dagegen, dass überhaupt etwas passiert. Und eine völlige Sicherheit, dass viele Menschen sterben, wenn wir anfangen Vorbereitungen zu treffen.“


    Amerika ist mitten im kalten Krieg gegen Russland, als der Komet Hamner-Brown die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt. Eine Fernsehdokumentation macht ihn zum Star, sodass die Wissenschaft an Gelder kommt, um ihn genauer zu untersuchen. Sogar eine gemeinsame Weltraummission mit den Russen ist geplant. Der Vorbeiflug wird zum Spektakel erklärt, auch wenn viele dem Hammerfieber nicht entgehen können und sich auf den unwahrscheinlichen Fall einer Kollision einstellen – zu Recht. Teile des Kometen treffen die Erde, die Zivilisation wie wir sie kennen bricht an vielen Orten zusammen und die Überlebenden stehen plötzlich in einem Kampf auf Leben und Tod.



    Der erste Teil ist der Zeit vor der Kollision gewidmet. Hier werden die zahlreichen Charaktere eingeführt, von denen manche, aber nicht alle in einem Zusammenhang zueinander stehen. Vom Gouverneur bis zum Vergewaltiger wird eine Vielzahl an Personen vorgestellt. Unter ihnen auch der Entdecker des Planeten, ausgewählte Astronauten und Wissenschaftler, aber auch die Fernsehcrew, die sich der Dokumentation widmet. Neben ihnen sind es ihre Familien und Bekannten sowie eine Reihe an Nebencharakteren, die die Handlung übernehmen. Damit wurde der erste Teil etwas sehr Personenlastig und ich war froh um das der Geschichte voranstehende Personenregister.


    Die Alltagsszenen, die so langsam in Szenen rund um die Vorbereitungen auf den Tag X übergehen, zogen sich etwas in die Länge. Aber schon anhand der unterschiedlichen Reaktionen auf einen möglichen Einschlag – die von Panik, überlegten Entscheidungen, Endzeitstimmung, die alle moralischen Bedenken über Bord werfen lässt bis zu detaillierten Plänen reichen – wurde klar, dass die Erde nicht so leicht davonkommen wird.


    Der Einschlag – der eigentlich aus mehreren unterschiedlich großen Kollisionen besteht – führte zu spannenderen Szenen aber auch, wie zu erwarten, zu vielen Toten, von denen nicht alle anonym blieben. Danach begann die Geschichte aus meiner Sicht interessanter zu werden. Die bereits bekannten Protagonisten kämpfen um ihr Leben und sehen sich zu Entscheidungen gezwungen, die in einer geordneten Welt nicht denkbar wären. In dieser Hinsicht ähnelt die Handlung anderen postapokalyptischen Büchern, war sogar im Vergleich zu manch anderen noch recht zivilisiert. Es ist nicht nur Hoffnungslosigkeit und Anarchie die herrschen. Bereits kurz nach der Katastrophe beginnt so mancher an einen strukturierten und technischen Wiederaufbau zu denken.


    Fazit: Der einleitende Teil war mir persönlich zu lang. Dafür wurde die Geschichte nach dem Komenteneinschlag immer besser und hat mich bis zuletzt in ihren Bann gezogen.

    Kommentieren0
    21
    Teilen
    einz1975s avatar
    einz1975vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch für Fans von Endzeitgeschichten ohne Happyend.
    Komet - Der Einschlag

    Als Hobby-Astronom hat man es nicht leicht, denn man hängt immer hinter all den großen Teleskopen dieser Welt hinterher. Doch Tim Hamner hat es geschafft und ein Objekt am Himmel wird nach ihm benannt, nicht ganz allein, denn zur selben Zeit hat auch Gavin Brown dieses Phänomen gemeldet. Somit trägt der Komet den Namen „Hamner-Brown“. Ein großes Ereignis und Hamner ist auch sichtlich Stolz darauf. Er lernt auf einer Party einen TV-Journalisten kennen und er hält es für eine brillante Idee, eine komplette Sendereihe zu diesem Thema ins Fernsehen zu bringen. Noch ist zwar nicht klar, um was genau für einen Kometen es sich handelt, aber bei der aktuellen Geschwindigkeit, wird sich das bald ändern.

    Als Leser bekommen wir einen kleinen Einblick in die Beschaffenheit von Asteroiden, Meteoriten und eben auch Kometen. Mit der Zeit wird klar, dass dieses Objekt gar nicht so harmlos ist und einige Experten ändern mehr als einmal ihre Meinung, ob er die Erde nun treffen wird oder nicht. Um genauere Daten zu erhalten, wird eine gemeinsame Mission von Amerikanern und Russen gestartet. Die Ergebnisse lassen leider auf nichts Gutes hoffen. Weltweit bricht Panik aus. Hamsterkäufe und vor allem die Flucht aus den Städten nimmt ihren Lauf. Apokalyptische Redner an jeder Ecke, nur schlimmer sind die Plünderer, welche auch nicht vor einem Mord zurückschrecken. Als Leser verfolgt man dabei verschiedenen Gruppen auf ihrem Weg.

    Neben einem Senator, können wir auch Hamner und selbst die Astronauten begleiten. Das der Komet leider sein Ziel nicht verfehlt, konnte man schon auf den Klappentext erfahren. Auf jeden Fall ist es interessant zu sehen, wie die Erde auf so einen Einschlag reagiert. Flutwellen, Überschwemmungen, Stürme, Regen, Erdbeben und Klimaveränderungen in jedem Land und kein Mensch ist wirklich sicher. Hinzu kommt noch, dass irgendwie nebenbei noch der dritte Weltkrieg Einzug hält, was meiner Meinung nach völlig überflüssig war und ich mir nicht wirklich sicher bin, dass in so einer Situation noch einer an Krieg denkt. Die Erzählung selbst verändert sich auch, denn es geht aktuell nur noch ums nackte Überleben.

    An einigen Stellen merkt man auch recht deutlich, dass dieses Buch schon vor einigen Jahren geschrieben wurde. Dennoch bleiben die beiden Autoren sehr nah am Geschehen. Sie versuchen sich vorzustellen, wie wohl ein Teil der Gesellschaft versucht alles wieder ins Lot zu bringen und wie andere völlig verwahrlosen und sogar zu Kannibalen mutieren. Hunger, Angst, Krankheiten und keine Ahnung wie es weitergehen soll. Oft wirkt alles sehr beklemmend und man wünscht sich als Leser selbst helfen zu können, gerade wenn es um Kinder geht. Eine wirkliche Lösung gibt es am Ende nicht, trotz Kampf und viel Mühe, dass der Roman noch zu einem friedlichen Ende führt. Der moderne Mensch hat ausgedient, hier geht es nur noch darum, wie man den nächsten Tag übersteht.

    Fazit:
    Lucifer's Hammer veränderte die Welt wie wir sie kannten. Larry Niven & Jerry Pournelle zeichnen eine düstere, zum Teil recht realistische Darstellung der Ereignisse nach solch einer Katastrophe auf. Geld und Besitz spielen keine Rolle mehr, vielmehr wo man das nächste Essen herbekommt und wo ist es sicher vor allerlei Gefahren. Besonders der Anfang des Buches zeigt, wie schnell sich die Menschen auf den Untergang der Erde zwar einstellen, aber es nicht wahrhaben wollen. Später driftet das Buch ab und kann mit dem Start leider nicht mehr mithalten. Irgendwie schade, denn nicht alle Einzelschicksale fügen sich in die Geschichte ein. Ein Buch für Fans von Endzeitgeschichten ohne Happyend.

    Matthias Göbel

    Autor: Larry Niven & Jerry Pournelle
    Übersetzung: Andrea Blendl
    Taschenbuch: 768 Seiten
    Verlag: Mantikore Verlag
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsdatum: 13.11.2017
    ISBN: 978-3-945-49397-7

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Aischas avatar
    Aischavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: zu Recht ein Klassiker der Science Fiction, tolle Geschichte, nur kleine Übersetzungsmängel
    Zu Recht ein Klassiker!

    Die Geschichte wurde seit Ersterscheinung von "Lucifers Hammer" (so der Titel des amerikanischen Originals) in zahlreichen Varianten erzählt: Ein Komet rast auf die Erde zu und droht unseren Planeten zu vernichten.

    Aber das Autorenteam Niven-Pournell zeichnet nicht nur reißende Weltuntergangsszenarien à la Roland Emmerich, sondern zeigt auf großartige, spannende Weise, wie es durch die Katastrophe zum Untergang der Zivilisation kommt und wie unterschiedlich die Überlebenden damit umgehen. 
    Anfangs braucht der Leser ein wenig Durchhaltevermögen, da sehr viele Charaktere in die Geschichte eingeführt werden. Die Liste der handelnden Personen ist sehr hilfreich dabei, den Überblick zu behalten, ich habe hier oft nachgeschlagen. Aber man wird für die Geduld belohnt. Die Autoren zeichnen die verschiedenen Charaktere sehr gut, auch wird viel Wert auf zahlreiche Details gelegt, die der Absturz des Kometen zur Folge hat. (Wetter, Klima, Gesellschaft, Regierung, Kommunikation, Flucht u.v.m.)
    Der Mantikore-Verlag legte den Klassiker in neuer Übersetzung auf. Einerseits sehr löblich, das Buch gehört in jedes gut sortierte Regal. Andererseits ist es gerade die Übersetzung, die mich dazu gebracht hat, bei meiner Bewertung einen Stern abzuziehen. Es gibt einfach einige Fehler, die einem guten Übersetzer nicht passieren sollten. So lässt etwa "Buffalo Chips" den deutschen Leser eher an einen kalorienreichen Snack denken und weniger an "getrockneten Büffelmist", der zum Heizen verwendet wurde. Schade, der Roman hätte eine Top-Übersetzung verdient!
    Dennoch: sehr lesenswert, auch noch über 40 Jahre nach Ersterscheinung!

    Kommentieren0
    10
    Teilen
    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 8 Monaten
    Hammerlektüre (im wahrsten Sinne des Wortes)


    Inhalt 

    Tim Hamner ist ein im Geld schwimmender junger Mann, der sich in seiner Freizeit am liebsten als Hobbyastronom betätigt. Eines Tages wird sein Traum wahr: Er entdeckt einen Kometen, der nach ihm und einem Kollegen benannt wird: Der Komet Hamner-Brown ist auf dem Weg zur Erde.

    Die Presse bekommt davon Wind und wenige Woche vor dem Eintreffen des Kometen in der Nähe der Erde wird klar, dass es ein ziemliches Spektakel geben wird, das überall zu sehen sein wird. Es wird sogar eine bemannte Raumkapsel ins All geschossen, die den Kometen während seines Vorbeiflugs studieren soll. Doch je näher der Tag rückt, desto mehr Panik macht sich breit:

    Die Berechnungen werden immer genauer, und schien es zuerst unmöglich, dass der Komet tatsächlich trifft, gibt es immer mehr Menschen, die sich auf eine globale Katastrophe vorbereiten.

    Bis zur letzten Stunde ist unklar, ob und wie der Vorbeiflug die Erde beeinflussen wird - und von einer Minute auf die nächste ist auf einmal das Unglaubliche geschehen: Die Erde wird getroffen.

    Binnen Minuten ist nichts, wie es einmal war, und die Menschen versuchen, das Ausmaß und die Folgen der Katastrophe zu erfassen - und zu überleben.

    Beurteilung 

    Zunächst muss man sagen: Das Genre Dystopie trifft es nicht ganz, da der Roman in der jüngeren Vergangenheit vor wenigen Jahrzehnten spielt. Eine alternative Entwicklung der Vergangenheit. Vielleicht Retro-SF? Nun ja, seid kreativ :-)

    Auf jeden Fall war dieses Buch für mich als Prepper (sagt Euch das was?) ein Muss. Bei einem Wälzer von fast 800 Seiten (lasst Euch durch die Seitenangaben auf anderen Plattformen nicht beirren, die sind falsch) kann man ja vorher schon vermuten, dass es ein relativ komplexes Werk ist - und das ist es. Doch die Autoren haben die Kunst beherrscht, bei aller Komplexität und vielen, vielen handelnden Personen und Handlungssträngen, das von der ersten bis zur letzten Seite zu einem atemberaubenden Erlebnis zu machen.

    Am Anfang ist es ein wenig anstrengend - alle paar Seiten wechselt die Handlung wieder zu einer neuen Person, völlig losgelöst von der vorherigen, und es dauert einiges an Zeit, bis die Handlungsstränge nach und nach zusammenfließen. Es ist aber alles gut nachvollziehbar aufgebaut und man verliert eigentlich nie den Faden - höchstens braucht man manchmal ein paar Sekunden, bis man bei einem Namen wieder weiß, um welche Person es sich handelt, aber das gibt sich schnell :-)

    Ich habe selten ein Buch über eine globale Katastrophe gelesen, das sich so realistisch und detailliert mit dem unmittelbaren Ereignis und auch den daraus resultierenden Folgen befasst. 
    Natürlich hat es, hollywood-like, Amerika getroffen, das auch der Schauplatz des Romans ist - trotzdem wird der Rest des Erdballs nicht außer Acht gelassen. Geschickte Schachzüge für die umfassende Betrachtung der Auswirkungen des Einschlags ist zum Beispiel der Handlungsstrang aus Sicht der Astronauten und die Zwischenspiele, die den Weg des Kometen und die Entwicklung der Naturkatastrophen zwischen den Kapiteln wie kurze Nachrichtenticker durchbrechen.

    Es werden Bilder im Geist wachgerufen, die sich ein funktionierender Verstand überhaupt nicht vorstellen kann und mag - Städte und Nationen innerhalb von Minuten nicht mehr existent, die Zivilisation und die "zivilisierten" Menschen degenerieren und werden innerhalb von kürzester Zeit ins tiefste Mittelalter katapultiert. 

    Eingebunden sind Menschen aller Bevölkerungsschichten - Vom Postboten über die Verwaltungsangestellte, Astronom, Senator und notorische Verbrecher, alle Klassen der Gesellschaft kommen zu Wort - und wenn man mal darüber nachdenkt, ist es traurig, aber leider unfassbar wahrscheinlich, das selbst im Angesichts des drohenden Untergangs der Zivilisation sich manche Menschen immer noch nicht von Geld, Macht und Egoismus trennen können. 

    Bleibt mir abschließend zu sagen, auch wenn ich noch Stunden über dieses Thema weiterreferieren könnte, aber das bringt uns zu weit vom Thema ab: Toll geschrieben, durchweg extrem spannend, vielschichtig, realisitisch, beklemmend, umfassend - mich selbst hat das Buch dazu befeuert, noch während der Lektüre meine Survivalausrüstung zu Hause um einige Gegenstände aufzustocken.

    Dieses Buch ist in meinen Augen Pflichtlektüre. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Rezisternchen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    mesus avatar
    mesuvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: spannend, fesselnd, gelungene Neuauflage!
    Dieses Endzeit Szenario ist äußerst spannend- gelungene Neuauflage des Klassikers

    Wieder ist es dem Mantikore Verlag gelungen einen Sci-Fi Klassiker gekonnt neu aufzulegen. 
    Das Buchcover mit einem Bild des Kometen der auf die Stadt zurast, bietet den perfekten Einstieg in die Geschichte.
    Ein Komet wurde gesichtet und droht gefährlich nahe an der Erde vorbeizufliegen, oder sogar auf ihr einzuschlagen.


    Im ersten Teil der immerhin 768 Seiten erfährt man alles über die verschiedenen Protagonisten bevor sich die Katastrophe ereignet, der zweite Teil behandelt die Geschichte nach dem Kometen Einschlag.
    Das Buch fasziniert, ist sehr spannend und es ist manchmal auch schrecklich zu lesen, wie die Menschen sich bei solch einem  Szenario verändern, und was sie alles tun um  zu überleben.


    Eine rundum gelungene Neuauflage, die es sich lohnt zu lesen!!







    Kommentieren0
    17
    Teilen
    LiberteToujourss avatar
    LiberteToujoursvor 10 Monaten
    Am Anfang eine Geduldsprobe, danach grandios!

    Hammer - so nennen sie den Kometen, der bald die Umlaufbahn der Erde streifen wird. Allen ist klar, dass er nah vorbeifliegen wird. Dass er wirklich treffen könnte glaubt so recht keiner. Und doch soll genau das passieren. Flutwellen, Erdbeben, Regen und Dunkelheit - Die Welt wird in Dunkelheit gehüllt. Wenige Menschen sind übrig und für die gibt es noch weniger Ressourcen. Der Kampf ums Überleben fängt nach dem Einschlag eigentlich erst so richtig an..


    Am Anfang war ich ganz ehrlich ziemlich angefressen von dem Buch. Wir beginnen mit der Geschichte direkt bei der Entdeckung, erleben die Euphorie über das kommende Naturschauspiel und die Vorbereitungen, die die Menschen treffen. Und das ist natürlich sinnig, versteht mit nicht falsch. Niemand will ein Buch lesen, bei dem der Einschlag direkt das erste Ereignis ist. Dann würde man Menschen beim Überlebenskampf begleiten, zu denen man noch keine Bindung aufbauen konnte und und wäre egal, wer lebt und wer stirbt. Eine Einleitung macht also wie immer durchaus Sinn.
    Aber diese hier umfasst mehr als 300 Seiten, was selbst bei einem derart dicken Wälzer um die 40% sind. Wer will denn so viel langatmiges Intro lesen? Ich halte ein Buch in den Händen, von dem ich mir ein realistisches dystopisches Szenario erwartet habe und begleite die Reichen und Schönen auf Partys und zu ihren Liebhabern und einen Kleinganoven zu seinen Überfällen. Das ist langweilig und definitiv nicht das, was man erwartet hat. 


    Wenn man das dann mal mit viel Zähneknirschen überstanden hat wird das Buch zum Volltreffer. Das ganze mutiert ein bisschen zu The Walking Dead, nur ganz ohne Zombies. 
    Niven und Pournelle haben vor allen Dingen ein Talent : Menschen und ihren Umgang mit Problemen, mit Angst, mit Verzweiflung absolut authentisch darzustellen. Die Menschen zerfleischen sich gegenseitig, jeder denkt nur noch an sich - und in all dem Chaos gibt es dennoch eine kleine Gruppe die versucht, sich wieder so etwas ähnliches wie eine Zivilisation aufzubauen. Die Probleme die damit einhergehen trifft das Autorenduo ziemlich gut auf den Punkt - wem helfen wir? Wer hat das sagen? Wer darf überhaupt rein in unser Dorf? Sind Reste der modernen Technik, die es vielleicht ermöglichen die Zivilisation neu zu gründen, es wirklich wert, hunderte von Leben dafür aufs Spiel zu setzen?
    Auf viele Dinge kommt man gar nicht, wenn man sich noch nicht eingehend mit dem Thema beschäftigt hat. 
    Gespickt ist das ganze noch mit allerhand wissenschaftlichen Fakten - der Einschlag selbst ist nicht möglichst dramatisch dargestellt, sondern so wirklichkeitsnah wie möglich. Ab und an machen wir Ausflüge ins All. 


    Wenn man Bock hat sich durch ein Intro zu beißen, das Längenmäßig Tolkien Konkurrenz machen kann wird man danach mit einem fantastischen Buch belohnt. Wer sich für die Thematik interessiert und einen langen Atem hat sollte es ruhig mal versuchen!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Rajets avatar
    Rajetvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn man die ersten ca. 350 Seiten schafft wird es noch eine spannende Dystopie.
    Nach langatmigen Anfang wird es noch ganz gut

    Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und mir auf der Buchmesse angeschaut. Das Cover und auch der Klappentext versprachen eigentlich einen spannenden Roman. eigentlich! Leider ist das Intro besonders lang. Klar ist es interessant zu erfahren wie der Komet entdeckt wird und ob Massnahmen dagegen entwickelt werden. Aber locker dafür die Hälfte des Buches zu benötigen ist ein bisschen lang. Und viele Leser werden da leider die Lust verlieren. Wenn man es schafft diese Seiten zu bewältigen wird es noch spannend und man hält eine spannende Dystopie in Händen.

    Der Schreibstil ist nicht ganz so leicht zu lesen, vielleicht auch weil das Buch eigentlich schon vor einigen Jahren erschienen ist und es sich in dem Fall um eine Neuauflage handelt. Zitat: "Visionärer Science-Fiction-Klassiker engl.Titel Lucifers Hammer in neuer Übersetzung". Kann ich nichts zu sagen habe es nicht in der alten gelesen.

    Das Cover finde ich super gestaltet und passt zum Buch. Dunkel gehalten und die Welt kurz vor dem Einschlag des Kometen. Es hatte mich auch neugierig auf das Buch gemacht und sieht auch im Bücherregal gut aus (wenn man sich Bücher auch mal so hinstellt das man das Cover sieht).

    Der Klappentext hat mich interessiert gemacht und die Erwartung geweckt das es im Roman mehr um die Zeit nach dem Einschlag geht.

    Fazit: Wer einen etwas längeren Atem am Anfang hat wird aber nach ca. der Hälfte des Buches mit einem doch recht guten Dystopie belohnt. Cover und Klappentext sind 1a. Leider hat es mich nicht ganz überzeugen können deshalb nur 4 Sterne.

    Zum Inhalt:
    Ist das Ende der Zivilisation und der Beginn einer neuen Zeitrechnung angebrochen? Sprich nach dem Kometen.

    Das öffentliche Interesse ist groß, als Amateurastronomen einen bis dahin unbekannten Kometen entdecken. Doch schon bald steht fest, dass sich das Objekt auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Als das Unvorstellbare geschieht und der Komet auf der Erdoberfläche einschlägt, stürzt er die Welt ins Chaos. Der Kampf um das nackte Überleben und den letzten Rest Menschlichkeit hat begonnen…

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    celinasheerans avatar
    celinasheeranvor 10 Monaten
    Grandios!

    Inhalt:Das öffentliche Interesse ist groß, als Amateurastronomen einen bis dahin unbekannten Kometen entdecken. Doch schon bald steht fest, dass sich das Objekt auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Als das Unvorstellbare geschieht und der Komet auf der Erdoberfläche einschlägt, stürzt er die Welt ins Chaos. Der Kampf um das nackte Überleben und den letzten Rest Menschlichkeit hat begonnen…

    Der visionäre Science-Fiction Klassiker (engl. Titel „Lucifers Hammer“) in neuer Übersetzung.

    Meine Meinung:Das Buch ist ein wahres Meisterwerk der Science Fiction. Ich hätte niemals gedacht, dass mich ein ja schon etwas älterer Klassiker so überzeugen würde.
    Das Buch gibt tolle Einblicke in das Chaos vor dem Kometeneinschlag. Etwas was ich hervorragend gelungen fand war, dass aber auch das Wiederaufbauen der zertrümmerten Stadt beschrieben wurde.
    Der Schreibstil des Atuors ist einfach nur grandios er lässt einen alles miterleben und mitfühlen. Die postapokalyptische Stimmung ist förmlich greifbar. Der Schreibstil ermöglicht es das 768 Seiten dicke Buch flüssig zu lesen. Es ist total fesselnd. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
    Eine klare Leseempfehlung! Ein MUSS für jeden Science Fiction Liebhaber!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    StSchWHVs avatar
    StSchWHVvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Mix aus einem der guten Emmerich-Filme und der post-apokalyptischen Gesellschaft von Walking Dead!
    Larry Niven & jerry Pournelle: Komet

    Ein Katastrophenfilm zum Lesen! Absolut gelungen.

    Ich bin immer überrascht, dass ein SciFi Klassiker aus den 70ern sich so aktuell anfühlen kann. "Komet" ist für mich vor allem deswegen genial, weil es im ersten Teil des Buches um das Chaos vor dem Kometeneinschlag geht (sorry, falls das ein Spoiler ist, aber ich glaube uns war allen klar, dass das Ding einschlägt, egal wie ungern unsere Protagonisten daran glauben wollen), das Buch aber da nicht aufhört. Stattdessen sehen wir auch noch die ersten Wochen danach, die kaputte Gesellschaft, die vielen, die für sich kämpfen und die wenigen, die noch an eine Zukunft glauben. Bruderschaften, Clans, Festungen - ein radikaler Versuch zu Überleben nach dem anderen.

    Ein echt gelungener Mix aus einem der guten Emmerich-Katastrophen-Filme und im Anschluss die ganze Gewalt einer post-apokalyptischen Gesellschaft, in der Geld nichts mehr wert ist und jeder eine Waffe braucht, wie bei Walking Dead. Um ehrlich zu sein, ich meine fast jede filmische Umsetzung, die einem zum Thema so in den Sinn kommt, hat hier etwas stibitzt.

    Natürlich ist der Schauplatz größtenteils die USA. Nichts desto trotz ist die Gruppe an Protagonisten, denen wir folgen ganz homogen. Man kommt gut mit und der Episodenhafte Charakter der Erzählung stückelt den ca. 750 Seiten-Brocken etwas auf.

    Auch die Einspieler, die sich rund um den besagten Kometen drehen, machen Spaß und zoomen aus der US-zentrierten Story raus in die Welt.

    Wer auf Katrasprophenfilme steht - ganz ehrlich - es gibt keinen Grund zu zögern!

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Mantikoreverlags avatar
    Liebe Leserinnen und Leser,
    einmal mehr möchte wir - vom Mantikore-Verlag - euch die Gelegenheit geben eines unserer Bücher kennenzulernen. Dieses Mal geht es um den spannenden Scifiroman KOMET - DER EINSCHLAG von den Altmeistern der Scifi LARRY und JERRY POURNELLE .

    Wir laden euch herzlich zu dieser Leserunde ein und spendieren 10 Bücher!

    Darum geht es:...
    Das Ende der Zivilisation.
    Der Beginn einer neuen Zeit.

    Das öffentliche Interesse ist groß, als Amateurastronomen einen bis dahin unbekannten Kometen entdecken. Doch schon bald steht fest, dass sich das Objekt auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Als das Unvorstellbare geschieht und der Komet auf der Erdoberfläche einschlägt, stürzt er die Welt ins Chaos. Der Kampf um das nackte Überleben und den letzten Rest Menschlichkeit hat begonnen…

    Der visionäre Science-Fiction Klassiker (engl. Titel „Lucifers Hammer“) in neuer Übersetzung.

    .......

    Wer an dieser Leserunde teilnehmen möchte braucht sich hier einfach nur zu bewerben. Bitte gebt auch an, wo ihr eure Rezension (möglichst zeitnah!) veröffentlichen werdet (sehr freuen wir uns auch über Rezis auf eigenen Blogs und auf Amazon). Wir freuen uns schon auf euer Feedback.

    Und los gehts...

    Viele Grüße
    euer Mantikore-Verlag

    www.mantikore-verlag.de
    Ihr findet uns auch auf facebook @mantikoreVerlag
    Aischas avatar
    Letzter Beitrag von  Aischavor 6 Monaten
    Hier ist meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Larry-Niven/Komet-Der-Einschlag-1443415521-w/rezension/1545583592/ Ich habe sie außerdem auf Amazon, Thalia, Hugendubel und buecher.de gestellt. Vielen Dank für dieses tolle Buch, ich habe es sehr genossen und werde es sicher in ein paar Jahren noch mal lesen. (Vermutlich dann im Original.) Sorry, dass meine Rezension erst jetzt kam, das ist mir irgendwie total durchgeflutscht, tut mir wirklich leid!
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks