Laura Alcoba Das Kaninchenhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Kaninchenhaus“ von Laura Alcoba

Mit sieben Jahren ist es schwer zu verstehen, warum der Vater im Gefängnis sitzt und die Mutter im Haus heimlich Flugblätter druckt. Aber Laura versteht. Auch, als sie nicht mehr in die Schule gehen soll, wegen der unangenehmen Fragen dort. Auch, als sie im Kofferraum eines Wagens zu ihren Großeltern gefahren wird. Und sie weiß, wie man auf der Straße Verfolger erkennt und warum sie unter falschem Namen lebt.

Es sind die Jahre der Militärdiktatur in Argentinien. Die Montoneros, eine bewaffnete Widerstandsbewegung, der Lauras Eltern angehören, haben in dem heruntergekommenen Haus am Rande von La Plata eine geheime Druckerpresse eingerichtet. Nach außen rechtfertigt eine Kaninchenzucht die politischen Umtriebe der Bewegung. Ebenso beschützend wie bedrohlich, wird das Kaninchenhaus zum Unterschlupf für das jäh der Normalität entrissene Kind, das mit banger Faszination die Welt der Erwachsenen betritt. Aus der berührenden Sicht eines siebenjährigen Mädchens erzählt die argentinische Autorin Laura Alcoba von einer Kindheit, die zugleich Schrecken und Zauber birgt.

Trostlos, verherrlicht Gewalt gegen Tiere, emotionslos.

— Tasmetu

Erschütternde Erzählung über die politische Situation in Argentinien Anfang der 1970iger aus der Sicht eines Kindes.

— Milagro

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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  • Ich hatte mehr erwartet

    Das Kaninchenhaus

    Sabo07

    18. March 2014 um 09:50

    Erwartet habe ich ein Kinderleben in mitten der Unruhen in Argentinien, Informationen über die damalige Zeit, die Gefühlsleben der Menschen. Bekommen habe ich einen Roman, der sich ähnlich liest wie die Kinder von Bullerbü, nur ohne den Charme von Astrid Lidgren. Kurz zusammengefasst bekommt der Leser hier einen Einblick in das Leben von Laura, die ihren Eltern sehr egal ist, denn die Mutter hält es für wichtiger Tag und Nacht an der Druckerpresse zu stehen, als mit ihrem Kind Zeit zu verbringen. Laura lebt die ganze Zeit in der Welt der Erwachsenen und wird auch wie eine behandelt. Leider wird nicht deutlich, dass es an den Umständen liegt. Macht sie etwas falsch wird sie angeschrien, aber (zumindest in dem Buch) es spricht keiner wirklich anständig mit ihr darüber. Das Buch hinterlässt bei mir den Eindruck, dass Laura die schlimmen Zeiten nicht wirklich als schlimm empfunden hat. Das ist ja durchaus wünschenswert, aber ich verstehe nicht, warum man dann ein Buch schreibt bzw. warum man es sooooo oberflächlich hält, falls es ihr doch mehr an die Nieren gegangen ist.

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  • Rezension zu "Das Kaninchenhaus" von Laura Alcoba

    Das Kaninchenhaus

    lesefreude_book

    19. November 2011 um 20:35

    Laura Alcoba erzählt von ihrer Kinder in Argentinien zur Zeit der militärischen Repression. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der 7-jährigen Laura. Es gibt viele Dinge, die sie nicht wirklich versteht. Warum ihr Vater im Gefängnis sitzt, wieso sich ihre Mutter im neuen Zuhause kaum noch nach draußen wagt und vorallem wieso sie nicht mehr zur Schule gehen darf. Das Buch ist mir persönlich etwas zu oberflächlich. Klar es ist aus der Sicht einer 7-jährigen, die viele politische Dinge nicht versteht. Dennoch hätte ich mir mehr Hintergrundinfos erwartet. Entweder man kennt sich schon vorher mit der argentinischen Geschicht aus und weiß was zu der Zeit passiert ist, oder man nimmt es einfach als gegeben hin, dass ihre Eltern nicht mit der Regierung einverstanden sind (auch wenn man nicht weiß wieso). Vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Etwas über die argentinische Vergangenheit konnte ich daraus jedenfall nicht wirklich lernen.

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  • Rezension zu "Das Kaninchenhaus" von Laura Alcoba

    Das Kaninchenhaus

    KarlMay

    19. August 2010 um 19:36

    Wieder ein dünnes Buch mit viel Inhalt! Aus der Perspektive eines 7 jährigen Mädchens erzählt Laura Alcoba von ihrer Kindheit im Argentinien der 70er Jahre, als das Land vom Militär beherrscht wurde und es an der Tagesordnung war, daß Menschen, die politisch anders dachten, verfolgt wurden. Auch Lauras Eltern haben sich einer bewaffneten Untergrundorganisation, den Montoneros angeschlossen. Ihr Vater sitzt im Gefängnis und ihre Mutter muss untertauchen. Sie finden Unterschlupf in einem heruntergekommenen Haus am Stadtramd von La Plata, in dem ein Ingenieur ein raffiniertes Versteck baut, in dem sich die Druckerpresse verbirgt, auf der die revolutionäre Zeitung gedruckt wird, die die Zelle herausgibt. Getarnt wird das Ganze durch eine Kaninchenzucht, die verbergen soll, warum so viel Bewegung in und um das Haus ist. Laura kann nicht mehr zur Schule gehen, das ist zu gefährlich, denn ihre Mutter wird gesucht. Nur einmal besucht sie gemeinsam mit ihren Großeltern ihren Vater im Gefängnis, aber der Besuch wird kein Erfolg - die massive Präsenz der bewaffneten Gefängniswärter kann Laura kaum ertragen. Sie freundet sich mit einer Nachbarin an, aber unbefangene Freundschaften sind eigentlich gar nicht möglich, denn sie weiß, daß sie auf gar keinen Fall sprechen darf über das, was in dem Haus passiert. Zwar kann sie für kurze Zeit noch einmal in eine Nonnenschule gehen, aber damit ist es vorbei, als einer der Untergrundkämpfer bemerkt, daß in der Jacke, die Laura in der Schule trägt, der richtige Familienname steht. So verbringt sie ihre Tage meist mit Diana, der schwangeren Frau eines der Untergrundkämpfer. Bis ihre Mutter dem Druck nicht mehr standhält und mit Laura aus Argentinien ausreist. Auf knapp 120 Seiten erzählt die Autorin von einer Kindheit, die beherrscht ist von Angst und Druck, das wichtigste ist, daß Laura nichts verrät: "Ich habe verstanden und werde gehorchen. Ich werde nichts sagen. Selbst wenn man mir weh tut. Selbst wenn man mir den Arm umdreht oder mich mit einem Bügeleisen verbrennt. Selbst wenn man mir kleine Nägel ins Knie schlägt. Ich habe verstanden, wie wichtig es ist, zu schweigen." Sie stellt ihrer Erzählung einen kleinen Prolog voran, gerichtet an Diana, dem man entnehmen kann, daß eine Reise mit ihrer Tochter nach Argentinien bewirkte, daß sie ihr Schweigen brechen konnte. Denn Diana ist tot - kurz nach der Flucht von Laura und ihrer Mutter, wurde das Kaninchenhaus vom Militär angegriffen und zerstört und alle Menschen, die sich darin aufhielten wurden getötet. Nur das Baby von Diana, Clara, wurde nicht gefunden und Laura ist sich ganz sicher, daß sie irgendwo noch leben muss. Eine bewegende Lektüre, die mich lange nicht losgelassen hat!

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