Lars Kepler Playground – Leben oder Sterben

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Inhaltsangabe zu „Playground – Leben oder Sterben“ von Lars Kepler

Jasmin Pascal-Andersson, Leutnant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Eine Minute lang lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ...

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  • Playground – Leben oder Sterben

    Playground – Leben oder Sterben

    fraeulein_lovingbooks

    15. August 2017 um 20:00

    Inhalt Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück …(Quelle: Klappentext)  Meine Meinung Jasmin ist als Gruppenführerin im Kosovo unterwegs – die Männer akzeptieren sie und hören auf ihr Wort. Nach vielen erfolgreichen Einsätzen geht nun bei einem etwas schief. Jasmin wird verletzt und erlebt eine Nahtoderfahrung in einer chinesischen Hafenstadt. Die Erinnerung lässt sie nicht los und bei einer harmlosen Gegebenheit in der Vorschule ihre Sohnes wird sie eingewiesen. Alle halten sie für psychisch krank und Jasmin hält an ihren Erinnerungen fest – bis sie merkt, das es ihren Aufenthalt nur verlängert. Sie beginnt sich zu verändern und vermittelt den Ärzten, das sie wieder gesund ist. Auf „freien Fuß“ gesetzt versucht sie alles zu unterdrücken, damit sie ihren Sohn nicht verliert. Bis ein Autounfall und eine neue Nahtoderfahrung wieder in die Hafenstadt befördert. Nur dieses Mal ist ihr Sohn ebenfalls betroffen…Mir war Jasmin sympathisch, auch wenn sie mich mit ihrer Fantasie bezüglich des chinesischen Totenreichs öfters genervt hat. Mark  ist nach der Rückkehr nach Schweden der Mann an ihrer Seite, aber das Leben ist ihnen nicht wohlgesonnen. Während Jasmin ihre Laufbahn beendet, kehrt Mark immer wieder zurück ins Krisengebiet. Jedes Mal kommt er als eine andere Person zurück – Alkohol und Drogen werden in seiner Heimat seine neuen Freunde. Jasmin wird schwanger und es ändert sich nichts – schließlich zieht sie die Reißleine und beendet sie Beziehung. Doch damit ist der Ärger noch nicht beendet, denn seine neue Freundin möchte das Sorgerecht für seinen Sohn…Als Soldat fand ich Mark nett und sympathisch, aber die Version, die er war als er Zuhause war, gefiel mir überhaupt nicht. Er hatte kein Interesse mehr an Jasmin und dem gemeinsamen Leben. Erst gegen Ende des Buches wacht er auf und die beiden reden vernünftig miteinander. Ting ist ein junger Mann, der in China festhängt – zwischen Leben und Tod. Bei Jasmins ersten Besuch steht er ihr hilfreich zur Seite und auch bei jedem weiteren Besuch, ist er ihr Mann und die beiden verlieben sich ineinander. Für mich zu makaber.Zusätzlich lernt Jasmin einige weitere Charaktere in China in der Hafenstadt kennen, die mal netter und mal unhöflicher sind. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Jasmin, was einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt.Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Ebenen – einmal in der Gegenwart (lebendig) und einmal in die fiktive Gegenwart (bewusstlos oder an der Schwelle zum Tod). Mich konnte beide Geschichten packen. Mir hat „Playground“ gefallen und ich habe die Geschichte verschlungen, auch wenn mir der China-Part viel zu lang war, sodass es an einigen Stellen langweilig wurde.An sich ist es aber eine interessante Vorstellung, dass das Leben so enden könnte…auch wenn ich nicht in China landen möchte. Das scheint ja nicht der beste Weg zu sein Jasmin liegt das Wohl ihres Sohnes am Herzen und das steht im Mittelpunkt der Geschichte, zusammen mit der Nahtoderfahrung. Für mich unglaublich spannend zu lesen und ich werde noch lange an diese Geschichte denken. Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung.  Sterne

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  • Für mich kein gutes Buch

    Playground – Leben oder Sterben

    trollchen

    05. June 2017 um 11:19

    PlaygroundHerausgeber ist Piper Paperback (4. Oktober 2016) und hat 464 Seiten.Kurzinhalt: Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ...Meine Meinung: Ich habe schon die Reihe um Joona Linna gelesen und war eigentlich angetan von dem Autorenpaar. Aber diesmal hat mich das Buch ein wenig enttäuscht. Und dadurch, dass ich das Autorenduo kenne, habe ich dem Buch ca 100 Seiten gegeben, um mich zu überzeugen, aber leider habe ich abgebrochen. Denn die Handlung plätscherte so vor sich dahin und auch ich wusste nicht immer so richtig, was hat Jasmin wirklich erlebt und was isst Einbildung oder Wahrnehmung von ihr. Denn man hat so richtig nicht lesen können, was sie erlebt hat, nur in ihren Erinnerungen, wenn es denn welche waren. Eigentlich liebe ich ja solche Bücher, aber diesmal war es so verwirrend geschrieben, dass ich nicht weiter lesen wollte. Mein Fazit: Leider nicht das gehalten, was ich mir darunter vorgestellt habe. Für mich gibt es nur 3 Sterne und dass nur, weil ich bis zu ca. 100 Seiten durchgehalten habe und weil ich das Autorenpaar kenne und eigentlich noch nicht enttäuscht wurde, bis jetzt!

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  • Playground

    Playground – Leben oder Sterben

    Kleine8310

    11. February 2017 um 04:28

    Buchidee:  Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch den interessanten Klappentext. Ich habe mir von dem Buch eine spannende Geschichte versprochen, aber ob ich sie letztlich auch bekommen habe?   Handlung:  In der Geschichte geht es um die Protagonistin Jasmin. Jasmin ist Lieutenant in der schwedischen Armee und wird bei einem ihrer Kriegseinsätze schwer verwundet. Nachdem ihr Herz vierzig Sekunden still gestanden hat, kann sie zwar reanimiert werden, aber ab diesem Zeitpunkt leidet Jasmin an Halluzinationen. Die Diagnose der Ärzte lautet Posttraumatisches Stresssyndrom. Die Rekonvaleszenzzeit ist schwierig und daher entscheidet sich Jasmin nicht in den Dienst zurückzukehren und in Zukunft ein ruhigeres Leben zu führen. Alles scheint in bester Ordnung, Jasmin findet einen neuen Job und bringt auch ein Kind zur Welt. Doch eines Tages, als sie mit ihrem Sohn in einen Autounfall verwickelt wird, kehren plötzlich die Halluzinationen zurück ...    Schreibstil:  Der Schreibstil von Lars Kepler konnte mich nicht ganz überzeugen. Das Buch liess sich nicht schlecht lesen, aber es gab immer mal wieder Passagen, die mir persönlich etwas zu holprig waren. Charaktere:  Die Charaktere in diesem Buch wurden recht gut ausgearbeitet, aber ich muss sagen, dass ich leider kein bisschen mit der Protagonistin warm geworden bin. Das lag vorallem daran, dass die Autoren sehr in Extremen zeichnen und mir das absolut nicht zugesagt hat. Leider.   Spannung:  In Sachen Spannung hatte ich mir natürlich ganz viel von der Story versprochen, aber diese Geschichte fand ich, bis auf minimale Spannung zu Beginn, leider überhaupt nicht spannend. Mir war die Story viel zu abgedreht und das Paranormale, wie auch die Charaktere, viel zu überzogen.    Emotionen:   Die Emotionen kamen für mich nur bei der Beziehung der Protagonistin zu ihrem Sohn rüber. Das fand ich glaubhaft, aber insgesamt gesehen, war es auf die Länge des Buches gesehen, viel zu wenig. Sehr schade.   "Playground" hat mich mit der interessanten Buchidee gelockt, aber leider weder in Sachen Raffinesse, noch in punkto Spannung, von sich überzeugen können!

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  • Schattenreich ??????

    Playground – Leben oder Sterben

    makama

    13. January 2017 um 17:50

    Jasmin Pascal-Anderson ist Elitesoldatin der schwedischen Armee, bei einem gefährlichen Einsatz im Kosovo wird sie lebensgefährlich verletzt und muss reanimiert werden......In dieser Phase zwischen Leben und Tod feindet sie sich in einer Art Schattenreich..... eine ind diesem Fall  chinesische Hafenstadt in dem die Menschen mit brutalen Mitteln darum kämpfen wieder ins Leben zurück zu dürfen......Sie leidet an Halluzinationen.Doch es gelingt wieder gesund zu werden, ihr Leben um zukrempeln und einen neuen Job anzunehmen.Sie bekommt einen Sohn und ist glücklich.Doch ein Autounfall, bei dem Mutter und Kind schwerverletzt werden ändert alles ......Jasmins Herz steht mehrfach still und wieder ist sie auf der anderen Seite - diesmal zusammen mit Dante, ihrem Sohn......FAZIT:Dieses ist ein so ganz anderes Buch, als man von Lars Kepler gewöhnt ist und ich hatte meine Probleme damit.Ein Krimi ist das nicht, sehr mystisch, sehr brutal und verstörend ..... gerade die Szenen, die in dieser Hafenstadt spielen haben es in sich.Aber auch die Realität im Krankenhaus ist mehr als gewöhnungsbedürftig - für mich unglaubwürdig und unsensibel.Mehr als 2,5 Sterne die ich gerade so auf drei aufrunden werden es nicht.Mein Fall war dieses Buch nicht.

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  • Playground

    Playground – Leben oder Sterben

    JuliB

    Zum Inhalt:Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ... Meine Meinung: Wenn wir sterben, landen wir also alle in einer chinesischen Hafenstadt, in der entschieden wird, ob wir mit einem Visum noch mal ins Leben zurückkehren dürfen oder auf einem der Schiffe landen, die uns in die Ewigkeit bringen sollen. Um die für die Rückkehr ins Leben notwendigen Visa ist ein harter Kampf ausgebrochen und besonders unschuldige Kinder werden in der Unterwelt gern übervorteilt oder besser gesagt, brutal ausgestochen, damit alte grausame machthungrige Männer noch mal ein langes glückliches Leben führen können. Natürlich kann man Einspruch dagegen erheben, solange man bereit ist, ohne Regeln auf dem sogenannten Playground zu kämpfen. Jasmin Pascal-Anderson tut das für sich und ihren Sohn zusammen mit sieben mehr oder weniger willkürlich ausgesuchten Leuten, die daraufhin zu recht um ihr Leben fürchten. Denn am Ende geht es nur um Tod oder Leben und das Schlachtfest, was dann folgt, hätte ich mir gern anders gewünscht. Überzogene Hetzjagd mit Kindern als Opfer ist so gar nicht meins. Fazit: Diesmal kein typischer Schweden-Thriller aus der Feder von Lars Kepler, sondern eine mehr oder weniger fantastische Geschichte über eine mörderstarke Mutterfigur, die für das Leben ihres Sohnes bereitwillig in das Totenreich zurückkehrt und alles daran setzt, ihn aus den Fängen eines brutalen "Seelenklauers" zu befreien. Ein beklemmend spannendes Thema, welches mir im Showdown aber zu brutal war und nicht über die eigentlich doch recht vorhersehbare und überraschungslose Story hinwegtäuschen konnte. 3 von 5 Sternen

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  • Ausgesprochen ungewöhnlich und gut

    Playground – Leben oder Sterben

    brauneye29

    01. December 2016 um 21:19

    Zum Inhalt:Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom.Meine Meinung:Was für ein ungewöhnliches Buch! Bei Lars Kepler erwartet man einen Thriller und dann bekommt ein Buch, dass für mich in kein Genre passt. Sehr ungewöhnliche Story, sehr fantasievoll und toll geschrieben. Aber ganz ehrlich, wer sich auch die etwas fantastische Geschichte nicht einlassen kann, dem wird das Buch nicht gefallen. Fazit:Wer einen Thriller lesen will -> Finger weg Wer eine ungewöhnliche Geschichte will -> unbedingt lesen!

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  • Nicht meins....

    Playground – Leben oder Sterben

    Frauke2202

    30. November 2016 um 15:40

    Lars Kepler - Play GroundRezensionLars KeplerPlay GroundLeben oder SterbenPiper Verlag464 Seiten16,99€Hier kaufenZum InhaltJasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ...Zum Autor (Quelle Piper Verlag)Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Ihre höchst erfolgreiche Krimiserie um Joona Linna wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und hat in vielen Ländern die Bestsellerlisten gestürmt. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm.Hier geht's zur LeseprobeMeine MeinungAls positiv habe ich empfunden, dass die Kapitel immer recht kurz sind. Das macht es einfacher, zwischendurch auch mal schnell, etwas zu lesen. Problematisch war der Inhalt zunächst nicht, doch später, mit steigender Zahl der Person und wechselnden Ortschaften, wurde es zeitweise etwas verwirrend. Mit etwas Konzentration ist dies aer kein großes Problem.Ich war zu Beginn der Meinung es handle sich um einen Schwedenkrimi, das war nicht der Fall. Ich bin mir auch nach dem Lesen nicht ganz im Klaren darüber, was ich von dem Buch halten soll. Es wirft die Frage auf, wie weit würde eine Mutter gehen.....und das regt sehr zum Nachdenken an.

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  • Interessante Geschichte mit Längen und Ungereimtheiten

    Playground – Leben oder Sterben

    antjemue

    16. November 2016 um 15:08

    Nachdem ich schon einige Bücher aus der Reihe des schwedischen Autorenduos Lars Kepler um Kommissar Joona Linna gelesen hatte und diese bei mir immer für ein unterhaltsames Lesevergnügen und Abschalten vom Alltag sorgten, freute ich mich sehr, dass mir von Amazon Vine ein Rezensionsexemplar ihres neusten Werkes „Playground“ angeboten wurde und nahm dieses natürlich gern an.Die Inhaltsangabe verriet mir zwar schon, dass die Geschichte diesmal nichts mit dem mir mittlerweile ans Herz gewachsenen Ermittler zu tun hat, allerdings ging ich einfach irgendwie davon aus, dass ich wieder ein hochspannendes Leseerlebnis vor mir habe. Im Nachgang muss ich sagen, dass meine Erwartungshaltung da wohl auch ein bisschen zu hoch war.Während eines Spezialauftrages wird Leutnant Jasmin Pascal Andersson im Kosovo schwer verletzt. Bei ihrer Rettung erleidet sie einen Herzstillstand, kann aber reanimiert werden. Sie erholt sich zwar körperlich, allerdings muss sie wegen eines posttraumatischen Stress-Syndroms aus dem Militärdienst ausscheiden.Wieder in Stockholm arbeitet sie als Sekretärin im Verteidigungsministerium. Sie bringt einen Sohn zur Welt und scheint das Kriegstrauma überwunden zu haben. Doch ein Vorfall in Dantes Kindergarten bringt sie dazu, jemanden vor der chinesischen Hafenstadt, in der sie während ihres Herzstillstandes gewesen sein will, zu warnen. Sie wird in eine geschlossene Abteilung eingewiesen. Nachdem sie dort entlassen wurde und ihr Leben sich gerade wieder etwas stabilisiert, möchte der Vater ihres Sohnes das Sorgerecht.Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung erleidet sie einen erneuten Herzstillstand. Plötzlich befindet sie sich wieder in dieser Hafenstadt, kommt zurück und erfährt, dass bei ihrem ebenfalls bei dem Unfall schwer verletztem Sohn bei einer Operation das Herz zum Stillstand gebracht werden muss…Die Geschichte bewegt sich in zwei Ebenen – in der Jetztzeit und im Totenreich. Sie wird aus Jasmins Perspektive in der dritten Person erzählt. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und nicht so flüssig wie ich es sonst von Lars Kepler kenne.Jasmin war mir als Hauptprotagonistin durchaus sympathisch. Obwohl ich mich nicht gänzlich mit ihr identifizieren konnte, verstand ich in jedem Fall die große Angst um ihr Kind und das, was sie dafür alles auf sich nahm. Unverständlich blieb mir teilweise die Art- und Weise, wie sie ihrem Sohn die Situation in der sie sich beide befanden erklärte bzw. nicht erklärte. Klar will man vom eigenen Kind so viel wie möglich Unbill fernhalten, aber ein paar Erklärungen hätte auch ein Fünfjähriger verstanden und verdient.Im Totenreich - dort handelt auch der größte Teil der Geschichte - wurde mir persönlich zu viel Nebensächliches ausgeschmückt, so dass ich immer wieder Längen empfand. Wiederum kamen nach solchen Längen dann auf einmal wie aus der Luft gegriffen Lösungen ins Spiel, die zwar die Handlung wieder voran brachten, auf mich aber zurechtgebogen und konstruiert wirkten. Der sehr aufregende und blutige Showdown ließ bei mir noch allerhand Fragen offen, ohne dass die Geschichte jedoch nach einer Fortsetzung schreit.Der Ansatz der Geschichte ist sehr interessant, die Umsetzung als Mystery-Thriller ließ meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Ich glaube Krimis schreiben kann Lars Kepler besser.

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  • Der Strom der Toten

    Playground – Leben oder Sterben

    Nisnis

    13. November 2016 um 17:19

    Leutnant Jasmin-Pascal Andersson wird während eines Spezialauftrags im Norden des Kosovo so schwer verletzt, dass ihr Herz vierzig Sekunden lang stehen bleibt und sie reanimiert werden muss. Sie erholt sich zwar körperlich, doch sie leidet seit dem unter Halluzinationen, sodass Ärzte ein posttraumatisches Stresssyndrom diagnostizieren.Zurück in Stockholm scheidet sie aus dem Militärdienst aus und nimmt einen Job als Sekretärin im Verteidigungsministerium an, um Stabilität zurück in ihr Leben zubringen. Wenig später bringt sie ihren Sohn Dante zur Welt. Es scheint als hätte sie das Kriegstrauma überwunden, doch ihre Träume und Gedanken drehen sich weiter um die chinesische Hafenstadt, die sie während ihres Herzstillstandes gesehen und erlebt haben will.Als sie mit ihrer Mutter und Dante im Auto einen schweren Autounfall hat und ihr Herz erneut stehen bleibt, befindet sie sich plötzlich erneut in der Hafenstadt. Als sie beobachtet, wie ein Menschenstrom auf die Schiffe zugeht, ahnt sie noch nicht, dass ihr Schicksal in dieser Stadt der Toten auf eine sehr harte Probe gestellt werden wird.Der Autor:Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Ihre höchst erfolgreiche Krimiserie um Joona Linna wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und hat in vielen Ländern die Bestsellerlisten gestürmt. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm.Reflektionen:Lars Keplers erfolgreiche Kriminalromane um Joona Linna haben mich seinerzeit sehr begeistert und meine Erwartung an Playground war, einen ebenso guten Kriminalroman zu lesen. Doch Lars Kepler überrascht, denn Playground ist zwar spannend wie ein Krimi, aber weit entfernt von einem Kriminalroman.Der Roman Playground wird in zwei Ebenen erzählt. Die eine Ebene ist die des realen Lebens der Jasmin Pascal-Andersson, die sich durch zwei Reanimationen zurück ins Leben kämpft. Sie wird als psychotisch behandelt und sogar eingesperrt. Die Rekonvaleszenz dauert fünf Jahre und der Vater ihres Sohnes Dante will ihr sogar das Sorgerecht streitig machen. Als sie dann einen schweren Autounfall hat und ihr Herz erneut stillsteht, springt die Geschichte in die zweite Ebene, die fiktive Hauptebene. Jasmin findet sich in einer chinesischen Hafenstadt wieder, in der es weder Sonnenlicht, noch Mond noch Sterne gibt und wo Sekunden zu Stunden werden. Im realen Leben sind es Sekunden, in denen ein Notarzt um ein Leben kämpft, während man in der Hafenstadt ein Leben lebt und darauf hofft, wiederkehren zu dürfen. Die Hafenstadt liegt zwischen Leben und Sterben. Jasmin wird erfolgreich reanimiert, erwacht und weiß nun, dass sie nicht psychotisch ist. Während ihre Mutter bei dem Unfall stirbt, ist Dante schwer verletzt. Es gibt Komplikationen und nur eine Operation, bei der die Ärzte sein Herz zum Stillstand bringen müssen, kann Dante retten. Jasmin hat panische Angst, dass der fünfjährige Dante allein in der kriminellen und gefährlichen Hafenstadt ankommt und um das zu verhindern lässt sie sich durch eine Injektion zurück in die Stadt der Toten katapultieren.Lars Keplers Roman spielt hauptsächlich in der fiktiven Welt. Das sollte dem Leser bewusst sein, wenn er sich für Playground entscheidet. Dieser Roman ist mit seinen vorherigen Büchern nicht zu vergleichen und doch konnte er mich mit dieser ungewöhnlichen Story fesseln. Neben den interessant gezeichneten Hauptfiguren, die in ihren Charaktereigenschaften eine angenehme Tiefe aufweisen, scheint das Hauptaugenmerk nicht auf den Protagonisten zu liegen, sondern auf der Entwicklung der komplexen, aber sehr flüssig lesbaren Geschichte an sich. Innerhalb der Kapitel springt die Geschichte zwischen der realen und fiktiven Welt hin und her, das muss man mögen.Besonders gelungen ist die Figur der Jasmin, die durch ihre Herzstillstände Einblicke in eine fiktive Welt erlangt. Dadurch dass sie ihren Sohn in der Hafenstadt der Toten nicht allein ankommen lassen will, nimmt sie wirklich Dramatisches auf sich. Doch bevor Jasmin begreift, dass es diese Welt tatsächlich gibt plagen sie Selbstzweifel, Ängste und Alpträume. Sie vertraut sich nicht mehr selbst und hat Angst nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Fantasie unterscheiden zu können, und sie hat die Vorahnung einer Katastrophe. Jasmins persönliche Konflikte sind sehr eindringlich und nachvollziehbar beschrieben und so erreichen sie den Leser auf eine hoch emotionale Weise. Wer nun denkt es fließe hier kein Blut der täuscht sich, denn in dieser unrealen Welt wird mit allen Mitteln und auf brutalste Weise gekämpft. Verrat, Macht, altertümliche Traditionen und Vetternschaft erschweren den Kampf um das Überleben, denn es gibt für alle nur ein Ziel:Die Wiederkehr.Lars Kepler bringt diese ideenreiche und außergewöhnliche Geschichte mit Tempo voran und baut so eine anspruchsvolle und fesselnde Spannungskurve auf. Ab und zu empfand ich jedoch einen Spannungsabriss. Immer dann wenn sich der Autor in Details verliert, die nach meinem Geschmack durch ein Weniger ein Mehr gewesen wären. Playground endet letztendlich in einem blutigen Showdown, der vieles auflöst, dem Leser jedoch auch Raum für eigene Wahrheiten lässt. Fazit und Bewertung:Wer sich gern auf eine dramatische und abenteuerliche Geschichte in einer fiktiven Welt einlässt, dem sind spannende Lesestunden garantiert. Doch jedem Lars Kepler Fan sollte bewusst sein, dass dieser Roman mit keinem seiner vorherigen Bücher vergleichbar ist. Mich persönlich hat dieser Umstand tatsächlich etwas enttäuscht.

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  • "Niemand weiß, wohin wir gehen, wenn wir sterben ..."

    Playground – Leben oder Sterben

    R_Manthey

    04. November 2016 um 12:15

    Außer Jasmin. Sie macht sich fünf Mal auf den halben Weg dorthin und hat gute Gründe dafür. Nach einem für die weitere Handlung nicht sonderlich bedeutenden Vorspiel, bei dem Jasmin schon einmal eine Nahtod-Erfahrung machen musste, kommt es zu einem Autounfall in Stockholm. Ihre Mutter stirbt, während Jasmin und ihr kleiner Sohn Dante im Krankenhaus um ihr Leben kämpfen. Die weitere reale Handlung wird nur kurz geschildert, weil das wirklich Bedeutende im Kopf von Jasmin geschieht.Dort läuft ein Film, in dem sie die Hauptrolle spielt. Dabei taucht sie in eine Art Zwischenwelt ein, ein Hafen, in dem Schiffe liegen, die uns wahrscheinlich ins Jenseits befördern. Aber es gibt auch Tickets zurück ins Leben. Leider herrscht in dieser Hafenstadt eine chinesische Triade, gegen die man kämpfen muss, wenn man zurück will. Das Rechtssystem ist korrupt, Regeln gelten nur rudimentär. Um allerdings in diese Zwischenwelt zu kommen, muss man einen Herzstillstand erleiden. Jasmin kämpft um das Leben ihres Sohnes, der gerade in dieser sonderbaren Zwischenwelt angekommen ist. Sie muss also dorthin immer wieder zurück, obwohl es ihr bereits besser geht. Wie das alles funktionieren soll und welche abstrusen Vorgänge sich sonst noch in diesem Kopfkino abspielen, kann man im Buch über viele Seiten nachlesen, wenn man es denn will. Diese Story ist eine recht seltsame Mischung aus verschiedenen Genres, nicht besonders spannend, wenig plausibel und nur mittelmäßig unterhaltend. Ich hatte nach der Vorankündigung etwas völlig anderes erwartet. Manchmal weiß man eben auch nicht, wohin man gelangt, wenn man ein Buch zu lesen beginnt.

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  • Überraschend

    Playground – Leben oder Sterben

    Daniidiamond

    29. October 2016 um 21:44

    Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war ich überaus begeistert von diesem Buch und habe es, sobald ich in dessen Besitz war, gleich angefangen zu lesen. Ernüchternd musste ich leider feststellen, dass das Buch doch ganz anders als erwartet war. Es konnte mich an keiner Stelle so richtig fesseln oder begeistern. Darüber hinaus war mir die Hauptprotagonistin unsymphatisch und streckenweise empfand ich sie als nervig. Hinter diesem Thriller verbarg sich eine gute Idee, die leider nicht so richtig gelungen umgesetzt wurde.  Dieses Buch ist sicherlich zum "zwischendurch" lesen ganz angenehm, aber keines von dem man größeres erwarten sollte. Für mich war das Cover tatsächlich das ansprechenenste und ein absoluter Hingucker.  Ich bin enttäuscht, denn eigentlich bin ich besseres und vorallem spannenderes von Lars Kepler geowohnt und hoffe das dieses Buch nur eine Ausnahme unter den ganzen grandiosen Büchern war.

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  • Am Ende landen wir alle in China

    Playground – Leben oder Sterben

    Marapaya

    22. October 2016 um 15:43

    Der PIPER Verlag ordnet den Roman des Autorenpaares Ahndoril in der Ecke Krimi/Thriller ein und verpasst ihm ein Etikett, welches nicht so ganz zutreffend scheint. Immerhin spielt sich ein großer Teil der Handlung im Totenreich ab – eher unüblich für einen klassischen Krimi. Die Hauptfigur Jasmin ist ehemalige Soldatin und überlebt einen Einsatz im Kosovo nur haarscharf. Seitdem wird sie von der Vorstellung geplagt, dass das Totenreich wie China aussieht und es dort keine Gerechtigkeit gibt, weil die Mafia auch dort ihre Finger mit im Spiel hat. Jasmin sollte allerdings lieber nicht laut über diese Erfahrung sprechen, die lebendigen Menschen in der realen Welt reagieren auf ihre Theorie mit viel Unverständnis und Jasmin droht sogar die Psychiatrie. So schweigt sie und versucht nach dem Ende ihrer militärischen Laufbahn ein normales Leben zu führen, sie wird schwanger, arbeitet als Sekretärin und alles scheint sich zu ordnen, bis ein Autounfall mit ihrer Mutter und dem fünfjährigen Sohn sie zurück in die chinesische Totenstadt bringt und die Mafia es besonders auf die jungen Reisenden abgesehen hat, die auf der Schwelle zwischen Leben und Tod stehen. Der Wettlauf zwischen Leben und Tod entspinnt sich im Totenreich und kann nur dort entschieden werden. In Erwartung eines klassischen Krimis war die Überraschung groß, als sich die eigentliche Handlung in das Schattenreich verlagerte. Persönlich bin ich ja eher Fan von Fantasyliteratur als von Krimis und finde die Idee vom chinesischen Übergang vom Leben ins Jenseits ganz amüsant bis spannend. Besonders die Theorie, dass die chinesische Hochkultur ihren Ursprung aus eben jenem Schattenland und ihren Rückkehrern daraus haben könnte. Der Jenseitsgedanke interessiert seit jeher die Menschen und es gibt diverse Theorien. In vielen dieser Gedanken spielt die Fahrt auf dem Fluss, der das Reich der Lebenden von den Toten trennt eine wichtige Rolle. Einmal übertreten ist die Wiederkehr ausgeschlossen. Was aber passiert mit den Menschen, die nicht ganz hinübergehen und in der Realität nur wenige Minuten physisch tot waren. Was erleben sie auf der anderen Seite, wieviel bringen sie aus dem Schattenreich mit in ihr altes Leben? Das sind interessante Fragen, die einem auch nach der Lektüre nicht so schnell aus dem Kopf gehen. Schade, dass sich auf diese Fragen nicht stärker konzentriert wurde, sondern das Hauptaugenmerk auf dem actiongeladenen Kampf zwischen Jasmin und der vermeintlichen Mafia im Schattenreich liegt. Was in einem Samstagabendfilm nach 22 Uhr sicher super beim Publikum ankommen würde, ist mir für einen Roman einfach zu flach. Nicht alle Komponenten passen schlüssig zusammen und die Beweggründe der Figuren wirken nicht an allen Stellen tatsächlich authentisch, sondern schlicht für die Handlung inszeniert. Die Zutaten für diesen Roman sind mir einfach zu profan – man nehme eine taffe weibliche Kämpfernatur mit ausgeprägtem Mutterinstinkt, ein bisschen Erotik hier und da, ansonsten sollte sie eher verschlossen sein, weil dann die kleine romantische Liebesgeschichte im Jenseits besser wirkt. Dazu eine ordentliche Prise der üblichen Klischee-Fieslinge und eine Challenge auf Leben und Tod, die für die nötige Spannung und Handlung sorgt. Dass letztere dann natürlich ein bisschen vorhersehbar wird, merkt bestimmt keiner, wenn man es zwischendrin ein bisschen menscheln lässt. Dieses Prinzip ist der Grundpfeiler in jedem Actionstreifen – aber literarisch funktioniert es für mich nicht. Kompositorisch und auch sprachlich wäre hier wesentlich mehr möglich gewesen.

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  • Enttäuscht? Ganz gern gelesen? Begeistert?

    Playground – Leben oder Sterben

    IlonGerMon

    20. October 2016 um 09:23

    Was trifft für mich nach der Lektüre dieses Buches eigentlich zu? Letzteres sicher nicht, denn ich hatte ganz andere Erwartungen. Da ich schon einige Romane dieses Schreibduos kenne, war ich schon eher darauf eingestellt, etwas Ähnliches lesen zu können. Aber weit gefehlt und da mich das Buch auf seine ganz eigene Art gefesselt hat, ist auch das erste Attribut nicht zutreffend. Bleibe ich also bei „ganz gern gelesen“ und füge hinzu, auch mit großer Spannung gelesen. Der Roman spielt auf zwei Ebenen, mit relativ kurzen Sequenzen in der realen Welt und sehr ausführlichen in einer fiktiven Welt. Und ob diese zweite Welt vielleicht doch real sein könnte, das werden wir nicht erfahren. Im Mittelpunkt steht Jasmin, die zu Beginn als Soldatin der schwedischen Armee im Kosovo kämpft und bei einem Einsatz schwere Verletzungen erleidet. Kurzzeitig ist sie klinisch tot, wird aber reanimiert. Diese kurze Zeitspanne erlebt Jasmin als eine Halluzination, die zeitlich eine ganz andere und viel weiterreichende Dimension darstellt als nur einige Minuten. Jasmin redet immer wieder über dieses Erleben und wird damit als psychisch krank eingestuft. Sie wird behandelt und lernt in dieser Zeit, dass es besser ist, nicht auf ihren Erfahrungen zu beharren, wenn sie wieder in ein normales Leben zurückkehren  will. Jahre später, Jasmin ist aus der Armee ausgeschieden, hat inzwischen ein Kind, passiert das Gleiche wieder. Nach einem Autounfall, bei dem sie und auch ihr Sohn schwer verletzt werden, gerät sie wieder in diese fiktive Welt. Sie weiß nun, dass sie sich die Erfahrungen nicht eingebildet hat und fasst nach ihrer „Rückkehr“ einen schwerwiegenden Entschluss. Um das Leben ihres Sohnes zu beschützen und zu retten, muss sie noch einmal in diese andere Welt zurückkehren. Diese fiktive Welt des Nahtoderlebnis wird sehr ausführlich beschrieben, vieles daran erinnert an das heutige China und das ist sicherlich kein Zufall. In diesem anderen Erleben geht es um nichts mehr als das nackte Überleben. Die Minuten hier, in denen sich entscheidet, ob ein Patient reanimiert werden kann, weiten sich dort zu einem komplexen Geschehen in einer zeitlichen Dimension, die nicht zu fassen, aber in jedem Fall sehr viel größer ist. Zwischen dem Stillstand des Herzens und dem endgültigen Tod, nach dem eine Rückkehr nicht mehr möglich ist, haben die Betroffenen in dieser anderen Welt viele Möglichkeiten der Einflussnahme. Nur wenn sie die richtigen Entscheidungen treffen und die zahlreichen Kampfsituationen bestehen, haben sie eine Chance. In diesem Geschehen, in den Kämpfen, geht es brutal und blutig zu, zartbesaitete Gemüter sollten das vorher wissen, aber die Spannung hat mich immer weiter gezogen bis zum Schluss. Playground ist ein ganz anderes Buch von Lars Kepler als die Erwartungshaltung vermuten ließ, aber auch ein ganz anderes Buch hinsichtlich des Themas. Ich kann mich nicht erinnern, über das Thema Nahtoderfahrung schon einmal in einem Roman in so ausführlich und detailliert geschilderten Erlebnissen gelesen zu haben.

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  • Bis über den Tod hinaus

    Playground – Leben oder Sterben

    Stranger

    "Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ..."Als ich diesen Klappentext gelesen habe, dachte ich eigentlich, dass es um eine Ex-Soldatin gehen würde, welche nach einem Unfall versucht wieder ins Leben zu finden. Dass sie sich mit ihren Halluzinationen schlagen müsse, um endlich wieder Fuß in der Realität fassen zu können. Dem war jedoch nicht so. Zumindest nicht direkt.Im Buch Playground, vom Autorenduo Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril, erzählt der Klappentext nur den Anfang des Buches. Denn das eigentliche Abenteuer beginnt erst in den "Halluzinationen". Als Jasmin Pascal-Andersson zum ersten Mal einen Herzstillstand erleidet gerät sie in eine Art Zwischenwelt des Totenreich, welches stark an das heutige China erinnert. Nach ihrer Reanimation wird sie von diesen "Halluzinationen" verfolgt und als Folge dessen als psychisch labil eingestuft. Um nicht erneut in eine Anstalt zu geraten beschließt Jasmin nie wieder mit jemanden über ihre Halluzinationen zu sprechen.Nachdem sie jedoch einen schweren Autounfall hat, in dem auch ihr 5 Jähriger Sohn verwickelt war, bleibt erneut ihr Herz stehen und sie findet sich erneut in dieser Zwischenwelt wieder. Schwach erinnert sie sich an ihren ersten Aufenthalt in dieser Welt und muss ziemlich  schnell feststellen, dass es hier gefährlicher ist, als vermutet. Eine Art Mafia lauert im Untergrund und versucht den Leuten ihr "Ticket zur wahren Welt" zu stehlen, um nicht selbst länger im Totenreich gefangen zu sein. So muss sich Jasmin dieses Mal ihren Weg zur "wahren Welt" mit Mühe und Not schlagen. Zurück im Diesseits angekommen muss sie jedoch feststellen, dass nun auch ihr Sohn in dieses Totenreich gehen muss. Mit dem Gedanken, dass ihr Sohn es niemals alleine zurückschaffen würde, und dem Wissen der Gefahr, die dort lauert beschließt Jasmin erneut in das Totenreich zurück zukehren, um ihren Sohn zu helfen. Dieses mal soll ihr Sohn es allerdings nicht zurückschaffen können und es beginnt ein Spiel um Leben und Tod, indem Jasmin Pascal-Andersson bereit ist, alles zu opfern. Sogar ihr eigenes Leben, nur um das ihres Sohnes zu retten.Das Buch ist von Anfang an mit Spannung geladen, sodass man die Seiten quasi verschlingt. Lars Kepler schafft es auch die Spannung zu halten, indem er immer wieder neue Fragen auftauchen lässt. Beim Lesen des Buches fiebert man andauernd mit, ob es Jasmin Pascal-Andersson  schafft ihren Sohn zu retten oder nicht. Und falls sie es schafft, was ist der Preis den sie dafür zahlen muss? Hat sie überhaupt Verbündete? In der realen Welt wird sie als Verrückte abgestempelt und im Totenreich weiß sie nicht wie weit die Spinnweben der "Mafia" reichen. Wem kann sie dort also trauen und wem nicht? Und wird sie überhaupt die richtige Entscheidung treffen können? Immerhin geht es um das Leben ihres Sohnes und auch um ihr eigenes. Eine Fehlentscheidungen und das Leben beider liegt in den falschen Händen.Die Orte und Schauplätze werden ziemlich gut und detailliert beschrieben. So kann man sich alles sehr gut bildlich vorstellen. Das Autorenduo spart da nicht mit den Details. Auch die Charakterzüge der Protagonisten werden gut dargestellt, sodass man schnell eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann.Sehr gelungen fand ich auch das Cover des Buches, welches oben und unten 2x das selbe Bild, nur Spiegelverkehrt, darstellt. Das Bild ist ein Schiff im Vordergrund, was wahrscheinlich in Schiffe im Totenreich darstellen soll und im Hintergrund sieht man eine Großstadt (vermutlich Stockholm). Somit werden die beiden Hauptschauplätze dargestellt. Spiegelverkehrt ist ein gutes Symbol für 2 Welten. Zur Mitte hin, wo sich die beiden  Bilder treffen, wird es immer heller bis es in einem weiß endet, was wie ein leuchten wirkt. So hat man das Gefühl dass dort in der Mitte der Durchgang von einer Welt zur anderen ist. Zu diesem Durchgang hin, bewegen sich eine Frau mit einem Kind in der Hand, die Jasmin und ihren Sohn darstellen. Offen bleibt die Frage ob sich die beiden nun in das Totenreich oder in das Diesseits bewegen.Optisch passt alles perfekt. Hätte ich das Buch in der Buchhandlung gesehen, so hätte ich allein wegen dem Cover zum Buch gegriffen. Hat man nun das Buch gelesen, stellt man fest, wie perfekt das Cover des Buches mit dem Inhalt harmoniert. Großes plus dafür. Besonders gut fand ich auch, dass trotz der Tatsache, dass sich die Story größtenteils in der Totenwelt abspielt, fast alles sehr realistisch beschrieben wurde (zumindest wenn man davon ausgeht, dass man in so einer Zwischenwelt gelangt, wenn das Herz still steht) und man nicht den Eindruck hatte ein Fantasy Buch zu lesen. Nur bei einer Szene habe ich mich gefragt, ob das medizinisch wirklich so einfach wäre. Aber ich will auch nicht zuuu penibel sein.Das Buch erhält von mir aufjedenfall eine Leseempfehlung. Es ist ein spannendes Buch, was nicht unbedingt für schwache Nerven gedacht ist, denn der "Playground" hat auch seine brutalen Stellen. Einen Stern Abzug gibt es jedoch für den Klappentext, da ich finde, dass dieser nicht zur eigentlichen Story des Buches passt und man dadurch einen falschen Eindruck vom Buch vermittelt bekommt. So fängt man auch an den Roman mit falschen Erwartungen zu lesen.

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  • Überleben nach dem Tod

    Playground – Leben oder Sterben

    michael_lehmann-pape

    18. October 2016 um 14:21

    Überleben nach dem TodBei manchen weiß man noch nicht. Kommen sie durch oder nicht?Und was hat es eigentlich auf sich, mit den mannigfaltigen Erlebnissen, die Menschen in einem Zeitraum, in dem sie nach klassischer Lesart in dieser Welt bereits klinisch tot waren, bevor sie „zurückgeholt“ wurden, erlebt zu haben behaupten?Jasmin Pascal-Anderson, Leutnant der schwedischen Armee, wird es herausfinden. Müssen.Im Kampf lebensgefährlich verletzt mit Herzstillstand. Und dann erinnert sie sich, nach der Operation, an diese chinesisch anmutenden Hafenstadt. Voller Menschen. Mit einem Einreiseamt samt Visum.Doch wer sollte so etwas für möglich halten? Klar, dass ein Aufenthalt auf der inneren Psychiatrie erfolgt. Klar, dass das Sorgerecht für ihren Sohn Dante in Gefahr ist. Klar, dass sie an sich selbst zweifelt. Und dann passiert es noch einmal. Und diesmal betrifft es nicht nur sie.Was tun als Mutter, wenn man um die Gefahren weiß, die einem an diesem jenseitigen und doch nicht ganz jenseitigen Ort drohen? Was tun, wenn viele der Menschen dort sich gerne „Visa“ unter den Nagel reißen von solchen, die eine hohe Wahrscheinlichkeit besitzen, diesen riesigen Warteraum durch jene Tür zu verlassen, die wieder in die Welt der Lebenden führt und nicht ein Schiff besteigen zu müssen, dass seine Fracht hinter den Horizont bringt.Und angesichts dessen, dass bei einer Operation das Herz ihres Kindes für einige Minuten angehalten werden muss.Ist der neue Roman von Lars Kepler bis dahin eine Umsetzung dessen, was an vielen Nahtoderfahrungen bekannt ist, dies aber in ganz eigener Form (es hat schon seinen Grund, warum dieser ferne Ort so „chinesisch“ wirkt und die Erklärung im Buch hat durchaus Tiefe), folgt der zweite Teil nicht unbekannten Thriller-Elementen von Gefahr, Bedrohung, Kampf, vom Zusammenfinden einer sehr ungleichen Gruppe, die sich enorm ihrer Haut wehren werden muss. Auf der hektischen, rasanten Suche nach einem Ausgang, einem Versteck, einem Ausweg.Ereignisse, die Spannung erzeugen, die in hoher Geschwindigkeit dann erzählt werden und ein Hintergrund, der zwar fantastisch ausgeschmückt wirkt, aber durchaus beinhart in der Realität des Romans verankert ist. In sich logisch sind die Vorgänge in diesem „Hafen“ und nur mit „menschlichen Kräften“ ausgestattet gilt es, dort um das Überleben der Person in der Welt der Lebenden zu kämpfen.Was sich insgesamt interessant, teilweise sehr spannend und durchweg unterhaltsam liest. Und eine besondere, andere Atmosphäre verströmt, als es „normale“ Thriller in der Regel bieten.

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