Lars Burmeister Gescheiter Scheitern

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Inhaltsangabe zu „Gescheiter Scheitern“ von Lars Burmeister

Erfahrungen des Scheiterns begleiten jeden Menschen von Kindheit an. Kein Mensch kann laufen lernen, ohne zu stürzen. Doch über das eigene Scheitern zu sprechen, gehört zu den letzten Tabus unserer erfolgsorientierten Gesellschaft. Das gilt auf individueller ebenso wie auf gesellschaftlicher Ebene oder in Organisationen. Die Autoren dieses Buches plädieren für einen Perspektivwechsel – weg vom Verschweigen und von individuellen Schuldzuweisungen, hin zu Analyse, Neubewertung und letztlich zu einer Organisationskultur, die Misserfolge als mögliche Folge jedes Handelns zulässt. Eine in diesem Sinne „gelassene“ Organisation zerbricht nicht an gescheiterten Projekten, sondern wächst an ihnen. Mit Beispielen aus ihrer Praxis als Organisations- und Personalberater, Tools und Vorschlägen für Workshops zeigen die Autoren, dass Scheitern ein ganz normaler Entwicklungsschritt ist, der keine destruktive Kraft haben muss, sondern – nach angemessener Zeit – Inspiration für einen besseren Weg sein kann. Mit Beiträgen von: Astrid Burkhardt • Sandra Bluhm • Ingmar Carlberg • Charlotte Götz • Roswita Königswieser • Katrin Klüber • Benedikt Schell • Sabine Vorberg.

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  • Rezension zu "Gescheiter Scheitern" von Lars Burmeister

    Gescheiter Scheitern

    michael_lehmann-pape

    06. February 2012 um 12:54

    Ein Plädoyer für die offene Zulassung von Misserfolgen Kompetent, dynamisch, belastbar, hart an sich arbeitend, vor allem aber erfolgreich, das sind Werte (nicht nur im Arbeitsleben) der modernen Gesellschaft, die vorherrschend im Raum stehen. Ob im Sport, bei diversen Casting-Events, ob im privaten Umfeld oder im Blick auf die eigenen Kindern, schon der zweite Platz ist meist „der erste Verlierer“, nur in wenigen Ausnahmefällen erhalten „Verlierer“ eine allgemeine Anerkennung. Diese Ausrichtung auf das „richtig machen“ und den „Erfolg“ steht allerdings diamentral anderen, durchaus bedeutsamen Elementen gegenüber. Vor allem der Innovation. Denn etwas weiter zu entwickeln, etwas neu anzugehen oder zu verändern, ist zum einen die treibende Kraft nicht nur westlicher Gesellschaften, sondern vor allem immer mit einem Risiko verbunden. Viel öfter misslingt eine Innovation zunächst, als dass sie auf Anhieb gelingt. Erfahrungen des Scheiterns sind somit ein elementarer Bestandteil aktiven und innovativen menschlichen Lebens. Nur darüber reden sollte man bisher nicht allzu laut. Burmeister und Steinhilper bringen mit ihrem kleinen und überschaubaren Buch daher einen wichtigen Stein ins Rollen. Aus ihrer reichhaltigen praktischen Erfahrung der Beratung her verstehen beide es, an so manchen Fallbeispielen und Praxisbeispielen das „Scheitern“ zu „entzaubern“. Scheitern ist ein ganz normaler Prozess auf dem Weg von Entwicklungen, seien es persönliche oder sachliche Entwicklungen und Innovationen. Nimmt man dieses für sich an und nimmt damit ebenso den Nimbus des Negativen von diesem Scheitern hinweg, dann eröffnen sich umgehend konstruktive Wege, aus dem Scheitern zu lernen, eine Analyse des Erlebten wertfrei erheben zu können und damit den nächsten Schritt sinnvoll (und vor allem angstfrei) planen zu können. Gerade für diesen Lernschritt bieten die Autoren nachvollziehbare und gute Tools im Buch an. Was dabei hilft, auch den „Mut zum Scheitern“ zu entwickeln, wie man aus „Projekten lernt, über die man nicht gerne spricht“ (die Schattenseiten eines Projektes, gescheiterte Vorhaben) und durch dieses Lernen dann „Strickmuster systemischen Scheiterns“ durchaus erkennen und damit einer Bearbeitung zuführen kann. Nicht, um damit demnächstiges, „Scheitern“ zu verteufeln oder zu eliminieren, sondern um zum „gescheiten Scheitern“ zu ermutigen, denn nur aus Erprobungen heraus, dem Mut zum Risiko und zum neuen Weg und den damit einhergehenden Fehlern wird sich im Lauf der Zeit bei „gescheiter“ Betrachtung ein erfolgversprechender und konstruktiver Weg zur Lösung konkreter Aufgaben und Probleme heraus entwickeln. Tatsächlich gelingt es den Autoren nachdrücklich, dem oft verpönten (und verschwiegenen) Scheitern nicht nur seine Dramatik zu nehmen, sondern zudem gar noch dazu zu ermutigen, Risiken in Kauf zu nehmen. Im Wissen darum, das ein Lernrepertoire zur Verfügung steht, ein mögliches Scheitern zu verarbeiten und für den weitern Gang der Dinge oder den weiteren, persönlichen Prozess nutzbar zu machen. Sprachlich eingängig, leicht verständlich und die nötigen Grundlagen zum Verständnis der negativen Bewertung von „Scheitern“ legend, bietet das Buch wichtige Möglichkeiten und gute Argumente, für einen Perspektivwechsel zum gelassenen und konstruktivem Umgang mit „dem Scheitern“, welches jeweils nur als ein Schritt der organisatorischen oder persönlichen Entwicklung verstanden wird.

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  • Rezension zu "Gescheiter Scheitern" von Lars Burmeister

    Gescheiter Scheitern

    WinfriedStanzick

    11. January 2012 um 10:04

    Jeder Mensch macht in seiner Entwicklung von früh auf mannigfaltige Erfahrungen des Scheiterns. Schon das Laufen lernen und die Einübung in den aufrechten Gang können nicht gelingen ohne die Erfahrung immer wieder zu stürzen und hinzufallen. Dies setzt sich in ganz unterschiedlichen Bereichen eigentlich das ganze Leben über fort. Kinder und Jugendliche scheitern an Aufgaben, die ihnen in der Schule gestellt werden, erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sind selten ohne den Schmerz des Scheiterns zu erleben. Wenn der Mensch erwachsen geworden ist, kommt zu seinem Scheitern in Beziehungen und im Beruf dazu, dass er konfrontiert ist mit der Tatsache, das etwas, was zum Menschsein dazugehört, mit einem der größten Tabus belegt ist, das unsere Gesellschaft kennt. Man hat halt Erfolg zu haben, immer gut drauf zu sein, und immer perfekt. Die zunehmende Zahl der Depressionen und Burn-Outs hängt meines Erachtens auch damit zusammen. Schwere Lebensphasen und eigene Fehler, die Erfahrung des Scheiterns eben, werden mit pathologischen Kategorien benannt und aussortiert aus einem Alltag, der danach mit gleichem irrwitzigen Tempo glaubt weitermachen zu können. Die verschiedenen Autoren des vorliegenden Buches, das sich zwar an Führungskräfte und Berater richtet, aber auch für jeden Personalverantwortlichen kleiner und größerer Firmen gewinnbringend genutzt werden kann, betrachten das Phänomen menschlichen Scheiterns auf einer organisationstheoretischen und -psychologischen Ebene. Denn das, was für die individuelle Ebene gilt, hat auch Bedeutung für Organisationen, ja in weiterer Hinsicht für die ganze Gesellschaft. Sie wollen mit ihren Texten und Einlassungen erreichen, dass die Verantwortlichen in den verschiedenen Organisationen und auch die Berater, die sie in großer Zahl nach wie vor hinzuziehen, eine andere Einstellung zum Scheitern entwickeln, dass sie sozusagen die Perspektive wechseln. Bislang wurde es entweder verschwiegen und man war damit zufrieden, dass die betroffenen Menschen den Konflikt mit Krankheit lösten, oder man arbeitete mit individuellen Schuldzuweisungen, die den Anteil des Systems an dem persönlichen Scheitern eines Einzelnen außer acht ließen. Sie legen Wert auf ein eingehende und sorgfältige Analyse des Scheiterns und eine anschließende Neubewertung, sodass man irgendwann zu einer Organisationskultur kommen kann, die gelassen ist, und die Fähigkeit entwickelt hat, an gescheiterten Projekten nicht zu zerbrechen, sondern an ihnen zu wachsen. Ich kann das Buch jedem Menschen empfehlen, der eine Firma führt und Verantwortung trägt für Menschen und Projekte.

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