Lars Lenth

 3.8 Sterne bei 13 Bewertungen

Lebenslauf von Lars Lenth

Lars Lenth ist ein Angel-Profi und hat sich damit sowohl auf dem skandinavischen Buchmarkt als auch im Fernsehen einen Namen gemacht. Er spielte in TV-Serien mit und brachte einige DVDs zum Thema Fliegenfischen heraus.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Schräge Vögel singen nicht

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Neu erschienen am 23.09.2019 als Hardcover bei Limes.

Schräge Vögel singen nicht

Neu erschienen am 23.09.2019 als Hörbuch bei SAGA Egmont.

Schräge Vögel singen nicht

Neu erschienen am 23.09.2019 als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher.

Alle Bücher von Lars Lenth

Cover des Buches Der Lärm der Fische beim Fliegen (ISBN:9783809026914)

Der Lärm der Fische beim Fliegen

 (8)
Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN:9783809027126)

Schräge Vögel singen nicht

 (5)
Erschienen am 23.09.2019
Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN:B07XGK1Y4B)

Schräge Vögel singen nicht

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Erschienen am 23.09.2019
Cover des Buches Schräge Vögel singen nicht (ISBN:9783869743950)

Schräge Vögel singen nicht

 (0)
Erschienen am 23.09.2019

Neue Rezensionen zu Lars Lenth

Neu

Rezension zu "Schräge Vögel singen nicht" von Lars Lenth

Bitterböse und rabenschwarz
Bibliomarievor 4 Tagen

Leo Vangen als verkrachte Existenz zu beschreiben, wäre
nicht richtig. Zwar hat er, trotz eines erfolgreichen Studiums, nie seine
Anwaltszulassung erhalten und arbeitet jetzt stundenweise als Referendar in
einer Kanzlei. Ehrgeiz hat er wenig, höchstens den, sein Golfhandicap niedrig
zu halten. Er lebt im heruntergekommenen Sommerhaus seiner Familie, mit seinem
Untermieter, einem erfolgloser Bildhauer, zur Gesellschaft.

Trond Bast ist dauerkrankgeschrieben und verbringt seine
Tage beim Angeln, sein Schnitt ist eine knappe Meerforelle pro Jahr und als
sein Köder versinkt, mag er seinem Glück nicht recht trauen. Das ist auch gut
so, denn statt eines Fisches hat er ein Leichenteil am Haken.

Uns so kommt Leo ins Spiel, denn er angelt ebenfalls gern an
der Stelle. Als er einen Anruf seiner Jugendliebe, der jetzt unerreichbar
erscheinenden, erfolgreichen Kommissarin Mariken erhält, beginnt er dort zu ermitteln,
wo die Polizei nicht hingeht.

Wirtschaftskriminalität, Bodenspekulation, Betrug – es gibt
nichts wovor Terje Klavens zurückschreckt, als Handlanger hat er Nils und Rino,
zwei kleine Unterweltgangster. Während Nils strohdoof, aber brutal ist und am
liebsten andere Menschen quält oder umbringt, und dafür zu seiner großen Freude
auch noch bezahlt wird, hat sich Rino ein, wenn auch nur wenig Gewissen
bewahrt. Und Leo kommt nicht nur Terje, sondern auch Nils viel zu nah.

Schräge Vögel – der Titel ist Programm. Die Figuren, die
sich Lars Lenth erdacht hat, sind allesamt schräg und abgedreht. Dazu passt
sein Sprachstil, witzig, aber derb und voller skurriler Szenen, die er mit Lust
auskostet. Man muss diesen galligen und rabenschwarzen Humor schon mögen, um
sich bei diesem Kriminalroman zu unterhalten. Dabei nimmt der Autor, wie so oft
in skandinavischen Krimis, auch die sozialen und gesellschaftlichen Missstände
aufs Korn. Allerdings darf man dabei keine Political Correctness erwarten, er
teilt nach allen Seiten aus. Und gerade das hat mir besonders gut gefallen. Das
Buch ist temporeich, der Leser immer ein Stück weiter als Leo oder die Polizei
und eigentlich ahnt man schon, worauf es hinausläuft. Aber der Weg dorthin war
beste Unterhaltung.

Dieser Krimi fällt aus dem üblichen
Skandinavien-Krimi-Rahmen. Dafür sorgt auf den ersten Blick auch das auffällige
in Gelb und Schwarz gehaltene Cover mit linolschnittartiger Abbildung.

Schräge Vögel gibt es überall – Stockenten zum Beispiel,
sind im Frühsommer nicht wählerisch mit ihrem Futter und so kann ein
Vogelschützer seinen Lieblingen auch noch im Tod nützlich sein.

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Rezension zu "Schräge Vögel singen nicht" von Lars Lenth

Die etwas andere Art, sich eines Problems zu entledigen.
ElisabethBulittavor 10 Tagen

Mit „Schräge Vögel singen nicht“ legt Lars Lenth einen Roman vor, bei dem der Titel Programm ist, präsentiert er sich doch in vielerlei Hinsicht „schräg“ und thematisiert u.a. den Bereich Umweltschutz. Erschienen ist dieser 288-seitige Roman im September 2019 bei Limes. Laut Verlag handelt es sich hierbei um den zweiten Fall für den eher erfolglosen, nichtsdestotrotz sympathischen Rechtsreferendar Leo Vangen, in Norwegen jedoch erschien dieser vor dem schon im vorangegangenen Jahr in Deutschland herausgebrachten Roman „Der Lärm der Fische beim Fliegen“.

Leo Vangen lebt als langjähriger Rechtsreferendar, der es nicht schafft, seine Anwaltszulassung zu erlangen, ein ruhiges und halbwegs zufriedenes Leben im Haus seiner Eltern auf Bærum, der Insel der Schönen und Reichen vor Oslo. Als der seit Langem krankgeschriebene Markisenhändler Trond Bast beim Angeln jedoch statt eines Fisches ein Ohr am Haken hat, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Später soll sich herausstellen, dass es sich bei dem Ohr um das Körperteil eines polnischen Bauarbeiters handelt. Gemeinsam mit seiner ehemaligen „Flamme“ Mariken macht Leo sich daran, dem Verbrechen auf die Spur zu kommen – und stößt dabei auf an Netz von Korruption, Geldgier und Brutalität.

Er ist hart umkämpft, der Grundstücks- und Immobilienmarkt vor den Toren von Norwegens Hauptstadt Oslo – das bekommen die Charaktere in diesem Roman zu spüren. Und es wird mit harten Bandagen gekämpft: Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, Naturschutz – all dies spielt für die Spekulanten keine Rolle. Vor nichts schrecken sie zurück, wenn es darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, seien es Fäkalien in Briefkästen, Entführung oder gar zerstückelte Leichen, die später als Vogelfutter dienen.

Dafür, dass dieses Schreckensszenario jedoch den Leserinnen und Lesern nicht allzu sehr an die Nieren geht, sorgt die Skurrilität der Charaktere. Alle in diesem Roman, mit Ausnahme von Mariken vielleicht, sind irgendwie kurios. Da ist zum einen Leo, der es trotz guter Voraussetzungen nicht schafft, etwas aus seinem Leben zu machen, und erst einen Mord braucht, um aus seiner Lethargie herauszukommen - dann aber zeigt er ungebremsten Einsatz und setzt sich, gleich einem Robin Hood, für die Rechte der zu kurz Gekommenen ein. In Rino und Nils begegnen uns zwei Möchtegern-Gangster, deren Einsatz stets in einem Desaster endet, bis - ja bis Nils wirklich Blut leckt. Am besten gefallen hat mir jedoch die Darstellung des Immobilienhais Terje Klavenes, den Lenth sehr pointiert als Neureichen par excellence charakterisiert, und der gegen Ende des Romans auch feststellt, dass das Töten „die effektivste Art und Weise, ein Problem zu lösen“, (S. 208) ist.

Neben den schon oben erwähnten Immobilienspekulationen und der Ausbeuterei sind – damit zusammenhängend – Natur- bzw. Umweltschutz sowie die westliche Arroganz gegenüber dem vermeintlich zurückgebliebenen Osteuropa Themen dieses Romans. Dass man aber trotz aller Widrigkeiten nicht die Hoffnung aufzugeben braucht, beweisen Leos uneigennütziger Einsatz sowie Rinos und Basts Entwicklung. Ebenfalls der lockere Erzählton Lenths sowie die teils sehr rasante Handlung tragen dazu bei, das ernste Grundthema und die Brutalität mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Ein wenig negativ aufgestoßen ist mir beim Lesen, dass Humor und „Geschlechtsteile“ für viele heutzutage zusammenzugehören scheinen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Mir hat die Lektüre dieses Romans insgesamt viel Spaß bereitet, allerdings sollte man, wenn man zu diesem Buch greift, offen sein für schwarzen, derben Humor und nicht alles für bare Münze nehmen. Dann aber kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Rezension zu "Schräge Vögel singen nicht" von Lars Lenth

Politisch richtig (und) inkorrekt
ulrikerabevor 14 Tagen

Leo Vangen ist norwegischer Rechtsreferendar. Zum Anwalt hat es (noch) nicht gereicht, denn dazu müsste er mindestens drei Gerichtsverfahren absolviert werden. In seiner Kanzlei gilt er als nicht ganz so leuchtendes Vorbild, es ihm nicht nachzumachen. Leo hat kaum Freunde. Seine Zeit verbringt er entweder mit seinem Untermieter oder beim Angeln. Als jedoch in seiner bevorzugten Angelbucht eine Leiche aus dem Wasser gefischt wurde, kommt etwas Bewegung in sein Leben. Ist doch die ermittelnde Polizistin bei diesem Todesfall Leos verflossene Jugendliebe Mariken.

Es sind viele skurrile Figuren, die Lars Lenth in „Schräge Vögel singen nicht“ auffahren lässt. Es ist nicht nur der vermeintliche Loser Leo, denn ihn diesem steckt ganz schön viel Potential. Da ist der windige Bauunternehmer Terje, der seine Position und seinen Reichtum ausschließlich seiner kriminellen Energie zu verdanken hat. Terjes dummschlaue Handlanger Nils und Rino sind ein ungleiches Paar. Nils ist ein williges Werkzeug, impulsiv, skrupellos, aggressiv und gemein. Rino Gulliksen, ein Reise von einem Mann, der bildhafte Unterweltler, regt jedoch sein Gewissen.

Bei all diesen „schrägen Vögeln“ und den skurrilen Situationen, in denen man ihnen begegnet, vergisst man manchmal, dass es auch einen Mordfall in diesem Buch zu klären gibt. Der Leser ist der Polizistin Mariken und Leo dabei weit voraus und darf sich darüber hinaus an bitterbösem schwarzem Humor (auch wenn manche Szenen ein bisschen zu sehr ins Derbe abgleiten) erfreuen. Lars Lenth spart aber dabei auch nicht mit gesellschafts- und umweltpolitischer Kritik. Das ist etwas , was die Skandinavier meiner Ansicht nach sehr gut können, politisch richtig (und) inkorrekt zu sein.

„Schräge Vögel singen nicht“ ist der erste Band, in dem Leo und Rino ihr Debür geben. Die deutsche Übersetzung der Fortsetzung erfolgte allerdings vor diesem Buch. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen!

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