Lars-Broder Keil

 4,5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor*in von Deutsche Legenden, Mord an der Mauer und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Lars-Broder Keil war als Journalist seit 1989 u. a. für das Auslandsmagazin Freie Welt, DIE ZEIT und Welt am Sonntag tätig, seit 2001 ist er Redakteur im Ressort Innenpolitik der WELT mit Schwerpunkt Zeitgeschichte und historische Serien. Daneben publiziert er Bücher, vorwiegend zu zeithistorischen Themen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lars-Broder Keil

Cover des Buches Stauffenbergs Gefährten (ISBN: 9783423348591)

Stauffenbergs Gefährten

 (4)
Erschienen am 01.06.2015
Cover des Buches Deutsche Legenden (ISBN: 9783862842216)

Deutsche Legenden

 (1)
Erschienen am 20.09.2013
Cover des Buches Lob der Revolution (ISBN: 9783806238051)

Lob der Revolution

 (1)
Erschienen am 13.08.2018
Cover des Buches Mord an der Mauer (ISBN: 9783869950426)

Mord an der Mauer

 (1)
Erschienen am 20.07.2012
Cover des Buches Mord an der Mauer (ISBN: 9783806245103)

Mord an der Mauer

 (1)
Erschienen am 22.07.2022
Cover des Buches Das besondere Bild (ISBN: 9783862282203)

Das besondere Bild

 (0)
Erschienen am 05.02.2021
Cover des Buches Fake News machen Geschichte (ISBN: 9783861539612)

Fake News machen Geschichte

 (0)
Erschienen am 13.09.2017
Cover des Buches Gerüchte machen Geschichte (ISBN: 9783862842254)

Gerüchte machen Geschichte

 (0)
Erschienen am 24.09.2013

Neue Rezensionen zu Lars-Broder Keil

Cover des Buches Mord an der Mauer (ISBN: 9783806245103)
Kristall86s avatar

Rezension zu "Mord an der Mauer" von Sven Felix Kellerhoff

4 Sterne
Kristall86vor einem Jahr

Klappentext:

„Schauplatz Berliner Mauer: Chronologie eines Fluchtversuchs mit tödlichem Ausgang


Über eine Stunde lang liegt Peter Fechter angeschossen im Todesstreifen der Mauer. Bis ihn Angehörige der ostdeutschen Volkspolizei endlich bergen, kommt jede Hilfe zu spät: Mauerschützen sind für den Tod des jungen DDR-Flüchtlings verantwortlich. Am 17. August 1962, mit gerade einmal 18 Jahren, verblutet er im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit.


Kenntnisreich und detailliert berichten Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff über das historische Drama vor 60 Jahren an der innerdeutschen Grenze. Exklusive Augenzeugenberichte und Bildmaterial dokumentieren den Ablauf der Ereignisse. Sie spannen den Bogen von den heftigen Reaktionen in Ost und West bis hin zur Erinnerungskultur nach dem Kalten Krieg.


Gescheiterte Flucht aus der DDR: Peter Fechter und sein tragischer Tod


Berliner Mauer: Wie die deutsch-deutsche Grenze zur Todesfalle wurde


Mit detaillierten Zeitzeugenberichten und historischem Bildmaterial


60 Jahre danach: Eine Neuauflage mit jüngsten Erkenntnissen zu Reaktionen und Rezeption


Treffend analysiert von zwei Kennern der deutschen Nachkriegs- und DDR-Geschichte


August 1962: Als der Todesstreifen ins öffentliche Bewusstsein rückte


Weit mehr als eine Stunde dauerte das öffentliche Sterben des 18-jährigen Peter Fechter. Er wurde dabei von vielen Zeugen beobachtet, fotografiert, ja, sogar gefilmt. Sein Schicksal machte ihn zur Symbolfigur für die Menschenverachtung des Unrechtsstaates DDR und löste anhaltendes Entsetzen aus - auf beiden Seiten der Mauer.


Mit ihrer minutiösen Schilderung der Ereignisse rund um eine gescheiterte Flucht aus Ostberlin erinnern Keil und Kellerhof an ein Stück Zeitgeschichte. »Mord an der Mauer« reiht sich ein in die Riege wichtiger Bücher über die DDR-Grenzpolitik und ihre Opfer.“


Genau wie es bei einer Mauer zwei Seiten gab und gibt, so gab es auch zwei Seiten bezüglich Gewalt: die, die geschossen haben auf Flüchtlinge und eben die, die erschossen wurden. Genau darum geht es in diesem Buch. Das Autoren-Duo Keil und Kellerhof zeigen dem Leser hier den chronologischen Verlauf beider Fälle an der Mauer auf. Als beleghaftes Beispiel wird hier der Fluchtversuch von Peter Fechter erzählt. Das erste Drittel Buch befasst sich mit nur wenigen Tagen im August 1962. Die Berichte lesen sich wie tagesaktuelle Berichte aus einem Tagebuch und gehen tief unter die Haut. Es ist fast wie eine Zeitreise die einem die Kälte in die Adern treibt. Das zweite Drittel des Buches befasst sich mit den Zeiten ab 1962 bis 1990. Hier werden Fälle benannt und hier geht es hauptsächlich um das Gedenken der Opfer. Der letzte Teil des Buches befasst sich mit der Zeit 1990 bis heute und einem Nachwort von Roland Jahn, dem ehemaligen Leiter der Stasiunterlagenbehörde. 

Die Texte lesen sich, wie bereits gesagt, unheimlich flüssig und sind wahrlich sehr bewegend. Dennoch halten die Autoren immer genügend Abstand und es sind sachliche Schilderungen und keine roman-ähnlichen Züge zu erkennen. Die Texte werden mit Bildern untermalt und untermauern wortwörtlich das Gelesene unheimlich tief. 

Fazit: Ein äußerst wichtiges Buch mit einer großen Masse an Wissen rund um den „scharfen“ Schutzwall zwischen Ost-und West-Deutschland der beide Seiten beleuchtet. 4 Sterne für dieses besondere Buch!

Cover des Buches Stauffenbergs Gefährten (ISBN: 9783446241565)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Stauffenbergs Gefährten" von Antje Vollmer

Kampf wider dem Vergessen ...
Bellis-Perennisvor 9 Jahren

Wir alle kennen die Hauptfiguren des 20. Juli 1944. Doch es gab eine Reihe anderer Männer und Frauen, die daran beteiligt waren. Die meisten von ihnen sind dem Vergessen anheim gefallen.
Antje Vollmeers und Lars-Broder Keil versuchen diese Persönlichkeiten an Hand von Dokumenten, Zeitzeugen und Familienmitgliedern dem Vergessen wieder zu entreißen.
Was hat sie bewegt? Was hat sie veranlasst ihr Leben für den Widerstand gegen die Nazis zu riskieren.

Die Autoren porträtieren zehn Menschen – stellvertretend für viel andere – die sich dem Regime entschlossen und aktiv entgegenstellten. Die meisten von ihnen (und ihre Familien) bezahlten diesen Mut mit ihrem Leben.

Ein sachlich geschriebenes Buch, das dennoch niemanden kalt lässt.

Cover des Buches Stauffenbergs Gefährten (ISBN: 9783446241565)
M

Rezension zu "Stauffenbergs Gefährten" von Antje Vollmer

Intensive und fundierte Portraits
M.Lehmann-Papevor 11 Jahren


 

Im nächsten Jahr jährt sich das Attentat der Gruppe um Claus Schenk Graf Stauffenberg auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 zum 70. Mal. Ein Attentat, das grundlegend, auch durch die „Nachgeschichte“ in Buch und Film hauptsächlich mit dem Namen Stauffenberg verbunden ist und bleibt.

Eine zwar verständliche, durchaus aber zu starke Verkürzung, denn viele waren beteiligt an diesem Versuch, dem Schreckensregime ein Ende zu setzen.

 

Antje Vollmer und Lars-Broder Keil führen dem Leser in klarer, flüssiger Sprache und sorgfältig recherchiert einige „der Anderen“ vor Augen. Was waren das für Menschen, die sich in der Endphase des zweiten Weltkrieges ein Herz fassten? Wo lagen ihre Motive, wie war ihr Werdegang, was prägte diese Menschen?

 

„Man muss eben mal den Kopf riskieren“ (Erich Fellgiebel).

 

So lapidar dahingesagt, aber eine Haltung, die nicht aus dem Nichts heraus im Raume stand, sondern das Ende einer Entwicklung kennzeichnet. Gerade was Fellgiebel angeht, der zu Beginn des Krieges die „unumschränkte Befehlsgewalt über alle Nachrichtenmittel des Heeres“ besaß. Einer, der auf vertraute und vertrauende Teamarbeit setzte, somit eine der Schlüsselfiguren über lange Zeit, der zunächst alles Nachrichtentechnische für den Erfolg des deutschen Heeres in Bewegung setzte. Und einer, der hautnah die Inkompetenz Hitlers seinen führenden Offizieren gegenüber miterlebte und nicht nur an den „Feldherrenfähigkeiten“ Hitlers zu zweifeln begann, sondern klarer noch an dessen charakterlicher Prägung und Eignung.

Hier arbeiten Vollmer und Keil hervorragend nachvollziehbar die innere Entwicklung eines zunächst linientreuen, aber immer eigenständig denkenden Mannes heraus, der aufgrund seiner Position den engsten Kontakt zu Hitler von allen Verschwörern hatte.

 

Wie in Hinsicht auf Fellgiebel, lassen die Autoren auch bei den weiteren Portraits die Ereignisse, die zum 20. Juli führten und die Phase des missglückten Attentats selbst aus Sicht der jeweiligen Widerständler vor den Augen des Lesers mit ablaufen, so dass sich auch aus dieser Hinsicht heraus ein sehr differenziertes Bild der Vorgänge im Lauf der Lektüre ergibt.

 

In einer Situation, in der es einen „Mittelweg“ nicht gab, wie Margarethe von Oven deutlich erkennt. Auch wenn sie weiß, dass sie sich „schuldig machen wird“, es ist ihre eigene und tiefste Überzeugung, „tun zu müssen, was sie nun tun wird“.

 

Innere Haltungen, klare Entscheidungen, das Wissen um die Gefährdung des eigenen Lebens und das der Freunde und der eigenen Familie, klar tritt aus den Schilderungen der große Druck heraus, unter dem alle Beteiligten innerlich wie äußerlich standen. Einfach gemacht hat es sich keiner und keine, von Klausing über Fellgiebel und Graf von Bernstorff, von Graf zu Dohna-Tolksdorf über Margarethe von Oven, Hans-Ulrich von Oertzen, Freiherr von Plattenberg, Georg Schulze-Büttger, Freiherr von Breidbach-Bürresheim, Hans Bernd Fisevius und, abschließend (mit einer sehr persönlichen Erinnerung im Buch vertreten als, zur Zeit der Entstehung des Buches, letzter noch lebender Teil der Gruppe des 20. Juli) Ewald Heinrich von Kleist.

 

Nur drei der Verschwörer, die im Buch portraitiert werden, haben den zweiten Weltkrieg überlegt und nur Gisevius hat sich ausführlich geäußert. Gerade dieses Portrait im Buch ist äußerst spannend zu lesen, denn Gisevius stellte sich als starker Kritiker der Bewegung des 20. Juli dar, der zudem höchst eigenmächtig die Fakten verzerrte. Auch diese Haltung wird in ihrer Motivation und im Rückgriff auf die Persönlichkeit des Mannes erkennbar offen gelegt.

 

Alles in allem ein faszinierendes, spannend zu lesendes und sorgfältig erarbeitetes Kaleidoskop an Portraits, dass einen differenzierten und fundierten Blick auf „das Gesamte“ des Attentatsversuches vom 20. Juli 44 wirft. Sehr lesenswert.

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