Laura Antoni Im Land der Kaffeeblüten

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Inhaltsangabe zu „Im Land der Kaffeeblüten“ von Laura Antoni

Guatemala, 1902. Bremen, 2011: Vier junge Frauen verbindet ein Schicksal, auch wenn sie mehr als ein Jahrhundert trennt. Eine Projektarbeit zum Thema Kaffeeanbau in Guatemala lässt Isabell und Julia überraschend tief in die Vergangenheit ihrer eigenen Familien dringen. Sie kommen ihren Ururgroßmüttern auf die Spur, die ungewöhnliche Wege gingen, selbst- und freiheitsbewusst: Margarete, die den jungen Maya Juan liebte, und Elise, die ihr Herz dem mittellosen Georg schenkte. Und sie entdecken ein streng gehütetes Familiengeheimnis in der Kaffeedynastie, die Isabell einmal erben wird.

Biografie:
Laura Antoni (Jahrgang 1964) ist Soziologin und interessiert sich für Auswandererschicksale, seitdem ihr Großvater von seinen Plänen berichtete, in den 1950er Jahren nach Mittelamerika oder Australien auszuwandern. Die Familie blieb in Deutschland, aber das Interesse an fernen Ländern hat die Autorin nie mehr losgelassen. Für ihre Doktorarbeit lebte Laura Antoni längere Zeit in den USA, von wo aus sie Reisen in die angrenzenden Länder unternahm.Wenn sie nicht schreibt, spielt sie Doppelkopf (ohne Neuner), joggt leidenschaftlich gern und liest viel. Laura Antoni lebt in Kassel und hält die Frauenquote in einem Männerhaushalt (ein Ehemann und fünf Macho-Kater) aufrecht.

Eine klare Leseempfehlung für alle Reiselustigen und Liebhaber von spannenden Geschichten mit einem Hauch Romantik.

— bookblossom

Ein wunderschönes Buch. Von Anfang an sehr spannend. Kann ich nur weiterempfehlen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buch, das die Welt um einen herum vergessen lässt!Richtig gut ;)

— JasminJassy

Wunderschöner Historienschmöker mit einem Hauch Exotik aus Guatemala. Einfach nur lesens- und empfehlenswert.

— Susanne_Boeckle

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  • Land des ewigen Frühlings

    Im Land der Kaffeeblüten

    bookblossom

    08. October 2015 um 16:04

    Erster Satz: "Margarete!" Die Stimme ihrer Gouvernante klang verärgert. Guatemala Anfang des 20. Jahrhunderts. Das ängstliche junge Mädchen Elise fällt aus allen Wolken, als sie ihre Forschereltern in den Dschungel Guatemalas begleiten soll. Für sie ist diese Reise eine einzige Strapaze! Margarete, die Tochter eines hiesigen Kaffeebarons, weiß jedoch längst um die Faszination des tropischen Paradieses. Sie liebt Land und Leute, allen voran den attraktiven Maya Juan. Über ein Jahrhundert später lernen Isabell und Julia einander kennen und entdecken durch Zufall die Lebensgeschichten ihrer beiden Ururgroßmütter. Vier Frauen, tief verbunden durch das Land des ewigen Frühlings: Guatemala. Isabell ist gerade frisch nach Deutschland gezogen, da soll sie auch schon mit Zicke Julia ein Schulprojekt über ihre Heimat in Lateinamerika schreiben. Anfangs stehen sich beide Mädchen skeptisch gegenüber und finden nur schwer einen Draht zueinander. Doch dann entdeckt Isabell unverhofft eines der Tagebücher ihrer Ururgroßmutter und findet heraus, dass die Mädchen weit mehr miteinander verbindet als anfangs gedacht. Denn ihre beiden Ururgroßmütter sind sich bereits damals, im Jahre 1902, in Guatemala begegnet. Dieser "glückliche Zufall" ist natürlich sehr realitätsfern, bietet aber einen schönen Grundstein für die Geschichte. Zusätzlich lockern die handschriftlich gedruckten Tagebucheinträge nicht nur optisch, sondern auch erzählerisch auf. Die Handlung selbst wird aus der Sicht aller vier Figuren erzählt, wobei die beiden Protagonistinnen der Gegenwart am Schlechtesten bei mir abschnitten. Sie blieben verglichen zu Elise und Margarete eher blass und unausgereift. Auch das Familiengeheimnis, dass vor allem in der Gegenwart eine große Rolle spielt, war für mich weder spektakulär noch überraschend. Umso besser gefielen mir Handlung und Charaktere der Vergangenheit. Elise ist ein sehr ruhiges Mädchen, das lieber in Büchern über große Abeneteuer liest, als sie selbst zu erleben. Bald sieht sie sich allerdings dazu gezwungen mit ihren Eltern und ihrem heimlichen Schwarm George nach Guatemala zu reisen. Eine große Umstellung und eine noch größere Erfahrung für sie, die das junge Mädchen auch nachhaltig prägt. Mit Margaretes Geschichte und ihrer bittersüßen Liebe zu dem Indio Juan spricht die Autorin auch die damaligen Probleme zwischen Einheimischen und den weißen Ausländern an. Ihre Liebe muss im Verborgenen blühen und eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich. Laura Antoni gelingt es, die verschiedenen Zeitebenen spielend leicht zu verknüpfen, sodass der Wechsel zwischen den Jahrzehnten flüssig von statten geht und beide Handlungsstränge gleichermaßen mit Spannung aufwarten können. Besonders die Passagen der Vergangenheit, die beinahe ausschließlich in Guatemala erzählt werden, konnten mich für sich einnehmen. Die Autorin beschreibt das Land mit viel Feingefühl und Gespür für Details. Hier wird ganz klar an das Fernweh der Leser appelliert! Der sehr jugendliche Schreibstil weißt auch nochmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um einen historisch anghauchten Schmöker für junge Erwachsene handelt. Zweifellos werden aber auch ältere Leser ihren Gefallen an dem Buch finden. ;) Cover Das Cover zeigt eine wunderschöne Küstenaufnahme Guatemalas, über der sich majestätisch der Quetzalvogel durch die Lüfte schwingt. Der Schutzumschlag wurde außerdem aus festem, matten Papier hergestellt und wirkt dadurch nicht nur schöner, sondern auch hochwertiger. Fernweh weckt auch die tolle Innengestaltung des Buches, denn über jedem Kapitelbeginn findet sich die Zeichnung einer Hibsiskusblüte, oder des Quetzalvogels. Fazit Ein mitreißender Ausflug in das traumhafte Land Guatemala! Die Geschichte der Vergangenheit packte mich sofort, nur mit den Figuren der Gegenwart war ich nicht ganz so zufrieden. Trotzdem eine klare Leseempfehlung für alle Reiselustigen und Liebhaber von spannenden Geschichten mit einem Hauch Romantik. © BookBlossom http://book-blossom.blogspot.co.at/

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  • Guatemala, das Land des Kaffees

    Im Land der Kaffeeblüten

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    25. December 2013 um 13:42

    Julia und Isabell sind zwei siebzehnjährige Mädchen, die beide neu in eine Klasse kommen. Während Julia die Tochter eines Kaffeeunternehmers ist und später die Firma übernehmen soll, ist Isabell von ihren abenteuerlichen Eltern aus Guatemala für ein Jahr nach Bremen geschickt worden, um dort ihr Abi zu machen. Während einer gemeinsamen Projektarbeit , die sie in die Vergangenheit führt, stellen sie fest, dass ihr Ururgroßmütter sich kannten. Anhand von Tagebuchaufzeichnungen kommen sie einem Geheimnis auf die Spur. Die beiden Mädels werden Freunde, und sie müssen feststellen, dass nicht nur die Vergangenheit Geheimnisse hat ... Zwei Mädchen, die durch eine gemeinsame Projektarbeit Freundinnen werden und einen Blick auf das Leben ihrer Ururgroßmutter werfen dürfen. Wer wünscht sich nicht, auch auf Tagebuchaufzeichnungen zugreifen zu können, um vergessene Geheimnisse ergründen zu können. Julia und Isabell können dies tun und stellen fest, dass ihre Ururgroßmütter auf demselbenSchiff nach Guatemala kamen. Margarete, die Ururgroßmutter von Julia liebte seinerzeit einen Indio, die Liebe wurde von deren Vater jedoch unterbunden. Er führte eine Kaffeeplantage und schickte seine Tochter für ein Jahr nach Deutschland, damit sie ihre Liebe vergisst. Als sie nach einem Jahr wiederkam, steht die Plantage vor dem Ruin und eine Heirat soll sie wieder konkurrenzfähig machen. Margarete weigert sich, den von ihrem Vater Erwählten zu heiraten, stattdessen versucht sie, ihren inzwischen vom Alkohol umnebelten Vater auf der Plantage zu ersetzen und diese aus der Schuldenmisere herauszuholen. Elise, die Ururgroßmutter von Isabell, kommt nach Guatemala, um ihre Eltern bei ihren Forschungen um die vergessenen Mayaschätze zu begleiten, jetzt, wo sie alt genug ist. Aber Elise will das eigentlich nicht, sie ängstigt sich in dem Land, wo Dschungel und Schlangen und noch vieles andere auf sie wartet. Sie will nichts weiter, als weg und wieder nach Hause. Ihre Eltern nehmen jedoch keine Rücksicht auf sie, bis sie eines Tages durch ein Ereignis gezwungen werden, ihre Sicht auf die Dinge zu ändern. Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, zum einen in der Gegenwart, wo Julia und Isabell in eine Klasse gehen und im Jahr 1902 in Guatemala, wo die Ereignisse von Margarete und Elise ihren Lauf nehmen. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Atmosphäre in Guatemala einzufangen und wiederzugeben. Die Beschreibung des Dschungels und der Suche nach verlorenen und vergessenen Mayatempeln führten dazu, dass ich mich nahezu vor Ort fühlte und ebenfalls auf der Suche war. Die Gesellschaftsdünkel wie eine etwaige Beziehung zwischen Plantagenbesitzer und Indio wurden genauso aufgezeigt, wie der Kampf gegen die Ausbeutung dieser Besitzer. Gekonnt wechselt die Autorin zwischen den beiden Zeitebenen. Der Ortswechsel, in dem der jeweilige Abschnitt spielt, wurde optisch mittels eines Hibiscus für Deutschland oder einem Vogel für Guatemala angezeigt, was mir sehr gut gefallen hat. Auch Naturereignisse hat die Autorin in ihren Roman mit eingewoben. So wurde zum Beispiel der Ausbruch des Vulkans Santa Maria im Jahre 1902 Thema im Buch mit weitreichenden Folgen. Laura Antoni hat ihren Roman sehr gut recherchiert, was man anhand von geschichtlichen Ereignissen sehr gut nachvollziehen kann. Was ich vermisst habe, war ein wenig mehr Tiefe, wie es Margarete gelungen ist, die Plantage wieder auf Vordermann zu bringen. Da gab es meines Erachtens zu viele Andeutungen nur auf Margarete und ihre Großmutter, aber nichts Greifbares. Auch konnte ich nicht nachvollziehen, warum Julias Eltern sich so seltsam benommen haben, als es  um die Geheimnisse aus der Vergangenheit ging. Wäre meines Erachtens in der heutigen Zeit kein Thema mehr. Auf alle Fälle hat man mit diesem Roman ein fantastisches Buch in der Hand, in der es um Liebe und Freundschaft geht, aber auch um Geheimnisse und Abenteuer. Das Buch ist als Jugendbuch für Leser ab 13- 16 Jahre konzipiert, was aber Erwachsene nicht davon abhalten sollte, dieses Buch ebenfalls zu lesen.  Mir hat es Spaß gemacht, in die Welt von Guatemala abzutauchen und ein wenig aus der Zeit um 1902 kennenzulernen.

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  • Im Land der Kaffeeblüten

    Im Land der Kaffeeblüten

    Nik75

    26. May 2013 um 15:24

    Heute stelle ich euch das Buch „Im Land der Kaffeeblüten“ von Laura Antoni vor. Der Roman spielt im Jahr 1902 und parallel im Jahr 2011. Julia und Isabella schreiben ein Referat über die Kaffeeplantagen in Guatemala um 1902. Bei ihren Recherchen entdecken sie, dass ihre Urgroßmütter in Guatemala gelebt haben. Dieser Roman erzählte ihre Geschichte. Meine Meinung: Gleich nach den ersten Seiten war ich fasziniert vom Buch. Mir gefällt es sehr wenn man in Romanen im Geiste in das letzte Jahrhundert und in ferne Länder reisen kann. Dieser Roman ist eine schöne Mischung aus historischem Roman und Gegenwartsroman. Die Protagonisten Julia und Isabella recherchieren im Jahr 2011 für ein Referat und stoßen bei den Nachforschungen auf die Tagebücher einer ihrer Urgroßmütter. Die Mädchen lesen uns aus den Tagebüchern vor und so springen wir von der Gegenwart immer wieder in die Vergangenheit. Ich fand die Autorin hat den Roman sehr flüssig und spannend geschrieben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weil ich wenn ich im Jahr 2011 gelesen habe immer wissen wollte was 1902 passiert und umgekehrt. Die Protagonisten fand ich echt klasse. Besonders gerne mochte ich Margarete und Elise die Urgroßmütter von Julia und Isabella. Margarete und Elise sind starke Persönlichkeiten und eindeutig Vorreiter der Emanzipation. Sie zeigen, dass Frauen nicht immer nur das schwache Geschlecht sein müssen, sondern dass auch sie in der damaligen Zeit sehr viel geleistet haben. Ich war fasziniert davon wie Margarete als Frau die Kaffeeplantage ihres Vaters rettet und wie sich die ängstliche Elise mit dem Land Guatemala anfreundet und sich dort für die Indios einsetzt. Die Personen wurden sehr bildlich beschrieben und ich konnte mir ihr Leben mit ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen sehr gut vorstellen. Auch das Land Guatemala wurde bildlich beschrieben, dass ich davon fasziniert und begeistert war. Ich bin in die Welten der 4 Frauen, gefesselt von ihren Leben, eingetaucht und erst nach den 400 Seiten wieder aufgetaucht. Den Roman kann ich jedem empfehlen, der gerne fremde Länder mit ihrer Kultur kennenlernen möchte und abenteuerlustig ist. Von mir gibt es für den Roman 5 Sterne.

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  • Im Land der Kaffeeblüten von Laura Antoni

    Im Land der Kaffeeblüten

    Emmas-Lesewiese

    25. May 2013 um 12:05

    Das Buch spielt in zwei Zeiten: Einmal im Jahr 1902 und im Jahr 2011. Margatete und Elise befinden sich im Jahr 1902 in Guatemala. Margarete ist die Tochter des Chefes eines Kaffeeherstellers. Elises Eltern sind Forscher, die alte Tempel im Land der Maya untersuchen. Gegen ihren Willen musste Elise sie auf dieser Reise begleiten. Julia und Isabell gehen in Bremen auf eine ganz normale Schule. Julia war davor auf einem Internat, welchselte aber auf eine normale Schule. Isabell wohnte davor in Guatemala. Ihren Abschluss soll sie aber in Deutschland machen, bestimmten ihre Eltern. In der Schule müssen Julia und Isabell zusammen ein Projekt über den Kaffehandeln um 1900 bearbeiten. Dabei erfahren sie, dass ihre Ururgrossmütter (Margarete und Elise) sich kannten... Das Cover finde ich ganz besonders toll! "Im Land der Kaffeblüten" gehört zu meinen Top 10.

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  • Im Land der Kaffeeblüten

    Im Land der Kaffeeblüten

    Klusi

    21. May 2013 um 21:44

    Guatemala im Jahr 1902: Margarete und Elise lernen sich während der Reise nach Guatemala kennen. Für Margarete ist es eine Rückkehr in die Heimat und zu Juan, dem Mann, den sie liebt. Aber bei ihrer Rückkehr zur Finca ihres Vaters erwartet sie eine böse Überraschung. Um den Kaffeehandel vor dem Ruin zu retten, soll sie einen ungeliebten Mann heiraten. Elise muss ihre Eltern auf einer Expedition begleiten. Für sie ist es eine Reise ins Ungewisse, und sie kann nichts Schönes an dem wilden Land finden, welches ihre Eltern leidenschaftlich nach alten Mayaschätzen durchforsten. Es wird eine lebensgefährliche Exkursion. Bremen 2011: Kurz vor dem Abitur steht für Julia ein Schulwechsel an. An der Bremer Schule, die sie von nun an besuchen soll, trifft sie Isabell, die aus Guatemala stammt und ebenfalls erst neu in die Klasse gekommen ist. Gemeinsam bekommen sie von der Geschichtslehrerin den Auftrag, ein Projekt über den Kaffehandel zu Beginn des 20. Jahrhunderts auszuarbeiten. Anfangs stehen sich die beiden jungen Frauen noch etwas skeptisch und zurückhaltend gegenüber, aber sehr bald erkennen sie, dass es mehr gibt, was sie verbindet. In alten Tagebüchern finden sie Hinweise darauf, dass sich ihre Ururgrossmütter gekannt haben. Im Roman gibt es zwei große Handlungsstränge, der eine spielt im Jahr 1902 in Guatemala, der andere führt in die Gegenwart, nach Bremen. Am Beginn eines jeden Kapitels kann man sofort auf Anhieb erkennen, zu welchem der beiden Handlungsstränge es jeweils gehört, denn die Abschnitte aus der Vergangenheit sind mit einem prächtigen Vogel, dem Quetzal, verziert, während die Kapitel der Gegenwart mit der Zeichnung einer Hibiskusblüte geschmückt sind. Auch sonst ist die Ausstattung dieses Buches sehr liebevoll und hochwertig, denn der Einband, mit dem traumhaften Landschaftsbild, ist komplett matt gehalten und wirkt sehr edel. Das Vorsatzpapier und die Innenseiten der Buchdeckel sind ebenfalls mit zarten Hibiskusblüten bedruckt. Den Buchtitel ziert ein Kaffeezweig, und im Anhang findet man nicht nur eine Übersichtskarte von Guatemala, sondern auch ein Glossar, welches einheimische Redewendungen und außergewöhnliche Begriffe erklärt. In der Geschichte selbst verknüpfen sich Vergangenheit und Gegenwart durch einen verrückten Zufall, wie man ihn sicher nur selten findet. Ausgerechnet Julia und Isabell werden für ein gemeinsames Projekt eingeteilt und entdecken dadurch, dass sie mehr verbindet als sie sich vorstellen können. Die Schicksale ihrer beiden Ururgrossmütter verliefen abenteuerlich und zum Teil tragisch. Was die beiden jungen Frauen bei ihren Recherchen herausfinden, ist berührend, und über die Familiengeheimnisse, die sie aufdecken, sind Julia und Isabell erst einmal fassungslos. Es gibt so vieles, was sie erst verarbeiten müssen, aber je weiter die beiden jungen Frauen in der Gegenwart in die Geschichte ihrer Ahnen vordringen, umso mehr erkennen sie, wo ihre eigenen Ziele für die Zukunft liegen. Die Ereignisse der Vergangenheit sind weitgehend enthüllt, aber das Ende in der Gegenwart ist relativ offen. Vieles wird nicht völlig geklärt. Dieser Umstand wäre eine Option für eine Fortsetzung, denn für mich blieben viele Fragen, für die ich nur allzu gerne eine Lösung hätte. Die Autorin beschränkt sich nicht nur auf die Schilderung der fiktiven dramatischen Ereignisse, sondern ihr Roman öffnet den Blick, einerseits für die Schönheiten Guatemalas, aber ebenso die Schwierigkeiten der Ureinwohner mit den Einwanderern bleiben nicht unerwähnt, denn auch in diesem Land besteht eine gewaltige Kluft zwischen den Völkern. Die Diskrepanz zwischen den Ausländern, die sich überall niedergelassen haben und den Nachfahren der Mayas ist ein großes Thema, damals wie heute. Das musste besonders Margarete erfahren, die einen Indio liebte und sich öffentlich nicht zu ihm bekennen durfte. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und klar, so dass man sich gut in die verschiedenen Schicksale hineinversetzen kann. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, das ab einem Alter von 13 Jahren empfohlen wird, ist natürlich das Handlungsgeflecht nicht so komplex, wie bei so mancher Familiensaga für Erwachsene. Ich denke, der Ton wurde hier gut getroffen, so dass das Buch Jugendliche anspricht, aber auch für Erwachsene einiges an Faszination und Spannung zu bieten hat. Man kann bei diesem Buch durchaus von einem sehr schönen „All Ager“ sprechen.

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  • Im Land der Kaffeeblüten

    Im Land der Kaffeeblüten

    Marie1990

    13. May 2013 um 13:33

    Guatemala, 1902. Bremen, 2011: Vier junge Frauen verbindet ein Schicksal, auch wenn sie mehr als ein Jahrhundert trennt. Eine Projektarbeit zum Thema Kaffeeanbau in Guatemala lässt Isabell und Julia überraschend tief in die Vergangenheit ihrer eigenen Familien dringen. Sie kommen ihren Ururgroßmüttern auf die Spur, die ungewöhnliche Wege gingen, selbst- und freiheitsbewusst: Margarete, die den jungen Maya Juan liebte, und Elise, die ihr Herz dem mittellosen Georg schenkte. Und sie entdecken ein streng gehütetes Familiengeheimnis in der Kaffeedynastie, die Isabell einmal erben wird. Mit "Im Land der Kaffeeblüten" legt Laura Antoni einen wunderschönen Roman vor, der unterschiedliche Elemente miteinander verbindet und einen ganz eigenen Charme versprüht. Bücher dieses Genres aus dem Thienemann Verlag sind seit je her ein Garant für tolle Unterhaltung. Mit viel Romantik und Abenteuern in den verschiedensten Ländern kann man einiges lernen und bekommt gleichzeitig noch eine fundierte und gut recherchierte Geschichte geboten. Auch "Im Land der Kaffeeblüten" hat mich keinesfalls enttäuscht, denn die Autorin hat die Geschichte Guatemalas mitsamt ihren Mythen und Legenden aufleben lassen und sie dem Leser näher gebracht. Dabei beleuchtet sie alle Seiten dieser Kultur und schafft es so, ein authentisches Bild zu liefern, dass dem Leser die Maya in einem eigenen Licht erscheinen lässt. Man erfährt während der Lektüre so viel, ohne dabei von den Informationen erschlagen zu werden. Da die Handlung aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, bekommt diese eine ungeheure Dichte, bei der so gut wie alle Fragen geklärt werden und sich nicht in Nebensächlichkeiten verloren wird. Dabei sind die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen sehr fließend gehalten, sodass der Wechsel leicht fällt. Außerdem besitzt jedes Kapitelende einen kleinen Cliffhanger, der immer weiter zum Lesen animiert und die Neugier stets schürt. "Im Land der Kaffeeblüten" ist durchweg spannend zu lesen, da die Szenen in Guatemala wie ein Abenteuerroman anmuten und die Geheimnisse der einzelnen Personen diese Spannung noch zusätzlich bestärken. Durch den sehr bildhaften und flüssigen Schreibstil entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die ihren ganz eigenen Charme besitzt und das Gefühl der Vergangenheit in einem fernen Land aufleben lässt. Fazit: Ein wirklich schönes und auch romantisches Abenteuer mit vielen Geheimnissen in einem faszinierenden Land.

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  • Eine schöne und geheimisvolle Zeitreise nach Guatemala!

    Im Land der Kaffeeblüten

    LightningAres

    12. May 2013 um 15:36

    Inhalt: Julia und Isabell sollen für die Schule ein Referat über den Kaffehandel zur Jahrhundertwende vorbereiten. Dabei entdecken sie, dass ihre Vorfahren zu der Zeit in Guatemala waren und sich dort sogar getroffen haben! Julia's Vorfahren haben das Familienunternehmen aufgebaut, während Isabell's Vorfahren das Land und die Schätze der Maya erforscht haben. Aber schon bald entdecken beide düstere Geheimnisse in vergessenen Tagebüchern und erfahren von schrecklichen Gefahren, denen ihre Vorfahren sich stellen mussten. Sprache: Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, da er meist eher einfach gehalten ist. Allerdings werden auch viele spanische Ausdrücke benutzt, wodurch man sich viel besser in die Geschichte hineinversetzen kann. Besonders gut hat es mir gefallen, dass sogar die Sprache der Ureinwohner ab und zu vorkam. Sehr schön ist außerdem, dass nicht nur die Zeitebenen wechseln, sondern auch manchmal ein Tagebuchauszug wortwörtlich wiedergegeben wird. Charaktere: Die Protagonistinnen waren mir alle recht schnell sympathisch. Und damit meine ich nicht nur Julia und Isabell, sondern auch Margarete und Elise, die Vorfahrinnen der beiden. Ich konnte ihre Sorgen und Ängste immer sehr gut nachvollziehen. Insbesondere Elise war mir sehr sympathisch, weil sie mit dem Leben in Guatemala zu Beginn überhaupt nicht klarkam und ihre Eindrücke über das Land auch dementsprechend sehr ehrlich geschildert wurden. Handlung: Ich finde es richtig gut, dass das Buch so viele Handlungsstränge hat, die sich immer wieder berühren und letztendlich zusammenlaufen. Dadurch wird die Geschichte richtig spannend, denn fast jeder Abschnitt endet mit einem Cliffhanger! Dabei ist es aber auch kein Problem wieder in die Handlung des anderen Stranges hineinzufinden - das geschieht in der Regel innerhalb von wenigen Sätzen. An vielen Stellen war die Handlung zwar etwas durchsichtig, aber trotzdem konnte das Finale mich dann überraschen: Das Ende wird verdammt spannend! Leider bleibt die Ebene von Julia und Isabell eher oberflächlich, aber dafür gibt es in der Ebene von Margarete und Elise einiges über Guatemala und die Maja zu erfahren! Eine schöne und geheimnisvolle Zeitreise nach Guatemala, in die ich gerne noch einmal zurückkehren würde!

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  • Vergangenheit top, Gegenwart flop

    Im Land der Kaffeeblüten

    Wonder_

    11. May 2013 um 13:21

    Der Einstieg in das Buch fiel mir relativ schwer, später kann man jedoch voll und ganz in die Geschichte abtauchen. Was der sehr schönen Handlung leider etwas schadet, sind die großteils recht unsympathischen und flachen Charaktere. Mir persönlich hätten die Abschnitte aus der Vergangenheit mehr als gereicht, das große Familiengeheimnis finde ich leider ziemlich unspektakulär. Das idyllische und warme Cover gefällt mir sehr gut und macht große Lust darauf, in ferne Länder abzutauchen, auch wenn es nur zwischen den Buchseiten ist. Auch die Innengestaltung ist sehr ansprechend. Jedes Kapitel ist mit einem Vogel oder einer Blume verziert. Leider finde ich die Charaktere großteils entweder unsympathisch oder zu blass. Da wäre zum einen Isabell, die einige Zeit mit ihren Eltern in Guatemala gelebt hat und dann von ihren Eltern nach Bremen geschickt wird. Dort trifft sie in ihrer neuen Klasse auf Julia, deren Eltern ein Kaffeeunternehmen besitzen, das sie später übernehmen soll. Diese beiden Mädchen werden zusammengesteckt, um gemeinsam ein Projekt über den Kaffeeanbau um 1900 zu erarbeiten. Dabei zicken sie sich ständig an, wobei man sich kaum entscheiden kann, wer von beiden schlimmer ist. Aus unnachvollziehbaren Gründen liegen sie sich ständig in den Haaren und hacken aufeinander herum, nur um eine Sekunde später wieder die besten Freundinnen zu sein. Ansonsten bleiben beide sehr blass, wodurch sie schlichtweg den Zicken-Stempel aufgedrückt bekommen. Bei den Charakteren in der Vergangenheit verhält es sich ganz anders. Julias Ururgroßmutter Margarete ist eine sehr sympathische und willenstarke junge Frau, die für ihre Liebe zu dem Maya-Jungen Juan alles tun würde und dennoch stets das Wohl ihrer Familie im Hinterkopf hat. Die Liebesgeschichte ist sehr ergreifend und rührend und war für mich das Highlight des Buches. Isabells Ururgroßmutter Elise hingegen war einfach nur nervtötend. Sie ist wegen jeder noch so winzigen Kleinigkeit sofort verängstigt und gerät in Panik und trotzdem wird sie von ihrem Georg als mutig beschrieben? Elise vertritt sehr gute Ansichten, denen ich nur zustimmen kann, trotzdem bleibt ihre weinerliche Art im Vordergrund und zehrt an den Nerven des Lesers. Kurz nachdem Isabell und Julia begonnen haben, gemeinsam an dem Kaffee-Projekt zu arbeiten, machen sie eine unglaubliche Entdeckung. Ihre beiden Ururgroßmütter haben sich gekannt und waren sogar befreundet! An dieser Stelle musste ich auch zum ersten Mal stutzen. Diese Entdeckung müsste doch mehr Aufregung hervorrufen als nur ein " Hey cool, die kannten sich haha"?? Besonders wenn man bedenkt, dass Julia und Isabell auch aus vollkommen verschiedenen Gegenden stammen. Von Isabells Oma bekommen die Mädchen alte Tagebücher von Elise, die sie fleißig durcharbeiten. Ab hier wird die Story spannend und fesselnd und kann den Leser endlich in den Bann ziehen. Was damals alles geschehen ist, ist unmöglich in wenige Worte zu fassen. Margaretes Liebe zu Juan ist so unheimlich schön beschrieben, so zart und doch so tragisch, denn diese Liebe darf nicht sein. Doch auch Elises Reise mit ihren Forschereltern durch den Dschungel ist sehr interessant und bietet so einige Überraschungen. Was mir persönlich jedoch unverständlich bleibt, ist, warum Isabell und Julia diese alte Familiengeschichte für ihr Projekt durchforschen. Mit dem Projekt hat das Ganze doch längst nichts mehr zu tun. Was wäre so schlimm daran, einfach zu sagen, dass die beiden neugierig waren und darüber ihr Projekt vergessen haben? Was mir ebenfalls nicht gefallen hat, war das große Drama um das Familiengeheimnis, das zwar sehr interessant, aber das Theater, das Julia darum veranstaltet definitiv nicht wert ist. Das Ende der Geschichte in der Vergangenheit hingegen ist sehr schön und treibt bei dem ein oder anderen Leser bestimmt einige Tränen in die Augen. Das große Manko des Buches ist und bleibt für mich die Story in der Gegenwart, ansonsten ist das Buch nämlich wirklich perfekt. Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden und durch die bildhaften Beschreibungen wird Guatemala im Kopf des Lesers lebendig. Die Schwäche liegt bei den Charakteren, die für meinen Geschmack etwas zu blass bleiben und nicht immer authentisch wirken. Große Gefühle findet man hingegen bei der Liebesgeschichte von Margarete und Juan, die mich sehr berührt hat.

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  • ein nachhaltig beeindruckendes Leseerlebnis

    Im Land der Kaffeeblüten

    Nirena

    07. May 2013 um 17:35

    Bei dieser Familiensaga aus dem Land der Maya fängt das Erlebnis schon vor dem Lesen an, denn der Umschlag ist so liebevoll gestaltet, dass man sich schon vor dem Aufschlagen des Buches auf die Geschichte, die darin wartet, freut. Vier junge Frauen, vier Schicksale: Isabell, die in Guatemala aufgewachsen ist, soll ihr letztes Schuljahr in Bremen verbringen und bei ihrer Großmutter Lina wohnen. Fern ihrer geliebten Heimat, fremd in der Klasse, weiß sie nicht, ob sie sich je in Deutschland wohl fühlen wird. Julia, die einzige Tochter einer alteingesessenen Bremer Kaffeerösterfamilie, die bereits ihr ganzes Leben darauf getrimmt wird, einmal das Familienunternehmen zu leiten. Auch sie soll die Schule wechseln, vom gewohnten Internat auf eine normale Schule in der Nähe ihres Elternhauses. Diese beiden Mädchen, die voneinander glauben so unterschiedlich zu sein, sollen ein gemeinsames Geschichtsprojekt erstellen - die Geschichte des Kaffeeanbaus in Guatemala Anfang des 20. Jahrhunderts - nie hätten sie sich träumen lassen, wie viele Gemeinsamkeiten sie dabei entdecken und welche Geheimnisse ihre Familien verbergen. Margarete, einzige Tochter eines deutschen Kaffeefingueros in Guatemala. Da sie sich in den Augen ihres Vaters und ihrer Gouvernante zu viel mit dem Indio Juan "herumtreibt", wird sie 1902 für ein Jahr zu ihrer Tante nach Bremen geschickt. Wird Juan auf sie warten? Und werden sie irgendwann die Chance bekommen, zusammen zu sein, trotz aller gesellschaftlicher und kultureller Unterschiede? Und Elise, Tochter zweier Forscher, aufgewachsen in einem behüteten Heim bei ihren Großeltern in Bremen - plötzlich soll sie mit ihren Eltern nach Guatemala reisen und dort in den Urwäldern auf die Suche nach verborgenen Maya-Tempeln gehen - aber Elise hat einfach Angst vor all den Gefahren, die dort auf sie lauern. Vier junge Frauen, vier Schicksale - aber alle miteinander verbunden. Laura Antoni gelingt es mit ihrer Familiensaga nicht nur, ein Jahrhundert zweier Familiengeschichten zu überbrücken, sondern auch, den Leser bei der Entdeckung derselben vollkommen in ihren Bann zu schlagen. Der spannende Schreibstil mit häufigen Perspektivenwechseln hält den Leser bei der Stange, begierig darauf, den Fortlauf der Geschichte gemeinsam mit Julia und Isabell zu entdecken. Ebenso wie die Schicksale der bildhaft beschriebenen Hauptprotagonisten, prägt sich dem Leser die beeindruckende Landschaft Guatemalas ein, eines kleinen mittelamerikanischen Landes, das zumindest mir bisher in Büchern nicht nachhaltig begegnete. Aber trotz aller Landschaftsimpressionen finden auch die Lebensbedingungen der Indiós, der Nachkommen der Maya, sowohl damals als auch heute, Erwähnung und deren Benachteiligung und Unterdrückung durch die Eroberer wird angeprangert. Dieser Roman ist wirklich allen Liebhabern von Familiensagas, historischen Romanen und spannenden Lebensgeschichten zu empfehlen - ein wunderbares Leseerlebnis, das mich nachhaltig beeindruckt hat.

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  • Im Land der Kaffeeblüten - Laura Antoni

    Im Land der Kaffeeblüten

    Das_Leseding

    30. April 2013 um 22:21

    Inhalt: Erzählt wird in 4 Teilen, jeweils immer für ein Kapitel, dann wechselt die Protagonistin. Berichtet wird jedoch immer von einem allwissenden Erzähler. Im Jahr 1902 treffen Elise und Margarete zusammen und im Jahr 2011 Isabell und Julia. Alle 4 Frauen verbindet ein sagenumwobenes Geheimnis um Julias Erbe – eine Kaffeeplantage in Guatemala. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr jungendlich und flach. Ich wurde nicht gefesselt und die Geschichte dümpelte ohne Spannung dahin. Auch der Versuch zum Ende eines Kapitels Fragen offen zu lassen und die Auflösung ewig hinzuziehen half nicht. Charaktere: Auch diese waren sehr flach und es war mir egal was mit ihnen passierte, oder wie sie sich entwickeln. Julia, die reiche Erbin, natürlich mit Modellmaßen, trifft die nette Isabell aus Guatemala Isabell machte auch keinen besseren Eindruck versuchte aber sich anzupassen. Isabells Oma, die irgendwie viel zu Hipp für eine Oma war, mochte ich allerdings. Auch die liebe zu den Tieren machte sie mir sympathisch. Elisa und Margarete können eigentlich mit den beiden Teens oben verglichen werden. Sie unterschieden sich nur in den Namen und der gespielten Zeit. Ich habe bei den ganzen Kapiteln nie etwas neues gelesen es war schlichtweg langweilig! Cover: Das Cover ist toll und total romantisch, ich würde sofort Urlaub machen wollen Fazit: Ein Buch, was meiner Meinung nach noch nicht ausgereift ist. So fehlt die Spannung und die Einzigartigkeit der Personen und die Gliederung passt auch nicht immer. So fehlten teilweise Absätze die mir beim Lesen zur zeitlichen Abfolge hätten helfen können. Was sehr schön war, war das dicke Papier und die Gestaltung der einzelnen Kapitel. So wurde für Bremen ein Kleeblatt und für Guatemala ein Vogel verwendet, dies lockerte alles etwas auf. Ich vergebe trotz meiner Kritik 3 Sterne. Die Schilderung von Guatemala bzw. Mittelamerika war sehr interessant. Eine Leseempfehlung gebe ich an Jugendliche Leser, welche sich erst an Familienromane herantasten und Geheimnisse innerhalb einer Familie aufdecken möchten. Auch für Erwachsene, welche sich für das Auswandern und die Liebe interessieren ist dieses Buch eine schöne Alternative.

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  • Rezension zu "Im Land der Kaffeeblüten" von Laura Antoni

    Im Land der Kaffeeblüten

    AngelikaLauriel

    03. February 2013 um 17:15

    Mich hat Laura Antonis "Im Land der Kaffeeblüten" von der ersten bis zur letzten Seite bezaubert. Auf überzeugende Art lässt die Autorin die Charaktere von vier jungen Frauen entstehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch Gemeinsamkeiten haben. Dabei spielt die jeweilige Zeit, in der sie leben, eine ebenso große Rolle wie das Land, in dem sie sich aufhalten. Die Sprünge zwischen den Perspektiven und den Zeiten sind gelungen und jederzeit nachvollziehbar; zu keinem Zeitpunkt habe ich die Orientierung verloren. Die Struktur des Romans hat mich persönlich sehr angesprochen, da ich wechselnde Perspektiven, aber auch wechselnde "Medien" sehr mag, was mit den Tagebucheinträgen auf reiche Art gelungen ist. Handwerklich gut gemacht, mitreißend erzählt und dabei noch informativ, ohne belehrend zu sein. Von mir gibt es dafür fünf Sterne. Sehr empfehlenswerte Lektüre!

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  • Rezension zu "Im Land der Kaffeeblüten" von Laura Antoni

    Im Land der Kaffeeblüten

    Susanne_Boeckle

    29. January 2013 um 13:16

    Die beiden 17-jährigen Schülerinnen Julia und Isabel sollen im Jahre 2011 gemeinsam an einem Schulprojekt über den Kaffeehandel in Guatemala arbeiten. Beide haben auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Kaffeehandel bzw. dem Land Guatemala zu tun. Über die gemeinsame Projektarbeit werden die völlig verschiedenen Mädchen schließlich zu Freundinnen. Sie finden heraus, dass sich ihre Ururgroßmütter Margarete und Elise im Jahre 1902 auf dem Schiff nach Guatemala trafen und dass auch ihr weiteres Leben auf tragische Weise miteinander verknüpft war. Diese Tatsache spornt die Mädchen zu Nachforschungen über die Vergangenheit an und sie finden erstaunliche Dinge über ihre beiden Ururgroßmütter heraus und kommen schließlich einem Familiengeheimnis auf die Spur. Mein Fazit: Der Roman "Im Land der Kaffeeblüten" von Laura Antoni ist eine sehr gelungene Mischung aus Historien- und Abenteuerroman. Die Handlung springt immer wieder zwischen dem Jahr 1902, in dem sich Margarete und Elise treffen und ihr weiteres Schicksal vom Kaffeehandel bzw. den dramatischen Ereignissen in Guatemala bestimmt wird, und dem Jahr 2011, in dem ihre Ururenkelinnen Julia und Isabel für ihr Schulprojekt in ihrer gemeinsamen Vergangenheit stöbern und alte Familiengeheimnisse zutage fördern. Gerade diese Mischung aus Vergangenheit und Neuzeit hat mir sehr gut gefallen. Außerdem hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass die Autorin sich sehr intensiv sowohl mit diesem exotischen Land Guatemala als auch mit dem Kaffeeanbau in Mittelamerika beschäftigt hat. Die Landschaftsbeschreibungen, z.B. des Regenwaldes und der Vulkane, aber auch die Problematik der Maya-Nachfahren erschien mir plausibel erzählt und authentisch. Ich habe viel über dieses schöne Land gelernt und konnte mich zu jeder Zeit in die Personen einfühlen, habe vor allem mit Margarete und Elise mitgefiebert. Ich habe die Lektüre dieses berührenden Romans sehr genossen und war am Ende sogar ein wenig traurig, dass diese einfühlsame Geschichte schon zu Ende ist. Ich könnte mir sehr gut einen zweiten Teil von diesem Roman vorstellen, in dem Julia und Isabel selbst nach Guatemala reisen und sich auf die Spurensuche ihrer Vorfahren begeben. Sollte sich die Autorin dazu entschließen, würde ich das Buch ganz bestimmt gerne lesen.

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  • Rezension zu "Im Land der Kaffeeblüten" von Laura Antoni

    Im Land der Kaffeeblüten

    Tialda

    12. December 2012 um 16:12

    Rezension: Schon als ich “Im Land der Kaffeeblüten” von Laura Antoni zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich absolut hingerissen, denn die Aufmachung ist wirklich bezaubernd. Durch den Schutzumschlag aus relativ rauem Papier wirkt das Buch irgendwie alt und die Zeichnungen der Blüten auf dem Cover setzen sich auf der ersten Buchseite fort – einfach nur wunderschön. Der Schreibstil der Autorin nimmt den Leser mit ins Jahr 1902, eine Zeit des Umbruchs, und springt dort zwischen Bremen und Guatemala in Mittelamerika, was ganz deutlich die kulturellen Unterschiede aufzeigt. Gleichzeitig begleitet man Julia und Isabell im Jahr 2011 in Bremen. Toll daran ist, dass es Laura Antoni gelingt die grundverschiedenen Lebensumstände die zwischen den über 100 Jahren liegen deutlich hervorzuheben und die Übergänge trotzdem weich zu halten. In welcher Zeit und ich welchem Land man sich gerade befindet wird ganz einfach gekennzeichnet. Die Jahreszahl steht jeweils über dem Kapitelanfang und wenn das Kapitel in Guatemala spielt, ist am Kapitelanfang ein exotischer Vogel abgedruckt, wohingegen Blüten dort zu sehen sind, wenn es um Bremen geht. Außerdem bekommt man immer wieder Tagebucheinträge von Isabells Ururgroßmutter Elise zu lesen, welche in gut leserlicher Handschrift gedruckt sind. Mir hat besonders gefallen, dass man einiges über Guatemala an sich erfährt. Ich hatte mich bisher noch nie mit Mittelamerika befasst und durch die Tatsache, dass eine der beiden ‘Protagonisten-Familien’ dort eine Kaffeeplantage besitzt, bekommt der Leser die Besonderheiten des Landes vermittelt. Bei der Geschichte war ich etwas zwiegespalten. Ich halte es doch für sehr unwahrscheinlich, dass sich durch Zufall wirklich die Nachfahren zweier Frauen treffen und dann auch noch, ebenfalls zufällig, zusammen die gemeinsame Geschichte ihrer Ururgroßmütter aufdecken. Dafür ist die Welt doch eigentlich zu groß, dass so etwas passieren kann, oder? Davon abgesehen hat mir die Story aber trotzdem gut gefallen. Ich wollte immer wissen, wie es wohl weitergeht und viele der Kapitel enden in einem Cliffhanger auf die dann erst mal die Geschichte in der jeweils anderen Zeit weitergeht, so dass man unbedingt weiterlesen möchte. Geeignet ist das Buch meiner Meinung nach für Jugendliche gleichermaßen wie für Erwachsene – aber eher die weibliche Fraktion, denn nicht erlaubte Liebe spielt eine entscheidende Rolle. Fazit: 1903 und 2011. Bremen und Guatemala. Eine spannende, mitreißende Familiengeschichte mit Geheimnissen, unerlaubter Liebe und Tod.

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