Lars Mæhle Ganz still und stumm

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ganz still und stumm“ von Lars Mæhle

Vor vielen Jahren hat Psychologin Ina Grieg ihre Heimat in den tiefen Wäldern Norwegens verlassen — eigentlich für immer. Ein Klassentreffen bringt sie zurück an den Ort ihrer Kindheit. Irgendetwas stimmt dort nicht. Ina erhält Briefe von einer ehemaligen Mitschülerin, die als 14-Jährige spurlos verschwunden ist. Ist sie wirklich noch am Leben? Während alte Feindschaften heftig aufflackern, versucht Ina, jetzt, Jahrzehnte später, endlich die Wahrheit herauszufinden und entdeckt, dass damals entsetzliches Unrecht geschah.

Der zweite Teil der Reihe! Den ersten habe ich nicht gelesen, werde ich aber auch nicht...Für Zwischendurch nett, aber man versäumt nichts!

— Miamou
Miamou

Stöbern in Krimi & Thriller

Nachts am Brenner

"Provinzpolizistenwahnsinn in Südtirol"

classique

Durst

Durst hat einen guten Spannungsbogen, einen guten Fall an sich, eine schlüssige Auflösung und einen durchaus gelungen Effekt am Ende.

AenHen

Die gute Tochter

Sehr gut umgesetztes Drama, mit Längen im Mittelteil, dafür aber Überraschungen zum Schluss

SillyT

Kalte Seele, dunkles Herz

Tolles Cover, aber recht enttäuschende Geschichte. Hatte mir etwas Anderes darunter vorgestellt.

Thrillerlady

Sag kein Wort

Unglaublich fesselnd!

Eori

Ich soll nicht lügen

Packend und bewegend. Allerdings ist ein Buch, in denen die Protagonisten an psychischen Erkrankungen leiden nicht gleich ein Psychothriller

LarryCoconarry

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die dritte Person...

    Ganz still und stumm
    Miamou

    Miamou

    07. November 2016 um 20:03

    Ein Klassentreffen und ungewöhnliche Träume, in denen ein Funken Wahrheit steckt, bringen Ina Grieg zurück in das Dorf ihrer Kindheit. Vor vielen Jahren ist über Nacht ein Mädchen verschwunden, das mit Ina die Schulbank drückte. Sehr schnell wurde damals ein Verdächtiger gefunden, nämlich Sonjas große Liebe. Jetzt, Jahrzehnte später bekommt Ina Grieg E – Mails und Briefe der Verschollenen und auch beim anstehenden Klassentreffen passieren sehr eigenartige Dinge. Ina beginnt nachzuforschen und muss sehr bald feststellen, dass man sich in nahestehenden Freunden täuschen kann und dass damals im Fall von Sonja schreckliches Unrecht geschehen ist. Ich habe mir das Buch gekauft, weil mich Cover und auch der Klappentext sehr angesprochen haben. Erst danach habe ich herausgefunden, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt, trotzdem habe ich es gewagt diesen zweiten Teil einfach mal zu lesen. Und ich kann vorausschicken, dass es auch so bleiben wird. Den ersten Teil werde ich nicht nachlesen und sollte Ina noch weitere Fälle lösen, so werden sie nicht an erster Stelle meiner Wunschbücher landen. An sich war es nicht das schlechteste Buch, dass ich in meinem Leben gelesen habe. Die Handlung beginnt sehr kryptisch, nämlich mit Sonjas Erzählung aus dem Jahre 1989. Sie wird von zwei sadistischen Jungs an einen Baum gebunden und diese „vergessen“ sie wieder loszubinden. Irgendwie schafft sie es doch sich zu befreien und sich an einem geheimen Ort mit ihrem Freund zu treffen, der jedoch nicht mehr dort auf sie wartet. Aber eine andere Person wartet auf sie, eine dritte Person, die plötzlich mit den beiden sadistischen Brüdern gemeinsame Sache macht. Erst im weiteren Verlauf der Handlung entfaltet sich für den Leser, was sich im Jahre 1989 wirklich zugetragen hat. Neben Sonjas Erzählstrang gibt es nämlich auch noch den Erzählstrang von Oda Vange, die Schwester der beiden Brüder, die sehr unter deren Gewalttätigkeiten leidet. In der Gegenwart begleitet man Ina Grieg, die mit ihren Nachforschungen wieder alte Wunden aufreißt und auch Tom, der Freund von Sonja, der nach wie vor auf Rache sinnt, vor dem aber die gesamte Dorfbevölkerung Angst hat, da er angeblich der Mörder von Sonja ist. Außerdem gibt es viele Nebenfiguren, die diese klassischen Klischees eines Klassentreffens bedienen. Erstaunlich war, dass alle Figuren und ich meine wirklich alle, sehr blass und sehr oberflächlich blieben. Dies macht es einfach sehr schwer in die Handlung hineinzufinden. Zugegeben hat der Autor es geschafft mit der Geschichte um Sonja einen ziemlichen Spannungsbogen aufzubauen, was ihr Verschwinden betrifft, sodass man es einfach wissen will und über viele kleine und größere Schwächen hinweg schaut. Es war nämlich ziemlich unrealistisch, wie Ina Grieg ihre Nachforschungen angestellt hat. Sie ist Psychologin und natürlich schafft sie es in den richtigen Situationen die richtigen Fragen zu stellen, aber bei ihr würde man nicht das Profil einer richtigen Psychologin sehen. Außerdem ist der Autor zu oft auf dieses klischeehafte „Man wird nur Psychologe um sich selbst zu therapieren“ aufgesprungen, das es irgendwann einfach nur mehr nervte. Auch die restlichen Figuren agierten für mich jenseits von Gut und Böse. Dass ein Kriminalbeamter einfach ohne Verstärkung in ein Haus einbricht ist die eine Sache, dass er sie dann aber überhaupt nicht anfordert und dann auch noch einfach durch eine Kühltruhe im Keller des vermeintlichen Täters in einen Erdstollen klettert und dabei auch noch Zivilisten in Gefahr bringt, ist dann die andere. Zudem hatte ich das Gefühl, dass der Autor dann vielleicht auch zu viel wollte. Denn ja…es muss auch noch die durch und durch kaputte Familie geben, die scheinbar Mörder heranzieht, weil die Eltern nichts auf die Reihe kriegen. Es muss die Mobber und das Mobbingopfer geben und die späte Reue einer ganzen Schulklasse. Und es muss auch irgendwie eine Figur geben, die auf sexueller Ebene das Ungewöhnliche sucht. Kurzum, wäre weniger manchmal mehr gewesen, besonders deswegen, weil die Figuren eben so blass blieben.Das einzige was mich bei der Stange hielt, war zum einen der doch recht flüssige Schreibstil und zum anderen das Mysterium um Sonjas Verschwinden, das durch diese dritte Person in die Wege geleitet wurde. Am Schluss erfährt man natürlich, wer diese Person war und ich bin ehrlich, ich hätte nie mit dieser Wendung gerechnet (weswegen es auch noch den dritten Stern gibt). Und doch (ich muss halt noch eine kleine Kritik anbringen) schien es mir ziemlich unrealistisch, wie diese dritter Person dieses Geheimnis all die Jahre mit sich schleppen konnte und welche Szenarien sie sich ausgemalt hat, dass sie Ina Grieg zum Schweigen bringt. Aber gut…es braucht halt auch dieses „kranke Hirn“.„Ganz still und stumm“ ist ein Buch, dass ich eher für Zwischendurch empfehle. Ich habe es an einem Sonntagnachmittag gelesen und es war okay. Man versäumt aber jetzt nicht den großen Clou!

    Mehr
    • 2