Lars Jaeger Wissenschaft und Spiritualität

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Inhaltsangabe zu „Wissenschaft und Spiritualität“ von Lars Jaeger

Lars Jaeger begibt sich in diesem Buch auf eine spannende Spurensuche nach der Verbindung zweier scheinbar konträrer Weltzugänge – und die Ergebnisse sind eindrucksvoll: Naturwissenschaft und spirituelle Denktraditionen kennen weit mehr Gemeinsamkeiten, als ihre Gegensätze und Wesensunterschiede vermuten lassen. Was beide Zugänge eint, ist die Suche nach den großen Weltgeheimnissen und ihrer Erklärung. Gibt es vielleicht auch einen gemeinsamen Weg bei dieser Suche? Werden uns die Physiker irgendwann den Anfang der Welt erklären? Werden wir eines Tages erfahren, wie aus dem Netzwerk von Neuronen in unserem Gehirn Bewusstsein hervorgeht? Werden wir wissen, wie die wirklich allerkleinsten Bausteine der Materie aussehen? Und wenn ja, was heißt das jeweils für uns, für unser Selbstbild und unser Welterleben? Wie beeinflusst es unser spirituelles Erleben? Und zuletzt: Was bedeutet all dies für unsere zentrale Frage nach dem „Sinn des Ganzen“? Die Art, wie naturwissenschaftliche Erkenntnis funktioniert, und die Leitfragen der spirituellen Erfahrung treten in ein spannendes Wechselspiel. Dieses bestimmt eine interdisziplinäre Reise, die den Leser in den Bann ziehen wird.

Gibt es eine Form von Spiritualität ohne Selbsttäuschung, die nicht klebrig oder kitschig ist und bei der man seine Würde als kritisches, vernünftiges Subjekt nicht verliert? Viele denken heute über die Möglichkeit einer säkularisierten Spiritualität nach, die ohne Sterblichkeitsverleugnung auskommt und mit den Ergebnissen der modernen Wissenschaft in Einklang gebracht werden kann. Lars Jaeger leistet einen Beitrag: Er führt den Leser auf eine ebenso unterhaltsame wie tiefsinnige Reise zu Gemeinsamkeiten und Gegensätzen wissenschaftlichen und spirituellen Denkens. Hochaktuell, bestens informiert. Prof. Thomas Metzinger, Universität Mainz, Autor von Der Ego-Tunnel

Hochinteressante Wissenschaftsgeschichte mit kenntnisreichen Verbindungen zur Relgion(sgeschichte), Ethik und Philosophie. Großartig!

— Buchgespenst

Wechselwirkungen von Wissenschaft und Spiritualität überzeugend dargelegt!

— Wedma

Fundierte Einblicke in ein hochspannendes Thema

— tob82

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  • Leserunde zu "Homo Deus" von Yuval Noah Harari

    Homo Deus

    Wedma

    Einige Teilnehmer der Sachbücherchallenge haben beschlossen, Homo Deus von Harari in einer Leserunde gemeinsam zu lesen und den Stoff auszudiskutieren. Es gibt ein Exemplar zu gewinnen -> Es wurden dann aber 8! Dank der freundlichen Unterstützung von C. H. Beck Verlag 👍 Bewerben kann man sich bis einschl. 11. July. Das Exemplar wird am 12. July verschickt. Ab 15. July geht es mit der Diskussion los--> Verschoben auf 22.07, da die zusätzlichen Exemplare noch ankommen müssen. Wer möchte, kann mit eigenem Exemplar zu uns stoßen, auch wenn er bei unserer Challenge nicht angemeldet ist. Ich wünsche viel Spaß und bis bald in unserer Leserunde!

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  • Sehr informativ

    Wissenschaft und Spiritualität

    BooksAreGreat

    13. February 2017 um 01:43

    Meinung: Mir hat dieses Buch gut gefallen. Es ist definitiv kein Buch für zwischendurch. Der Autor setzt sich detailliert mit den beiden Polen Wissenschat und Spiritualität auseinander. Durch die zahlreichen Nachweise und die sehr wissenschaftliche Sprache, erscheint es nicht nur als Sachbuch, sondern als wissenschaftliche Abhandlung des Verhältnisses zwischen den beiden Bereichen. Mir hat gefallen, dass so viele geschichtliche Herleitungen und Details bestens recherchiert in Szene gesetzt wurden. Auch, dass zwischen beiden kein reines Exklusivitätsverhältnis besteht und sie sich vielmehr gegenseitig durchaus beeinflussen, wird herausgearbeitet. Auch die verschiedenen Ansätze der Biologie, Psychologie, Astronomie usw. haben mich begeistert. Das Buch ist sehr vielfältig. An manchen Stellen ist es für den Laien oder jemanden, den dieses Thema als Hobby interessiert vielleicht etwas zu ausführlich und geht über das hinaus, was ich mir erwartet habe. Was aber keinesfalls negativ ist, sondern mein Interesse verstärkt hat. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Es ist sehr gut geschrieben und liefert glaubwürdige Analysen sowie Fakten, die das ein oder andere anders beleuchten und mich auch ein wenig zum Umdenken gebracht haben. 

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  • Wissenschaft und Spititualität

    Wissenschaft und Spiritualität

    Valilu

    29. January 2017 um 19:15

    In seinem neuen Buch Wissenschaft und Spiritualität stellt Lars Jaeger eine Verknüpfung zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Ansätzen her und zeigt auf, dass sich beides nicht nur miteinander vereinbaren lässt, sondern sich auch gegenseitig bereichern kann. Die rationalistische Herangehensweise der Naturwissenschaftler, die auf harten Fakten und Kausalzusammenhängen basiert, scheint einer verbreiteten Orientierungslosigkeit innerhalb der Gesellschaft nur wenig entgegensetzen zu können. Auch der moderne Mensch fragt nicht nur nach einem „Wie?“. Auch das „Warum?“ und "Wozu?" spielt nach wie vor eine wichtige Bedeutung und ist - auch mit einer zunehmenden Distanzierung von traditionellen Glaubensvorstellungen - keineswegs verstummt. Die Kapitel des Buchs richten sich jeweils an den sog. großen Fragen der Menschheit aus. Schnell zeigt sich dabei, dass Fragen nach dem Sinn des Lebens oder danach, was ein gutes Leben ausmacht, unmöglich rein wissenschaftlich beantwortet werden. Sie erfordern eine Orientierung, die mehr umfasst als bloßes Faktenwissen. Zugleich muss eine rein spirituelle Sichtweise, die alles Rationale ausblendet oder gar leugnet, notwendigerweise hohl bleiben. Die Kunst, (Natur)Wissenschaft und Spiritualität miteinander zu vereinbaren, erfordert ein hohes Maß an Toleranz und Offenheit auf beiden Seiten. Wissenschaftler und spirituell „Gläubige“ müssen einräumen, dass es neben ihrer Sicht- und Denkweise andere gibt, die möglicherweise auch „wahr“ können. Allzu häufig steht dem jedoch eine absolute Sichtweise gegenüber, die das Voneinander-Lernen schwer bis unmöglich macht. Um die Zusammenhänge dennoch aufzuzeigen, zeichnet Jaeger den historischen Siegeszug der Naturwissenschaften bis in die Gegenwart auf. Es fällt einerseits schwer, dabei nicht ins Staunen zu geraten, welche wissenschaftlichen Fortschritte innerhalb weniger Jahrhunderte gemacht wurden. Andererseits zeigt der geschichtliche Abriss aber auch, dass die Wissenschaft die Spiritualität nicht ablösen konnte. Die Suche nach Sinn und Orientierung ist darüber keineswegs obsolet geworden, sondern scheinbar tief in uns verankert. Das eine kann das andere folglich nicht ersetzen – gleichwohl ergänzen und bereichern. Da ich bereits Die Naturwissenschaften – eine Biografie (sehr zu empfehlen!) von Lars Jaeger gelesen hatte, waren zumindest einige Grundlagen vorhanden und ich habe vieles daraus wiederentdeckt. Dennoch habe ich hier deutlich länger für die Lektüre gebraucht. Das lag u. a. daran, dass das Buch stellenweise sehr anspruchsvoll und nicht leicht zu lesen ist. Die Idee hinter dem Buch finde ich höchst spannend; in der Umsetzung würde ich 1-2 Sterne abziehen. Mir persönlich lag ein zu starkes Gewicht auf buddhistischen (Denk-)Traditionen im Gegensatz zu christlichen/jüdischen, die unsere westliche Kultur doch hauptsächlich geprägt haben (und auch heute noch prägen). Und an manchen Stellen – ich muss es zugeben – fiel es mir schwer, am Ball zu bleiben. Natürlich wird hier ein sehr komplexes Thema behandelt, das fachlich sicher sehr kompetent aufbereitet wurde. Aber ein paar Schachtelsätze weniger und etwas geradlinigere Gedankengänge hätten meine Lesemotivation noch erhöht.

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  • Leserunde zu "Wissenschaft und Spiritualität" von Lars Jaeger

    Wissenschaft und Spiritualität

    larsjaeger

    Liebe Leser

    Freue mich auf eine aufregende Leserunde. Ich werde dafür 10 Bücher verlosen und danach die Leserunde beginnen.  Freue mich natürlich wie immer auf Rezensionen.

    Lars Jaeger

    • 144

    Wedma

    22. January 2017 um 12:52
    larsjaeger schreibt Freue mich auf die Rezension - und ggfs. auf eine weitere Diskussion?.

    Wenn Du nach meiner Rezension noch mit mir diskutieren möchtest...;-) Ich sehe dann, was ich tun kann.

  • Spannend und absolut lesenswert!

    Wissenschaft und Spiritualität

    Wedma

    22. January 2017 um 12:46

    „Wissenschaft und Spiritualität“ von Lars Jaeger ist ein spannendes, absolut lesenswertes Sachbuch, das die im Titel aufgeführten Themen eingehend beschreibt und zu einem vielversprechenden Schluss kommt. Sowohl die gestellten Fragen, Blickwinkel der Betrachtung, die Tiefe, die aufgezeigten Grenzen der Naturwissenschaftler als auch die Spiritualität, ihre Definition, was sie möglicherweise ist, ihr Platz/ihre Rolle in der heutigen Welt, ihre Wechselwirkung mit Naturwissenschaften sind überzeugend dargelegt worden. Physik, Astronomie, Quantenphysik, Neurobiologie, Psychologie, Philosophie und ihre diverse Ausrichtungen, Religion, insb. Buddhismus, Ethik, etc. bilden festen Bestandteil der Ausführungen. Für Studierende der o.g. Bereiche dürfte dieses Buch von besonderem Interesse sein. Dieses Bereichsübergreifende, Interdisziplinäre macht das Werk so einzigartig und beeindruckend. Es war auch eine enorme intellektuelle Leistung, all die Fachgebiete unter einem Dach zu bringen, ihre historische Entwicklung zu analysieren, um auf das Zusammenspiel der Wissenschaft und der Spiritualität heute hinauszukommen: „Spiritualität und Wissenschaft sind zwei unterschiedliche und komplementäre Ansätze, die Welt zu erfahren und zu erklären.“ S. 380. Es gibt zudem einige sehr gute Zitate zu Buddhismus und zum Verhältnis von Wissenschaft und Spiritualität insg. Die Beschreibung des „mittleren Wegs“ sowie der „fehlenden Substanzhaftigkeit des Ichs – Der buddhistische weg der Achtsamkeit“ im Kap. 6 fand ich besonders spannend und aufschlussreich. Es gibt aber auch einiges, wo man noch hätte feilen können, insb. bei der Art der Stoffdarbietung. Das Buch ist nicht gerade einfach zu lesen. Manches muss man zwei Mal durchgehen: Schachtelsätze erschweren hier und dort den Lesefluss. An einigen Stellen fehlten mir die Quellen. Manches hätte ggf. weniger ausführlich/griffiger dargelegt sein können. Auch die Gestaltung des Buches wünschte ich lesefreundlicher: Kraftaufwand ist nötig, um das Buch vor Augen offen zu halten. Zum Mitnehmen ist es eher suboptimal. Fazit: Warum also dieses Buch lesen? Auch wenn man nicht eindeutige Antworten auf die gestellten Fragen bekommt, was man bei dem Thema nicht wirklich erwartet, und/oder mit der Argumentation nicht (ganz) einverstanden ist, erscheint mir der Inhalt spannend, eigenartig und auf jeden Fall lesenswert. So eine Kombination aus o.g. Wissenschaften und Religionen, gut zusammengefasst, als Teil der Argumentation zur Darbietung der Wechselwirkungen von Wissenschaft und Spiritualität bekommt man nicht jeden Tag. Sie ist es einfach wert, sie kennenzulernen.  Das Buch, 383 Seiten reinen Textes, weitere 77 Seiten für Anmerkungen und 9 Seiten für weiterführende Literatur, gibt dem Leser eine reichhaltige Grundlage zum Nachdenken über viele wesentliche Dinge. Es hilft, u.a. das eigene Verständnis der Spiritualität zu schärfen, liefert wissenswerte Einblicke in buddhistische Weltsicht und steht zur Seite, wenn man den eigenen Standpunkt bezüglich der Rolle der Spiritualität im Leben, der Symbiose der Spiritualität und Wissenschaft klarer vor Augen haben möchte. Das Niveau ist hoch, deutlich höher als das vieler Bücher, die sich mit Spiritualität auf dem Stammtischniveau befassen. Das Werk ist nicht einfach zu lesen, aber wenn man sich fürs Thema interessiert, ist „Wissenschaft und Spiritualität“ von Lars Jaeger eine sehr gute Adresse.

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    • 5
  • Fundierte Einblicke in ein hochspannendes Thema

    Wissenschaft und Spiritualität

    tob82

    30. December 2016 um 15:22

    In "Wissenschaft und Spiritualität. Universum, Leben, Geist - Zwei Wege zu den großen Geheimnissen" von Lars Jaeger geht es zum einen um die Verbindung von Glaube und Wissen in der menschlichen Geistesgeschichte und zum anderen um die Idee einer modernen "säkularen" Spiritualität.Die einzelnen Kapitel orientieren sich dabei jeweils an zentralen philosophisch-naturwissenschaftlichen Fragen (z.B. "Wie ist die Welt entstanden?" oder "Was ist der Mensch?") und führen den Leser auf eine Reise von der Antike bis in die Gegenwart. Stationen sind dabei u.a. der Wandel "vom Mythos zum Logos", die griechisch-römische Philosophie, die christliche Theologie und die Scholastik, der Beginn der Naturwissenschaft und moderne Erkenntnisse aus Physik, Biologie, Neurowissenschaft und interdisziplinären Forschungsgebieten. Konkret beschreibt der Autor - der sowohl einen naturwissenschaftlichen als auch einen philosophischen Hintergrund besitzt - zunächst meist religiöse Vorstellungen. Weiter geht es dann mit den Vorsokratikern und dem platonischen und aristotelischen Denken. Über die christliche Theologie (u.a. Augustinus) kommt es dann in der Neuzeit zum wichtigen Übergang von Glauben zu Naturwissenschaft mit Denkern wie Kopernikus, Kepler, Galilei, Newton oder Descartes. In Folge entstehen in der neueren Geschichte der Naturwissenschaft einige bahnbrechende Theorien (Evolution, Genetik, Relativitätstheorie, Quantentheorie, Neurowissenschaft, Komplexe Systeme mit Selbstorganisation, Emergenz, Autopoiesis), die uns zu ganz neuen Vorstellungen über die Welt auf allen Ebenen führen.Der Autor zeigt auf, dass in der Geschichte Wissenschaft und Spiritualität immer wieder zusammengespielt haben und keine unversöhnlichen Gegensätze darstellen. Unser Weltbild konnte immer mehr "naturalisiert" werden, aber bisher konnten die Naturwissenschaften noch keine abschließenden Antworten auf die "großen Fragen" geben. Bei Sinn- und Moralfragen sind sie generell nicht zuständig. Diese sind jedoch in der Spiritualität und für viele Menschen von zentraler Bedeutung. Der Autor geht davon aus, dass alle Erfahrungen mit einer immanenten empirisch-naturalistischen Anschauung erklärt werden können. Einen Transzendenzbezug bzw. Rückgriffe auf über-natürliche Entitäten und Phänomene lehnt er strikt ab. Das gilt auch für jegliche Art von Dogma. Entscheidend für beide Disziplinen ist vor allem das kritische Hinterfragen und eine innere Verpflichtung zur Wahrheit (S. 370). Spirituell bezieht sich der Autor hauptsächlich auf den Buddhismus bzw. die Lehren des einflusreichen indischen Philosophen Nagarjunas. Er sieht darin - neben fundamentalen Erkenntnissen zur gegenseitige Abhängigkeit aller Phänomene ("bedingtes Entstehen") - eine Geistesschulung hin zu Mitgefühl, Güte, Liebe und Verständnis (Aspekte dazu gibt es aber auch in anderen Religionen). Diese Gefühle lassen sich v.a. durch Meditation verstärken und einüben. Ziel ist es, sich vom partikulären Selbst mit seinen Eigeninteressen unabhängiger zu machen (S.379). Das "Zurücktreten des Selbst" könnte als gemeinsame Basis von Wissenschaft und Spiritualität fungieren. Wir sind alle Teil eines größeren Ganzen. Wir alle möchten ein glückliches und sinnvolles Leben führen. Spiritualität mit dem Blick nach Innen und auf Fragen der Ethik (in der heutigen Zeit dringender denn je!) kann mit Naturwissenschaft eine sinnvolle Einheit bilden.Soweit ich das als interessierter Laie beurteilen kann, wirken sowohl die philosophischen als auch die wissenschaftlichen Ausführungen des Autors sehr fundiert. Die Darstellung ist tendentiell recht anspruchsvoll. Naturwissenschaftliche und philosophische Vorkenntnisse sind sicherlich nicht von Nachteil. Wie beschrieben geht der Autor von einem empirisch-naturalistischen Weltbild aus (das aber in den Kapiteln auch immer wieder hinterfragt wird) und scheint auf positive Weise sehr undogmatisch. So zeigt er z.B. auf, dass die Trennung von Körper und Geist nicht mehr dem Stand der modernen Wissenschaft entspricht, auf der anderen Seite aber Erklärungen von Quantenphänomenen, die das menschliche Bewusstsein als Ausgangspunkt von allem sehen, auch nicht sinnvoll vertreten werden können. Insgesamt war das intensive Lesen des Buches eine hochinteressante Erfahrung, die bei mir sicherlich bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Ein spiritueller Bezug auch auf chinesisches Denken (Daoismus) hätte ich sehr interessant gefunden, wahrscheinlich passt aber einfach die Lehre Nagarjunas besser zu den Erkenntnissen des Autors. Insgesamt kann ich hier guten Gewissens 5 Sterne vergeben !

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  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  • Zwei Wege der Erkenntnis

    Wissenschaft und Spiritualität

    michael_lehmann-pape

    08. December 2016 um 14:19

    In der Regel werden „Glaube“ und „wissenschaftliches Arbeiten“ als Gegensätze empfunden. Soweit, dass es geflügelte Sprüche dahingehend gibt, das ein „gläubiger Wissenschaftler“ nach der Arbeit den „weißen Kittel an den Haken hängt und das Gebetbuch dann erst in die Hand nimmt“.Diese Dichotomie zwischen einerseits „harten Fakten“ des technischen Fortschritts und persönlicher Spiritualität (in vielfachen Formen in der Gegenwart) bildet einen zunächst augenscheinlichen Konflikt, wie Jaeger betont. Ein Konflikt, der in der modernen Welt zu einer „allgemeinen Verunsicherung und Orientierungslosigkeit“ führt, in der der Individualismus als fast „neue Religion“ auf pragmatischer und praktischer Basis „gepredigt“ wird, daneben aber der Mensch ohne das verbindend Gemeinschaftliche den Halt zu verlieren droht.Jaeger nun eröffnet dem Leser eine Art „Zusammenschau“ der beiden Pole und zeigt auf, dass es zu den „großen“ Bereichen des Lebens eben nicht nur, einander ausschließend, „den einen“ Zugang gibt.In der „Sinnfrage“ als erstem Hauptteil legt er überzeugend und verständlich so schon dar, dass es sowohl für den Einzelnen tragfähige Zugänge auf spiritueller und auf wissenschaftlicher Ebene gibt und dass das eine das andere durchaus befruchten kann und nicht nur in Reibung zueinander steht.Beide „Ausrichtungen“ besitzen, auch das erläutert Jaeger umfassend, „gemeinsame geschichtliche Bezugsfelder, die sich im historischen Blick flüssig vor den Augen entfalten.Beides, die Suche nach Sinn und die historischen gemeinsamen Felder bringt Jaeger im abschließenden Kapitel seines Buches zum Nachdenken anregend zusammen und skizziert dabei ein „modernes Verständnis der Spiritualität“, das durchaus seinen Platz hat, weiter finden wird und behaupten wird in einer Welt, die durch Wissenschaften stark und demnächst noch stärker geprägt ist und sein wird.Wobei deutlich wird, dass die klassischen Stereotypen von „Disziplin und Ratio“ gegen „Schwärmerei und Gefühl“ so nie wirklich vorlagen, sondern an vielen Stellen der Wissenschaftsgeschichte beide „Seins-Formen“ in Verbindung traten und standen (z.B. bei der „leidenschaftlichen Raserei“ eines Johannes Keppler als innerer Antrieb für äußere Erkenntnisse bis zu den religiösen Reflexionen von Charles Darwin und vielfachen anderen Beispielen der Verbindung und der Ergänzung untereinander von Fakten und Glauben, Experiment und innerem Antrieb).Zudem gilt weiterhin, und es ist gut, dass Jaeger das fundiert klarstellt:„Eine Haltung naturwissenschaftlicher Erklärungs- und Deutungsallmacht ist fehl am Platze“.Es gibt wissenschaftlich gesehen im Blick auf die „großen Fragen keine „finalen Antworten“.Damit also findet die Spiritualität auch in der „modernen Welt“ ihren festen Platz mit vielleicht anderen, differenzierten Ausdrucksweisen (die Jaeger immer wieder kurz skizziert) und somit eine Verbindung im Menschen eingehen. Die allerdings nicht „von alleine“ gesetzt sind, sondern je persönlich auch entdeckt und entfaltet werden wollen.In der Sprache eher nüchtern und wissenschaftlich zieht Jaeger einen großen Bogen um das Thema, geht vielen historischen Beispielen und Spuren nach und setzt das philosophische Nachdenken über den Sinn des Lebens und das eigene Tun auch für die Gegenwart als Form der Spiritualität gleichauf mit den Formen wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens.Eine anregende, nicht immer einfach zu versehende, aber lohnenswerte Lektüre.

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  • Buchverlosung zu "Wissenschaft und Spiritualität" von Lars Jaeger

    Wissenschaft und Spiritualität

    larsjaeger

    Verbunden mit der Leserunde

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