Lars Kepler Der Hypnotiseur

(45)

Lovelybooks Bewertung

  • 40 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 12 Rezensionen
(4)
(20)
(17)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Hypnotiseur“ von Lars Kepler

Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss.

Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...

Verwirrender Psychothriller

— PettiP

Realistisch - spannend - gut.

— arosa74

Stöbern in Krimi & Thriller

Lass mich los

es konnte mich am Ende doch noch überzeugen, daran hatte ich schon nicht mehr geglaubt

victoriaskrams

Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

sandrar44

Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

Lovely_Lila

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Solider Krimi mit melancholischem Touch

eleisou

Origin

Schockierende Faszination, welche zum Nachdenken anregt

JenWi90

Cyrus Doyle und das letzte Vaterunser

Klassischer Kriminalfall vor malerischer Kulisse.

Doreen_Klaus

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Unglaubwürdige Handlung und unsympathische Figuren

    Der Hypnotiseur

    Aglaya

    06. October 2017 um 21:41

    Erik Maria Bark ist Psychiater und hat früher mit Hypnose therapiert. Nach einem Zwischenfall vor vielen Jahren hat er von dieser Therapieform Abstand genommen, muss aber dann einen Jungen hypnotisieren, damit er zu einem Vorfall, bei dem fast seine ganze Familie getötet und er schwer verletzt wurde, eine Aussage machen kann. Diese Hypnosesitzung zieht gravierende Folgen nach sich…Die Geschichte wird in der dritten Person in der Gegenwart geschildert. Dabei fokussiert der Erzähler je nach Szenen auf eine andere Figur, meistens entweder auf Erik, dessen Frau Simone oder den Polizisten Joona Linna. Manche Szenen werden mehrmals aus unterschiedlicher Perspektive erzählt, stellenweise bis zu drei Mal, was mich mit der Zeit ziemlich gelangweilt hat. Wieso die Erzählweise während längerer Zeit in die Ich-Perspektive von Erik wechselte, der dabei unter anderem detailliert von seiner Affäre berichtete, konnte ich nicht nachvollziehen. Erzählt er es Joona? Dann würde er aber nicht bis ins Ehebett gehen mit den Details, oder? Zudem hat diese Rückblende jegliches Tempo aus der Geschichte rausgenommen. Auch mit den Figuren hatte ich meine liebe Mühe, wirklich sympathisch war mir niemand. Erik belügt seine Frau und ist tablettenabhängig, ohne dass dem Leser ein Grund dafür genannt wird. Ausserdem übernimmt er nur ungern Verantwortung für seine Taten, so frag er sich beispielsweise, wie eine andere Frau ihn dazu bringen konnte, seine Ehefrau zu betrügen. Simone ist ständig eifersüchtig (nicht ganz grundlos) und glaubt Erik kein Wort, ihr gemeinsamer Sohn Benjamin ist ein typischer Teenager, mitsamt der dazugehörigen Arroganz und den Stimmungsschwankungen, benimmt sich aber stellenweise auch wieder ängstlich und weinerlich wie ein Kleinkind. Joona schlussendlich ist zwar ein guter Polizist, lässt sich aber immer von anderen bestätigen, dass er Recht hatte, wenn jemand zuvor in einer Sache anderer Meinung war.Die Handlung konnte mich ebenso wenig überzeugen. Durch viele Zeitsprünge ist es stellenweise schwer, ihr zu folgen, zudem ist sie zutiefst unrealistisch. So soll es ein zwölfjähriger Junge, der zudem bis vor wenigen Stunden noch im Koma lag und in Lebensgefahr schwebte, schaffen, abzuhauen, mehrere Leute niederzuschlagen oder zu töten und die gesamte Stockholmer Polizei an der Nase herumzuführen, ohne dass er geschnappt wird. Und Erik muss wohl der beste Arzt des Universums sein. So schafft er es nicht nur, einen im Koma liegenden Patienten mit irreversiblen Hirnschäden mittels Medikamenten aufzuwecken, nein, dieser kann auch trotz Luftröhrenschnitt danach noch mündlich eine Zeugenaussage zum Besten geben. Die im Klappentext geschilderte Handlung nimmt im Übrigen nur eine kleine Rolle ein, in erster Linie dreht sich der Krimi (ich würde es eigentlich nicht wirklich als solchen bezeichnen wollen, es ist eher ein Drama) in erster Linie um Eriks Vergangenheit als Hypnosetherapeut und um sein Familienleben. Joona, von dem ich angenommen hatte, dass er der Protagonist sei, da die Buchreihe nach ihm benannt ist, spielt nur eine Nebenrolle. Ich hatte ausserdem den Eindruck, dass hier mindestens drei verschiedene Bücher in eines gequetscht wurden. So handelt das Buch nicht nur vom Mord an Josef Eks Familie und von Eriks Hypnosetherapiegruppe, sondern auch von einer Kinderbande und Eriks familiären Problemen. Obschon das Buch nicht gerade dünn ist, blieb für die einzelnen Themen einfach zu wenig Platz übrig. Verwirrt haben mich zudem die sehr abrupten Szenenwechsel, wobei ich aber nicht beurteilen kann, ob dies an der Hörbuchversion liegt, wo der Sprecher teilweise beinahe ohne Luft zu holen von der einen Szene zur nächsten gesprungen ist.Der Schreibstil der beiden Autoren (es handelt sich hier um ein Ehepaar, das seine Bücher unter dem Pseudonym Lars Kepler veröffentlicht) wirkt abgehackt, verwendet kurze Sätze und ein wenig abwechslungsreiches Vokabular. So werden viele Dialoge mit ewig gleichem "er sagt, sie sagt, er sagt" begleitet. Was mich auch gestört hat ist die teilweise Inkonsequenz, was die Namen anbelangt. So werden alle Figuren nach der ersten Vorstellung ausschliesslich mit Vornamen erwähnt, mit Ausnahme von Joona, der immer wieder auch Joona Linna genannt wird.Das Hörbuch wird von Simon Jäger gelesen, und seine Lesung ist das Einzige, das mich überzeugen konnte. Er hat eine angenehme Stimme, klingt bei der Aussprache der Namen und Ortsangaben schön schwedisch (soweit ich das mit praktisch nicht vorhandenen Schwedischkenntnissen beurteilen kann) und bring die Emotionen glaubhaft rüber. Er war wohl auch der ausschlaggebende Grund, weshalb ich mich bis zum Schluss durch dieses Hörbuch gekämpft habe (ok, und die 9.95, die ich für das Audible-Hörbuch gezahlt habe und nicht verschwendet wissen wollte…).Mein FazitUnglaubwürdige und vollgestopfte Handlung mit unsympathischen Figuren. Das Fertighören war eine Qual.

    Mehr
  • Die Abgründe der Seele!

    Der Hypnotiseur

    PettiP

    08. July 2017 um 15:28

    In einer Sporthalle, im schwedischen Tumba, wird die zerstückelte Leiche eines Mannes gefunden. Als die Polizei zum Haus seiner Familie kommt, macht sie dort auf einen grauenhaften Fund. Mutter und Tochter sind tot und der 15 jährige Josef schwer verletzt. Die älteste Tochter Eveline ist verschwunden. Da Hauptkommissar Joona Linna glaubt dass sie auch in Gefahr sein könnte bittet er den Traumaspezialisten Erik Maria Bark, Josef zu hypnotisieren, da dieser den Mörder gesehen haben könnte. Da Bark sich vor ca. 10 Jahren geschworen hatte nie wieder zu hypnotisieren, weigert er sich erst, aber auf Grund der Gefahr die für Eveline bestehen könnte, macht er es schließlich doch. Was er damit auslöst weiß er zu dem Zeitpunkt leider noch nicht.Dieses Hörbuch von einem schwedischen Autorenpaar, welches unter dem Pseudonym Lars Keppler schreibt, wird von Wolfram Koch gelesen. Er hat eine angenehme Vorlesestimme und konnte mich mit seinem Lesestil erreichen. Die Höhen und Tiefen hat Koch sehr gut hervorgehoben. Das Buch selber konnte mich nur zum Teil fesseln. Es handelt sich um eine sehr verworrene Geschichte, in die ich mich nur sehr schwer hinein versetzen konnte. Durch den Zeitsprung zwischendurch, wusste ich nicht immer, spielt die Handlung nun in der Vergangenheit oder im Jetzt. Auch die Handlungsweisen von Erik Maria Bark und seiner Frau konnte ich nicht immer nachvollziehen. Als die einzelnen Stränge dann entwirrt wurden hat mir die Geschichte dann aber doch gut gefallen. Fazit: Vom Thema her gut, aber nicht immer fesselnd!

    Mehr
  • Familiendrama - Debut des schwedischen Schriftsteller-Ehepaares

    Der Hypnotiseur

    SalanderLisbeth

    Bei einem schrecklichen Mordfall in Stockholm wird fast eine ganze Familie ausgelöscht, nur der 15-jährige Sohn überlebt schwer verletzt. Da der schwer traumatisierte Junge der einzige Zeuge des Verbrechens ist, bittet der ermittelnde Kommissar Jooana Linna den Arzt Erik Bark um Hilfe. Dieser gilt als einer der angesehensten Experten auf dem Gebiet der Hypnose, weigert sich aber nach einem einschneidenden Ereignis in seiner Vergangenheit wieder zu hypnotisieren. Er gibt seine Weigerung allerdings auf, weil eine ältere Schwester noch lebt und evtl. das nächste Opfer sein könnte. Das Hörbuch fängt rasant an, und ich war zuerst aufgrund der vielen vernichtenden Kritiken angenehm überrascht. Simon Jäger liest wirklich sehr gut und ich fand die Geschichte anfangs sehr spannend und vor allen Dingen überraschend aufgrund der vielen unerwarteten Wendungen. Das ist aber auch das einzig Positive, dass ich im Nachhinein sagen kann und ich werde mir so schnell keinen Kepler mehr zulegen. Hölzerne Sprache, unglaubwürdige, unlogische Handlungen der Protagonisten, ein hanebüchendes unrealistisches Ende und total sinnlose Aneinanderreihungen von Sexszenen, die zur Handlung nichts beitrugen, nahmen mir doch den Spaß. Das Ärgerlichste war für mich, dass zwei komplett unterschiedliche Handlungsstränge zum Ende nicht richtig zusammengeführt wurden, eventuell aufgrund der gemeinsamen Arbeit eines Autorenduos. Vielleicht habe ich es auch überhört, aber ich habe nicht mitgekriegt, was mit dem Täter von der eigentlich im Klappentext beschriebenen Geschichte passierte. Irgendwie war mir zum Schluss alles ein wenig zu viel. Zu viele Morde, zu viele Irre, während der Kommissar blass blieb und die Ehefrau des Hypnotiseurs teilweise schwer nachvollziehbar agierte. Nur die wirklich hervorragende Lesung ließ mich bis zum Schluss durchhalten.

    Mehr
    • 6
  • Gutes (Hör)buch

    Der Hypnotiseur

    Felice

    12. March 2014 um 20:28

    Zwar habe ich wegen der Hörbuchversion nicht immer alles mitbekommen, aber dennoch haben mir diese 6 CDs wirklich spannende Stunden beim Autofahren bereitet. Es geht gleich richtig "zur SAche" und bleibt durchweg spannend. Nun habe ich mir den ersten Teil in der Bücherei vorbestellt, damit ich nachträglich die Personen besser kennen lerne. Und als "normales" Buch, da hat man schon mehr davon... Aber wie auch immer- wer gut konstruierte Thriller mit mehreren Handlungssträngen mag, kann sich ohne Reue auf Lars Kepler einlassen!

    Mehr
  • Hypnotisierend

    Der Hypnotiseur

    Reneesemee

    28. October 2013 um 20:44

    Leider nicht so spannend wie erwartet.   Inhalte: Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren.   Erik war einst ein anerkannter Arzt auf dem Gebiet der Hypnose, doch dann erzählt eine Patientin während einer Sitzung etwas was ihn zum Handeln bewegt. Und seit der Sitzung hat er sich geschworen nie wieder zu hypnotisieren. Doch zehn Jahre später ermittelt der Kommissar Joona Linna an einem schrecklichem Mordfall. Bei dem nur der Sohn die Ermordung der Familie überlebt hat. Und aus diesem grund bittet Joona Linna Erik um Hilfe, er soll den traumatisierten Jungen zu hypnotisieren. Um zu erfahren wer der Täter ist doch dabei erfahren sie unfassbares. Auch wenn es ein paar spannende stellen  gibt fehlt mir hier einfach der Gruselfaktor und doch auch an Spannung fehlt es irgendwie. 

    Mehr
  • Der Hypnotiseur / Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    Lenny

    04. July 2013 um 14:20

    Wir werden hier völlig in die Irre geführt, das hat mir gut gefallen, ich war  auf dem falschen Dampfer! Als Hypnotiseur hat man es mit den durchgeknalltesten Menschen zu tun....sehr gruselig....
    Gelesen wird das Hörbuch von Wolfram Koch, das hat mir gut gefallen, auch das immer Musik zum Anfang und Ende einer CD eingespielt wird finde ich gut!!!!

  • Rezension zu "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    SunnyCassiopeia

    13. January 2013 um 23:03

    Inhalt Kriminalkommissar Joona Linna bemerkt sogleich, das bei dem Familienmord indem er ermittelt, etwas nicht stimmt...Vater wird auf dem Sportplatz niedergemetzelt....kurz darauf auch Mutter und jüngste Tochter...der mittlere Sohn überlebt ..... Der Junge ist der einzige Zeuge der er hat...da die Verletzungen aber schlimm sind und ihm Ruhe verordnet wurde...nimmt Linna Kontakt zu dem ehmaligen Hypnotiseur Dr.Bark auf. Dieser weigert sich erst den Jungen unter Hypnose zu stellen..aber als bekannt wird, das es noch eine lebende ältere Schwetser gibt, die der Mörder als nächstes aufsuchen könnte..ander er seine Meinung... Was ihm dort offenbart wird ist schrecklich und kaum zu glauben...immer mehr kommt über den Jungen ans Licht...unvorstellbares... Als Bars Familie plötzlich mit reingezogen wird und alles in seiner Vergangenheit erneut zum Leben erweckt...ist Linna der einzige der ihm helfen kann....ein Wettlauf mit der Zeit beginnt... Meine Meinung Mir hat das Hörbuch gut gefallen...die Stimme war angenehm,man konnte sich jeden einzelnden Charakter bildlich vorstellen und auch die Handlung war sehr gut. Viel Privates...und in den jeweiligen Kapiteln springt der Autor zu den verschiedenen Personen,...das hat dem ganzen sehr gut getan und unglaublich spannend gemacht..man konnte in jeden Charakter den Gedankengang verfolgen.... Das einzige das ich zu bemängeln habe ist...das es zwischendurch etwas langatmig wird....für kurze Zeit bleibt alles stehen und fängt nur wider langsam an, sich dem anfänglichen Tempo anzugleichen...der zu Beginn vorgelegt wurde... und mich hat gestört das der Hypnotiseur so wenig Vertrauen zu seiner Frau hat...obwohl sie es ist, die allen Grund dazu hätte.... Fazit Eine spannende Handlung, mit sehr interessanten Details zur Hypnose..

    Mehr
  • Rezension zu "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    BuechermonsterBlog

    Zum Hörbuch: Joona Linna ist Kriminalkommissar mit finnischen Wurzeln in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Sein neuester Fall ist eine Reihe von brutalen Morden, wodurch fast eine komplette Familie ausgelöscht wurde. Nachdem man die zerstückelte Leiche des Familienvaters auf einem Sportplatz außerhalb der Stadt gefunden hat, entdeckt man kurz darauf auch seine Frau und seine Tochter – beide bestialisch im eigenen Haus abgeschlachtet. Nur der 15-jährige Josef Ek hat den Überfall schwer verletzt überlebt und liegt nun kaum ansprechbar im örtlichen Krankenhaus. Seine schweren Wunden lassen eine Vernehmung vorerst nicht zu. Dies wird vor allem dann zum Problem, als Kommissar Linna von der Existenz eines weiteren Familienmitglieds erfährt. Josef hat nämlich noch eine ältere Schwester, deren Aufenthaltsort aber unbekannt ist. Die ersten Vermutungen über die Ursache für den grausamen Dreifachmord gehen in Richtung Spielschulden. Wurde die Familie Ek von skrupellosen Geldeintreibern ausgelöscht, weil der Vater ein geliehenes Darlehen nicht zurückzahlen konnte? Joona Linna fürchtet um das Leben der vermissten Schwester und benötigt daher umgehend eine Aussage des Überlebenden, von der er sich Hinweise auf den Täter oder den Aufenthaltsort des Mädchens erhofft. Die Zeit drängt und so greift der Ermittler zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Er zieht den Arzt Erik Maria Bark zu dem Fall hinzu. Bark gilt als einer der weltweit kompetentesten Spezialisten auf dem Gebiet der Hypnose. Allerdings gab es in seiner Vergangenheit ein einschneidendes Erlebnis, welches den Arzt dazu bewogen hat sich zu schwören, nie wieder einen Menschen zu hypnotisieren. Daher lehnt er Linnas Bitte, den schwer verletzten Josef unter Hypnose zu befragen, zunächst auch kategorisch ab. Der Kommissar lässt jedoch nicht locker und setzt Bark zusehends unter Druck, sodass sich der Hypnotiseur schließlich doch zu dem besonderen Verhör durchringt. Was der 15-Jährige dann jedoch aussagt, ist für Polizei und Arzt gleichermaßen ein schwerer Schock… Das Romandebüt des Schriftsteller-Paares Alexandra und Alexander Ahndoril, die das Buch unter dem Pseudonym „Lars Kepler“ veröffentlicht haben, beginnt stark. Das Verbrechen zu Beginn der Geschichte ist schockierend und erschütternd und der Zeitdruck, der durch die Suche nach der vermissten Schwester erzeugt wird, hebt die Spannung schon am Anfang auf ein hohes Niveau. Die Ergebnisse der Befragung des Überlebenden setzen dann noch einmal zusätzlich einen drauf und werfen ein völlig anderes Licht auf die Morde. Zudem hat der Fall um die Ek-Morde weitreichende Auswirkungen auf das ohnehin schon schwierige Privatleben des Arztes Erik Maria Bark. Die Beziehung zu seiner Frau ist seit einem Seitensprung seinerseits schwer angeschlagen. Zwar liegt dieser bereits zehn Jahre zurück, doch Simones Vertrauen in ihren Mann ist immer noch erschüttert. Sorgen bereitet auch der pubertierende Sohn Benjamin. Dieser leidet an Hämophilie (auch als „Bluterkrankheit“ bekannt) und benötigt regelmäßig seine Medikamente, da er sonst bei der kleinsten Verletzung verbluten könnte. Überdies scheint er sich in zweifelhaften Kreisen herumzutreiben, denn seine Freundin Aida ist ein Punk mit Hakenkreuz-Tätowierung. Durch diese verschiedenen Baustellen wird der Charakter des Hypnotiseurs zusätzlich interessant gemacht. Dies gilt jedoch leider nicht für seine Frau. Simone wird mit zunehmender Spieldauer immer nerviger. Sie ist stark eifersüchtig und hält ihrem Mann auch ein Jahrzehnt danach noch seinen Seitensprung bei jeder Gelegenheit vor. Während die Geschichte foranschreitet, wird auch ihre Hysterie immer extremer. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem ihre Launen dann einfach nur noch stören. Der finnischstämmige Kommissar Joona Linna ist zwar sympathisch, bleibt aber auch etwas blass. Über seinen familiären Hintergrund erfährt man nicht viel, stattdessen erlebt man umso öfter sein gesteigertes Selbstbewusstsein. Immerhin verzichten die Autoren auf die typischen Alkohol- und Eheprobleme, die bei den modernen Kommissaren heutzutage scheinbar an der Tagesordnung liegen. Die Handlung selbst ist gefällig konstruiert. Zwar legt sich die Spannung nach dem temporeichen Auftakt etwas und der Roman schlägt eher ruhigere Töne an. Trotzdem ist die Geschichte interssant und fesselnd, auch wenn der Täter recht schnell identifiziert ist. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ aus, da der Fall damit noch längst nicht abgeschlossen ist. So ergibt sich in der ersten Hälfte ein guter bis sehr guter Psychothriller. Pünktlich zu Beginn des zweiten Teils springt „Lars Kepler“ dann aber weit zurück in die Vergangenheit, um die Hintergründe um die Figur des Erik Maria Bark zu vermitteln. Dieses Zwischenspiel dauert jedoch viel zu lange und besteht überwiegend aus größtenteils langatmigen Therapiesetzungen. Obwohl diese Passagen für das Verständnis der Handlung unbedingt notwendig sind, wird der Hörer hier unnötig aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen. Der Bezug zu den anfänglichen Morden geht dabei fast vollständig verloren und die Geschichte schweift wirklich sehr weit ab. Wenn das Autorenpaar anschließend wieder auf den ursprünglichen Handlungspfad zurückkehrt, ist dieser schon ein wenig in Vergessenheit geraten. Zum Sprecher: Gelesen wird das Hörbuch von Simon Jäger, der deutschen Synchronstimme von Matt Damon oder dem verstorbenen Heath Ledger. Man merkt ihm an, dass er im Genre der Psychothriller zuhause ist, denn Jäger trifft nahezu immer den richtigen Ton. Besonders gut gefällt mir die Verkörperung des Hypnotiseurs Erika Maria Bark. Dieser fühlt sich oft ausgelaugt und erschöpft und diese psychische Müdigkeit wird vom Sprecher hervorragend umgesetzt. Jäger rettet das Hörbuch auch über die oft sehr anstrengenden und etwas einschläfernden Momente in der zweiten Hälfte hinweg. Mein Fazit: In den ersten Stunden macht „Der Hypnotiseur“ eigentlich fast alles richtig. Ein dramatisches Verbrechen mit weitreichende Auswirkungen und eine sympathische Hauptfigur wissen zu fesseln. Zudem ist der Hypnose-Ansatz sehr interessant und bringt frischen Wind in die Geschichte. Leider baut die zweite Hälfte zunächst stark ab und reißt den Hörer fast völlig aus dem Handlungsfluss heraus. Insgesamt schweifen die Autoren hier viel zu sehr ab und manche Ereignisse und Wendungen wirken schon arg konstruiert. Trotzdem bietet „Der Hypnotiseur“ auch dank eines wieder mal famosen Simon Jägers gute Unterhaltung für Fans von eher ruhigeren Psychothrillern, verbaut sich jedoch durch diverse Fehler den Weg zu höheren Wertungsbereichen. So ist die Geschichte einige Stunden zu lang, hier wäre weniger wirklich mehr gewesen. Meine Wertung: 7/10

    Mehr
    • 2

    Blubbermaus

    11. August 2012 um 18:25
  • Rezension zu "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    vormi

    01. August 2012 um 21:15

    Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen. Der Klappentext hat ein interessantes Buch versprochen, mit mal ganz anderen Perspektiven. Das ist es eigentlich auch. Nur war mir die Geschichte etwas zu konstruiert, es gab zu viele Zufälle. Dafür gab es von mir einen Stern Abzug. Den anderen gab es für die streckenweise langatmige Geschichte weniger. Ich habe die ungekürzte Ausgabe gehört, da waren 18 Stunden wohl etwas zuviel. Ich habe zwar nie den Faden verloren aber die Geschichte konnte mich nicht wirklich fesseln. Im besten Fall ist man ja von einem Buch/ Hörbuch so gefesselt, daß man sich immer schon darauf freut, zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht. Leider war das hier bei mir nicht der Fall.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    tedesca

    02. September 2011 um 10:52

    Lars Kepler, eigentlich ein Deutscher, hat einen erstklassigen Skandinavienkrimi geschrieben. Es stimmt die Atmosphäre, die Figuren haben Hand und Fuß, der Stil ist sachlich und die Themen sind durachaus auch als aktuell zu betrachten. Vor allem die Art und Weise, wie manche Jugendliche ihre Zeit vor dem PC verbringen und in Fantasiewelten leben, die bald einmal zur Realität werden können. Ein zentrales Thema ist natürlich die Hypnose, deren Methoden und Wirksamkeit in der Psychotherapie von mehreren Seiten beleuchtet und hinterfragt wird. Im Zentrum der Geschichte steht Erik Maria Bark, der mittels der Hypnose einem Menschen das Leben retten soll, was letztendlich zum Desaster führt. Alles in allem ein solider Thriller mit viel Spannung und grundsätzlich stimmiger Handlung, sehr gut gelesen von Simon Jäger. Eine Empfehung für Thrillerfans ist dieses Buch auf jeden Fall. Das Hörbuch gibt es gekürzt auf CD und ungekürzt exklusiv bei audible.de

    Mehr
  • Rezension zu "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2011 um 10:46

    Inhalt: Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ... Meine Meinung: Leider konnte dieses Hörbuch meine Erwartungen ganz und gar nicht erfüllen. Es grenzt an ein Wunder, das ich die vollen 18 Stunden durchgehört habe, obwohl ich es mehrfach wütend und enttäuscht abbrechen wollte. Wäre da nicht diese Handlung gewesen … Die Grundidee für die Geschichte des Hypnotiseurs ist ganz klar gelungen. Lars Keppler hat hier mehrere verschiedene Handlungen und Perspektiven zu einer Gesamthandlung zusammenfließen lassen und daraus einen recht guten Thriller gemacht. Jedoch war mir das Hörbuch absolut zu lang und hätte meines Erachtens an mehreren Stellen gekürzt werden sollen, um es nicht so langatmig erscheinen zu lassen. Das Hörbuch war teilweise sehr spannend, viel dann aber wieder in den gewohnten Trott, bei dem ich mir oft dachte: „Meine Güte, geht’s noch“?! Selten sind mir Protagonisten derart unsympathisch! Wäre da nicht noch der Kommissar Joona Linna, ich hätte wirklich aufgegeben! Der Hypnotiseur als Figur wurde für mich völlig jämmerlich dargestellt, seine Frau ebenso. Die halbe Geschichte besteht aus den Eheproblemen der beiden und der Tablettensucht von Erik Maria Bark. Als wäre das nicht schon Strafe genug, wurde ich auch noch mit den sexuellen Bedürfnissen der Protagonisten konfrontiert, die einfach nur billig und lächerlich wirkten. Erotik und Sex meinetwegen dann aber doch bitte etwas stilvoller verpackt. Ich meine was soll das? Warum nimmt man einer Geschichte, die recht viel Spannung verspricht, derart den Spannungsbogen und ihre Glaubwürdigkeit? Teilweise wird es auch mal blutig und man scheint überrascht von dem plötzlich schaurigen Verlauf. Oft wurde ich auch zum Nachdenken verleitet, ob denn nun der Täter derjenige oder der andere sein könnte. Ganz klar möchte ich hier aber eine Lanze für den Sprecher Simon Jäger brechen. Allein seine Stimme, die so angenehm und beruhigend ist, ist es wert das Hörbuch weiter durchzuhalten und zu zuhören. Simon Jäger trifft wirklich immer den richtigen Ton und selbst als er das Singen des Kommissaren Joona Linna imitiert, habe ich amüsiert zugehört. Fazit: Das Hörbuch hat zwar meine Erwartungen nicht erfüllen können aber ich denke dies lag hauptsächlich an der Länge. Als wirklich spannenden Thriller kann ich es hier nicht einordnen. Wer sich dennoch ran wagt, sollte meiner Meinung nach die gekürzte Version hören und man kann nur hoffen, dass es dann an den richtigen Stellen gekürzt wurde.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2010 um 20:05

    Mehrere grausame Morde geschehen innerhalb eines Tages in Stockholm und nach den ersten Erkenntnissen ist zu befürchten, dass der Täter es wohl auf eine ganze Familie abgesehen hat. Der Sohn der Familie überlebt das Massaker nur schwer verletzt und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Nach den anfänglichen Ermittlungen, die Kriminalkommissar Joona Linna aufnimmt, gibt es noch eine Tochter, die aber nicht mehr zuhause lebt. Er hat die Vermutung, der Täter will sie auch noch umbringen und muss sie unbedingt ausfindig machen, doch wie? Sie ist nirgends gemeldet und keiner weiß etwas über ihren Verbleib. Einzig der im Krankenhaus liegende Bruder könnte weiterhelfen, er scheint aber schwer traumatisiert. Der Kommissar bittet den Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe. Er soll versuchen, mittels Hypnose etwas aus dem Jungen herauszubekommen. Erik hat aber in seiner Vergangenheit und durch seine Tätigkeit ganz eigene schwere psychische Probleme, von den privaten Problemen mit seiner Frau und seinem Sohn, der von Geburt an als „Bluter“ erkrankt ist, ganz zu schweigen. Bark wollte nie mehr Menschen hypnotisieren, lässt sich jedoch von Joona Linna überreden, weil er dadurch vielleicht ein Menschenleben retten kann. Was er aber dann bei der Hypnose dem Jungen entlockt, lässt alle Beteiligten geschockt zurück und als kurz darauf auch noch Eriks Sohn entführt wird, bricht eine Welt für ihn zusammen. Er muss tief in seine Vergangenheit zurückkehren, um Licht in die dunklen Abgründe seines Lebens zu bringen, um die Vorkommnisse aufzuklären und Kommissar Linna will ihm dabei helfen. DER HYPNOTISEUR von Lars Kepler ist nichts für Zartbesaitete und Hörer mit schwachen Nerven. Wer Foltergeständnisse, sexuelle Beschreibungen, Misshandlungen, Psychosen und dergleichen nicht ertragen kann, sollte sich mit dieser Geschichte nicht befassen. Alle anderen werden in einer wahnsinnig komplexen Handlung, bei der man immer wieder denkt, die Lösung liege jetzt zum greifen nah, stetig an der Nase herumgeführt. Hinter dem Pseudonym Lars Kepler verbirgt sich das Autorenduo Alexandra und Alexander Ahndori und mit ihrem Erstling, haben sie einen vielschichtigen Krimi abgeliefert, der einen immer wieder schockiert und gedanklich fordert. Die Geschichte gestaltet sich in drei Ebenen. Zuerst die Morde mit Entführung (rasant und gewaltig beschrieben), danach der Rückblick mit Erklärungen zum Hypnotiseur und seiner Arbeit, zuletzt eine immer dramatischer verlaufende Aufklärung. Persönliche Meinung: 4,5 Sterne (von fünf möglichen). Eine sehr detailliert und gut konstruierte Geschichte, manchmal ein wenig zu viel des Guten. Die Autoren treten damit sicher in die Fußstapfen von Fitzek, Katzenbach, Nesbo, Larsson und Co. und einen Nachfolge-Roman mit dem Kommissar Joona Linna gibt es bereits in Schweden, der sicher auch bald hier in Deutschland erscheinen wird. Alle Figuren sind klar herausgearbeitet und im Laufe der Geschichte feinsinnig beschrieben, man muss allerdings genau folgen, um den Faden nicht zu verlieren und kein Detail zu verpassen. Als Sprecher fungiert hier bestens Simon Jäger und man staunt immer wieder, wie es gelingt, die verschiedenen Personen so genau und gekonnt zu interpretieren. Er gibt jeder Figur, ob Kind oder Erwachsener, eine eigene Betonung, Kontur und Stimmlage. So werden die über 18 Stunden Zuhören das reinste grausige Vergnügen. Achtung: Ich habe das ungekürzte Hörbuch -gesprochen von Simon Jäger- von Audible gehört und rezensiert. Es gibt auch eine gekürzte Fassung (Bastei Lübbe) gesprochen von Wolfram Koch auf 6 Audio-CD mit 454 Minuten.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks