Laura Cwiertnia

 4,3 Sterne bei 61 Bewertungen

Lebenslauf

Laura Cwiertnia, 1987 als Tochter eines armenischen Vaters und einer deutschen Mutter in Bremen geboren, ist Redakteurin bei der ZEIT. »Auf der Straße heißen wir anders« ist ihr literarisches Debüt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Laura Cwiertnia

Cover des Buches Auf der Straße heißen wir anders (ISBN: 9783442494187)

Auf der Straße heißen wir anders

(61)
Erschienen am 23.08.2023
Cover des Buches Auf der Straße heißen wir anders (ISBN: 9783608998894)

Auf der Straße heißen wir anders

(0)
Erschienen am 15.07.2023

Neue Rezensionen zu Laura Cwiertnia

Cover des Buches Auf der Straße heißen wir anders (ISBN: 9783442494187)
Jana_hat_buechers avatar

Rezension zu "Auf der Straße heißen wir anders" von Laura Cwiertnia

Jana_hat_buecher
Reise in die Vergangenheit

Karla's Oma stirbt und das nimmt sie zum Anlass mit ihrem Vater in deren Heimatland Armenien zu reisen. Auf der Suche nach ihren Wurzeln reist sie auch in die schreckliche Vergangenheit ihrer Vorfahren und fühlt sich trotzdem gleich zuhause.

Die Autorin hat den unterschiedlichen Generationen, Tochter Karla, Vater Avi und Oma Maryam eine Stimme gegeben, die aus ihrer jeweiligen Perspektive ihr Leben und somit auch von Armenien erzählen. Prinzipiell hat mir das Buch sehr gut gefallen, es hat sich sehr gut lesen lassen, es war interessant und ich habe noch etwas zu der Geschichte der Armenier gelernt. Allerdings fande ich viele Geschichten und Nebenstränge nicht auserzählt. So hatte ich als Leser das Gefühl was verpasst zu haben.

Cover des Buches Auf der Straße heißen wir anders (ISBN: 9783608981988)
schokoloko29s avatar

Rezension zu "Auf der Straße heißen wir anders" von Laura Cwiertnia

schokoloko29
Leben im Dazwischen

Karlotta lebt in einem bremer Vorort. Ihre Eltern haben sich getrennt. Ihre Mutter ist Deutsche ihr Vater ist Armenier. Sie erfährt in der Schule, dass türkische Soldaten Armenier durch Todesmärsche in den Tod geschickt haben. Es entsteht mit den Jahren eine Auseinandersetzung mit ihrer Herkunft. Ihr Vater und die Familie von der väterlichen Seite verdrängen das Thema oder sie sprechen nicht über das Thema.

Als ihre Oma stirbt entscheiden sich Vater und Tochter nach Armenien zu reisen und Teile ihrer Familie und Geschichte wieder zu entdecken.

Fazit:

Für mich war das Buch sehr mitreißend und gefühlvoll (mit einem leichten melancholischem Grundton) geschrieben. Es geht um das Thema Identität, Heimat, leben in der Fremde, Genozid, Trauma, die von einer Generation zur nächsten weiter gereicht werden.

Wer sich für diese Themen interessiert, dem kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen!

Cover des Buches Auf der Straße heißen wir anders (ISBN: 9783442494187)
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Rezension zu "Auf der Straße heißen wir anders" von Laura Cwiertnia

LeenChavette
Zwischen Bremen und dem Ararat

Karla blickt zurück auf ihre Kindheit. Eine Kindheit zwischen den grauen Blocks von Nord-Bremen. Sie fühlt sich nie so richtig zugehörig. Auch nicht, als Karlas Cousine Nisa sie unter ihre Fittiche nimmt. Sie ist sogar ein bisschen neidisch auf Nisa, wenn diese von ihrem Urlaub in der Heimat oder ihrem Zuhause berichtet. Zuhause, das ist für Nisa Istanbul. Karla war noch nie in Istanbul, obwohl ihr Vater dort sehr lange gelebt hat. Warum sie in den Ferien mit ihren Eltern nie nach Istanbul reist, versteht Karla nicht. Erst als sie erwachsen ist, fügt sich nach und nach ein Bild ihrer Familie und derer Vergangenheit zusammen. Dieses Bild verschärft sich während einer Reise mit ihrem Vater. Diese führt sie in das Ursprungsland seiner Familie, nach Armenien.


Für mich birgt "Auf der Straße heißen wir anders" viele tiefe und eindrückliche Momente. Angefangen bei dem traurigen Bild wie Karlas Vater und seine Schwester als Erwachsene um ihre eigene Mutter trauern: "Nebeneinander sehen die beiden aus wie Kinder, die ihre Mutter mitten auf der Straße stehen gelassen hat, ohne sich noch einmal umzusehen. Fassungslos, jeder auf seine Weise." und dem ebenso banalen wie aufrichtigem "Ich weiß es leider nicht.", als Karla bei einer Demonstration zu Anerkennung des Völkermords an den Armeniern teilnimmt und sie von Mitdemonstrierenden nach ihrer Familienhistorie befragt wird.* Ich habe mir so viele Sätze markiert, die mich einfach direkt getroffen haben und die noch lange nachhallen werden.


Ich kann dieses Buch allen Leser:innen ans Herz legen, welche sich für Familienhistorien und Geschichte interessieren und hoffe, dass diesem Buch noch mehr Beachtung geschenkt wird.

Themen: Familie, Trauer, Politik, Krieg/Genozid

*(Zitate auf S. 12 + 190, "Auf der Straße heißen wir anders, Laura Cwiertnia)

Gespräche aus der Community

In Karlas Familie wissen alle, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören. Einfühlsam und mit feinem Humor fächert Laura Cwiertnia die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie noch Generationen später nachhallen. 

Bewerbt euch jetzt und gewinnt ein Printexemplar des Romans »Auf der Straße heißen wir anders« von Laura Cwiertnia!

307 BeiträgeVerlosung beendet
Ramie70s avatar
Letzter Beitrag von  Ramie70

Vielen Dank, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte. Meine Rezi findest du hier, auf Amazon, hugendubel und Thalia. https://www.lovelybooks.de/autor/Laura-Cwiertnia/Auf-der-Straße-heißen-wir-anders-3468539342-w/rezension/5820443586/

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