Die Birken wissen's noch

von Lars Mytting 
4,7 Sterne bei56 Bewertungen
Die Birken wissen's noch
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Asfaloths avatar

Sehr schön und detailreich geschrieben. Diese Geschichte eines Mannes auf der Suche nach seiner Vergangenheit zählt zu meinen Favoriten!

L

lesenswerte Lektüre

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Inhaltsangabe zu "Die Birken wissen's noch"

Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Lars Mytting erzählt die Geschichte einer verzweifelten Suche nach der Mutter, dem Vater, den eigenen Wurzeln – und einer Reise, die Edvard durch fremde Länder führt und dessen Familiengeschichte ein ganzes Jahrhundert umfasst: das Jahrhundert der großen Tragödien.Edvards Eltern sind ums Leben gekommen, als er drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben. Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458362838
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:515 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:10.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 3 Monaten
    Wenn Bäume sprechen könnten

    Manchmal ist es auch gut, wenn man in einen kleinen Buchladen geht und mit der Buchhändlerin über Bücher plaudert. Da bekommt man dann mal was empfohlen, was man selbst gar nicht so schnell entdeckt hätte. Ich liebe ja eh die skandinavischen Autoren. Diesen kannte ich allerdings noch gar nicht. Kann es aber genauso jedem
    Leser wärmstens empfehlen zu lesen, der auf Familiengeschichten über mehrere  Generationen steht. Wenn sie dann auch noch spannende Geheimnisse haben,  umso besser. 

    Ein Waisenkind wächst auf dem Bauernhof seines Großvaters in Norwegen auf.  An seine Eltern hat er nur verschwommene Erinnerungen. Sie kamen im Urlaub  in Frankreich ums Leben. Ertrunken sind sie in einem unwegsamen Gelände.  Auch Edvard war auf dieser Reise dabei. Aber wie kommt es, das er über 100 km  entfernt aufgefunden wurde, nach ein paar Tagen erst? Wie kommt ein 3-jähriger  überhaupt dorthin? Diese Frage hat Edvard natürlich auch lange beschäftigt. Aus  seinem Großvater bekommt er nicht viel heraus. Erst nach dessen Tod beginnt  für ihn die Suche nach der Wahrheit. Diese führt ihn aus Norwegen heraus auf  die Shetlandinseln und danach auch noch nach Frankreich. 

    Der Autor Lars Mytting ist ein ausgesprochener Holzfan. Ein weiteres Buch handelt  von diesem Thema und ist wohl ein Buch, welches so manchen Mann begeistern  könnte, der gerne mit Holz arbeitet und auch Holz mag. In diesem Roman, der für  mich schon fast wie eine wahre Geschichte rüber kam, hat sich der Autor den  Birken gewidmet. Alte Bäume könnten Geschichten erzählen. Sie haben viel gesehen  und gehört im Laufe ihres Lebens. Verwundete Seelen, wie Menschen es auch sein  können. Aber auch das frugale Leben mit der nordischen Natur und dem Arbeiten 
    zum Überleben wurde hervorragend rüber gebracht.

    Großvater war ein Teufelskerl mit Kartoffeln und mich machte er auch
    dazu. Wir lieferten Pflanzkartoffeln und wir lieferten Speisekartoffeln,
    Mandelkartoffeln brachten das meiste Geld. Beate war eine Kartoffel
    für Idioten. Dick und geschmacklos, aber es bestand Nachfrage
    (Seite 16).

    Dieses Buch brachte mich dazu einige Wissenslücken zu füllen und mich auch mal  mit Bäumen zu befassen. Aber noch mehr haben mich die Shetlandinseln interessiert.  Da muss man auch erst mal schauen, wo liegen die genau auf der Weltkarte. Dank Internet  kann man gleich einen Besuch machen. Ein großartiges und  sehr unterhaltsames Buch. Danke für diesen tollen Tipp. 

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    lala1970vor einem Jahr
    Kurzmeinung: lesenswerte Lektüre
    spannend und interessant

    Ich hatte bis dato noch kein Buch von LarsMytting gelesen.
    Ich habe mir das Buch gekauft, da ich eine Empfehlung in einem reiseführer über Norwegen gelesen habe.
    Für eine Reise nach Norwegen habe ich mir das Buch dann gekauft.
    Obwohl das Buch ja auch an anderen Schauplätzen spielt, bekommt man einen guten Eindruck darüber in welch einer Idylle Edvard bei seinem Großvater aufwächst. irgendwo im schönen Nirgendwo, zwei Aussenseiter, von der Gesellschaft mehr oder weniger geächtet.
    Man merkt Edvard diese Umgebung an, wenn er in die Welt hinauszieht, um das geheimnis seiner eltern zu lüften.
    Das Cover ist ungewöhnlich, ich glaube trotzdem, dass ich ohne die Empfehlung nicht zu diesem Buch gegriffen hätte.
    was auffallend ist, ist das die Oberfläche Holz nachempfunden ist, das ist ein interessantes haptisches Erlebnis.
    Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Länder und viele Jahrhunderte und birgt einen spannenden Plot, um den Tod von Edvards Eltern.
    Das Buch stellt aber natürlich auch Edvards eigene geschichte in den Mittelpunkt und er muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden.
    Edvard wirkt als Figur etwas ungelenk, nicht besonders welterfahren, aber liebenswert.
    man gönnt ihm sein Glück und hofft auf die Erfüllung seines Lebensziel, das rätsel zu lösen.
    Ein leises Buch, man benötigt etwas Zeit um sich darauf einzulassen, aber wenn man es zulässt nimmt einen die geschichte gefangen und man reist mit Edvard in die Vergangenheit.
    Den Schluss habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden.

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    eummagers avatar
    eummagervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Jahrhundert schicksalhafte Familiengeschichte von Norwegen über die Shetlandinseln bis nach Frankreich. Spannend wie ein Krimi.
    Von Menschen und Bäumen


    Ich habe gerade mit Genuss das Buch von Lars Mytting: „Die Birken wissen’s noch“ gelesen.


    Ein junger Mann namens Edvard wächst auf einem ziemlich abgelegenen Bauernhof in Norwegen auf. Er wurde von seinen Großeltern erzogen, da seine Eltern bei einem Urlaub in Frankreich ums Leben kamen, als er gerade drei Jahre alt war. Er hat vage Erinnerungen an seine Mutter – an seinen Vater kann er sich nicht erinnern. Sein Großvater hat im Tal einen schlechten Ruf, da er im Krieg für die Deutschen gearbeitet hat. Einar, der Bruder des Großvaters, gilt als vor langer Zeit verschollen oder tot. Er war ein begnadeter Schreiner, den es früh aus dem Gudbrandsdalen nach Paris zog, um dort sein Handwerk zu verfeinern. Im ersten Weltkrieg war er als Soldat im verheerenden Gaskrieg an der Somme eingesetzt.


    Soweit die Fakten, die auch Edvard bekannt sind. Das Buch setzt ein, als Edvards Großvater stirbt. Im Zuge der Beerdigungsformalitäten stößt er auf einige Hinweise über die mysteriösen Umstände des Todes seiner Eltern. Das Beerdigungsinstitut informiert ihn, dass schon vor einigen Jahren ein kunstvoll getischlerter Sarg für den Großvater geliefert wurde. Dieser ist so wunderschön aus dem Holz der Flammbirken, die auf dem Grundstück des Bauernhofs wachsen, dass er nur von Einar sein kann. Also kann dieser doch noch nicht so lange tot sein. Vielleicht ist er auch gar nicht wirklich verschollen. Edvard spürt, dass ihm der Großvater und auch der alte Pfarrer des Ortes lange die Wahrheit vorenthalten haben.


    Nun beginnt eine spannend erzählte Suche nach Edvards Wurzeln, die ihn über die Shetlandinseln bis nach Frankreich führen. Edvard, der bisher noch nicht wirklich aus seinem Tal herausgekommen ist, macht sich ein wenig naiv auf die Suche nach Einar. Er lässt Hanna,  eine gute Freundin aus dem Tal, zurück und lernt auf den Shetlandinseln die reiche und weltgewandte Engländerin Gwendolin kennen. Auch sie hat ein Interesse an der alten Geschichte, denn ihr Großvater hatte mit Edvards Großonkel Einar wohl eine alte Rechnung offen. Obwohl sich Edvard und Gwen zu einander hingezogen fühlen, bleiben sie misstrauisch, weil sie nicht wissen, wie sie zueinander stehen werden, wenn alle Fakten offengelegt sind.


    Was als zeitgenössische Erzählung aus den Wäldern Norwegens beginnt, entpuppt sich als großangelegte Familiensaga, die das ganze 20. Jahrhundert und gravierende Meilensteine der Geschichte umfasst.


    Toll gemacht, spannend wir ein Krimi. Eine klare Leseempfehlung!


    Lars Mytting ist Journalist und Verleger, derselbe Jahrgang wie seine Hauptfigur Edvard (1968), lebte selbst auf einem norwegischen Bauernhof und hat jede Menge Erfahrung mit Holz. Nach „Der Mann und das Holz. Vom Fällen, Hacken und Feuermachen“ ist „Die Birken wissen’s noch“ sein zweites Buch, in dem die Holzverarbeitung einen großen Stellenwert einnimmt.

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    Federfees avatar
    Federfeevor 2 Jahren
    Ruhig und dennoch spannend: Familiengeheimnisse, die weit in die Vergangenheit reichen

    Erstaunlich, dass ein so leises und gleichmäßig dahinfließendes Buch so spannend sein kann. Das kommt von den nach und nach aufgedeckten Fakten eines Familiengeheimnisses, von der Spurensuche in der Vergangenheit. Außerdem verlockt es durch die teilweise poetische Sprache und viele interessante Gedanken.

    Edvard Hirifjells Eltern starben während einer Frankreichreise, bei der er selbst als kleiner Junge dabei war. Erinnerungen daran hat er so gut wie nicht. Er wächst bei seinem Großvater auf, einem Kartoffelbauern in Norwegen, durchaus gebildet, der einst auf Seiten der Deutschen stand und deshalb im Dorf immer noch misstrauisch beäugt wird.

    Erst als der Großvater stirbt und Edvard dessen Dinge ordnet, findet er Hinweise, die seine Neugier wecken und in ihm den unwiderstehlichen Drang wecken, die Vorkommnisse von damals aufzuklären und herauszufinden, was wirklich geschah.

    Wir machen mit Edvard eine Reise auf die Shetlandinseln und nach Frankreich, in die Somme-Gegend, wo in den beiden Weltkriegen die schrecklichsten Schlachten tobten und wo anscheinend alles seinen Ausgang nahm.

    Wird Edvard am Ende Gewissheit haben, warum und wie seine Eltern starben und was es mit dem geheimnisvollen Großonkel Einar, einem begnadeten Schreiner, auf sich hat? Für wen wird Edvard sich entscheiden, für Hanne, die sich zu Hause in Norwegen um seinen Hof kümmert oder für die undurchsichtige, komplizierte Gwen, die er auf den Shetland-Inseln kennengelernt hat?

    Ein rundum empfehlenswertes Buch, das man mit leisem Bedauern zuschlägt und das noch eine Zeit lang nachhallt.

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    schokoloko29s avatar
    schokoloko29vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch welches einen umhaut.
    Die Walnussbäume

    Inhalt:
    Es geht um Edvard, der auf einem einsamen Bauernhof in Norwegen mit seinem Opa lebt. Seine Eltern hat er als dreijähriger verloren. Er wurde nie über die Begleitumstände informiert. Als sein Opa stirbt, beschließt er sich seiner Vergangenheit zu stellen. Er erfährt, dass sein Onkel auf den Shetland- Inseln lebt und fährt kurzentschlossen dorthin.
    Es geht um ein Mann, der nach seiner Identität / Familie sucht. Es geht aber auch um Schuld, Vertrauen, Familiengeschichte, Liebe und natürlich um Bäume.

    Eigene Meinung:
    Nach einem behäbigen Einstieg, überstürzen sich die Ereignisse. Der Leser wird in diese Geschichte hineingesogen. Sie ist einfach nur gut geschrieben. Die Beschreibung der Natur und des Wetters sind sprachlich sehr schön geschrieben, dass man als Leser das Unwetter richtig spürt. Teilweise sind auch die Dialoge mit einem so feinsinningen Humor geschrieben worden, so dass ich mehrmals grinsen musste.

    Für mich ist das ein Buch, welches mir lange in Erinnerung bleibt. Es ist intensiv geschrieben und die Charaktere bleiben lange einem in Erinnerung.

    Kommentare: 1
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    Ancareens avatar
    Ancareenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Familiengeschichten, die vom ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart hineinreichen. Erzählt aus der Persektive des Enkels.
    Eine Familiengeschichte, edle Hölzer, Trauer und Liebe

    Erzählt wird aus der Perspektive des Enkels, der sich auf die Suche nach der Vergangenheit macht. Edvard, Anfang Zwanzig, schildert im ersten Kapitel sein Leben mit dem Großvater auf dem einsamen Hirifjell - Hof in Norwegen. 1971 verunglücken seine Eltern während einer Reise in Frankreich. Von Edvard, damals 3 Jahre alt, fehlt vier Tage lang jede Spur. Edvard kann sich nicht an diese Tage erinnern und der Großvater erzählt ihm kaum etwas von der Familie.
    Plötzlich stirbt der Großvater und Hanna, eine Jugendliebe, ist sofort zur Stelle, um mit Edvard auf dem Hof zu leben. Sie findet das alte Brautkleid von Alma, Edvards Großmutter. Eine Hochzeit und die Vergangenheit könnte ruhen und alles bleiben wie es war. Doch dann taucht ein Flammbirkensarg auf und die Geburtsurkunde einer Frau, die am selben Tag wie seine Mutter geboren ist.
    Edvard erfährt, dass der Bruder des Großvaters nicht im zweiten Weltkrieg gefallen ist, wie immer behauptet wurde. Und was hat es mit dem Birkenwäldchen in der Nähe des Hofes auf sich? Was kann ihm der Pfarrer über seine Mutter, eine Französin, erzählen, die auf dem abgelegenen Hof auftaucht?
    Die vielen Rätsel erscheinen zunächst unlösbar. Doch Edvard, auf der Suche nach seiner Identität und der Geschichte seiner Familie, gibt nicht so leicht auf. Antworten finden sich vielleicht in dem Wald, in dem seine Eltern starben oder auf den Shatland-Inseln. Dort lernt er Gwen kennen und es wächst eine hoffnungslose, aber echte Liebe. Alles beginnt sich um sehr wertvolles Nussbaumholz zu drehen.
    Lars Mytting erzählt meisterhaft eine spannende Familiengeschichte, die bis hinein in die Zeit des ersten Weltkrieges reicht. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll, tief verbunden mit der Natur und dem Leben - inteniv, einfach wunderbar.

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    TanyBees avatar
    TanyBeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein grandioser Familienroman, spannend wie ein Krimi. Große Leseempfehlung!
    Leseempfehlung!

    Edvard wächst auf einem Bauernhof auf, bei seinem Großvater. Seine Eltern sind gestorben, als er noch klein war. Sein Onkel Einar ist im zweiten Weltkrieg gefallen. Edvard hat niemals etwas anderes gesehen als den kleinen Bauernhof in Norwegen. Aber die Geheimisse der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe. Nach dem Tod seiner Eltern in Frankreich war er mehrere Tage lang vermisst und tauchte an einem ganz anderen Ort plötzlich wieder auf. Was ist damals geschehen?

    Ich muss sagen, was mich an diesem Buch abgeschreckt hat ist der Titel. Den finde ich nämlich etwas dämlich und er schürt in mir keine großen Hoffnungen auf ein tolles Leseerlebnis. Dann haben mir aber so viele Leute das Buch ans Herz gelegt, das ich nicht wiederstehen konnte. Und ich kann nur sagen: sie hatten Recht.

    Das Grundgerüst des Romans ist ganz klassisch: Edvard wühlt in der Vergangenheit seiner Familie und deckt nach und nach ihre Geheimnisse auf. Die Familiengeschichte entfaltet sich, begonnen im ersten Weltkrieg, über den zweiten, bis heute. Wenn man nun noch erfährt, dass die Familiengeschichte viel mit Kunsttischlerei und Holzhandel zu tun hat, könnte man annehmen, dass das Buch etwas dröge ist. Aber nein!!! Es ist so unglaublich spannend, da könnte sich mancher Krimi eine Scheibe abschneiden! Ständig werden neue Geheimisse aufgedeckt und es gibt unerwartete Wendungen. Man möchte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Noch dazu ist der Protagonist Edvard äußerst sympathisch und man schließt in direkt ins Herz. Später kommt sogar noch eine Liebesgeschichte dazu, die aber nicht zu aufdringlich oder kitschig ist. Wunderbar!

    Ganz große Leseempfehlung! Wer mal wieder ganz in einem Buch versinken will und die Welt drum herum vergessen möchte: bitte sehr, „Die Birken wissen’s noch“ ist bestens dafür geeignet.  

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    tanteruebennases avatar
    tanteruebennasevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein kleiner großer Schatz!
    Ein kleiner großer Schatz!

    Schon die Berührung des Umschlags und der Geruch nach Papier haben mir ein Gefühl für dieses wunderbare Buch gegeben. Edvard Hirifjell macht sich nach dem Tod seines Großvaters auf die Suche nach seiner eigenen Geschichte und lüftet nach und nach die Geschichte seiner Herkunft. Mosaikstein für Mosaikstein entsteht das Bild seiner Familie, die weiter gestreut und doch näher zusammenliegt, als er es hätte ahnen können. Das Thema Holz, seine Schönheit und Besonderheit, hat dabei eine wichtige Rolle und bestärkt die Authentizität und Schönheit dieser Geschichte. .
    Die Birken wissen's noch gehört zu den wenigen ganz besonderen Büchern, die mich so in ihren Bann gezogen habe dass ich es nur schwer aus der Hand legen geschweige denn fertig lesen konnte. Ein wahrer Schatz, den sich niemand entgehen lassen sollte.

     

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    Frieda-Annas avatar
    Frieda-Annavor 2 Jahren
    Ein Wald voller Geheimnisse


    Bevor ich mit dem Lesen anfing musste ich das Buch erstmal befühlen. Hin und her drehen und schauen, ob ich wirklich ein Buch in der Hand habe, denn es fühlt sich an, wie ein Stück Holz aus dem Flammbirkenwald. Der Ort, an dem Edward anfängt seinen Familiengeheimnissen auf den Grund zu gehen. 
    Als er drei Jahre alt war, kamen seine Eltern bei einem obskuren Unfall ums Leben und Edward ging dabei verloren. Erst vier Tage später tauchte er kilometerweit vom Unfallort in einer Arztpraxis wieder auf. Bis auf ein paar blaue Flecken war er unversehrt. Abgeholt wurde er damals von seinem Grossvater Sverre, bei dem er dann auch aufwuchs umd wie er Kartoffelbauer wurde. 
    Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass Edward rastlos ist, seinem Geheimnis und den ungewöhnlichen Todesumständen seiner Eltern auf die Spur zu kommen. 
    Eine geheimnisvolle Frage nach der nächsten stellt sich und so häuft sich das an. Teils war es daher ein Gefühl als sei man schon am Ende des Buches angelangt, aber es kam immer wieder Ungeklärtes dazu, was es zu recherchieren und aufzudecken galt. Oft konnte ich gar nicht abwarten, bis Edward wieder ein neues Geheimnis entschlüsselt hat, oft rauschte die Handlung aber auch einfach an mir vorbei. Es war mir an vielen Stellen zu überladen und wurde undurchsichtig. Irdendwie kam ich aber trotz zugegebener Lücken wieder in die Spur, aber das Lesevergnügen war dadurch doch leicht getrübt. Den einen oder anderen Umweg hätte sich Lars Mytting somit sparen können. 
    Als Protagonist hat mir Edward, mit seiner Idee den Toten in seinem Leben und davor gerecht zu werden, sehr gut gefallen. Das wurde im Buch sehr deutlich und war brilliant ausgeklügelt. Die Liebe zum Holz und die Informationen über Unterschiede und wertvolle Besonderheiten passten hier wunderbar in die Geschichte. Ein Buch, dass ich gerne gelesen habe, aber zwischendurch auch gerne mal wieder aus der Hand gelegt habe, um mir einfach eine Pause zu gönnen. Auch wollten die unterschiedlichen Personen sortiert werden. Vor allem zeitlich. Grosse Überraschungen gab es eigentlich nicht. Wie auch wenn der Spannungsbogen so straff ist, dass er sich zwischenzeitlich von alleine löst?
    Empfehlung an an alle Lesewürmer mit einem bombastischen Faible für gehäufte Familiengeheimnisse, aus denen dann nach etwas über 500 Seiten eines wird. 
            

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    Lesemones avatar
    Lesemonevor 2 Jahren
    Beeindruckende Familiengeschichte

    Edvard Hirifjell lebt mit seinem Großvater Sverre auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal. Seine Eltern starben beide, als er drei Jahre alt war. Daher hat er kaum Erinnerungen an sie. Als Sverre stirbt, teilt ihm das Bestattungsunternehmen mit, dass für den Großvater schon lange ein Sarg bereit steht. Er wurde aus Flammbirken hergestellt und ihn kann nur einer hergestellt haben, nämlich Sverres Bruder Einar. Dieser war Meistertischler und ließ in Norwegen eine Tischlerei und einen Wald voller Flammenbirken zurück. Was mit ihm geschah, weiß niemand so genau. Edvard macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, reist nach Shetland und Frankreich und deckt das große Geheimnis um den Tod seiner Eltern und den Verbleib von Einar auf.

    Lars Mytting ist hier ein beeindruckendes Werk gelungen. Anfangs fand ich es schwer, in die Geschichte hinein zu kommen, da ich den Schreibstil etwas anstrengend bzw. ungewöhnlich fand. Man kann auch kaum einen Satz überlesen, da der Autor sehr detailliert schreibt. Das war zu Beginn etwas ermüdend. Das Buch lebt nicht von Spannung oder spektakulären Handlungen, sondern es deckt nach und nach eine sehr interessante Familiengeschichte auf, die bis in den 1. und 2. Weltkrieg hinein reicht. Als mich die Geschichte dann so richtig gepackt hat, dann befand ich mich in einem „Lesesog“, denn ich wollte unbedingt wissen, was Edvard am Ende alles herausfindet und welche Geheimnisse er aufdeckt. Das Buch ist nicht dazu geeignet, es mal schnell zu lesen, denn es ist so vielschichtig, dass man sich dazu Zeit nehmen muss, um die Handlung auf sich wirken zu lassen. Ganz besonders gelungen finde ich sowohl den Schutzumschlag des Buches, als auch den eigentlichen Einband. Sehr hochwertig wurde hier in Holzoptik gearbeitet, was ich noch nie bei einem Buch in der Form gesehen habe. Für mich war das Buch ein Lesehighlight!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar


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