Lars Hitzing

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Lars Hitzing

Lebenslauf von Lars Hitzing

Der Dresdner Lars Hitzing schreibt Prosa in unterschiedlichen Längen. Nach Gastauftritten bei diversen Veranstaltungen erschien 2012 im Dresdner Buchverlag sein dystopischer Debütroman „Drei Monde“. Ein Jahr später gründete er mit drei Autorenkollegen die Dresdner Lesebühne „Phrase4“. Seitdem steht er monatlich mit eigenen Kurzgeschichten auf der Bühne. Sein Anspruch ist es, mit feiner Ironie zu unterhalten und den ganz alltäglichen Wahnsinn literarisch zu verarbeiten. So entstanden seit Dezember 2013 zahlreiche kurzweilige Texte aus den skurrilen Tiefen des Alltages. Lars Hitzing ist leidenschaftlicher Kletterer, bekennender Rollenspieler, stolzer Familienvater und ansonsten ein universeller Dilettant.

Alle Bücher von Lars Hitzing

Lars HitzingDrei Monde
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Drei Monde
Drei Monde
 (3)
Erschienen am 01.03.2012
Lars HitzingFliegende Schildkröten
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Fliegende Schildkröten
Fliegende Schildkröten
 (0)
Erschienen am 01.10.2016

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Rezension zu "Drei Monde" von Lars Hitzing

Eine Zukunft ohne Zukunft
ewigeweltenvor 4 Jahren


Irgendwo zwischen dem 21. und 22. Jahrhundert wandert ein Kopfgeldjäger auf der Flucht vor seiner Vergangenheit in eine Welt ohne Zukunft. Der namenlose Scout, der je nach Auftrag Dieb, Killer oder Spion ist, macht sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Stadt Inlantis, die mehr eine Sage als ein realer Ort zu sein scheint. Aber ihn treibt die Hoffnung, dem Elend auf den Straßen zu entfliehen... Und ein tödlicher Auftrag.

Lars Hitzing zeichnet ein Endzeit-Szenario, in dem skrupellose Mega-Konzerne, wie Toshiba-Krupp oder Google-Gazprom, mit ihren Intrigen und schmutzigen Geschäften die Welt regieren und in der die einzelnen Gesellschaftsschichten in unterschiedlichen Epochen leben: Moderner Luxus der Reichen existiert neben einer industrialisierten Arbeiterschicht und dem städtisches Mittelalter – und in den Wäldern herrscht das archaische Recht des Stärkeren.

»Ich schaute an mir herab und erkannte, wie sehr mich das Leben des Sommers verändert hatte. Ich sah zwar noch nicht aus wie die anderen Waldläufer, denen ich hin und wieder begegnet war, aber mit meinem Behang aus Fellen und Zähnen und meinen selbst gebauten Werkzeugen und Waffen konnte ich mich den Scouts und meinem Auftraggeber wiederum auch nicht zeigen. Ich fühlte mich zerrissen und dachte, ich würde Zeit brauchen, um darüber nachzudenken, wohin ich gehörte.«

Er ist ein Kind des GM-Sony-Konzerns; wie er von dort entkommen konnte, bleibt lange ein Geheimnis. Aber er schafft es, er findet die legendäre Stadt, in der die Menschen »Nomaden« sind, die mit sich und der Natur im Einklang leben. »Der Kodex« ist die Lehre, an der sie festhalten, doch nach und nach fordert eine aufsässige Kriegerin aus dem Clan der »Raben« das Stammesoberhaupt heraus; schließlich spaltet sie die Gemeinschaft. Die Harmonie der gemeinsamen Überzeugung wird zum Glaubenskrieg, die Nomaden wollen ihre Religion aus der Stadt hinaus in die Welt tragen – wenn es sein muss, mit Gewalt...
»Noch war ich kein richtiger Nomade, aber ich war aufgenommen worden in den Kreis der großen Gemeinschaft, war ein Bruder unter Geschwistern mit unzähligen Gewandungen und gleichen Gedanken.«

Dazwischen blendet Hitzing immer wieder zurück und klärt den Nebel der Vergangenheit. In großen erzählenden Anteilen beschreibt er, was die Menschen für den Aufstieg in der Gesellschaft opfern, und gibt unglaubliche Randinformationen. Der Leser erfährt dabei oft mehr als dass er selbst erlebt, der eigentliche Plot rückt in den Hintergrund. Trotzdem sind seine Figuren emotional; die Gewissenskonflikte und die heimliche Faszination für die Rabenfrau Attilla ziehen den Leser in ihren Bann.
Die stilistische Basis ist solide mit großem Potential. Doch die größte Stärke liegt in Hitzings Fantasie: Er erfindet Waffen, die durch Muskelkontraktionen auslösen, synthetische Superdrogen, Clans, Funkaugen, Strontiumwerfer und Gehirnwellenblocker – die Ideen, die er aus dem Hut zaubert, passen ineinander wie Zahnräder und erschaffen ein Konstrukt aus Gesellschaftskritik, Dystopie, Abenteuer und Menschlichkeit. Ein Leseerlebnis der völlig individuellen Art!

[Josefine Gottwald für www.ewigewelten.de]

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francismohrs avatar

Rezension zu "Drei Monde" von Lars Hitzing

spannend und sprachlich sauber
francismohrvor 5 Jahren

eine spannende story über einen kopfgeldjäger. ein utopisches abendteuer mit sozialpolitischem anklang.

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