Laura Flöter

 3.8 Sterne bei 20 Bewertungen
Autorin von Der Engelseher, Nirgendland und weiteren Büchern.
Laura Flöter

Lebenslauf von Laura Flöter

Laura Flöter wurde 1983 in Düsseldorf geboren. Seither spielen Bilder und Wörter eine Hauptrolle in ihrem Leben. Erstere, seit sie weiß, wie man einen Pinsel hält. Letztere, seit sie das Alphabet beherrscht. Das Ergebnis verschiedener Schreibwerkstätten – an Schule, VHS, Uni und bei Fabylon – ist z.B. der „Sternenlichtschatten“, der noch unvollendete Erstling und ein mehrteiliges „Magnum Opus“ der Fantasy. Aber eigentlich wären ihre Bilder und Geschichten nicht denkbar ohne ihr allerliebstes Hobby: phantastische Rollenspiele. Sie spielt seit etwas mehr als zehn Jahren mit annähernd der gleichen Clique, und zwar jeden Sonntag Abend. Das ist ein fester Termin in der Woche, der ihr sehr wichtig ist – und einen unerschöpflichen Ideenfundus darstellt. Im Rollenspiel nehmen die Figuren, von denen Lauras Bilder und Geschichten handeln, Gestalt an, ehe sie dann in neue phantastische Welten „übersiedeln“ – das Universum des „Sternenlichtschattens.“ Auch, wenn die Arbeit an diesem Großprojekt gegenwärtig ruht, geht es mit diesem Kosmos immer weiter: So ist die Welt des ENGELSEHERs ein Stern darin, genauso wie die Welt von NIRGENDLAND. Laura Flöter hat Deutsch, Kunst und Philosophie in Essen und Düsseldorf studiert. Obwohl sie eigentlich gerade an ihrer Doktorarbeit schreibt, findet sie immer noch Zeit für das, was sie (neben der Kunst) am liebsten tut: Schreiben! Und zwar: Phantastik. Mehr über die Autorin auf: www.laurafloeter.de

Alle Bücher von Laura Flöter

Laura FlöterDer Engelseher
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Der Engelseher
Der Engelseher
 (12)
Erschienen am 01.01.2012
Laura FlöterNirgendland
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Nirgendland
Nirgendland
 (8)
Erschienen am 01.03.2013
Laura FlöterGestalt & Gestaltung
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Gestalt & Gestaltung
Gestalt & Gestaltung
 (0)
Erschienen am 28.04.2010
Laura FlöterDer Engelseher: Ars Litterae
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Der Engelseher: Ars Litterae
Der Engelseher: Ars Litterae
 (0)
Erschienen am 30.08.2012
Laura FlöterSunQuest. Zyklus Quinterna / Maskentanz
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SunQuest. Zyklus Quinterna / Maskentanz
SunQuest. Zyklus Quinterna / Maskentanz
 (0)
Erschienen am 31.05.2010

Interview mit Laura Flöter

7 Fragen an Laura Flöter

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Ich glaube, diese Frage kann ich sehr präzise beantworten: Ich wollte das schon immer. Das Schreiben von Geschichten und das Buch als der Gegenstand, der sie enthält, haben mich schon immer fasziniert. Es war immer ein großer Traum von mir, so etwas auch einmal selbst zu tun – und jetzt ist es tatsächlich passiert. Unglaublich! Ich fing mit dem Schreiben an, sobald ich Rechtschreibung und Alphabet einigermaßen beherrschte – also in der Grundschule. Mein erstes Schreibgerät war ein Aufziehfüller, schwarz mit dunkelrotem Muster, das weiß ich noch genau, den haben mir meine Eltern zur Einschulung geschenkt. Ich war völlig entzückt von diesem Füller! Damals liebte ich die Nils Holgersson-Zeichentrickserie über alles, und so schrieb ich zunächst vor allem Gänsegeschichten – Abenteuer von Däumling und Martin, die ich mir selbst ausgedacht hatte, aber auch Geschichten über unsere vielen Haustiere. Ich schrieb auf unliniertes Papier, malte Bilder dazu und tackerte dann alles zusammen – fertig war das ‚Buch’! Diese 'Erstlingswerke' habe ich auch heute noch. Geschichten waren aber schon immer in meinem Kopf; als ganz kleines Kind habe ich mit meinen Freundinnen stundenlang Fantasiespiele gespielt. Aufs Papier fanden die Geschichten aber erst mit dem Schreibenlernen.

2) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich lese natürlich sehr gerne Phantastisches, insbesondere Patrick Rothfuss, Stephen King, Tad Williams, Walter Moers und Michael Ende – und einiges von Zafón, z.B. „Der Schatten des Windes.“ Magischer Realismus ist ja auch in gewisser Weise Phantastik. Aber ich schränke mich da nicht ein; vor einiger Zeit habe ich „The Road“ von Cormac McCarthy gelesen, außerdem etwas von Juli Zeh und Jonathan Franzen – also auch Fiktiv-Realistisches. Ich finde es wichtig, sich mit möglichst vielen unterschiedlichen Texten auseinanderzusetzen, gerade, wenn man selber schreiben möchte, um seinen literarischen Horizont und damit auch den eigenen Vorstellungsschatz und das persönliche Ausdrucksvermögen zu erweitern. Gutes Erzählen beruht auf Regeln, die über Genre und Gattung hinaus gültig sind. Bei Neuzugängen für das eigene Bücherregal verlasse ich mich auf die guten alten Empfehlungen von Freuden – die wissen, was ich mag, und es kommt nur selten vor, dass sie sich irren :)

3) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Das ist nicht so einfach – am meisten vielleicht von 'unserem' deutschen Altmeister Michael Ende, aber leider ist er bereits vor einiger Zeit verschieden, deshalb wird es da wohl nicht zu kommen... Ansonsten würde ich mich bei jedem der oben genannten Autoren wahnsinnig freuen, wenn sie mir diese Ehre erweisen würden – jeder von ihnen hat meinen Stil beeinflusst, deshalb möchte ich da keine Wertung vornehmen. Vielleicht kommt es ja eines Tages dazu, das wäre phantastisch :)

4) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Mein allerliebstes Hobby sind phantastische Rollenspiele – ich spiele seit etwas mehr als zehn Jahren mit annähernd der gleichen Clique, und zwar jeden Sonntag Abend. Das ist ein fester Termin in der Woche, und der ist mir sehr wichtig; wir wechseln dabei zwischen fantasy und Phantastik und spielen „Das Schwarze Auge“ oder „World of Darkness“/Crossover. Dabei spielt Melanie eine besonders große Rolle; wir spielen schon sehr lange zusammen und arbeiten unsere Geschichten und die Figuren darin akribisch aus, was ein riesiger Fundus an Anregungen ist. Aber ich gehe auch gern ins Kino, ins Theater und in die Oper oder in Museen und Kunstgalerien – eigentlich fällt immer irgendwo ein 'Kreativitätspartikelchen' ab :)

5) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Also, da, muss ich sagen, passe ich nicht ganz in’s Schriftsteller-Klischee – ich setze mich morgens an meinen Arbeitstisch und schreibe los. Punktum. Ausflüchte gelten nicht – naja, zumindest nicht immer ;) Ich habe keine exklusive Schreib-Zeit, auch wenn es natürlich Tage gibt, an denen die Worte einfach nicht so richtig wollen. Aber das ändert sich dann meistens auch für heute nicht mehr – deshalb lasse ich es dann einfach ganz und mache etwas Anderes, z.B. an meiner Dissertation schreiben; die möchte ja auch nicht vernachlässigt werden! Wenn ich aber sowieso nicht den ganzen Tag Zeit für’s Schreiben habe, dann lege ich meine Schreibstunden in den Nachmittag. Zwischen 16 und 20 Uhr bin ich eigentlich am kreativsten. Auch, wenn ich malen möchte, bevorzuge ich diese Zeit. Ganz allgemein sind bei mir die Morgenstunden besser für ‚Sachliches’, und der Nachmittag für ‚Kreatives’ – jedenfalls empfinde ich das so. Früher habe ich beim Schreiben gern Musik gehört, die von der Stimmung her gerade zum Text passte; irgendwann habe ich dann zu rein instrumentaler Musik gewechselt, ohne Vocals – z.B. Apocalyptica. Inzwischen empfinde ich aber ständige Nebengeräusche an sich als störend, brauche also besondere Ruhe. Keine Ahnung, wie das kommt – vielleicht ist Metal an sich einfach zu laut für leise Gedanken....

6) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Naja, das ist nicht schwierig – ich wünsche mir natürlich, dass sie ein geneigtes Publikum finden und ich weiterhin die Möglichkeit habe, zu schreiben und zu malen. Darüber hinaus hoffe ich, dass sich mein Dissertationsprojekt gut und zügig entwickelt und in der akademischen Welt ein wenig Beachtung findet!

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Man kann es einfach nicht glauben. Auch, wenn man das Buch gedruckt, gebunden und signiert in Händen hält – das ist eins der großartigsten Dinge, die mir bisher passiert sind!

Neue Rezensionen zu Laura Flöter

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Manja82s avatar

Rezension zu "Nirgendland" von Laura Flöter

Ein Fanatsybuch für besondere Lesestunden
Manja82vor 5 Jahren

Kurzbeschreibung:
Mhorín sagt: »Zieh eine Karte, Zauberer.« Ich ziehe, ich drehe sie um, ich schaue sie an. Ich spiele sie. Sie ist: DER FLUSS. Ich kenne diese Karte. Ich weiß, wohin sie führt. Ich weiß, dass ich dort nichts verloren habe, und womöglich alles ... Mhorín wirft den Kopf zurück, sie lacht, dann stößt sie mich über den Rand, und ich falle. Ich frage mich, ob es das wert sein wird, aber ich habe keine Wahl: Das Irr-Licht ist ansteckend. Ich will nicht, dass es meinen Sohn befällt. Der Sternenlichtschatten ist vorübergezogen. Der Nachtschattenthron ist verwaist, und der Dunkle Fremde, der das Unglück über die Welt gebracht hat, ist fort. Menschen, Geflügelte, Unsterbliche und andere Völker hoffen auf ein besseres Morgen. Doch der grausame König hat ein düsteres Erbe hinterlassen ...
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:
Die Welt befindet sich im Zwielicht. Es gibt weder hellen Tag, noch dunkle Nacht.
In dieser Welt lebt Líl-Laë. Nun möchte sie sich aufmachen um die Zerstörung, die das Land erlebt hat, mit eigenen Augen zu sehen. Auf ihrem Weg begegnet sie dem jungen Magier Lîskith. Gemeinsam treten sie nun ihre Reise an.
Der zweite Teil des Buches befasst sich mehr mit Jeónathar. Er ist Líl-Laës Sohn. Jeónathar möchte gerne seinen zweiten Namen kennen. Dies ist aber nur möglich wenn er herausbekommt wer er wirklich ist und woher er stammt. Also macht er sich auf die Suche nach seinen Wurzeln. Während seiner Reise erlebt er die Grausamkeit der Welt und lernt auch die Liebe kennen.
Wird Jeónathar seinen zweiten Namen finden?

Der Fantasyroman „Nirgendland“ stammt aus der Feder der Autorin Laura Flöter. Es ist bereits der zweite Roman der Autorin, für mich war es ihr erstes Buch.

Die Charaktere in diesem Buch sind alle samt etwas Besonderes. Sie sind alle recht unterschiedlich und facettenreich gestaltet.
Líl-Laë ist eine junge Frau. Sie ist furchtlos und macht sich auf die Zerstörung ihrer Welt mit eigenen Augen zu sehen. Ich empfand Líl-Laë als eine starke Persönlichkeit. Auf ihrem Weg durch das Land lernt sie Lîskith kennen und lieben. Die beiden müssen sich aber trennen und obwohl viel Raum zwischen den beiden ist und viele Jahre vergehen, so hängt Líl-Laë immer noch sehr an ihrem Liebsten.
Lîskith ist ein junger Magier. Zwischen ihm und Líl-Laë entsteht etwas Besonderes und diese Beziehung wird durch ein Kind gekrönt. Doch Lîskith, der immerzu auf der Suche zu sein scheint, muss Líl-Laë verlassen.
Jeónathar ist das Kind von Líl-Laë und Lîskith. Zu Beginn seiner Geschichte wirkt er ziemlich eigensinnig und tut nicht das was man von ihm erwartet. Dann aber begibt er sich auf die Suche nach seiner Herkunft und damit verbunden auf die Suche nach seinem zweiten Namen und nach und nach lernt er zu akzeptieren, dass er Schwächen besitzt. Gleichzeitig wird er sich aber auch seiner Stärken bewusst.

Neben den genannten gibt es noch weitere Figuren, wie beispielsweise Theofanu, die noch eine wichtige Rolle auf Jeónathars Weg spielen wird. Auch sie hat Laura Flöter sehr gut herausgearbeitet.

Der Schreibstil der Autorin ist anspruchsvoll und sehr poetisch.
Zu Beginn hat man, als Leser „gewöhnlicher“ Bücher sicher so seine Schwierigkeiten ins Buch zu kommen aber wenn man sich darauf einlässt, dann überwindet man diese Schwäche schnell und wird mit einer sehr spannenden und fantastischen Handlung belohnt.

Am Ende des Buches steigt die Spannungskurve nochmals an und das Ende selber passt so wie es ist wirklich sehr gut zum Buch. Zudem gibt es genug Potential für eine weitere Geschichte um Jeónathar und all die anderen.

Fazit:
„Nirgendland“ von Laura Flöter ist ein Fantasybuch für besondere Lesestunden.
Vom schwierigen Einstieg abgesehen wird man hier als Leser mit tollen Charakteren und einem ganz besonderen Stil belohnt.
Durchhalten wird belohnt!

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Suselpis avatar

Rezension zu "Nirgendland" von Laura Flöter

Auf der Suche nach den Namen und der Bestimmung.
Suselpivor 5 Jahren

Die junge Líl-Laë von den Arkhalaéyi lebt in einer Welt in der das Zwielicht herrscht. Es ist nicht heller Tag und keine tiefste Nacht. Das Land litt unter diesem Zustand. Und doch wollte die junge Sternenstürmerin ihren zweiten Namen um in die Welt hinaus zu ziehen und die Zerstörung mit eigenen Augen sehen. Auf ihrer Reise lernt sie den Zauberer Lîskith kennen. Auf der Irrlichtfährte soll er ihr den Weg nach Hause leuchten.

Der zweite Teil des Buches handelt von Líl-Laës Sohn Jeónathar. Auch ihn zieht es fort aus seinem Horst, doch anders als seine Mutter zieht er nicht mit seinem zweiten Namen fort, sondern begibt sich auf die Suche nach ihm. Auf seine Reise erlebt er wie grausam diese Welt sein kann und wie sie zugleich auch etwas positives schaffen kann. Seine neue Begleiterin führt ihn durch die Welt und hilft ihm dabei zu finden wonach er sucht. Er lernt die Liebe kennen und doch treibt ihn seine Reise voran. Am Ende seiner beschwerlichen Reise findet er seinen Namen und etwas wonach er schon länger Ausschau gehalten hat.

Die Charaktere haben so viel Seele und wachsen einem einfach ans Herz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Weder die Geschichte noch die Personen sind vorhersehbar. Die Geschichte endet zwar nicht so wie ich es mir gewünscht hätte, aber sie lässt Raum für eine Fortsetzung. Na ein Glück. Aber das bedeutet leider auch, dass nun ein weiteres Buch auf meiner Wunschliste stehen wird. Ich kann das Buch wirklich jedem Fantasy-Fan empfehlen. Auch wenn es anfangs Schwierigkeiten gibt. Zähne zusammenbeißen und weiterlesen! Glaubt mir! Es lohnt sich!

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feinekleines avatar

Rezension zu "Nirgendland" von Laura Flöter

Nirgendland – Beeindruckende Bildwelten aus Spiegel und Schatten
feinekleinevor 5 Jahren

Inhaltsangabe

Mhorín sagt: »Zieh eine Karte, Zauberer.« Ich ziehe, ich drehe sie um, ich schaue sie an. Ich spiele sie. Sie ist: DER FLUSS. Ich kenne diese Karte. Ich weiß, wohin sie führt. Ich weiß, dass ich dort nichts verloren habe, und womöglich alles ... Mhorín wirft den Kopf zurück, sie lacht, dann stößt sie mich über den Rand, und ich falle. Ich frage mich, ob es das wert sein wird, aber ich habe keine Wahl: Das Irr-Licht ist ansteckend. Ich will nicht, dass es meinen Sohn befällt. Der Sternenlichtschatten ist vorübergezogen. Der Nachtschattenthron ist verwaist, und der Dunkle Fremde, der das Unglück über die Welt gebracht hat, ist fort. Menschen, Geflügelte, Unsterbliche und andere Völker hoffen auf ein besseres Morgen. Doch der grausame König hat ein düsteres Erbe hinterlassen ... Ein großes Epos um Liebe und Verrat, um Flüche, Bestimmungen und die Suche nach dem Nirgendland, wo alle Antworten zu finden sein sollen ... oder vielleicht auch der Tod.

Meine Meinung

In dieser Geschichte geht es um den jungen Arkhalaéyi Jeónathar, der sein Volk verlässt um sich auf die Suche nach seinem zweiten Namen zu begeben. Denn nur mit seinem zweiten Namen, der sein Wesen beschreibt, kann er sich vollständig fühlen, ist er ein akzeptiertes Mitglied seines Volkes. Doch diese Geschichte handelt auch von einer Welt die sprichwörtlich in Scherben liegt. So muss Jeónathar um seinen wahren Namen zu erfahren viele Hindernisse überwinden, auf Spiegelfährten, wie auch Sternenpfaden wandern und sich vor der Irrlichtfährte hüten. Einzig das Geheimnis um seinen Vater, kann ihm bei seiner Suche nach seinem Namen helfen und so beginnt sein Abenteuer. "Nirgendland" ist eine poetische Darstellung einer Welt die zwischen den Zeiten im Verfall gefangen ist. Zwar erweist sich der Einstieg auf Grund vieler fremdartiger Namen und den anfangs etwas schwer verständlichen Schreibstil als etwas knifflig (vielleicht auch einfach, da man ihn einfach nicht gewohnt ist), aber liest man weiter findet man irgendwann in die Story hinein und empfindet gerade diesen sehr bildhaften, fantasiegeladenen Schreibstil als eine sehr willkommene Abwechslung zu den sonstigen "Fastfood-Büchern", die man so liest. (Womit ich keinesfalls diese Art von Büchern abwerten will, nur finde ich die Abwechslung schön!) Gerade diese wundervollen Beschreibungen von Orten wie Charakteren machen das Buch zu einem besonderen Erlebnis. Spiegel und Schatten, wie auch Irrlilien spielen eine große Rolle im Buch und in der Leserunde in der ich das Buch gelesen habe sagte ich es bereits und diesen Eindruck habe ich immernoch wenn ich an das Buch zurückdenke: Es glitzert überall in meinem kopf von Spiegelscherben. Wer das Buch nun liest und weis welche Rolle Spiegelscherben in dieser Geschichte haben... dem wird schnell klar sein, wäre ich eine Figur in "Nirgendland", wäre es wohl nicht sonderlich erstrebenswert einen Kopf voller Spiegelscherben zu haben, aber man versteht was ich meine, denke ich. Diese Bildwelten die Laura Flöter geschaffen hat, haben sich einfach in meinem Kopf festgesetzt und meine Vorstellungskraft um einiges erweitert. Allein wegen dieser zauberhaften Schauplätze und all der Ideen die in diesem Buch stecken, würde ich euch das Buch schon empfehlen.  Zur Geschichte selbst: Die Geschichte ist in zwei Teile geteilt, sozusagen. Der erste beschäftigt sich mit der Vorgeschichte, der zweite mit Jeónathars Suche. Auch wenn viele Fragen und auch Verwirrungen beim lesen aufkommen, finden die Handlungsstränge am Schluss zusammen und ergeben ein Gesamtbild. Kritikpunkt hier wäre von mir, dass sich für mich ein paar Fragen noch nicht ausreichend geklärt hatten, bzw. ich mir bestimmte Handlungsstränge noch etwas weiter ausgeführt gewünscht hätte. Allerdings wäre das durchaus alles Material für eventuell einen zweiten Teil. Hätte ich nun das Buch allerdings nicht in der Leserunde gelesen und hätte nachfragen können, wäre ich bei manchen Kleinigkeiten die sich ergeben haben wohl ratlos geblieben.   Zu den Charakteren kann ich sagen, dass ich sie eigentlich durchweg ins Herz geschlossen habe. Es sind nicht alles typische Heldenfiguren mit deren Handlungen ich immer einverstanden war, trotzdem macht gerade dies sie zu so vorstellbaren, greifbaren Charakteren, denn auch in der wirklichen Welt trifft nicht jeder immer die richtige Entscheidung und handelt selbstlos. Trotzdem, oder gerade deshalb fühlt man mit den Figuren von Nirgendland mit. Man leidet mit ihnen, wenn sie Schlimmes erfahren müssen und ist froh mit ihnen, wenn sich für sie etwas zum Besseren wendet. So habe ich gerade Jeónathar sehr ins Herz geschlossen, ein Außenseiter unter den Sternenstürmern, gemieden ohne etwas dafür zu können und trotzdem voller Mut und Hoffnung und bereit das Nest zu verlassen, etwas wirklich zu riskieren um sich seinen Platz in der Welt zu erkämpfen.

Fazit

Dieses Buch ist nichts für mal schnell zwischendurch. Es ist ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte und ist man bereit dazu, wird man mit einer sehr fantasievollen Welt belohnt, die einen verzaubern kann, aber auch erschrecken. Der Einstieg gestaltet sich aufgrund vieler fremdartiger Namen und einem anfangs ungewohnten Schreibstil als etwas komplizierter und ich glaube Leute die durchweg leichtere Lektüre bevorzugen werden nicht glücklich mit "Nirgendland". Denn es ist mitdenken erfodert um das Gesamtbild erfassen zu können und den Anschluss nicht zu verlieren. Dennoch würde ich raten, dem Buch eine Chance zu geben, allein der wundervollen Beschreibungen wegen. Oftmals dachte ich: "Dieser Person würde ich gerne mal gegenüberstehen", oder "Diesen Ort würde ich auch gerne mal besuchen" (oder auch nicht... bei den weniger schönen ;D).
Abzug gibt es von mir nur für den doch etwas mühsamen Einstieg, ich weiß jedoch nicht ob man das hätte besser lösen können oder ob es an der anfänglichen Umstellung liegt und die nicht geklärten oder für mich nicht genügend geklärten Fragen.

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Gespräche aus der Community

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Laura_Floeters avatar
Liebe Freunde der literarischen Fantasy,

ich freue mich, Euch heute zu einer Leserunde zu meinem zweiten Roman einladen zu dürfen - NIRGENDLAND! Damit Ihr wisst, was Euch darin erwartet, hier eine kleine Beschreibung des Romans, was die Stimmung und das Thema betrifft:

Juras Lurth, die Welt von NIRGENDLAND, liegt im Sterben. In jedem siebten Zeitalter erneuert sich die kosmische Ordnung in einem gewaltsamen Sturm, der das Sein in seinen Grundfesten erschüttert, und sucht den Ausgleich zwischen den Kräften von Licht und Dunkel. Dieses Mal aber gab es eine Störung, und die Welt ist sozusagen zwischen den Zeitaltern ‚hängengeblieben’ – sie kann nicht voranschreiten und ist deshalb den ungezügelten Kräften des Zerfalls und der Zerstörung ausgeliefert. Im Roman heißt diese seltsame Zwischen-Zeit das Zwielicht. Nur die Eingeweihten wissen natürlich, was wirklich passiert. Was nach dem Weltenbrand von Juras Lurth übriggeblieben ist, ist düster und oft brutal; überall sind Anzeichen der Zerstörung zu erkennen: ausgebrannte Städte, verödete Gewässer, unerklärliche Vorkommnisse – Überbleibsel sozusagen.
Das ist die Welt, durch die der Leser den Helden Jeónathar begleitet: Er zieht aus, um seinen Zweiten Namen zu suchen; sehr bald erkennt er, dass er dazu zunächst seinen Vater finden muss, der vor Jahren von Jeós Volk verbannt wurde. Also macht er sich auf – und stellt fest, dass sein Weg mitten hinein in’s Zwielicht führt. Offenbar hat sein Vater irgend etwas damit zu tun. Und dann wird Jeónathar klar, dass er sich dem stellen muss, wenn er seinen Namen finden will...


Ich schreibe einen poetischen, intensiven Stil, der Handlung, Welt und Figuren in eindrücklichen Farben malt. Weitere LESEPROBEN findet Ihr als "Blick ins Buch" auf amazon sowie auf LITERRA (2 Stück), und auch der Klappentext spricht ja für sich :) Hier könnt Ihr Euch einen weiteren Eindruck von dem Roman machen und überlegen, ob er etwas für Euch sein könnte! Und wenn dem so ist, freue ich mich, Euch bald zur Leserunde begrüßen zu dürfen! Zehn Freiexemplare warten auf ihre Leser...

Wenn Du also Lust hast, Jeónathar auf seiner Reise zu begleiten und TeilnehmerIn an diesr Leserunde zu werden, dann poste unter ICH MÖCHTE MITLESEN - ich freue mich auf Dich!!!
Mitmachen setzt, wie immer, Interesse und aktive Teilnahme voraus.

Viele Grüße, Laura

ZWISCHENINFO 30.05.: Wer vorab einen Eindruck vom Roman erhalten und mich einmal life sehen möchte, hat dazu gleich bei ZWEI LESUNGEN IN KÖLN jetzt am Sonntag, 2.6., Gelegenheit. Hier nachlesen :)


Zur Leserunde
Laura_Floeters avatar
Wer am Wochenende noch nichts vor hat, möchte sich vielleicht eine Lesung von mir anhören - entweder auf der RPC oder im Kulturbunker. Beides am Sonntag, 2. Juni, jeweils 13 und 16 Uhr. Mehr dazu auf meinem Blog.
Ich freu mich über jeden, der kommt :)

Zum Thema
Laura_Floeters avatar
Heute hat Alisha Bionda eine Leseprobe aus NIRGENDLAND auf dem Literaturportal LITERRA online gestellt. Wer möchte, liest doch einmal rein - und meldet sich dann hoffentlich ganz schnell zur Leserunde an :) Viel Spaß!


Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Laura Flöter wurde am 06. Januar 1983 in Düsseldorf (Deutschland) geboren.

Laura Flöter im Netz:

Community-Statistik

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auf 10 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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