Lars Lenth

 3,8 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf von Lars Lenth

Lars Lenth, Jahrgang 1966, ist ein Angel-Profi und hat sich damit sowohl auf dem skandinavischen Buchmarkt als auch im Fernsehen einen Namen gemacht. Er spielte in TV-Serien mit und brachte einige DVDs zum Thema Fliegenfischen heraus. Wenn er nicht gerade angelt oder schreibt, steht er mit einer seiner Rock-Bands auf der Bühne. Bei zahlreichen Besuchen in Deutschland begeisterte er mit seinen Lesungen, bei denen er oft auch selbst zur Gitarre greift.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lars Lenth

Cover des Buches Der Lärm der Fische beim Fliegen (ISBN: 9783809026914)

Der Lärm der Fische beim Fliegen

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Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN: 9783734104299)

Schräge Vögel singen nicht

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Erschienen am 14.02.2022
Cover des Buches Der böse Wolf von Østerdalen (ISBN: 9783734104305)

Der böse Wolf von Østerdalen

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Erscheint am 16.11.2022
Cover des Buches Tödlicher Nordwind (ISBN: 9783809027553)

Tödlicher Nordwind

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Erscheint am 28.09.2022
Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN: B07XGK1Y4B)

Schräge Vögel singen nicht

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Erschienen am 23.09.2019

Neue Rezensionen zu Lars Lenth

Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN: 9783734104299)P

Rezension zu "Schräge Vögel singen nicht" von Lars Lenth

Schräge Vögel singen nicht (Lars Lent)
PoldisHoerspielseitevor einem Jahr

Leo Vangen lebt nach seinem Jurastudium in einem baufälligen Haus seiner Eltern auf Bærum, einer kleinen Insel vor Oslo. Und genau damit fällt er schon zwischen den ansonsten reichen und erfolgreichen, aber auch recht korrupten Bewohnern auf. Als beim Fischen ausgerechnet vor seinem Haus ein menschliches Ohr auftaucht, das sich als Teil eines ermordeten polnischen Bauarbeiters entpuppt, kann Leo Vangen endlich in seinem ersten großen Fall ermitteln…

„Schräge Vögel singen nicht“ wird hierzulande als zweiter Teil der Reihe um Leo Vangen beworben, im norwegischen Original handelt es sich jedoch um den ersten Band, den Lars Lent verfasst hat. Und so mag es den deutschen Leser vielleicht auch etwas wundern, dass zunächst einige Zeit darauf verwendet wird, Charaktere vorzustellen oder die Beziehung zwischen Leo und seiner Jugendliebe Marieke auf einem ganz anderen Stand ist als zu Ende von „Der Lärm der Fische beim Fliegen“. Wer davon absehen kann und sich auf die dadurch entstehenden kleinen Längen bei Erklärungen von bereits bekanntem absehen kann, wird aber wieder mit einer herrlich überspitzten Szenerie belohnt, die anders als der typische „Schweden-Krimi“ mit viel Humor daherkommt. Dafür sorgen die wunderbar überspitzten Charaktere, die eine sehr markante Note mitbringen, aber dadurch auch stellenweise etwas schablonenhaft wirken – wer böse ist, lässt dies in all seinen Taten durchscheinen, menschliche Grauzonen scheint es nicht zu geben. Auch die Handlung setzt oft eher auf gesellschaftspolitische Kritik denn auf einen spannenden Aufbau mit markanten Thriller-Elementen, aber genau das wollte der Autor ja auch erreichen.

Auch die Verwendung der Sprache ist ungewöhnlich, es wird geflucht, an einigen Stellen etwas ordinär, aber dadurch auch modern und authentisch geschrieben. Ich mag auch hier wieder den bitterbösen und hintergründigen Humor des Autors, der sich immer wieder auch an unerwarteten Stellen zeigt. Das hat für einige Lacher gesorgt und die Geschichte immer wieder aufgelockert und reizvoll werden lassen – selbst wenn sich der Autor in nicht furchtbar interessanten Nebenhandlungen aufhält, die den Verlauf der Geschichte verzögern. Mir gefällt, dass die Stimmung und Norwegen und speziell in Oslo so authentisch dargestellt wird und viele authentische Details eingebunden sind.

Auch in diesem Band gibt es kleinere Schwächen, insbesondere wenn sich die Geschichte zu sehr auf Nebenschauplätze konzentriert und dabei einige langatmige Szenen entstehen. Der eigentliche Plot wirkt aber etwas dichter als im ersten Band der Reihe. Die wundervoll überzeichneten Figuren und die skurrile Szenerie sorgen gemeinsam mit dem schwarzen Humor der Geschichte jedoch für einen unterhaltsamen Roman.

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Cover des Buches Der Lärm der Fische beim Fliegen (ISBN: 9783809026914)P

Rezension zu "Der Lärm der Fische beim Fliegen" von Lars Lenth

Der Lärm der Fische beim Fliegen (Lars Lenth)
PoldisHoerspielseitevor einem Jahr

Nach seinem Jura-Studium ist Leo Vangen keine sonderlich nennenswerte Karriere gelungen, sodass sein Leben in Oslo bestenfalls als beschaulich bezeichnet werden kann. Abwechslung bekommt er, als sein alter Freund Axel Platou ihn um Hilfe bittet, da bereits mehrere Anschläge auf seine Lachszucht im Norden Norwegens verübt wurden. Doch nicht nur er ist hinter den Tätern her, auch drei Mitarbeiter der Zucht sind hinter ihnen her – und das mit drastischeren Methoden als die von Leo…

Ja, Autor Lars Lenth kommt aus Skandinavien und ja, er hat einen Krimi geschrieben. Mit dem üblichen „Schweden-Krimi“ sanft psychisch erkranktem Ermittler und düsterer Atmosphäre ist hier aber nichts zu spüren, „Der Lärm der Fische“ schlägt eine ganz andere Richtung ein und ist auch in der Tonalität eine erfrischende Abwechslung. Durchgängig kommt ein bitterböser, schwarzer Humor auf, und auch wenn nicht alle Gags so richtig zünden, ist die lockere Schreibweise des Autors durchgängig unterhaltsam und hat mir beim Lesen zahlreiche Lacher abgerungen. Spannend ist dabei, dass in dem Roman aber auch deutliche Gesellschaftskritik eingebaut ist, an der Beziehung von Gesellschaft und Tier, an der Maxime des größtmöglichen Gewinns, an dem Verlust der ursprünglichen Natur. Man merkt aber auch, dass der Autor kontroverse und markante Charaktere schaffen wollte, wobei er in meinen Augen aber stellenweise über das Ziel hinausgeschossen ist. Gerade die wichtigen Nebenfiguren wirken allzu schablonenhaft und plakativ, die Guten sind durchgängig gut, die Bösen abgrundtief verdorben – Graustufen wie im wahren Leben kommen hier nicht vor.

Die Grundzüge der Handlung und das Setting gefallen mit gut, nur leider ist der Spannungsbogen recht flach geraten und lässt nur in wenigen Momenten mitfiebern. Vieles ist durch offensichtliche Spuren leicht zu durchschauen, überraschende Wendungen lassen sich teilweise auch vorausahnen. Schade ist besonders, dass das Konstrukt hinter der Handlung recht flach wirkt und hinter der humorigen Stimmung und der gesellschaftskritischen Aussage zurücktritt – hier hätte man noch mehr herausholen können und einen komplexeren Plot einbringen können.

„Der Lärm der Fische beim Fliegen“ hält, was der ungewöhnliche Titel verspricht: Eine skurrile Stimmung, viel schwarzen Humor und eine lockere, unkonventionelle Atmosphäre. Leider kann die Handlung nicht sonderlich überzeugend und ist zu vorhersehbar und flach geraten, während die Charaktere konstruiert und eindimensional wirkt. Der Unterhaltungswert ist zwar gegeben, vollkommen überzeugt hat mich der Roman dennoch nicht.

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Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN: 9783809027126)X

Rezension zu "Schräge Vögel singen nicht" von Lars Lenth

Der Titel bringt es auf den Punkt
Xanakavor 3 Jahren

Leo Vangen ist Rechtsanwalt, aber da er die laut norwegischem Rechtssystem noch keine drei Gerichtssachen erfolgreich absolviert hat, ist er nur Rechtsreferendar. Aber das stört ihn nicht. Er lebt nach seiner Scheidung im alten renovierungsbedürftigen Haus seiner Eltern auf der Insel Baerum. Auf Baerum allerdings fällt Leo Vangen als durchschnittlicher Typ zwischen den Reichen, Schönen und Korrupten auf. Diese haben es sogar geschafft, dass auf Grund des Fluglärms, der über die Insel hinwegging, ein neuer Flugplatz weiter entfernt gebaut wurde. Und doch wird genau vor der Insel ein Toter mit Betonklötzen an den Füßen entdeckt. Jedoch liegt keine Vermisstenmeldung aus der Gegend vor. Aufgrund des Zahnstatus wird klar, es kann sich nur um einen der illegal eingereisten polnischen Bauarbeiter handeln, die am Bauprojekt des alten Flughafens arbeiten und dort ein neues Wohnprojekt erbauen sollen.

Aber es gibt da auch noch Terje Klavenes. Er ist Projektleiter für das Wohnprojekt und mit allen Wassern gewaschen. Für ihn zählt nur der Erfolg, wie er und mit welchen Mitteln er erreicht wird, ist ihm egal. Dafür gibt es Nils und Rino. Die beiden sind für das Grobe zuständig und erinnern mit ihren Handlungen zeitweise echt an die Olsenbande. Und auch wenn es in diesem Buch um einen Mord geht, gibt es in diesem Buch viele Skurrilitäten, die einem beim Lesen ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

In diesem Buch spielt Lars Lenth häufig mit Übertreibungen und absurden Begebenheiten. Aber ich denke, es passt genau zu diesen Protagonisten. Ein mitunter rabenschwarzer Humor lassen einem mitunter beim Lesen vergessen, dass es ja auch noch einen Mordfall aufzuklären gibt.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

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