Lars Amend , Daniel Meyer Dieses bescheuerte Herz

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Inhaltsangabe zu „Dieses bescheuerte Herz“ von Lars Amend

Daniel ist erst 15. Er weiß, dass er bald sterben wird – und er hat noch so viele Wünsche: Mal ohne Aufpasser zu sein In einem tollen 5-Sterne-Hotel übernachten und beim Zimmerservice so viel Schnitzel mit Pommes und Cola bestellen, wie man möchte Ein fremdes Mädchen küssen Einen Liebesbrief schreiben und abschicken Mit einem coolen Sportwagen durch die Gegend fahren Mama endlich wieder von Herzen glücklich sehen Und über alles ein Buch schreiben. Dann trifft Daniel auf einen, mit dem er sich seine Herzenswünsche erfüllt, und gemeinsam erleben sie, was wirklich zählt im Leben.

Eine rührende Geschichte über Freundschaft, Mut und Willenskraft. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

— RoxasRias95
RoxasRias95

Stellenweise hatte ich das Bedürfnis, das Buch nicht weiterzulesen, aber was bin ich froh, dass ich es doch gemacht habe! So bereichernd!

— MiSS_SPEECHLESS
MiSS_SPEECHLESS

Ein sehr kranker Teenie, der einem zeigt wie viel Spaß das Leben trotz alledem machen kann! RESPEKT!

— Thrillergirl
Thrillergirl

Für mich das Prädikat "Sehr wertvoll!" und ich bin glücklich, das ich Daniel und Lars kennenlernen durfte! ♥ Absolute Leseempfehlung!

— heike_herrmann
heike_herrmann

Ein sehr lustiges Buch, welches dennoch ein schweres Thema - den Tod- beinhaltet. Daniel 15, herzkrank, will leben. Wie?? Einfach Lesen :-)

— Carmen1703
Carmen1703

Dieser junge Mann ist einfach ein Sonnenschein - Daniel ich wünsche dir noch ganz viel tolle Erlebnisse mit Lars

— VMR
VMR

Tolles Buch, kann ich nicht oft genug lesen!

— Robert81
Robert81

Das Buch ist grossartig.Daniel und du,ihr seid grossartig. Danke dafür!

— rosie26
rosie26

Tolles Buch. In der einen Minute sitzt du da und hast Tränen in den Augen und in der anderen lachst du dich halb schlapp.

— Dolo
Dolo

Daniel ist ein bemerkenswerter junger Mann. Mit Lars Amend an seiner Seite hat er seinen Mut zum Leben wieder gefunden.

— julianebosse
julianebosse

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  • Leserunde zu "Nur ein halbes Herz" von Debbie Wyrich

    Nur ein halbes Herz
    TanjaJanz

    TanjaJanz

    Am 21. Februar 1997 bringt Debbie Wyrich ihren Sohn Daniel, einen scheinbar kerngesunden Jungen, zur Welt. Die junge Mutter ist überglücklich. Doch bereits einen Tag später stellen die Ärzte die schockierende Diagnose, dass Daniel nur ein halbes Herz hat. Die Mediziner geben ihm höchstens zwanzig Jahre zu leben. Die Krankheit ändert Debbies Leben und das ihrer Familie radikal. Es ist der Anfang von ständigen Krankenhausaufenthalten und lebensgefährlichen Operationen. Ein Wettlauf mit dem Schicksal beginnt. Mit der außergewöhnlichen Kraft und der Liebe einer Mutter kämpft Debbie für ihren Sohn und wächst dabei immer wieder über sich hinaus: Daniels Lebenszeit soll so schön wie möglich sein und die Hoffnung auf das Leben ihres Kindes gibt sie nicht auf. Das Buch 'Dieses bescheuerte Herz' berichtete über die Erfüllung der Wunschliste ihres schwer kranken Sohnes Daniel und berührte zehntausende Leser. Nun erzählt Debbie ihre Geschichte vom Kampf um das Leben ihres Sohnes.

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    • 226
  • eBook Kommentar zu Dieses bescheuerte Herz von Lars Amend

    Dieses bescheuerte Herz
    Angelina

    Angelina

    via eBook 'Dieses bescheuerte Herz'

    Ein ganz tolles und herzzereissendes Buch. Ich finde soviele Gemeinsamkeiten zwischen Daniel und meinem herzkrankem Sohn...sei es körperlich und Charaktereigenschaften! Ein muss zum Lesen :-)

    • 2
  • Dieses bescheuerte Herz

    Dieses bescheuerte Herz
    jackdeck

    jackdeck

    23. June 2015 um 19:19

    Ich wurde auf dieses Buch durch die Medien aufmerksam und war sehr gespannt auf Daniels Geschichte und wie Lars Amend ihm seine Herzenswünsche erfüllen konnte. Jedoch ging ich mit einer ganz anderen Erwartung an dieses Buch her. Der fünfzehnjährige Daniel scheint auf dem ersten Blick ein Junge wie jeder andere zu sein. Aber der erste Eindruck täuscht – seit seiner Geburt ist er schwer herzkrank. Seine Krankheit schließt ihn zunächst von vielen Dingen aus, die Gleichaltrige ohne größere Probleme angehen könnten. Die Bekanntschaft mit Lars krempelt sein Leben von Grund auf um. Es wird eine Wunschliste erstellt, die Wünsche enthält, die Daniel gerne in sein Leben umsetzen würde. Durch die Hilfe von Lars wird ein Großteil innerhalb eines Jahres verwirklicht. Mir haben die medizinischen Informationen über seine Krankheit sehr gefehlt. Ich hätte gerne gelesen, was genau Daniel hat. In dieser Geschichte steht der ärztliche Aspekt nicht im Vordergrund, sondern wie er seine Wünsche auslebt, sein Kampf ums Überleben und wie er die restliche Zeit erleben kann, um diese nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Mich hat es zunehmend gelangweilt, wie immer gleich beschrieben wird, wie Daniel mit Lars im Einkaufszentrum ist, wie die beiden "Männerabende" machen, wie Lars Daniel von der Schule abholt, wie sie jeden Abend vor dem schlafen gehen telefonieren, wie sie... etc. p.p. Mir hat dieses Buch gut gefallen, aber durch die vielen aufkommenden Fragen oder einige Ereignisse, die einfach nicht passten, konnte es mich leider nicht ganz überzeugen. Es gab einige Stellen, bei denen ich einen dicken Kloß im Hals hatte und den Tränen nahe war, doch im Gesamtbild wurde mir als Leser durch die Medien etwas anderes vermittelt, als ich es beim Lesen empfand.

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  • Ärgerlich...

    Dieses bescheuerte Herz
    Golondrina

    Golondrina

    06. July 2014 um 22:47

    Vorweg - ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Der Grund: Lars kommt dermaßen unsympathisch rüber, dass ich regelrecht genervt von ihm war. Darf man das sagen? Immerhin hat der Junge mehrere schlimme gesundheitliche Probleme. Leider wird nicht näher erklärt, woran er genau erkrankt ist. Und ja, er ist ein Junge in der Pubertät und hat Gedanken, Gefühle, die nun mal ein Junge in dieser Zeit hat. Dennoch: die Art und Weise, wie er mit seiner Mutter oder mit Daniel, seinem Betreuer umspringt, war mir unerträglich. Fortgesetzte Aggressionen, Forderungen, egoistische Launen.... ohne, dass wirklich eine Erklärung für das Warum oder Einsichten folgen. Mich schüttelts jetzt noch beim Schreiben der Rezension...

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  • Ein Junge kämpft sich durchs Leben

    Dieses bescheuerte Herz
    TanteGhost

    TanteGhost

    Daniel, der Junge um den es in diesem Buch geht, meistert sein Leben so gut er eben kann. Und dabei hat er es mit seinem Herzfehler eigentlich gar nicht so einfach. - Er geht auf eine Schule für behinderte Kinder. Wobei auch hinter den Schülern nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Auch hier wird gehänselt, geärgert, gehasst und geliebt. Eines Tages kommt Lars in sein Leben. Lars ist Autor und wird Daniel sein großer Bruder. - Dabei unterstützt er nicht nur Daniel, sondern auch die Mutter von Daniel. Die beiden lernen von dem jeweils anderen viele Dinge. Und auch ich habe meine Ansicht über mein Leben bei dieser Lektüre noch einmal überdacht. Das ganze Buch ist aus der Ich - Perspektive geschrieben. So klangen die Gedanken von Daniel viel glaubhafter. Alles war in einem einfachen Stil geschrieben. Man hätte beim Lesen jetzt nicht unbedingt so viel nachdenken brauchen. Ich sage bewusst "hätte", denn was man da liest, hat zumindest in meinem Fall, ganz schön einen seelischen Tiefgang ausgelöst. Daniel schreibt in diesem Buch von mehr als einer Herzattacke. Und immer habe ich seine Ängste auch in mir gespürt. Ich konnte Daniel seinen Wunsch sehr gut nachempfinden, als er beschloss, dass er nicht noch einmal operiert werden wollte. Der Junge muss sich auch so wie eine Laborratte vorgekommen sein. Seitenaufteilung und Schriftbild waren sehr augenfreundlich. Und das war auch gut so, denn als ich das Buch begonnen hatte, hab ich dann auch immer eine ganze Weile gelesen. Es waren immer die äußeren Umstände, die mich zu Unterbrechungen gezwungen haben. Ansonsten hätte ich wohl alles in einem Rutsch gelesen. Ein wirklich krasses Buch! Die Lektüre habe ich keinen Moment bereut. Einzig der Schluss ist eigenartig. Daniel hat seinen Wunsch erfüllt bekommen. Er ist 16 geworden. Aber wie geht es ihm heute? Lebt er noch? wurde er doch noch einmal operiert? - Auf dem Facebook Profil von Lars steht zu Daniel leider nichts!

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    • 2
  • Zwei Brüder im Herzen ♥

    Dieses bescheuerte Herz
    heike_herrmann

    heike_herrmann

    Kurzbeschreibung: Daniel ist erst 15. Er weiß, dass er bald sterben wird – und er hat noch so viele Wünsche: Mal ohne Aufpasser zu sein In einem tollen 5-Sterne-Hotel übernachten und beim Zimmerservice so viel Schnitzel mit Pommes und Cola bestellen, wie man möchte Ein fremdes Mädchen küssen Einen Liebesbrief schreiben und abschicken Mit einem coolen Sportwagen durch die Gegend fahren Mama endlich wieder von Herzen glücklich sehen Und über alles ein Buch schreiben. Dann trifft Daniel auf einen, mit dem er sich seine Herzenswünsche erfüllt, und gemeinsam erleben sie, was wirklich zählt im Leben. Meine Meinung: Vor einiger Zeit bin ich durch einen Fernsehbericht über Daniel und Lars auf das Buch aufmerksam geworden. Von da an dachte ich, das ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Der Weihnachtsmann (dank einem Tipp von mir) meinte es gut mit mir und so konnte ich endlich die Geschichte lesen. Und eins kann ich jetzt sagen: Was besseres hätte ich mir nicht wünschen können, denn dieses Buch ist unheimlich wertvoll und ein wirkliches Geschenk... Natürlich nimmt einen das Buch emotional sehr mit. Ab der ersten Seite an habe ich Daniel richtig lieb gewonnen. Durch die lockere, oft kindliche Erzählung fällt einem das auch recht leicht. Dann jedoch von seinen schlimmen Krankheiten und Schmerzen zu lesen, von denen man nach und nach immer mehr erfährt, das tut einem selbst im Herzen weh. Aber das wusste man schließlich schon vorher und ich finde, gerade das, macht das Buch noch emotionaler. Weil man sich ganz stark mit Daniel und natürlich mit Lars verbunden fühlt. Sie lassen einem an ihren Abenteuern teil haben, seien es "Männerabende", eine Übernachtung in einem 5 Sterne Hotel, Spritztouren mit dem Auto, zu Hause bei Lars in Berlin oder ganz chillig Chips essend auf dem Sofa. Man denkt man wäre dabei und in ganz vielen Momenten hätte ich die beiden einfach gerne mal in den Arm genommen. Wir erleben aber auch Daniels Alltag in Hamburg, wenn Lars nicht da war. Schule, nachmittags im Kinder-Hospitz (wenn seine Mama arbeiten muss), seine guten, sowie auch schlechten Tage. Seine Gedanken über den Tod oder über sein Leben, wie er es sich so gerne wünscht, haben mich oft zu Tränen gerührt. Z.b. würde er sich wünschen, einfach ganz normal zu sein. Gesund. Verliebt. Einfach mal eine Nacht durch feiern. Viele Freunde haben. Nur einmal, einen Tag lang. Nur mal zu wissen, wie sich das anfühlt "normal" zu sein...aber was muss er? Immer nur ins Bett.... Aber es gab auch viele, viele sehr witzige Momente und ich finde, Daniel hat es faustdick hinter den Ohren. Er hat mich genauso oft zum lachen, wie auch zum weinen gebracht. Man denkt über sein eigenes Leben nach und man wird sich bewusst, wie oft man sich über Kleinigkeiten aufregt, die es eigentlich gar nicht wert sind. Wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man das Wichtigste im Leben hat: Gesundheit. Lars Amend hat einfach ein wunderbares Buch gezaubert. Einfühlsam, witzig, nachdenklich - für alle Emotionen wurden gesorgt. Vielen Dank dafür. An Daniel kann ich nur sagen: Ich würde dir sehr gerne ein Stück meines Herzens schenken, damit du einige deiner Narben verschließen kannst. Damit du stärker bist und weniger Schmerzen hast. Aber weißt du was? In meinen Gedanken und Träumen habe ich das schon längst getan! ♥ Alles, alles Liebe der Welt wünsche ich dir und deinem "Bruder" Lars, ich drücke dir für dein Schulpraktikum 2014 ganz feste die Daumen. Du rockst das! Und ich wünsche dir, das du stark bleibst und das sich das gemeine Monster verpieselt. Zeig ihm mit aller Kraft den Finger, ok! Fazit: Ein sehr emotionales, aber auch sehr erfrischend locker geschriebenes Buch. Für mich hat es das Prädikat "Sehr wertvoll" und ich bin glücklich, das ich Daniel und Lars kennenlernen durfte! Absolute Leseempfehlung! Für weitere Infos und Neuigkeiten: http://lars-amend.de/

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    • 5
  • Sehr bewegend

    Dieses bescheuerte Herz
    Sutaho

    Sutaho

    10. March 2014 um 19:41

    Ein sehr schönes aber Trauriges Buch zugleich. Was mich persönlich sehr überrascht hat. Da wir Gemeinsamkeiten haben die mit gemeinsamen Freunden zu tun haben. Es ist fazinierend gewesen zu Lesen, das Daniel 2 kennt die ich auch kenne, wie zum beispiel den kleinen Kjell und seine Mama! <3 Mehr hab ich nicht bei zu tragen aus TOP Und Daniel kämpfe weiter! 

  • Leserunde zu "Bäume reisen nachts" von Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts
    Daniliesing

    Daniliesing

    Zusammen mit dem Insel Verlag möchte ich euch zu einer Leserunde zu einem ganz wundervollen, kleinen Roman einladen. "Bäume reisen nachts" von der in Frankreich lebenden Autorin Aude Le Corff erzählt eine herzzerreißende Geschichte. Wenn ihr ein Buch zum Träumen sucht, dann ist dieses perfekt für euch! Mehr zum Inhalt: Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt … --> Leseprobe Lasst euch von "Bäume reisen nachts" bezaubern und in seine ganz besondere Buchwelt mitnehmen. In diesem Buch könnt ihr als Testleser eine berührende Geschichte über Freundschaft und die Erfüllung der eigenen Träume lesen. Wir vergeben 25 Exemplare des Romans unter allen, die uns bis zum 13. Februar 2014 die folgende Frage beantworten: Im Buch helfen Manon in ihrem Kummer ein besonderes Buch und eine ungewöhnliche Freundschaft. Was oder wen braucht ihr, wenn ihr traurig seid? Gibt es vielleicht sogar ein Buch, das euch in einer traurigen Situation wieder Hoffnung geschenkt hat?

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    • 565
  • "Dieses bescheuerte Herz" - über den Mut zu träumen....

    Dieses bescheuerte Herz
    flower1984

    flower1984

    29. December 2013 um 20:12

    Als das Buch erschienen ist habe ich immer mal in den Medien am Rande etwas davon mitbekommen. Mich aber nicht weiter dafür interessiert. Mein SUB verträgt nicht noch mehr Bücher, hab ich mir gedacht. Dann aber habe ich Inka Bause auf ZDF eingeschalten. Eine Nachmittagssendung, die seit kurzer Zeit regelmäßig von mir angeschaut wurde. Und da saß dann plötzlich Lars Amend und erzählte von Daniel und diesem bescheuerten Herz. Und ich war gefangen und konnte meinen Blick gar nicht mehr abwenden. Ich schrieb also eine Anfrage an den Fischer-Verlag und danke Frau Zuchtriegel für das Buch, welches schon wenige Zeit später im Briefkasten auf mich wartete. *** "Ich habe schon einen Organspendeausweis und alles, was in meinem Körper nach meinen Tod noch funktioniert (ich glaube, das ist nicht viel), soll einem anderen Kind helfen, vielleicht sogar sein Leben retten." Daniel ist 15 und schwer krank. Er pendelt oft zwischen Schule, Krankenhaus und Hospiz hin und her. Das Krankenhaus nennt er Todeshaus. Angst vor dem Tod hat er aber nicht mehr, sagt er. Aber er will nicht gehen, bevor nicht seine Mama wieder glücklich ist. Glücklich, auch ohne ihn. Wenn er nicht mehr da ist.... Und die Zeit wird kommen. Vielleicht heute, vielleicht morgen, vielleicht auch erst später. Und dann ist da plötzlich Lars. Liebe auf den ersten Blick könnte man sagen. Lars wird zu Daniels neuem großen Bruder auserkoren, denn sein großer Bruder ist weit weg und sie haben schon lange keinen Kontakt mehr zueinander. Doch Lars ist noch aus einem anderen Grund da... Daniel hat Wünsche. Viele Wünsche. Große und kleine Wünsche. Ganz plötzlich ist jemand da und zusammen gehen sie durch Dick und Dünn. Mit Lars kann er seine erste Zigarette rauchen, Auto fahren lernen, in einer Limousine durch die Stadt fahren, fremde Mädchen küssen und nach Berlin fahren. Man erfährt aber auch wie es Daniel geht, wenn Lars nicht bei ihm ist. Wie er den Schulalltag jedes Mal aufs Neue zu meistern versucht. Man könnte doch meinen, dass Kinder, denen es ähnlich geht, Verständnis aufbringen... Doch Kinder können grausam sein. Das muss auch Daniel erfahren. Wirkliche Freunde in der Schule hat er nicht viele. Man lernt seine Angst vor Ärzten und Krankenschwestern kennen und fürchtet schon mit ihm, wenn er wieder eine Spritze oder einen Schlauch in den Arm bekommen soll. Es tut nicht weh, nur ein kleiner Pieks... Aber sind wir mal ehrlich. Kinder sind ja nicht blöd. Und Daniel hat ja leider reichlich Erfahrungen im Todeshaus. Er wehrt sich mit Händen und Füßen, er schreit, er bricht in Tränen aus. Er läuft weg. Dieses bescheuerte Herz. Der tägliche Kampf mit seiner Mutter, damit er seine so wichtigen Tabletten nimmt. Sie hat es nicht leicht, man merkt es. Und mit jeder Seite steigt die Bewunderung für diese Frau. Für Ihren Mann, der sie unterstützt und es nicht sehr oft von Daniel gedankt bekommt. Der Lichtblick für Daniel sind die Besuche von Lars. Die Wochenenden, an denen sie wieder Dummheiten anstellen können. Männerabende, Klingelstreiche... Denn sie telefonieren und simsen zwar täglich, aber man merkt beiden an, dass Ihnen das längst nicht mehr genügt. Und dann geht Daniels größter Wunsch in Erfüllung. Er hat Geburtstag. Er wird 16 Jahre alt....... *** Gott, ich sage Euch.... Was liebe ich die Dialoge zwischen Daniel und Lars. Mehr als einmal konnte ich ein Auflachen nicht vermeiden. Wenn Daniel von Mädchen, Sex und der Liebe sprach und Lars als Lusche oder Honk betitelte, weil er es nicht schaffte, ein Mädchen zu finden und sich zu verlieben und Daniel ihm dann versprach zu helfen. So ernsthaft im Ton und dann doch wieder so kindlich. Ich mag die lockere und liebevolle Art der Beiden in Ihrem Umgang. Die plötzlichen Stimmungsschwankungen von Daniel, seine Gedanken, alles wirbelte durcheinander und ging manchmal so schnell. Das Chaos in seinem Kopf, was erst bereinigt werden musste, bevor er sich neuen Sachen widmen konnte. Lars, wie er versuchte etwas zu erklären und so viel Geduld aufbrachte. Immer wieder von neuem. Der tägliche Kampf seiner Mutter gegen diese Machtlosigkeit. Der tägliche Kampf Daniels, seine Lebenslust nicht zu verlieren, das Beste aus dem Tag zu machen und im Hier und Jetzt, im Augenblick zu leben. Der tägliche Kampf von Lars ihm, Daniel, ein guter großer Bruder zu sein, ein Freund der ihm zuhört und einfach für ihn da ist. Der ihm den Rücken krault und mit ihm die Welt ein bisschen leichter macht. *** "Ich streckte meine Hand in die Luft und ließ den Ballon los. Er flog langsam über die Dächer bis nach oben in den Himmel, und ich flüsterte ihm leise meinen Geburtstagswunsch hinterher: "Ich möchte noch nicht sterben." "Dieses bescheuerte Herz" - über den Mut zu träumen; es ist ein bewegendes und aufwühlendes Buch. Von Zeit zu Zeit ist es wirklich traurig. Doch es ist auch witzig und charmant geschrieben. Es hat Charakter. Der Leser wird auf eine Reise mitgenommen, die noch nicht zu Ende ist.

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  • Wundervoll

    Dieses bescheuerte Herz
    rosie26

    rosie26

    07. November 2013 um 21:20

    Ich habe das Glück, Daniel ein wenig persönlich zu kennen. Seine Mutter Debbie und er waren ab und an mal bei uns einkaufen, in der Preis Oase ,in Altona .Ich hoffe jeden Tag, er würde nochmal bei uns rein schauen , damit er mir sein Buch signieren kann. Danke Lars, für das tolle Buch . Ich liebe es.

  • Dieses bescheuerte Herz.........

    Dieses bescheuerte Herz
    Dolo

    Dolo

    07. November 2013 um 20:29

    Ich habe Daniel vor gut 1 Jahr persönlich kennen gelernt und nicht gedacht, dass er so schwer krank ist. Er hat mich aber auf eine Art und Weise von sich gefangen genommen, die bis heute nicht abgerissen ist. Getroffen haben wir uns an der Alster beim Hamburger Rathaus, wo wir mit vielen Anderen auf die Paddler warteten, die von Dresden nach Hamburg gepaddelt sind, um Spenden für KinderLeben e.V. zu sammeln. Daniel lief da immer hin und her und zog mich einfach in seinen Bann. Als Debbie, seine Mama mit ihm zusammen auf den Stufen zur Alster stand, war das ein so nettes Bild, dass ich fragte, ob ich sie fotografieren dürfte. Wenn ich mir heute das Foto vom letzten Jahr anschaue und Daniel heute sehe, sieht man, wie viel Lebensfreude er durch Lars bekommen hat. Wie es zu dieser wiedergewonnene Lebensfreude  gekommen ist, wird von Lars in ganz tollen Worten wiedergegeben. Durch das Buch habe ich von Daniels vielen, schweren, körperlichen Problemen gelesen und mit was für einer Bravour er das Leben bis jetzt gemeistert hat. Dafür bewundere ich ihn unheimlich und habe ich mal ein kleines Problem, muss ich an Daniel denken, der soviel mehr davon hat und versuche mein Problemchen nicht mehr so ernst zu nehmen. Daniel, Du hast Dich einfach in mein Herz geschlichen und ich habe Dich sehr lieb und freue mich über jeden Tag, den Du glücklich erleben darfst.  

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  • Ein "Mutmachbuch" der besonderen Art

    Dieses bescheuerte Herz
    Kossi

    Kossi

    Lars Amend? Verfolge ich schon seit Jahren bei Facebook und bewundere stets seine sehr klugen und weisen Statements. Daniel Meyer? Hatte ich im Facebookprofil von Lars Amend schon ein paar mal gesehen, aber ich wusste nicht, wer dieser bezaubernde Junge mit dem mitreißenden Lachen ist. "Vielleicht ist Lars Amend ein Wochenendpapi und dieser Daniel besucht ihn ab und zu." war für mich die anfängliche Erklärung. Als ich dann vor ca. 2 Wochen aber (ebenfalls über Facebook) erfuhr, was es wirklich mit Daniel und Lars auf sich hat, ging mir die Geschichte nicht mehr aus dem Kopf. Ich schaute mir den Buchtrailer an, dann den Song, den "Nini" für Daniel gesungen hat und dann sog ich förmlich alles auf, was ich im Netz über die beiden Jungs finden konnte und zögerte keine Minute, um das Buch vorzubestellen. In der folgenden Nacht schlief ich schlecht, denn ich musste ständig an Daniel und Lars denken und an das Schicksal, das die beiden zusammengeführt hat. Als ich dann das Buch in Händen hielt, fühlte es sich an, als würde ich Daniels Herz zum ersten Mal in meinen Händen halten und wenn die beiden Kerle vorher nur in meinem Kopf ihr "Unwesen" trieben und mich nicht schlafen ließen, so kann ich jetzt sagen, dass sie BEIDE einen verdammt guten und bequemen Sitzplatz in meinem Herzen gefunden haben. In der ersten Reihe meines Lebenstheaters. Da! Ganz vorne auf der chilligen Couch. Seht ihr die beiden, wie sie lachen und Spaß haben? Was sich jetzt hier so munter und fröhlich anhört, ist wahrscheinlich die Euphorie und der Durst nach Leben, der sich beim Lesen des Buches in mir breit machte. Okay, auf den ersten Seiten, in denen Daniel schildert, WARUM es dieses Buch überhaupt gibt, habe ich ein Tränchen vergossen. Aber als es dann ans Eingemachte ging und ich alles vom Kennenlernen bishin zu Daniels 16. Geburtstag las, nahm er mir quasi die Angst vor dem Lesen und zauberte den Kloß in meinem Hals mit seiner kindlichen Leichtigkeit einfach weg. Ja, Daniel ist krank. Schwer krank. EINE Krankheit würde ja schon reichen, aber er hat sich gleich eine ganze Schublade an Krankheiten "an Land gezogen" und natürlich tut es mir leid, dass ein Kind auf die Welt kommt, das so viel Zeit in Krankenhäusern verbringt und sich quasi von einer OP zur nächsten schleppt. Aber dieses Buch ist zu keiner Zeit "reißerisch" geschrieben. Es drückt nicht auf die Tränendrüse, so dass der Leser das Gefühl hätte, nicht mehr atmen zu können. Vielmehr erzählt es die wunderschöne Geschichte von Lars, der sich als großen Bruder bezeichnet und der Daniel Herzenswünsche erfüllt. Das sind keine riesigen Wünsche, die sich manch Erwachsener wünschen würde. Es geht hier nicht um materielle Dinge oder Weltreisen. Wir sprechen hier davon, dass Daniel gerne mal in einem Hotel übernachten würde (ohne Mama, aber mit Mädels) oder dass er die besten Spaghetti Carbonara der Welt essen möchte, oder aber dass er sich gerne verlieben möchte. Wünsche, die sich ein gesunder 16jähriger Junge mit Leichtigkeit selber erfüllen kann. Doch Daniel leider nicht. Denn er hatte nicht mal Freunde. Und dann kam Lars ... "einer, mit der sich seine Herzenswünsche erfüllt". Einer, der nicht wegschaut, sondern hinsieht und der somit für sich einen Sinn im Leben gefunden hat. Den Sinn, andere Menschen glücklich zu machen. Und das hat er geschafft. Und nicht nur Daniel macht Lars glücklich, sondern auch jeden, der dieses Buch liest. Denn es ist so unterhaltsam und interessant (aus Daniels Sicht) geschrieben, dass es so viel Hoffnung gibt und Mut macht für Menschen, die selber vielleicht an ihrem Leben zweifeln. Die sich vielleicht nutzlos vorkommen, die eben den Sinn in ihrem eigenen Leben nicht gefunden haben. Obwohl natürlich die Krankheiten und die Gewissheit, dass Daniel sehr früh sterben wird, immer über allem schweben, ist die Geschichte an sich doch sehr lebensbejahend.  Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich Daniel schon auf den ersten Seiten in mein Herz geschlossen habe. Eigentlich ist dies schon passiert, als ich überhaupt von der Geschichte erfuhr. Denn wahrscheinlich war das der Grund, dass ich eben auch nicht wegschauen konnte. Ich habe hingesehen und so das große Glück in all dem Unglück gesehen. Daniel hat mir mit seinen Gedanken, seinen Gefühlen und seinen Worten eine Tür eröffnet, die ich vorher nicht kannte. Er hat mein Leben bereichert. Und Lars Amend natürlich auch. Denn ohne ihn hätte Daniel nie die Chance gehabt, uns allen von seiner kleinen Welt zu erzählen.  Deshalb: Habt keine Angst, das Buch zu lesen. Ein paar Tränchen dürft ihr vergießen, das ist nicht schlimm und tut nicht weh. Aber lest die Geschichte von den beiden stärksten Jungs die ich kenne, denn Daniel hat für euch seine Tür geöffnet, euch einen kleinen Spalt gelassen, damit ihr hineinschauen könnt und ihr könnt doch jetzt nicht einfach weitergehen und ihm den Respekt nicht zollen, der ihm gebührt, oder? Außerdem würdet ihr auch ganz viele tolle Sätze verpassen, wie zum Beispiel diesen, den Daniel zu Lars gesagt hat: "Der schönste Weg, mich zum Lächeln zu bringen, ist nämlich, dich zum Lächeln zu bringen." Und ich hoffe, dass Daniel nun auch lächelt, denn MICH hat er mit all seinen Worten ebenfalls zum Lächeln gebracht :-) Hey Daniel, wenn du das liest: ich habe mich in dich verliebt und du bist mein großer Held! Wenn es mir mal schlecht geht, wirst du dich bestimmt heimlich in meine Träume schleichen und eigentlich brauchst du dann gar nichts sagen, denn ich weiß, dass es mir schon gleich viel besser gehen wird, wenn ich dich nur sehe. Hätte ich drei Wünsche frei, würde ich dir einen abgeben, damit du dir deinen Wunsch doppelt erfüllen kannst! Pass gut auf dich und dein Herz auf! Und weißt du was? Erzähl uns doch weiter von deinem Leben. Ich würde mich sehr freuen, ein zweites Buch von euch beiden zu lesen. Vielleicht ein Buch darüber, wie du nun als berühmter Autor durch dein Leben gehst und was du alles Schönes dabei erlebst! Na? Wie wäre das? Ich wäre auf jeden Fall wieder mit dabei! Und grüß deine Eltern bitte lieb von mir und sag ihnen, dass ich ihnen alle Kraft der Welt wünsche und den Hut ziehe für all das, was sie für dich tun! Und siehst du, wie viel und wie schnell ich von dir gelernt habe? "Sag immer, was du fühlst. Wenn du jemanden lieb hast, tief in deinem Herzen, dann sag ihm, dass du ihn lieb hast. Und zwar jetzt und nicht erst morgen, weil du morgen vielleicht nicht mehr am Leben bist. Du kannst es auch mehrmals sagen. Das macht gar nichts." Ich hab dich lieb kleiner Mann ♥

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    • 6
  • Leider nicht das, was ich erwartet habe...

    Dieses bescheuerte Herz
    clautschi

    clautschi

    20. October 2013 um 23:22

    Daniel leidet seit seiner Geburt an einer schweren Herzkrankheit und hat einen großen Teil seines jungen Lebens in Krankenhäusern verbracht. Mittlerweile ist er 15 Jahre alt, aber er weiß, dass jeder Tag sein Letzter sein kann. Durch die Leiterin des Hospizes wird Lars auf den Jungen aufmerksam und beschließt, sein neuer „großer Bruder“ zu werden. Er zieht über die Wochenenden ins Gästezimmer der Familie, geht mit Daniel zum Arzt, ins Hospiz und in die Schule. Außerdem beschließt Lars, Daniel so viele Wünsche wie möglich zu erfüllen, dazu gehören unter anderem eine Übernachtung in einem 5-Sterne-Hotel und eine Fahrt mit einem coolen Sportwagen, aber auch Dinge, wie sich verlieben und ein fremdes Mädchen zu küssen. Ich war im Vorfeld sehr gespannt auf dieses Buch und hatte recht hohe Erwartungen. Leider wurde ich enttäuscht. Am Ende dieser Rezension wird man mich sicher für kalt und herzlos halten, aber eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall, denn ich bin, gerade wenn es um Charaktere aus Büchern geht, sehr emphatisch und leide meist von der ersten bis zur letzten Seite mit ihnen mit. Bei dieser Geschichte war es allerdings anders. Möglicherweise liegt es an mangelndem medizinischen Wissen meinerseits, vielleicht betrachte ich das Ganze auch aus einem falschen Blickwinkel oder hatte grundlegend falsche Erwartungen. Ich stellte mich auf die Geschichte eines herzkranken Jungen ein, mir war dabei allerdings nicht bewusst, dass diese Erkrankung anscheinend auch von einem geistigen Defizit bzw. einer psychischen Störung, insofern man diese so nennen kann oder darf, begleitet wird.  Dass man von einem todkranken Jungen nicht dauerhaft gute Laune und Liebe zur gesamten Welt erwarten kann, ist selbstverständlich, wie sich Daniel zeigt und verhält, ist allerdings wirklich erschreckend. Sein Verhalten gegenüber Personen, die ihn über alles lieben und versuchen, ihm das Leben so schön und erträglich wie möglich zu machen, ist scheußlich. Wörter wie „Lusche“ und „Honk“ gehören zu seinem Grundwortschatz und so nennt er keine Fremden, sondern Familienmitglieder und auch Lars, der versucht, ihm seine Wünsche zu erfüllen. Dankbarkeit ist in meinen Augen allerdings etwas anderes. Man hat das Gefühl, dass Daniel nicht ansatzweise wertschätzt, welche Hebel Lars in Bewegung setzt, um ihn glücklich zu machen. Teilweise hatte ich sogar den Gedanken, dass er das alles doch gar nicht verdient. Mir ist bewusst, dass es falsch ist, so zu denken, dennoch keimt in mir die Frage auf, warum Lars das alles für Daniel tut und nicht für andere Kinder, die nicht halb so frech wie Daniel, aber dafür wahrscheinlich doppelt so dankbar wären. Das größte Problem an Daniels Verhalten hatte ich damit, dass es als das normalste der Welt dargestellt wurde. Der Junge beschimpft und beleidigt seine gesamte Umgebung, kann sich für Geschenke nicht bedanken, sondern verwendet anstelle von „Danke“ lieber das Wort „Honk“ und niemand sagt ihm, dass das nicht richtig ist. Ab und zu rät Lars ihm am Rande, dass er sich eventuell für die ein oder andere Äußerung bei seiner Mutter entschuldigen könnte, damit diese keine schlechte Laune mehr hat, aber niemand sagt ihm, wie frech, unfair und gemein er sich gegenüber seiner Umwelt verhält. Hinzu kommt diese Spaltung der Persönlichkeit, während Daniel auf der einen Seite der coole, erwachsene Typ sein will, der an nichts anderes als „dicke Dinger“ und Sex denken kann und auch nicht müde wird, dies zu äußern, kämmt er auf der nächsten Seite seiner Puppe Anna die Haare und deckt seine Kuscheltiere zu, damit sie nicht frieren. Die Bandbreite seiner Geburtstagsgeschenke reicht von Spielzeugautos bis hin zur Stripperin. Die natürlich nur für ihn da zu sein hat, denn gerade wenn es um das weibliche Geschlecht geht, gehört Teilen nicht zu seinen Stärken, im Gegenteil, er ist besitzergreifend, neidisch und eifersüchtig und erlaubt Lars nicht einmal mit „seinen Weibern“ zu reden. Auch wenn „seine Weiber“ nur da sind, weil Lars sich darum gekümmert hat. Bei allem Respekt, solche Charakterzüge kann man einfach nicht sympathisch finden, auch nicht, wenn sie zu einem schwer kranken Jungen gehören.   Außerdem hätte ich gerne viel mehr Hintergrundinformationen erhalten. Wie sieht es genau mit Daniels Krankengeschichte aus? Wie ist Lars auf ihn aufmerksam geworden? Man erfährt lediglich, dass es bei der Leiterin des Hospizes um eine Bekannte von Lars handelt. Viele andere Fragen bleiben jedoch unbeantwortet. Im Großen und Ganzen kann ich diesem Buch nicht viel abgewinnen, zumal ich zusätzlich finde, dass man es hätte problemlos um mindestens 100 Seiten kürzen können. Dieses Buch hat meine Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt und ich teile leider nicht die Meinung der breiten Masse, die allen Anscheins nach sehr begeistert von diesem kleinen Jungen und seiner Geschichte ist. Ich kann jedoch keine Empfehlung aussprechen. Note: 4 Humor: /, Anspruch: 3, Spannung: /, Erotik: /, Piratenfaktor: 5 auch zu lesen auf  http://buchpiraten.blogspot.de/

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  • Aufwühlend

    Dieses bescheuerte Herz
    Tialda

    Tialda

    04. October 2013 um 19:48

    Rezension: Selten ist mir eine Rezension so schwer gefallen wie die zu “Dieses bescheuerte Herz: Über den Mut zu träumen” von Daniel Meyer mit Lars Amend. Der moralische Teil in meinem Gehirn sagt “Du musst diesem Buch 5 Sterne geben – es geht um ein totkrankes Kind” – aber eine ehrliche Wertung meinerseits wäre das nicht… denn so gut hat mir das Buch leider einfach nicht gefallen – deshalb sehe ich davon ab, 5 Sterne als Zeichen meines Mitgefühls abzugeben. Fakt ist: Es ist fesselnd geschrieben. Nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht anspruchslos – so dass es jeder lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht des Protagonisten Daniel, dem besagten totkranken 15-Jährigen, der neben vielen weiteren Krankheiten ein zu schwaches Herz hat, und bei dem man jeden Tag damit rechnen kann, dass er einfach umfällt und sein Körper den Dienst quittiert. Eine nervenaufreibende Situation für alle – vor allem die Mutter, die sehr oft weint, hat mir richtig leid getan. Es geht darum, dass sich Schriftsteller Lars Amend Daniel annimmt und sich zum Ziel setzt, ihm eine gute Zeit zu machen. Daniel hat eine Liste mit Erlebnissen erstellt, die er vor seinem Tod erleben möchte und diese Liste ‘arbeitet’ Lars mit ihm ab. Er ist für Daniel wie ein großer Bruder, mit dem er über alles reden kann, denn schließlich kann ein 15-Jähriger nicht mehr über alles mit seiner Mutter reden, die in diesem Fall die Bezugsperson darstellt. Und hier kommen wir auch schon zum ersten Minuspunkt. Das Buch beginnt kurz bevor Lars Daniel das erste Mal besucht. Man erfährt nicht, wie dieser Kontakt überhaupt zu Stande kam – er ist eben einfach da. Dieser Hintergrund hätte mich eigentlich brennend interessiert – man erfährt nicht, ob Lars einer Organisation für kranke Kinder angehört oder ob er das einfach aus Lust und Laune macht und wie er überhaupt von Daniel erfahren hat. Und was mich noch irritierte war, dass er für Daniel wahnsinnig viel Geld ausgibt, um die ganzen Aktivitäten durchführen zu können – woher nimmt er so viel Geld? Ist es sein eigenes oder handelt es sich um Spenden? Außerdem irritierte mich Daniels extrem ambivalentes Verhalten. Er ist 15 und einerseits verwendet er Ausdrücke, die aus dem Wortschatz eines 8-Jährigen stammen könnten, redet mit seinen Kuscheltieren (die ihm angeblich antworten) und spielt mit einer Puppe namens Anna – andererseits redet er aber ständig von Blondinen mit riesigen Brüsten und davon, was er gerne mit ihnen machen würde, fragt fremde Mädchen nach ihren Nummern und zieht mit Lars’ blonden Freundinnen um die Häuser während er Lars dann auch noch verbietet mit ihnen währenddessen zu reden. Das ist… unheimlich und vor meinem inneren Auge entstand mehr als einmal das Bild eines jungen Michael Myers… Leider hat ihm das keine Sympathiepunkte eingebracht. Dennoch hat mich das Buch extrem zum Nachdenken angeregt. Es hat mich verwirrt, teils wütend gemacht (weil Daniel sich gegenüber den Leuten, die alles für ihn tun würden, oft so asozial verhält) und andererseits hat es mir doch wieder Leid getan, dass er mit 15 ein so grausames Schicksal hat. “Dieses bescheuerte Herz” hat mich aufgewühlt und bewegt, was dem Buch dann trotz allem Pluspunkte beschert. Fazit: Ein Buch das aufwühlt… Auch wenn es mich wahrscheinlich auf andere Art und Weise berührt hat, als die meisten anderen Leser.

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  • Rezension "Dieses bescheuerte Herz" von Daniel Meyer mit Lars Amend

    Dieses bescheuerte Herz
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    19. September 2013 um 12:43

    Zum Buch: Das Cover zeigt Daniel Meyer mit seinen leuchtend roten Haaren, den Sommersprossen und einem fröhlichen Grinsen. Er stützt seinen Kopf, wie so oft ab, wenn er keine Kraft mehr hat. Entdeckt man dieses Buch im Handel, ohne es vorab zu kennen, weiß man direkt, hier geht’s um eine Lebensgeschichte, um Daniels Lebensgeschichte. Auf der Rückseite sind Lars und Daniel an einem Strand abgebildet. Die Schrift empfand ich ziemlich klein und ich hatte das Gefühl, gar nicht vorwärts zu kommen. Erster Satz: „Mein Name ist Daniel.“ Meine Meinung: Ich wurde auf dieses Buch durch die Medien aufmerksam und war sehr gespannt auf Daniels Geschichte und wie Lars Amend ihm seine Herzenswünsche erfüllen konnte. Jedoch ging ich mit einer ganz anderen Erwartung an dieses Buch heran. Daniel ist 15, und sein Wunsch ist es, seinen 16 Geburtstag zu erleben. Daniels Herz ist krank und er wird es nicht mehr lange schaffen. Durch eine Schwester im Hospitz lernt er Lars kennen und die beiden verstehen sich auf Anhieb. Sie fühlen sich stark verbunden und nehmen sich als Brüder an. Sie fertigen eine Liste über Dinge, die Daniel erleben möchte, die da wären: - Nach Berlin fahren; - Ein fremdes Mädchen küssen; - In einem 5-Sterne-Hotel übernachten und beim Zimmerservice bestellen; - Mal ohne Aufpasser zu sein uva. Lars verbringt viel Zeit mit Daniel und erfüllt ihm seine Wünsche. Die beiden gehen aus, trinken Alkohol (Daniel jedoch alkoholfreies Bier) und treffen sich mit heißen Frauen. Aber auch während der schlechten Tage ist Lars immer für ihn da, wenn er mal wieder kraftlos ist oder wegen Schmerzen ins Krankenhaus muss. Ist er mal nicht bei ihm, so telefonieren beide mehrmals täglich, einfach nur, um die Stimme des Anderen zu hören. Daniel erzählt hier seine Erlebnisse mit Lars, was ein Abschiedsgeschenk für seine Mutter Debbie sein soll. Doch war ich hier etwas irritiert, denn Daniel putzt seine Mutter schon ziemlich runter mit Beschimpfungen oder ähnlichem, was auf seinem Zustand zurückzuführen ist. Doch auch Mutter Debbie hat es wahrlich nicht einfach, sie weint sehr viel. Die Familienzustände sind nur vage angedeutet und es bleibt offen, was es genau mit seiner Übersiedlung von Südafrika nach Deutschland auf sich hat. Weshalb haben sich die Eltern damals getrennt und warum hat seine Mutter Debbie ihn damals beim Vater gelassen? Ich fand es schade, dass diese Fragen nicht aufgeklärt wurden, wenn diese doch schon angeschnitten werden. Einige Zusammenhänge fand ich auch nicht logisch. Daniel will mit heißen Mädchen ausgehen und mit ihnen Sex haben, Alkohol trinken und andere erwachsene Dinge tun, doch dann auf einmal ist er wieder down, spielt mit Puppen und Autos. Er will erwachsen sein, wenn andere um ihn herum sind, doch wenn er in vertrauter Umgebung ist, ist er wieder das Kind und dies passte leider nicht ganz zusammen. Zudem wird hier sehr viel von Alkohol und heißen Mädchen erzählt, was für mich mit der Zeit etwas langatmig wurde. Schrecklich empfand ich die Schulkameraden von Daniel. Während seiner Schulzeit hatte er es mit ihnen nicht einfach und Mobbing war ein großes Thema. Mir haben die medizinischen Informationen über seine Krankheit sehr gefehlt. Ich hätte gerne gelesen, was genau Daniel hat. In dieser Geschichte steht der ärztliche Aspekt nicht im Vordergrund, sondern wie er seine Wünsche auslebt, sein Kampf ums Überleben und wie er die restliche Zeit erleben kann, um diese nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Mir hat dieses Buch gut gefallen, aber durch die vielen aufkommenden Fragen oder einige Ereignisse, die einfach nicht passten, konnte es mich leider nicht ganz überzeugen. Es gab einige Stellen, bei denen ich einen dicken Kloß im Hals hatte und den Tränen nahe war, doch im Gesamtbild wurde mir als Leser durch die Medien etwas anderes vermittelt, als ich es beim Lesen empfand. Dieses Buch macht Betroffenen Mut, weiter zu kämpfen und zeigt, dass man auch mit einer solchen Krankheit den Lebensmut und die Lebensfreude nicht verlieren sollte. Fazit: Ein mutmachendes Buch eines herzkranken Jungens, der seine Herzenswünsche auslebt.Hier wird eine Reise voller verschiedener Abenteuer und Erlebnisse erzählt; ganz ohne ärztlichen Aspekt zur Krankheit des Protagonisten. Meine Wertung: 3,0 von 5 Voegel

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