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Lars TerördeBarfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer.
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Barfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer.
Lars TerördeSind wir nicht alle ein bisschen tri?
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Sind wir nicht alle ein bisschen tri?
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Erschienen am 01.08.2012

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Rezension zu "Barfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer." von Lars Terörde

Rezension zu "Barfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer." von Lars Terörde
Stefan_Albusvor 8 Jahren

Schade, dass Triathlon niemals ein Massensport wird – dieses Buch würde Lars Terörde dann unter Garantie reich und berühmt machen. Sein Held, der "Kenianer" könnte sich dann genau das Superspezialkohlefaser-Bike aus dem Schaufenster seines Lieblingsausrüsters greifen, vor dem er bislang mutmaßlich wie ein 16-jähriger vor einem Porsche-Laden hin- und herschleichen muss. Und müsste vor allem seine zeitaufwendigen Trainingspläne nie wieder pulverisieren lassen durch Besuche bei Kindergarten-Theateraufführungen oder Kaffeekränzchen bei der Schwiegermutter. Oder ähnlich nebensächliche Termine, die von Ehepartnern und ähnlichen Leistungsbremsen zuweilen in den Raum geworfen werden. Jede Wette: Spätestens 2012 würde der Kenianer dann beim Ironman auf Hawaii seinen großen Zeh in den pazifischen Ozean stecken.
Aber mal im Ernst: X Kilometer schwimmen, dann Y0.000 Meter radeln bis der Arzt kommt und am Ende noch Z Kilometer rennen (setzen Sie hier ruhig alle Zahlen zwischen zwei und 42 ein, die Ihnen in den Kopf kommen) - das dürfte etwas sein, was nur wenige in ihrer DNS finden können. An die richtet sich aber das Buch. OK, um an Terördes Heldenepos seinen Spaß zu haben, muss man hightech-Rädern und Neopren-Anzügen nicht unbedingt etwas abgewinnen können - aber vor einem netten kleinen Halbmarathon sollte man auch nicht unbedingt fies sein.
Dann aber macht's Spaß: Denn Terörde entführt den Leser mitten in die Welt der Tempo-Freaks, Gel-Lutscher, Windschatten-Fahrer, Funktionsklamotten-Fetischisten und GPS-Pulsuhr-Junkies. In kleinen Episödchen von achim-achilles'chem Format breitet der Autor ein Jahr im Leben eines zwei-zentner-Hobbysportlers aus, der das Pech hat, mit einem trainingsfaulen Schwager geschlagen zu sein, der offenbar trotz allem eine Kreuzung aus Jan Ulrich und Haile Gbrselassie ist.
Was macht man da, wenn das finale Duell ansteht? Trainieren, bis die Schwarte kracht, Frau zum Gelträger erziehen, den eigenen Sohn beschummeln. Und den Gegner sabotieren. Ein Sympathieträger ist der Held deshalb - nun ja: nicht immer unbedingt, aber den zum Teil doch arg kränkenden Zynismus eines Achim Achilles fährt Terörde dann auch wieder nicht auf - im Gegenteil. Zum Glück: So wird das Buch zu einer recht witzigen Konfrontation mit allem, was im Leben eines Triathleten so gut- und schiefgehen kann. Vieles davon kennt man auch als Genuss-Sportler, der sich schon mal zu einem Wettkampf hat schleppen lassen: Das Buch ist gewissermaßen 224 Seiten gebundenes Augenzwinkern unter Sportsfreunden.
So wird es vom bloßen Lesestoff zu einem schönen langsamen Lauf durch die Befindlichkeiten eines Freizeit-Ausdauersportlers und ganz nebenbei zu einer netten Motivationshilfe, die im Regal gleich neben der Dose mit den läufertypischen "Nahrungsergänzungsmitteln" und den Energyriegeln liegen sollte.
Und wer weiß? Vielleicht hilft das Buch ja mit, den Triathlon zum Massensport zu machen. Würd' mich freuen. Das Buch bekommt jedenfalls einen guten Platz im Regal mit den Laufbüchern.

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Hans-Peters avatar

Rezension zu "Barfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer." von Lars Terörde

Rezension zu "Barfuß auf dem Dixi-Klo. Triathlongeschichten vom Kaiserswerther Kenianer." von Lars Terörde
Hans-Petervor 8 Jahren

Gelungene Unterhaltung!
Ein ambitionierter, aber nur mäßig begabter und bestenfalls durchschnittlich erfolgreicher Hobbytriathlet hat - endlich! - auf seiner Hausrunde den Wettlauf gegen seine Stoppuhr gewonnen, der er en Spitznamen "Haile" (Gebrselassie) verpasst hat. Ab sofort übernimmt er den Ehrentitel "Kenianer".
In zahlreichen netten Episoden wird er nun mit ebenso grenzenlosem Selbstzweifel und ehrgeiz wie den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit konfrontiert. Wie ein roter Faden zieht die Konkurrenz-Feindschaft mit dem Schwager (der trotz minimalem Trainingsaufwand dem Kenianer gefährlich dicht auf den stolzen Fersen ist) durch das sehr amüsante Buch. Sowohl die Geschichte als auch die Sprache sind überzeugend, nicht nur für Triathleten.

Fazit: Sehr unterhaltsam und mit 12,90 EUR im grünen Preis-Leistungs-Bereich.

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