"Der Tennisspieler" ist ein intellektuell anregender, atmosphärisch dichter und stilistisch eleganter Roman. Er lebt weniger von äußerer Spannung als von der inneren Bewegung des Denkens und Beobachtens. Lars Gustafsson zeigt sich hier auf der Höhe seiner Kunst, Fiktion und Philosophie zu einer Einheit zu verschmelzen. Das Buch ist auch eines der ersten, das, neben Galatea 2.2. von Richard Powers, mit der Möglichkeit semantischer Suche. Bei Powers ist ist es gar ein neuronales Netz (1990-iger Jahre geschrieben), bei Gustafsson hat es eher mathematische Bezüge - ein Student, der Zugang zu leistungsstarken Computern hat, "repräsentiert" Bücher mittels Gödelisierung um inhaltliche Aehnlichkeiten zu finden. Heute ist das Finden solcher Aehnlichkeiten ja kein Problem mehr.
Auch Gustafsson träumte schon ein bisschen von Künstlicher Intelligenz (es scheitert am Ende). Mal sehen wie es bei uns weitergeht. Man kann jetzt ja schon mit Figuren aus Texten "chatten", siehe: https://casvaine.art/chat.html.. Na dann mal losl.




















