Lars Mytting Die Birken wissen's noch

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Inhaltsangabe zu „Die Birken wissen's noch“ von Lars Mytting

Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Lars Mytting erzählt die Geschichte einer verzweifelten Suche nach der Mutter, dem Vater, den eigenen Wurzeln – und einer Reise, die Edvard durch fremde Länder führt und dessen Familiengeschichte ein ganzes Jahrhundert umfasst: das Jahrhundert der großen Tragödien.
Edvards Eltern sind ums Leben gekommen, als er drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben. Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete …

lesenswerte Lektüre

— lala1970

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    Die Birken wissen's noch

    lala1970

    12. September 2017 um 17:56

    Ich hatte bis dato noch kein Buch von LarsMytting gelesen. Ich habe mir das Buch gekauft, da ich eine Empfehlung in einem reiseführer über Norwegen gelesen habe. Für eine Reise nach Norwegen habe ich mir das Buch dann gekauft. Obwohl das Buch ja auch an anderen Schauplätzen spielt, bekommt man einen guten Eindruck darüber in welch einer Idylle Edvard bei seinem Großvater aufwächst. irgendwo im schönen Nirgendwo, zwei Aussenseiter, von der Gesellschaft mehr oder weniger geächtet. Man merkt Edvard diese Umgebung an, wenn er in die Welt hinauszieht, um das geheimnis seiner eltern zu lüften. Das Cover ist ungewöhnlich, ich glaube trotzdem, dass ich ohne die Empfehlung nicht zu diesem Buch gegriffen hätte. was auffallend ist, ist das die Oberfläche Holz nachempfunden ist, das ist ein interessantes haptisches Erlebnis. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Länder und viele Jahrhunderte und birgt einen spannenden Plot, um den Tod von Edvards Eltern. Das Buch stellt aber natürlich auch Edvards eigene geschichte in den Mittelpunkt und er muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden. Edvard wirkt als Figur etwas ungelenk, nicht besonders welterfahren, aber liebenswert. man gönnt ihm sein Glück und hofft auf die Erfüllung seines Lebensziel, das rätsel zu lösen. Ein leises Buch, man benötigt etwas Zeit um sich darauf einzulassen, aber wenn man es zulässt nimmt einen die geschichte gefangen und man reist mit Edvard in die Vergangenheit. Den Schluss habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden.

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  • Von Menschen und Bäumen

    Die Birken wissen's noch

    eummager

    31. January 2017 um 08:33

    Ich habe gerade mit Genuss das Buch von Lars Mytting: „Die Birken wissen’s noch“ gelesen. Ein junger Mann namens Edvard wächst auf einem ziemlich abgelegenen Bauernhof in Norwegen auf. Er wurde von seinen Großeltern erzogen, da seine Eltern bei einem Urlaub in Frankreich ums Leben kamen, als er gerade drei Jahre alt war. Er hat vage Erinnerungen an seine Mutter – an seinen Vater kann er sich nicht erinnern. Sein Großvater hat im Tal einen schlechten Ruf, da er im Krieg für die Deutschen gearbeitet hat. Einar, der Bruder des Großvaters, gilt als vor langer Zeit verschollen oder tot. Er war ein begnadeter Schreiner, den es früh aus dem Gudbrandsdalen nach Paris zog, um dort sein Handwerk zu verfeinern. Im ersten Weltkrieg war er als Soldat im verheerenden Gaskrieg an der Somme eingesetzt. Soweit die Fakten, die auch Edvard bekannt sind. Das Buch setzt ein, als Edvards Großvater stirbt. Im Zuge der Beerdigungsformalitäten stößt er auf einige Hinweise über die mysteriösen Umstände des Todes seiner Eltern. Das Beerdigungsinstitut informiert ihn, dass schon vor einigen Jahren ein kunstvoll getischlerter Sarg für den Großvater geliefert wurde. Dieser ist so wunderschön aus dem Holz der Flammbirken, die auf dem Grundstück des Bauernhofs wachsen, dass er nur von Einar sein kann. Also kann dieser doch noch nicht so lange tot sein. Vielleicht ist er auch gar nicht wirklich verschollen. Edvard spürt, dass ihm der Großvater und auch der alte Pfarrer des Ortes lange die Wahrheit vorenthalten haben. Nun beginnt eine spannend erzählte Suche nach Edvards Wurzeln, die ihn über die Shetlandinseln bis nach Frankreich führen. Edvard, der bisher noch nicht wirklich aus seinem Tal herausgekommen ist, macht sich ein wenig naiv auf die Suche nach Einar. Er lässt Hanna,  eine gute Freundin aus dem Tal, zurück und lernt auf den Shetlandinseln die reiche und weltgewandte Engländerin Gwendolin kennen. Auch sie hat ein Interesse an der alten Geschichte, denn ihr Großvater hatte mit Edvards Großonkel Einar wohl eine alte Rechnung offen. Obwohl sich Edvard und Gwen zu einander hingezogen fühlen, bleiben sie misstrauisch, weil sie nicht wissen, wie sie zueinander stehen werden, wenn alle Fakten offengelegt sind. Was als zeitgenössische Erzählung aus den Wäldern Norwegens beginnt, entpuppt sich als großangelegte Familiensaga, die das ganze 20. Jahrhundert und gravierende Meilensteine der Geschichte umfasst. Toll gemacht, spannend wir ein Krimi. Eine klare Leseempfehlung! Lars Mytting ist Journalist und Verleger, derselbe Jahrgang wie seine Hauptfigur Edvard (1968), lebte selbst auf einem norwegischen Bauernhof und hat jede Menge Erfahrung mit Holz. Nach „Der Mann und das Holz. Vom Fällen, Hacken und Feuermachen“ ist „Die Birken wissen’s noch“ sein zweites Buch, in dem die Holzverarbeitung einen großen Stellenwert einnimmt.

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  • Ruhig und dennoch spannend: Familiengeheimnisse, die weit in die Vergangenheit reichen

    Die Birken wissen's noch

    Federfee

    01. October 2016 um 10:04

    Erstaunlich, dass ein so leises und gleichmäßig dahinfließendes Buch so spannend sein kann. Das kommt von den nach und nach aufgedeckten Fakten eines Familiengeheimnisses, von der Spurensuche in der Vergangenheit. Außerdem verlockt es durch die teilweise poetische Sprache und viele interessante Gedanken.Edvard Hirifjells Eltern starben während einer Frankreichreise, bei der er selbst als kleiner Junge dabei war. Erinnerungen daran hat er so gut wie nicht. Er wächst bei seinem Großvater auf, einem Kartoffelbauern in Norwegen, durchaus gebildet, der einst auf Seiten der Deutschen stand und deshalb im Dorf immer noch misstrauisch beäugt wird.Erst als der Großvater stirbt und Edvard dessen Dinge ordnet, findet er Hinweise, die seine Neugier wecken und in ihm den unwiderstehlichen Drang wecken, die Vorkommnisse von damals aufzuklären und herauszufinden, was wirklich geschah.Wir machen mit Edvard eine Reise auf die Shetlandinseln und nach Frankreich, in die Somme-Gegend, wo in den beiden Weltkriegen die schrecklichsten Schlachten tobten und wo anscheinend alles seinen Ausgang nahm.Wird Edvard am Ende Gewissheit haben, warum und wie seine Eltern starben und was es mit dem geheimnisvollen Großonkel Einar, einem begnadeten Schreiner, auf sich hat? Für wen wird Edvard sich entscheiden, für Hanne, die sich zu Hause in Norwegen um seinen Hof kümmert oder für die undurchsichtige, komplizierte Gwen, die er auf den Shetland-Inseln kennengelernt hat?Ein rundum empfehlenswertes Buch, das man mit leisem Bedauern zuschlägt und das noch eine Zeit lang nachhallt.

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  • Die Walnussbäume

    Die Birken wissen's noch

    schokoloko29

    23. September 2016 um 09:01

    Inhalt:Es geht um Edvard, der auf einem einsamen Bauernhof in Norwegen mit seinem Opa lebt. Seine Eltern hat er als dreijähriger verloren. Er wurde nie über die Begleitumstände informiert. Als sein Opa stirbt, beschließt er sich seiner Vergangenheit zu stellen. Er erfährt, dass sein Onkel auf den Shetland- Inseln lebt und fährt kurzentschlossen dorthin.Es geht um ein Mann, der nach seiner Identität / Familie sucht. Es geht aber auch um Schuld, Vertrauen, Familiengeschichte, Liebe und natürlich um Bäume.Eigene Meinung:Nach einem behäbigen Einstieg, überstürzen sich die Ereignisse. Der Leser wird in diese Geschichte hineingesogen. Sie ist einfach nur gut geschrieben. Die Beschreibung der Natur und des Wetters sind sprachlich sehr schön geschrieben, dass man als Leser das Unwetter richtig spürt. Teilweise sind auch die Dialoge mit einem so feinsinningen Humor geschrieben worden, so dass ich mehrmals grinsen musste.Für mich ist das ein Buch, welches mir lange in Erinnerung bleibt. Es ist intensiv geschrieben und die Charaktere bleiben lange einem in Erinnerung.

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    • 2
  • Eine Familiengeschichte, edle Hölzer, Trauer und Liebe

    Die Birken wissen's noch

    Ancareen

    06. August 2016 um 16:24

    Erzählt wird aus der Perspektive des Enkels, der sich auf die Suche nach der Vergangenheit macht. Edvard, Anfang Zwanzig, schildert im ersten Kapitel sein Leben mit dem Großvater auf dem einsamen Hirifjell - Hof in Norwegen. 1971 verunglücken seine Eltern während einer Reise in Frankreich. Von Edvard, damals 3 Jahre alt, fehlt vier Tage lang jede Spur. Edvard kann sich nicht an diese Tage erinnern und der Großvater erzählt ihm kaum etwas von der Familie. Plötzlich stirbt der Großvater und Hanna, eine Jugendliebe, ist sofort zur Stelle, um mit Edvard auf dem Hof zu leben. Sie findet das alte Brautkleid von Alma, Edvards Großmutter. Eine Hochzeit und die Vergangenheit könnte ruhen und alles bleiben wie es war. Doch dann taucht ein Flammbirkensarg auf und die Geburtsurkunde einer Frau, die am selben Tag wie seine Mutter geboren ist. Edvard erfährt, dass der Bruder des Großvaters nicht im zweiten Weltkrieg gefallen ist, wie immer behauptet wurde. Und was hat es mit dem Birkenwäldchen in der Nähe des Hofes auf sich? Was kann ihm der Pfarrer über seine Mutter, eine Französin, erzählen, die auf dem abgelegenen Hof auftaucht? Die vielen Rätsel erscheinen zunächst unlösbar. Doch Edvard, auf der Suche nach seiner Identität und der Geschichte seiner Familie, gibt nicht so leicht auf. Antworten finden sich vielleicht in dem Wald, in dem seine Eltern starben oder auf den Shatland-Inseln. Dort lernt er Gwen kennen und es wächst eine hoffnungslose, aber echte Liebe. Alles beginnt sich um sehr wertvolles Nussbaumholz zu drehen. Lars Mytting erzählt meisterhaft eine spannende Familiengeschichte, die bis hinein in die Zeit des ersten Weltkrieges reicht. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll, tief verbunden mit der Natur und dem Leben - inteniv, einfach wunderbar.

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  • Leseempfehlung!

    Die Birken wissen's noch

    TanyBee

    02. August 2016 um 10:31

    Edvard wächst auf einem Bauernhof auf, bei seinem Großvater. Seine Eltern sind gestorben, als er noch klein war. Sein Onkel Einar ist im zweiten Weltkrieg gefallen. Edvard hat niemals etwas anderes gesehen als den kleinen Bauernhof in Norwegen. Aber die Geheimisse der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe. Nach dem Tod seiner Eltern in Frankreich war er mehrere Tage lang vermisst und tauchte an einem ganz anderen Ort plötzlich wieder auf. Was ist damals geschehen? Ich muss sagen, was mich an diesem Buch abgeschreckt hat ist der Titel. Den finde ich nämlich etwas dämlich und er schürt in mir keine großen Hoffnungen auf ein tolles Leseerlebnis. Dann haben mir aber so viele Leute das Buch ans Herz gelegt, das ich nicht wiederstehen konnte. Und ich kann nur sagen: sie hatten Recht. Das Grundgerüst des Romans ist ganz klassisch: Edvard wühlt in der Vergangenheit seiner Familie und deckt nach und nach ihre Geheimnisse auf. Die Familiengeschichte entfaltet sich, begonnen im ersten Weltkrieg, über den zweiten, bis heute. Wenn man nun noch erfährt, dass die Familiengeschichte viel mit Kunsttischlerei und Holzhandel zu tun hat, könnte man annehmen, dass das Buch etwas dröge ist. Aber nein!!! Es ist so unglaublich spannend, da könnte sich mancher Krimi eine Scheibe abschneiden! Ständig werden neue Geheimisse aufgedeckt und es gibt unerwartete Wendungen. Man möchte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Noch dazu ist der Protagonist Edvard äußerst sympathisch und man schließt in direkt ins Herz. Später kommt sogar noch eine Liebesgeschichte dazu, die aber nicht zu aufdringlich oder kitschig ist. Wunderbar! Ganz große Leseempfehlung! Wer mal wieder ganz in einem Buch versinken will und die Welt drum herum vergessen möchte: bitte sehr, „Die Birken wissen’s noch“ ist bestens dafür geeignet.  

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    • 3
  • Ein kleiner großer Schatz!

    Die Birken wissen's noch

    tanteruebennase

    05. July 2016 um 11:23

    Schon die Berührung des Umschlags und der Geruch nach Papier haben mir ein Gefühl für dieses wunderbare Buch gegeben. Edvard Hirifjell macht sich nach dem Tod seines Großvaters auf die Suche nach seiner eigenen Geschichte und lüftet nach und nach die Geschichte seiner Herkunft. Mosaikstein für Mosaikstein entsteht das Bild seiner Familie, die weiter gestreut und doch näher zusammenliegt, als er es hätte ahnen können. Das Thema Holz, seine Schönheit und Besonderheit, hat dabei eine wichtige Rolle und bestärkt die Authentizität und Schönheit dieser Geschichte. . Die Birken wissen's noch gehört zu den wenigen ganz besonderen Büchern, die mich so in ihren Bann gezogen habe dass ich es nur schwer aus der Hand legen geschweige denn fertig lesen konnte. Ein wahrer Schatz, den sich niemand entgehen lassen sollte.  

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  • Ein Wald voller Geheimnisse

    Die Birken wissen's noch

    Frieda-Anna

    02. July 2016 um 14:19

    Bevor ich mit dem Lesen anfing musste ich das Buch erstmal befühlen. Hin und her drehen und schauen, ob ich wirklich ein Buch in der Hand habe, denn es fühlt sich an, wie ein Stück Holz aus dem Flammbirkenwald. Der Ort, an dem Edward anfängt seinen Familiengeheimnissen auf den Grund zu gehen. Als er drei Jahre alt war, kamen seine Eltern bei einem obskuren Unfall ums Leben und Edward ging dabei verloren. Erst vier Tage später tauchte er kilometerweit vom Unfallort in einer Arztpraxis wieder auf. Bis auf ein paar blaue Flecken war er unversehrt. Abgeholt wurde er damals von seinem Grossvater Sverre, bei dem er dann auch aufwuchs umd wie er Kartoffelbauer wurde. Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass Edward rastlos ist, seinem Geheimnis und den ungewöhnlichen Todesumständen seiner Eltern auf die Spur zu kommen. Eine geheimnisvolle Frage nach der nächsten stellt sich und so häuft sich das an. Teils war es daher ein Gefühl als sei man schon am Ende des Buches angelangt, aber es kam immer wieder Ungeklärtes dazu, was es zu recherchieren und aufzudecken galt. Oft konnte ich gar nicht abwarten, bis Edward wieder ein neues Geheimnis entschlüsselt hat, oft rauschte die Handlung aber auch einfach an mir vorbei. Es war mir an vielen Stellen zu überladen und wurde undurchsichtig. Irdendwie kam ich aber trotz zugegebener Lücken wieder in die Spur, aber das Lesevergnügen war dadurch doch leicht getrübt. Den einen oder anderen Umweg hätte sich Lars Mytting somit sparen können. Als Protagonist hat mir Edward, mit seiner Idee den Toten in seinem Leben und davor gerecht zu werden, sehr gut gefallen. Das wurde im Buch sehr deutlich und war brilliant ausgeklügelt. Die Liebe zum Holz und die Informationen über Unterschiede und wertvolle Besonderheiten passten hier wunderbar in die Geschichte. Ein Buch, dass ich gerne gelesen habe, aber zwischendurch auch gerne mal wieder aus der Hand gelegt habe, um mir einfach eine Pause zu gönnen. Auch wollten die unterschiedlichen Personen sortiert werden. Vor allem zeitlich. Grosse Überraschungen gab es eigentlich nicht. Wie auch wenn der Spannungsbogen so straff ist, dass er sich zwischenzeitlich von alleine löst?Empfehlung an an alle Lesewürmer mit einem bombastischen Faible für gehäufte Familiengeheimnisse, aus denen dann nach etwas über 500 Seiten eines wird.         

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  • Beeindruckende Familiengeschichte

    Die Birken wissen's noch

    Lesemone

    16. June 2016 um 08:24

    Edvard Hirifjell lebt mit seinem Großvater Sverre auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal. Seine Eltern starben beide, als er drei Jahre alt war. Daher hat er kaum Erinnerungen an sie. Als Sverre stirbt, teilt ihm das Bestattungsunternehmen mit, dass für den Großvater schon lange ein Sarg bereit steht. Er wurde aus Flammbirken hergestellt und ihn kann nur einer hergestellt haben, nämlich Sverres Bruder Einar. Dieser war Meistertischler und ließ in Norwegen eine Tischlerei und einen Wald voller Flammenbirken zurück. Was mit ihm geschah, weiß niemand so genau. Edvard macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, reist nach Shetland und Frankreich und deckt das große Geheimnis um den Tod seiner Eltern und den Verbleib von Einar auf.Lars Mytting ist hier ein beeindruckendes Werk gelungen. Anfangs fand ich es schwer, in die Geschichte hinein zu kommen, da ich den Schreibstil etwas anstrengend bzw. ungewöhnlich fand. Man kann auch kaum einen Satz überlesen, da der Autor sehr detailliert schreibt. Das war zu Beginn etwas ermüdend. Das Buch lebt nicht von Spannung oder spektakulären Handlungen, sondern es deckt nach und nach eine sehr interessante Familiengeschichte auf, die bis in den 1. und 2. Weltkrieg hinein reicht. Als mich die Geschichte dann so richtig gepackt hat, dann befand ich mich in einem „Lesesog“, denn ich wollte unbedingt wissen, was Edvard am Ende alles herausfindet und welche Geheimnisse er aufdeckt. Das Buch ist nicht dazu geeignet, es mal schnell zu lesen, denn es ist so vielschichtig, dass man sich dazu Zeit nehmen muss, um die Handlung auf sich wirken zu lassen. Ganz besonders gelungen finde ich sowohl den Schutzumschlag des Buches, als auch den eigentlichen Einband. Sehr hochwertig wurde hier in Holzoptik gearbeitet, was ich noch nie bei einem Buch in der Form gesehen habe. Für mich war das Buch ein Lesehighlight!

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    • 2
  • Spannend und intensiv erzählt

    Die Birken wissen's noch

    katze267

    05. June 2016 um 19:30

    Edvard wächst bei seinem Grossvater Sverre auf dem einsam gelegenen Hirifjell Hof in Norwegen auf, seine Eltern starben, als er 4 war, die Arbeit auf dem Hof bestimmt sein Leben, gereist ist er nie. Als er 23 ist, stirbt sein Grossvater.  Da findet Edvard , zusammen mit seiner Jugendliebe Hanne, Hinweise darauf, dass nicht alles so war, wie es ihm immer schien : Konzertkarten im Anzug des Grossvaters, rätselhafte Fotos, der Pfarrer hat alte Briefe für ihn und nicht zuletzt ist da ein Sarg aus Flammenbirke, getischlert von Einar, dem angeblich im 2. Weltkrieg vestorbenen Bruder des Grossvaters. Edvard entschliesst sich, seine klene Welt zu verlassen und den Rätseln auf die Spur zu gehen und taucht damit nicht nur tief in verborgene Familiengeheimnisse ein sondern erfährt auch etwas über sein bisher ungeklärtes , tagelanges Verschwinden beim Tod der Eltern.  Durch Hanne und die geheimnisvolle Gwen kommt auch Romantik ins Spiel. Es ist beeindruckend wie der Autor trotz des eher gemächlichen Erzählstils immer mehr Spannung aufbaut. Die Natur spielt im Roman eine grosse Rolle, das Meer mit seinen Stimmungen, die karge Landschaft, die Landarbeit und ganz besonders  das Holz., all das ist immer präsent. Doch verliert sich der Autor nicht in langatmigen Beschreibungen, er bezieht die Natur einfach mit ein.Gleichzeiitig lässt er uns durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive auch tief in Edvards Gefühlswelt blicken und an seinem inneren Entwicklungsprozess teilhaben. Ein faszinierender, den Leser gefangen nehmender Roman mit sukzessive aufgebauter Spannung, überraschenden Wendungen, Romantik , vielschichtigen Persönlichkeiten und beeindruckender Natur.  Ein aussergewöhnliches Leseerlebnis.

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  • Toll!

    Die Birken wissen's noch

    Luc

    03. June 2016 um 21:01

    Lars Mytting? Das Gudbrandstal in Norwegen? Nie gehört! Ich kann nur raten: Unbedingt lesen. Denn was der Autor hier schafft befördert Lars Mytting in meinen ganz persönlichen Buch Olymp. Und wie so oft in der Literaturgeschichte muss der Protagonist raus aus der Provinz, weg von Birken und Kartoffelacker, um sich den eigenen Dämonen und der Geschichte seiner Familie zu stellen. Edvard ist erschüttert vom Tode des Großvaters. Er ist verwundert über den Sarg, in dem der Tote zu seiner letzten Ruhe gebettet werden soll. Denn dieser wirkt wie ein Gruß aus ferner Zeit, eine künstlerisch aufwendige Arbeit, die eigentlich nur Einar zugeschrieben werden kann. Dem angeblichen toten Bruder des Verstorbenen. Und schon steht der Leser in einer der spannendsten Familiengeschichte, die ich seit langem gelesen habe. Auf den ersten siebzig, achtzig Seiten baut der Autor sehr geschickt und wie ich finde, sehr skandinavisch, also etwas spröde, sein Personal auf, diese Menschen sind nicht einfach nur verschwiegen, sie sind eigen, wahre Originale, so beschreibt Mytting die Einwohner. Dafür sind diese Menschen beseelt, ohne Frage, die ganze Story ist beseelt. Sehr emotional und gleichzeitig verdammt nüchtern, immer dicht an der Realität. Der Roman ist nur so gespickt mit winzig kleinen Details, deren Auflösung im Lauf der Geschichte eine ungeheure Wirkung entfalten. Ich frage mich immer noch, ob sich viele der Ereignisse auch so in der Vergangenheit zugetragen haben können. Es geht zurück in die Grausamkeiten des ersten und Zweiten Weltkriegs. Und dieses fürchterliche Erlebnis in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bedeutet nicht nur für Edvard eine Zäsur. Es geht auf die Shetland Inseln, England, nach Frankreich und Deutschland spielt keine zu unterschätzende Rolle, allerdings nur als Reich der Bösen. Die Geschichte ist gut durchdacht. Sehr gut erzählt und von einer Unberechenbarkeit die mich sprachlos gemacht hat. Ein ungeheuer facettenreicher Roman, voller abenteuerlicher Ausflüge und Rochaden. Eine Erkenntnisgeschichte, denn vom anfänglich so spröden Edvard platzen die Schalen der Erinnerung ab, bis nichts mehr als er selbst übrig ist und nichts als die Wahrheit übrig bleibt. Ich bin begeistert!

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  • Eine sehr vielschichtige Familiengeschichte aus Norwegen

    Die Birken wissen's noch

    Islaender

    02. June 2016 um 18:47

    Edvard wächst bei seinen Großeltern auf, denn seine Eltern sterben bei einem Unfall. Später sorgt sein Großveater alleine für ihn und Edvard wird Kartoffelbauer. Als sein Großvater stirbt, steht ein Sarg - eine besondere Arbeit der Tischlerei - für ihn bereit und Edvard erfahrt stückchenweise vom alten Pfarrer etwas über die Vergangenheit. Diese Hinweise lassen ihn auf die Reise gehen, denn nun möchte er wissen, ob evtl. sein Onkel, der totgeglaubte, noch lebt. Leider lebt dieser nicht mehr, aber dafür gibt es immer wieder neue Geheimnisse über den Verbleib seiner Eltern und wie es dazu kam, dass er bei seinem Großvater aufwuchs. Edvard verliebt sich.... und weiß schließlich Bäume ganz anders zu schätzen. Eine faszinierende jahrzehnte umgreifende Familiengeschichte und schon die Buchgestaltung, wenn man es anfasst, dann weiß man, dass man etwas besonderes vor sich hat. Ich hoffe, dass viele Menschen dieses Buch, was mich nicht nur durch die Geschichte sonderen auch die Art wie sie erzahlt worden ist, fasziniert hat, in die Hand nehmen.

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  • Schwerer Einstieg, aber tolle Geschichte

    Die Birken wissen's noch

    Jisbon

    20. May 2016 um 16:58

    Der Einstieg in "Die Birken wissen's noch" ist mir schwer gefallen. Dies lag weniger an der Geschichte, die von Anfang an viel Potential hatte, sondern am Schreibstil. Er kam mir irgendwie "sperrig" vor und war stellenweise schwer zu lesen. Ich habe mich gefragt, ob dies vielleicht an der Übersetzung liegt, aber ich glaube, dass ich mich einfach an die doch sehr ungewöhnliche Erzählart des Autors gewöhnen musste... nach einer Weile hatte ich nämlich keine Probleme mehr, der Geschichte zu folgen und sie ließ sich leicht lesen. Besonders gut gefallen haben mir die bildhaften Darstellungen der Landschaft und die detailreichen Schilderungen der Ereignisse. Ich brauchte zwar einige Zeit, um mit dem Schreibstil warm zu werden, aber danach hat er mir doch sehr zugesagt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Protagonist und Ich-Erzähler, Edvard, ist mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Zu Beginn hatte ich keine Verbindung zu ihm oder den anderen Figuren, aber je mehr wir über die Vergangenheit seiner Familie erfahren und seiner Suche folgen, desto mehr konnte ich mit ihm mitfühlen. Er hat nie aufgegeben, auch wenn die Lage aussichtslos zu sein schien und wenn er sich sicher war, dass ihm nicht gefallen würde, was er zum Vorschein bringen würde und das ist bewundernswert. Die Suche selbst fand ich sehr interessant. Meiner Meinung nach war sie recht realistisch geschildert; er kam dem Geheimnis um seine Familiengeschichte nur sehr langsam näher, Stück für Stück, und mit jeder Entdeckung eröffneten sich neue Spuren. Dabei habe ich selbst verschiedene Theorien angestellt, was damals passiert sein könnte... und teilweise lag ich dabei gar nicht so weit daneben. Die Auflösung ist sehr vielschichtig, aber absolut überzeugend und alle Puzzleteilchen passen gut zusammen. Interessant fand ich auch die geschichtlichen Hintergründe. Bei seinen Nachforschungen und durch seine Familiengeschichte wird Edvard immer wieder mit Ereignissen aus den beiden Weltkriegen konfrontiert und da ich Geschichte liebe, haben mir diese Passagen natürlich besonders gut gefallen - vor allem, da ich über die norwegische Rolle in den Kriegen bisher noch nicht viel wusste. "Die Birken wissen's noch" hat mir auf jeden Fall Lust gemacht, mich etwas intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Was mir weniger gut gefallen hat, war die Liebesgeschichte. Sie ist gut und überzeugend geschrieben, aber für mich war sie einfach... unnötig. Davon abgesehen hat mir das Buch aber gefallen. Es war spannend und voller Wendungen und hat eine ungewöhnliche, komplexe Geschichte, der man nach einer gewissen Eingewöhnungszeit aber gut folgen kann. __________________Herzlichen Dank an den Verlag und Vorablesen für den Gewinn.

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  • Die Birken Wissens noch - grandios

    Die Birken wissen's noch

    92libero

    16. May 2016 um 13:39

    Allgemeine Infos: Kategorie: Literatur Titel - Die Birken Wissens noch Autor/in - Lars Mytting Verlag - Insel Verlag Preis 24.95 € Seiten: 516 ISBN: 978-3458176732 Buchgestaltung & Eindruck: Das Cover fällt durch die auffällige linke Schrift besonders auf. Die Farbe und die standhafte Schrift bilden einen guten Kontrast zum Hintergrundbild. Der Hintergrund zeigt passend zum Buchtitel einen Baumstamm mit dünnen Zweigen - dahinter noch eine vertikal laufende Holzstruktur. Hintergrund und die Schriftfarbe des Autors bilden eine schöne Ton in Ton Harmonie. Zudem ist die Schrift mittig angelegt > passt hier gut zum Verlauf des Baumstamms. Auch die Art des Papiers (Buchumschlag) passt sehr schön zum Holz. Inhalt & eigene Meinung: Edward lebt mit und bei seinem Großvater Svene in Norwegen - auf einen eher abgelegenen Bauernhof. Er lebt bei ihm, weil seine Eltern in Frankreich gestorben sind, als er drei Jahre alt war. Sein Opa kümmert sich toll um ihn, aber über das Thema Familie redet er kaum - garnicht. Hält sich sehr bedeckt. Edvard erfährt nur das sein Opa einen Bruder hat - Einar. Einar ist ein Meister der Tischlerkunst und hat seine Ausbildung in Frankreich-Paris gemacht. Er hatte damals einen ganzen Wald aus Flammenbirken gepflanzt - das Grundstück gehörte den Eltern. Als Edvard Anfang 20 ist stirbt sein Großvater. Seit Jahren steht ein wundervoll verarbeiteter Sarg beim Bestatter der nur von Einar gemacht sein konnte. Es hat sich herausgestellt das Einar auch schon tot ist. Bei so vielen Ungereimtheiten will Edvard nachforschen - er will antworten auf so viele Fragen und alles über seine Familiengeschichte erfahren. Seine Suche führt ihn auf die Shetlands und weiter nach Frankreich. Während seiner Suche führt seine Jugendliebe Hanna den Hof (Kartoffelanbau und Schafzucht). Auf seiner Reise lernt er viele Leute kennen, wobei noch einige Fragen dazu kommen. Dieses Buch erzählt einen erstaunliche und fesselnde Familiengeschichte mit tollen Charakteren und angenehmen Schreibstil. Zudem erhält der Leser einen Einblick über die Grässlichkeiten im zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart sowie über Politik und über verschiedene Holzarten und deren Verarbeitung/Veredelung. Edvard war auf den Spuren seiner Familie und konnte die Rätsel lösen. Trotz vieler Tragödien und tragischen Entwicklungen die ich traurig finde, finde ich es mitreißend und spannend - sehr gefallen hat mir auch der Bezug zur Natur. Das Buch ist grandios - diesen Autor werde ich mir merken!

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  • Selten war das Thema Holz so spannend

    Die Birken wissen's noch

    raven1711

    06. May 2016 um 09:53

    Inhalt aus dem Klappentext:Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Denn die Eltern sind ums Leben gekommen, als Edvard drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben.Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete.Als dieser gestorben ist, macht Edvard sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Familie. Es wird eine lange Reise, an deren Ende er mehr als nur ein Geheimnis kennt.Meinung:Auf dieses Buch bin ich erst durch eine Leseprobe aufmerksam geworden. Der Schreibstil sprach mich direkt an und die Inhaltsangabe klang reizvoll. Schnell war ich dann auch im eigentlichen Buch versunken und lernte Edvard kennen, der bei seinem Großvater auf einem abseitsgelegenen Hof aufwächst. Seine Eltern starben als er 3 Jahre alt war und über die Familie wurde eigentlich nie viel geredet. Doch als Edvard in seinen 20ern ist, stirbt sein Großvater und Edvard muss feststellen, dass es viele Geheimnisse über die Familie vor seinem Enkel hatte. Denn wie es scheint, ist sein Großonkel Einar, der Bruder seines Großvaters, nicht im 2. Weltkrieg gefallen, sondern lebte noch weiter. Und was hat Einar mit seinen Eltern und den Umständen um deren Tod zu tun? Edvard beschließt, den Hinweisen um seine Familiengeschichte nachzugehen und stößt dabei auf Entdeckungen, die alles in Frage stellen, was er bisher über sich und seine Familie zu wissen glaubte.Ich mochte Edvard sehr gerne. Er ist eine unheimlich komplexe Person, eigenbrötlerisch und leicht knurrig, aber auch fair und klug, der sich sehr gut an die Umstände und Begenheiten in Norwegen angepasst hat, aber trotzdem genug Mut entwickelt hat, aus seiner Blase herauszubrechen, als sich ihm die Gelegenheit bietet. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet und man kann sich nach und nach gut in diese hineinversetzen und deren Handlungsweisen nachvollziehen. Zwar habe ich diese nicht immer so ganz gut geheißen, trotzdem hat es viel Spannung in die Geschichte gebracht und die Figuren haben logisch und ihren Rollen entsprechend gehandelt.Lars Mytting hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der mir schon in der Leseprobe zusagte und im Gesamtwerk seine ganze Kraft entfaltet. Gekonnt streut der Autor hier Hinweise auf Edvards Familiengeschichte, ohne zu schnell zu viel zu verraten, so dass man als Leser bereitwillig an der Geschichte bleibt und miträtselt, was genau wohl vorgefallen sein mag und wie die einzelnen Ereignisse miteinander in Verbindung stehen. Hinzu kommt, dass er sehr schön die Szenen ausbaut, so dass man sich in den jeweiligen Schauplätzen direkt zurechtfindet. Sei es in Norwegen im Birkenhain oder auf den Shetland-Inseln mitten im Sturm, immer hatte ich ein klares Bild vor Augen. Edvard erzählt uns die Geschichte in der Ich-Perspektive. Die Kapitel sind moderat lang gehalten, das Buch selber in mehrere Teile gegliedert. Dank des tollen, leicht melancholischen, aber sehr fesselnden Schreibstils konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen und habe jede einzelne Seite genossen und mitgefiebert. Neben der spannenden Geschichte hat der Autor es aber auch geschafft, viel interessantes Wissen informativ und unterhaltsam im Buch unterzubringen. Das man einen Roman mit dem zentralen Thema Holz schreiben kann, ohne den Leser zu langweilen ist schon beachtlich.Vielen Dank an den Insel Verlag / Suhrkamp Verlag für das Rezensionsexemplar.Fazit:Spannend, mysteriös, berührend und schockierend, Die Birken wissen's noch hat viele Emotionen bei mir ausgelöst und mich keine Sekunde bereuen lassen, diesen Roman zur Hand zu nehmen. Lars Mytting hat mich gekonnt eingefangen und mich sprachlos und betroffen, aber auch begeistert zurück gelassen.Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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